Sion verpflichtet Darragi für die nächste Saison - Mittwoch, 22.02.2012

Der FC Sion verstärkt sich auf die nächste Saison hin mit Oussama Darragi (24). Die Walliser haben sich mit dem Mittelfeldspieler auf einen Vierjahresvertrag geeinigt. Darragi steht aktuell noch bei Meister Espérance Sportive de Tunis unter Vertrag.

Er ist Captain des Traditionsklubs aus der Hauptstadt. Mit Espérance Sportive de Tunis hat Darragi im November die afrikanische Champions League gewonnen. Am kürzlich zu Ende gegangenen Afrika-Cup erreichte er mit Tunesien die Viertelfinals. Für seine Landesauswahl hat er bislang knapp 30 Einsätze absolviert.

Auf der Homepage des FC Sion heisst es, an Darragi hätten auch Grossklubs wie Inter Mailand, AC Milan, Werder Bremen oder Olympique Marseille Interesse bekundet. (nzz.ch)

 


Sion verliert zu Hause gegen YB - Montag, 13.02.2012

Der gefrorene Boden im Tourbillon-Stadion liess keinen ansprechenden Match zu. Wenn eine Equipe den Sieg verdiente, war es aber YB. Vom FC Sitten war wenig zu sehen. Schuld an der Niederlage war am Schluss der Schiedsrichter.

     

Xavier Margairaz, geboren 1984, aus Rances im Waadtland stammend, ist ein begabter Fussballer. Deshalb unterbreitete ihm Christian Constantin, Präsident im FC Sitten, im Winter ein Angebot, dass er nicht ausschlagen konnte. Margairaz verliess also den FC Zürich und heuerte im Wallis an. Die Erwartungen sind gross im Umfeld, weil Margairaz eben ein begabter Fussballer ist. Im Match des FC Sitten gegen die Young Boys wollte Margairaz vieles richtig machen. Er spielte in kurzen Ärmeln, zeigte keine Schwäche trotz Temperaturen im zweistelligen Minus-Bereich. Er rannte, foulte, feuerte seine Copains an, klatschte in die Hände. Doch der Winter scheint nicht seine Jahreszeit zu sein. Wenn der Boden gefroren ist wie an diesem Sonntagnachmittag, kommen Margairaz’ Fähigkeiten in der Technik kaum zur Geltung. Ihm springen die Bälle von den Füssen und er enerviert sich darüber und schlägt dann jeweils die Hände über dem Kopf zusammen. Margairaz’ Einfluss im Spiel war bei der 0:1-Niederlage seiner Equipe gering. Doch damit war der ehemalige Nationalspieler wie ein Sinnbild für ausnahmslos alle seine Copains. Niemand im FC Sitten ragte heraus, niemand übernahm Verantwortung, keiner hatte einen geistreichen Einfall.

Dass der YB-Captain Spycher nach 83 Minuten vom Penaltypunkt den Ball halbhoch in die linke Ecke des Tores schiessen durfte, war freilich glücklichen Umständen geschuldet. Aber gänzlich unerwartet kam dieses Goal nicht. YB formierte sich von Anfang an gut, stand immer kompakt, kämpfte aufopferungsvoll und ging keinem Zweikampf aus dem Weg. Wenn dieses hundslausige Spiel auf diesem unbespielbaren, weil tief gefrorenen Terrain einen Sieger verdiente, dann waren es die engagierten Young Boys. Freilich, just vor der entscheidenden Szene hatte sich der Angreifer Vitkieviez im Zweikampf mit dem Sittener Abfangjäger Rodrigo derart geschickt fallen lassen, dass dem Schiedsrichter Klossner wenig anderes übrig blieb, als auf Penalty zu entscheiden. Die Aufregung der Sittener Fans und Spieler im Anschluss hatte wohl auch damit zu tun, dass Klossner während der gesamten Partie einen unsicheren Eindruck hinterlassen hatte, ohne jedoch in irgendeiner Form parteiisch gewesen zu sein.

Nach dem Match haderten die Sitten-Spieler und auch Trainer Roussey hauptsächlich mit der Leistung Klossners. Doch möglicherweise hätten sie ihr eigenes Tun hinterfragen müssen. Ausser dem Walliser Crettenand nach gut einer Stunde hatte kaum ein Spieler eine gute Torchance – in einem System, dass Roussey als 4-3-3 interpretiert. Generell zeigte kaum ein Spieler überdurchschnittliche Initiative. Im Couloir gab Yoda kein Lebenszeichen von sich, und Crettenand, der zwar bemüht war, rückte zu oft ins Zentrum. Die Stopper Serey Die und Rodrigo spielten solid, blieben aber nach vorne wirkungslos. Und in der Innenverteidigung mangelte es den ausgewiesenen Fachkräften Dingsdag und Adailton für einmal am Höchstmass der Konzentration. Beide begingen unüblich viele Fouls. Teilweise jedoch waren diese mit dem Mangel der Infrastruktur zu erklären.

Unabhängig von der mangelnden Leistungsbereitschaft des Sittener Ensembles stellen sich bezüglich Terrain grundsätzliche Fragen. Ist ein Platz bespielbar, wenn dieser auf der Westseite derart gefroren ist, dass die Spieler selbst in Kunstrasenschuhen überhaupt keinen Halt finden? Macht Fussball in der Alpenfestung Schweiz im Februar eigentlich Spass? Und wie sehr sind die knapp 9000 Zuschauer ihren Klubs verbunden, dass sie volle 90 Minuten auf der Tribüne ausharren? Ihnen war wahrlich ein Kränzchen zu winden: Bravo. Ansonsten war für die Sonntags-Performance im Tourbillon-Stadion niemand zu loben. Sicher nicht der FC Sitten. Wohl auch nicht der Schiedsrichter. Und auch nicht die Young Boys, die sich damit trösten können, dieses Unspiel zumindest gewonnen zu haben. (Walliser Bote)


Sion leiht Elmer & Afonso aus - Sonntag, 12.02.2012

Der FC Sion hat Verteidiger Jonas Elmer und Stürmer Guilherme Afonso in die Challenge League ausgeliehen. Elmer läuft bis Saisonende für Bellinzona auf, Afonso kehrt nach Lugano zurück, wo er bereits in der vergangenen Saison spielte.

Elmer wurde zwischen 2005 und 2007 in der Nachwuchsabteilung von Chelsea ausgebildet. Zu Sion stiess er im Sommer 2010. In der vergangenen Saison noch Stammspieler, kam der 23-Jährige heuer erst auf 3 Einsätze für die Walliser. Nun erhält er in der Challenge League bei Bellinzona die Chance, Spielpraxis zu sammeln.

Afonso kam in der ersten Saisonhälfte zwar auf 11 Einsätze für Sion. Die Torausbeute des 26-jährigen Stürmers war mit einem Treffer jedoch gering. Afonso wurde bis Saisonende an Lugano ausgeliehen, wo er bereits in der vergangenen Spielzeit engagiert war. (sf.tv)


Sion holt Veloso und leiht in nach Vaduz aus - Sonntag, 12.02.2012

Der Schweizer U20-Internationale Max Veloso (19) hat nach dem Kollaps von Neuchâtel Xamax zum FC Sion gewechselt.

Für die Walliser wird der Mittelfeldspieler aber vorderhand nicht zum Einsatz kommen, weil sie ihn bis Ende Saison an den Challenge-League-Klub Vaduz ausleihen. Veloso hat für Xamax in der Hinrunde acht Meisterschaftspartien absolviert und ein Tor geschossen. 


Der FC Sion holt sich Punkt beim Leader - Dienstag, 07.02.2012

Spieler gehen, Spieler kommen. Punkte kommen, Punkte gehen. Doch was auch passiert: Laurent Roussey hat seine Mannen im Griff. Das ist vorerst das Wichtigste.

War es nun ein Spitzenkampf ? Ja, wenn man den Punkteabzug einmal ausblendet, dann ist der FC Sitten einer der ersten Verfolger von Leader Basel und dann konnten die Walliser den Rückstand auf sieben Punkten «einfrieren». Sollte es aber bei «minus 36» bleiben, dann hat der FC Sitten mit der Spitze natürlich rein gar nichts mehr zu tun, und dann hat er mit dem 0:0 lediglich einen Punkt auf Lausanne gutgemacht. Und das ist zu wenig, wenn man 16 Zähler aufholen muss. Es gibt im Moment viele verschiedene Blickwinkel. Beschränken wir uns vorderhand auf das Terrain. Und da war es ein Spitzenkampf. Wenn man bedenkt, dass es der Start in die Rückrunde war, nach einer langen Pause, und zudem berücksichtigt, dass die Partie bei arktischen und schier unzumutbaren Temperaturen ausgetragen wurde, dann kann man wirklich von einem überraschend animierten und guten Spiel sprechen. Beide Teams waren enorm engagiert, wollten Akzente setzen, wollten dem Gegner ihr Spiel aufzwingen. Dass dies nicht durchwegs gelang, hatte seinen Grund zu einem guten Teil in den schwierigen Umständen. Beim FC Sitten konnte man vor allem einmal zufrieden festhalten, dass die Mannschaft funktioniert. Die «Neuen» zeigten durchwegs gute Leistungen, auch wenns beim einen oder anderen sicher noch Luft nach oben gibt. Aber als Team zeigte der FC Sitten eine kompakte Leistung, knüpfte nahtlos an die Darbietungen vom Herbst an. Das stimmt sicher zuversichtlich.

Von den neuen Spielern konnte Xavier Margairaz am meisten Akzente setzen. Der Ex-FCZler, der im offensiven Mittelfeld die Fäden zog, kurbelte das Sittener Spiel an. Der einzige Makel: Margairaz war im Abschluss zu wenig effizient, er hätte die Partie nämlich im Alleingang entscheiden können. In der 36. Minute traf er nur den Pfosten, in der 51. Minute konnte er allein auf den FCB-Goalie zulaufen, brachte den Ball aber nicht ins Netz und nur wenig später scheiterte er mit einem weiteren Abschlussversuch. Dennoch: Margairaz ist ein Spieler, der den FC Sitten ohne Frage weiterbringen kann, der aufrüttelt, der antreibt, der auch einmal laut werden kann. Durchaus ein Spieler also, wie er bisher ein bisschen gefehlt hat. Die anderen Zuzüge zeigten gute Ansätze. Stürmer Danilo wurde wenig gesehen, sein Dribbling nach einer Stunde aber war sehenswert, er scheint durchaus über Durchschlagskraft zu verfügen. Basha und Wüthrich fügten sich sehr gut ins Gefüge ein, ohne aber bereits sehr viele Akzente zu setzen. Trainer Laurent Roussey bemängelte insbesondere den physischen Zustand der neuen Spieler. «Bei den Neuenburgern war doch während des Winters sehr viel Unsicherheit vorhanden, darunter hat die Trainingsarbeit gelitten. Hätten sie die ganze Vorbereitung bei mir absolviert, wären sie auf einem anderen Niveau», ist der Sittener Trainer überzeugt. Dass er sie dennoch von Beginn weg einsetzte, zeigt aber doch deutlich auf, für wie wertvoll er sie einschätzt. «Wenn sie körperlich noch zulegen, können es sehr wichtige Spieler werden für uns», ist der Sittener Trainer denn auch überzeugt.

Die Walliser beeindruckten mit ihrer Kompaktheit, mit dem gut funktionierenden Zusammenspiel – durch- aus erstaunlich bei den vielen Wechseln. Über weite Strecken konnten sie den Heimklub in dessen Platzhälfte zurückdrängen. Vor allem zu Beginn der beiden Halbzeiten hatten die Sittener – zumindest optisch gesehen – ein recht deutliches Übergewicht. An der Effizienz muss die Mannschaft aber sicher noch arbeiten. «Da müssen wir noch Lösungen finden, die für mehr Gefahr sorgen», fordert Roussey.
Gefährliche Torchancen hatten die Basler mindestens ebenso viele und als den Sittenern in der Schlussviertelstunde etwas die Kräfte ausgingen, da machte der Heimklub mächtig Dampf. Alex Frei zirkelte einen Freistoss genau an die Latte, auch Shaqiri sorgte für Gefahr, die Walliser mussten noch richtig um den Punkt bangen. Ganz zum Schluss wäre die Partie aber noch fast gekippt. Rodrigo köpfelte den Ball in der Nachspielzeit an den Pfosten. Dennoch konnte Sitten mit dem 0:0 alles in allem zufrieden sein. Was dieser eine Punkt in der Endabrechnung wert sein wird, lässt sich im Moment aber noch schwerlich sagen. Zu viel ist unklar. (Walliser Bote)


NZZ-Interview mit Laurent Roussey - Samstag, 04.02.2012

Der langwierige Justizfall um Spielerqualifikationen im FC Sion führt dazu, dass im Wallis eine virtuelle Rangliste erstellt wird. Der Super-League-Verein rückt zusammen und ortet einen potenziellen Feind.

FC Sion kämpft weiterhin auf vielen Ebenen – gegen die Uefa vor dem Bundesgericht, gegen den SFV vor dem Berner Regionalgericht und am Sonntag beim FC Basel um Punkte in der Super League. Der Franzose Laurent Roussey, der Trainer Sittens, nimmt zu neun Thesen Stellung.

Sie haben Kopfweh, weil die Tabelle den FC Sion mit minus 5 Punkten zeigt.

Nein, das ist nicht so. Denn ich sehe dieses Klassement nicht. Ich habe das Klassement vom Ende der Vorrunde vor Augen. Der FC Sion ist Zweiter mit 31 Punkten. Nur das zählt in meinem Kopf. Alles andere interessiert mich nicht.

Sie kennen niemanden, der sagt, dass das gerecht ist, was der Weltverband Fifa und der Schweizerische Fussballverband SFV getan haben.

Es geht nicht um gerecht oder ungerecht. Es geht um die Härte der Sanktion. Ich habe noch nie gehört, dass einem Klub 36 Punkte abgezogen werden. Es gab in Italien Klubs mit Minuspunkten – aber dort wurden Korruption und geschobene Spiele bestraft. Unsere Strafe ist für mich nicht fassbar. Da werden Cup-Spiele eingeschlossen, die zum zusätzlichen Minus in der Meisterschaft führen. Gleichzeitig bleiben wir im Cup. Die jeweiligen Spieler wurden auch in der U 21 eingesetzt. Dort hat alles keine Auswirkung. Ich verstehe vieles nicht.

Unter solchen Umständen ist es schwierig, die Spieler zu motivieren.

Nein, nie. Alle wissen, dass wir den Meistertitel ins Wallis holen wollen. Das ist das erste Ziel. Deshalb ist unsere Geschichte, den Rückstand auf Basel aufholen zu wollen. Wir denken an unsere Tabelle mit den 31 Punkten. Die ist in der Kabine gut sichtbar. An anderes denken wir nicht. Wer das eine nicht vom anderen trennen kann, wird in Sitten in Schwierigkeiten kommen.

Der schlimmste Moment war nicht der 30. Dezember, als der SFV dem FC Sion 36 Punkte abzog. Der schlimmste Moment war der 2. September, als der europäische Verband Uefa Sitten nach dem siegreichen Play-off gegen Celtic Glasgow aus der Europa League verbannte.

Der Europacup-Rauswurf schmerzte. Ich habe viele Partien unserer Europa-League-Gruppe am Fernsehen verfolgt. Ich sah Celtic, Stade Rennes und Udinese zu und wollte wissen, ob wir hätten mithalten und weiterkommen können. Ich versuchte mir auf diesem indirekten Weg ein Bild meines Teams zu machen. Wir hätten gut abgeschnitten. Übrigens: Der schwierigste Moment für mich als Trainer war das Meisterschaftsspiel im August in Basel, als es 20 Minuten vor dem Spiel hiess, dass die betroffenen Spieler nicht eingesetzt werden können. Ich musste das den Spielern sagen, innert Minuten umdisponieren und davor angestellte Überlegungen ins Gegenteil kehren.

Die Affäre FC Sion hat trotz allem etwas Bereicherndes.

Das kann eine gute Erfahrung sein – auch für den Alltag. Man muss stark bleiben, Kraft zeigen und immer wieder Überzeugungsarbeit leisten. Man muss alle mitziehen. Man muss schauen, dass die Osmose und die Kohäsion im Team Bestand haben – etwa, wenn Medien vorrechnen, dass das Team ohne die Spieler mit den Qualifikations-Diskussionen mehr Punkte holt als mit ihnen. Der Trainer muss 25 Spieler beobachten. Er muss noch genauer hinsehen und aufnehmen, wer damit wie umgeht. Gabri hatte zuerst physische Defizite. Er kämpfte sich heran und durfte in jenem Moment nicht mehr spielen, als er bereit gewesen wäre. Feindouno war sehr angeschlagen, auch Mutsch machte die Ungewissheit zu schaffen.

Die Affäre hat den Klub und das Team zusammengeschweisst.

Das Team hat sich zweifellos verbündet. Wir sagen uns, dass wir mehr verdient haben als diese Behandlung. Wir orten einen potenziellen Feind. Das meine ich jetzt in Klammern.

Einerseits bewundern Sie den Präsidenten Christian Constantin, andrerseits denken Sie auch: «Er ist verrückt.»

Nein. Er hat mir erklärt, was er hier tut. Es geht um den Gerechtigkeitssinn. Es geht um einen Kampf, in dem er auf mich zählen kann. Da investiere ich. Wir gehen in die gleiche Richtung. Das geht über den Klub, über das Wallis. Constantin ist überzeugt, es gibt keine Zweifel bei ihm. Das steckt an. Niemand im Klub hat einen Zweifel.

Der Cup ist die Passion des FC Sion und das Ziel, das noch bleibt.

Das erste Ziel ist der Meistertitel, das zweite der Europacup, das dritte der Cup, der am meisten Symbolkraft hat. Auf der Walliser Fahne sind 13 Sterne. In 12 Cup-Finals gewann der FC Sion 12-mal. Der Nächste ist der 13.

Sie sind schon ein Jahr im Wallis. Sie bleiben mindestens noch ein zweites Jahr.

Ein Jahr ist viel, nicht wahr? Aber der Fussball, ich weiss nicht. Was gilt schon, was heute ist? Auf jeden Fall gefällt mir das Wallis, auch die Mentalität hier. (nzz.ch)


Transfersieger trotz Punkteabzug - Freitag, 03.02.2012

Der FC Sitten startet am Wochenende in die Rückrunde. Das Kader wurde neu zusammengestellt. Die Ambitionen sind dieselben geblieben.

Kann eine Mannschaft, die mit minus 5 Punkten in eine Rückrunde startet, noch für irgendeinen Spieler attraktiv sein? Sie kann. Der FC Sitten ist Winter-Transfersieger in der Liga.

So sehr der Abgang von Giovanni Sio (nach Wolfsburg) schmerzt, so sehr füllte dieser Transfer Sittens Kasse. Doch Präsident Christian Constantin musste nicht bei jeder Neuverpflichtung tief in die Tasche greifen. Die Spieler Wüthrich, Basha und Tréand wechselten von Xamax ins Wallis. Weil sie halb «gratis» waren, wollte ein Journalist im Trainingslager von Constantin wissen? «Nein. Über Wüthrich und Basha haben wir schon länger gesprochen. Wüthrich wollten wir unter Challandes bereits nach Sitten holen. Basha kenne ich, seit er 16-jährig ist. Ich wollte ihn damals aus Lau­sanne holen. Jetzt haben wir Basha und Wüthrich verpflichtet und haben uns mit Tréand im Sturm verstärkt.» Eine weitere Offensiv-Verstärkung könnte Christian Ianu sein. Der beim FC Luzern unerwünschte Rumäne freut sich auf den FC Sitten. Warum? «Ich habe viel negatives über den FC Sitten gelesen und viel gehört, doch als Profi bin ich hier, um Fussball zu spielen. Die Mannschaft ist sehr stark und alle brennen auf eine tolle Rückrunde.» Ianu zog sich im Herbst beim Spiel des FC Luzern gegen Basel einen Schienbeinbruch zu. Luzern gewann ohne ihn mit 4:1 Toren. Heute ist er wieder fit und kehrt gleich zum Rückrundenstart in den Basler St. Jakobspark zurück. Neben dem sportlichen Aspekt wird in Sitten auch über die Zukunft von Spielmacher Goran Obradovic debattiert. Hängt er nach der Rückrunde die Fussballschuhe an den Nagel und wird wie angekündigt Spielvermittler? Oder startet er eine achte Saison im Wallis? «Das werde ich selber entscheiden. Wenn ich gut spiele, habe ich die Möglichkeit zu verlängern. Bin ich jedoch nicht gut genug um der Mannschaft zu helfen, macht es keinen Sinn, weiter zu spielen», sagt Obradovic in einer Videobotschaft auf Sittens Facebook-Seite. Er habe nie drei oder vier Monate vor Saisonende einen Vertrag verlängert. Neben seiner körperlichen Fitness müsse es auch sportlich und teamintern stimmen, um eine weitere Saison anzuhängen. Goran Obradovic entscheidet am Saisonende. «Dann bleibt genug Zeit um darüber zu diskutieren», sagt der serbische Spielmacher.

Kein Thema mehr ist Luca Toni.Constantin diskutierte mit Juventus über den Italienischen Weltmeister. Am Dienstag unterschrieb Toni bei einem arabischen Klub.

Sébastien Wüthrich absolvierte bis im Dezember 2011 für Xamax 103 Spiele, in denen er 10 Tore erzielte. Am 24. Januar 2012 löste er seinen Vertrag bei Xamax auf und wechselte zum FC Sitten, wo er einen Vertrag bis zum 30. Mai 2015 unterschrieb. Wie Wüthrich ist auch Vullnet Basha ein Mittelfeldspieler. Der Schweiz-kosovarische Doppelbürger erhielt 2009 einen Dreijahresvertrag bei den Grass­hoppers. Zuvor war er drei Jahre als Profi beim Zweitligist Lausanne-Sport aktiv. Erst im Sommer 2011 wechselte Basha zu Neuenburg Xamax. Während einem halben Jahr bei Xamax absolvierte er auch drei Partien für die Schweizer U20-Nationalmannschaft. Der Stern von Geoffrey Tréand ging im Jahr 2005 auf, als er von Etoile Carouge zu Servette Genf wechselte. Beim Genfer Traditionsklub reifte er schnell zum Stammspieler heran. Am Ende der Saison 2009/10 verpflichteten die Neuenburger den französischen Stürmer. Ein wichtiges Tor gelang ihm im Cup-Halbfinal gegen den FC Zürich. Aufgrund dieses Tores zog Xamax in den Cupfinal gegen Sitten ein. Bei Xamax erzielte er in 40 Spielen vier Tore. Besser sieht die Torbilanz von Christian Ianu aus. Der 29-Jährige erzielte für den FC Luzern 25 Tore in 56 Spielen. Der Rumäne spielt seit neun Jahren in der Schweiz. Auch von Danilo werden Tore erwartet. Der Zuzug von Honved Budapest schoss in Ungarn 14 Tore in nur 16 Spielen und traf für Sitten bereits im Test gegen Servette Genf (1:0). Auch Bundesligist Stuttgart war an Danilo interessiert. Um Tore zu verhindern engagierte Sitten den 19-jährigen Milos Bakrac vom OFK Belgrad. Der Verteidiger absolvierte bereits mehrere Spiele für Montenegros U19-Nationalmannschaft und erhielt in Sitten einen Vertrag bis 2017. Für die Kreativität im Spielaufbau holte Sitten Xavier Margairaz vom FC Zürich. Der 28-jährige Mittelfeldstratege war bei der Fussball-WM 2006 in Deutschland im Schweizer Kader und kam zweimal zum Einsatz. Der Romand unterschrieb bis im Juni 2015. Mit Aislan verstärkt ein weiterer Brasilianer die Abwehrreihen. Am 1,93 Meter grossen Aislan war früher auch Liverpool interessiert. Im Jahr 2008 wurde er brasilianischer Meister. (rz-online.ch) 


Der FC Sion unterstützt Xamax-Anhänger - Dienstag, 31.01.2012

Der FC Sion buhlt um die Gunst der Xamax-Fans. Inhaber einer Saisonkarte der Neuenburger dürfen bis Ende Saison gratis an die Spiele der Walliser.

Christian Constantin ist nie um eine verrückte Idee verlegen. Jetzt kündigt sein FC Sion auf der Webseite an, dass Fans des Konkurs gegangenen Xamax bis Ende Saison gratis an die Heimspiele der Sittener dürfen.

«Wir bedauern aufrichtig, was mit diesem traditionsreichen Verein passiert ist. Xamax ist eine Ikone des Schweizer Fussballs», schreibt der Verein. Für die Jungen und die Region Neuenburg sei der Konkurs eine Katastrophe.

Wenn die Xamax-Fans ihr Saison-Abonnement gegen Sion-Tickets tauschen würden, könnten sie weiterhin ihrer Leidenschaft für den Fussball frönen, argumentieren die Walliser. Ab Montag können Fans ihre Kontaktdaten und ihr Saison-Abonnement ans Sekretariat der Sittener schicken. Im Gegenzug erhalten die Fans Eintrittskarten für die Heimspiele des FC Sion. (blick.ch)

 


Brasil-Verteidiger Aislan wechselt zum FC Sion - Sonntag, 29.01.2012

Sion verstärkt sich weiter. Mit dem zuletzt vereinslosen brasilianisch-deutschen Doppelbürger Aislan, einem Innenverteidiger. Es ist Sions achter Wintertransfer.

Im Masterplan von Sion-Boss Christian Constantin ist Aislan als Backup für die Innenverteidiger Michael Dingsdag und Adailton vorgesehen. Der 1.93 Meter grosse Recke war 2008 mit dem FC São Paulo Meister im Lande des Rekordweltmeisters. 2010 wechselte er zu Guarani, wo er sich als Stammspieler etablierte. Als letztes Jahr Verhandlungen mit Liverpool scheiterten, fiel Aislan zwischenStuhl und Bank und war deshalb seither vereinslos. CC: «Er ist ein Typ wie der frühere Emiliano Dudar mit hoher physischer Präsenz.»

Sion verlassen hat hingegen Billy Ketkeophomphone. Der Franzose mit dem Zungenbrecher-Namen, der auch den Pass von Laos besitzt, kam in der Super League und im Cup je einmal zum Einsatz. Er war einer der sechs umstrittenen Sommertransfers von CC, wegen deren Einsatz Sion vom SFV mit einem Punktzabzug von 36 bedacht wurde. Von diesen Sechs bleiben damit nur noch Mario Mutsch und José Gonçalves im Kader. Gabri, Feindouno, Glarner und nun Billy sind schon wieder weg. Billy wechselt zum französischen Zweitligisten Tours. (blick.ch)


Sion verpflichtet Tréand und Danilo - Samstag, 28.01.2012

Der FC Sion verstärkt sich in der Offensive mit dem französischen Mittelfeldspieler Geoffrey Tréand von Neuchâtel Xamax und dem brasilianischen Stürmer Danilo von Honved Budapest.

Der 26-jährige Tréand bestritt 44 Partien für Xamax - 17 in dieser Saison. Davor war er bei Servette tätig gewesen. Tréand erhielt bei den Wallisern einen Vertrag bis Juni 2013. Er ist bereits der dritte Spieler nach Sébastien Wüthrich und Vullnet Basha, der in der Winterpause vom konkursiten Xamax zu Sion wechselt.

Danilo (25) hatte für Honved in dieser Saison in 16 Partien 14-mal getroffen. Er unterschrieb beim Cupsieger bis Juni 2015. An Danilo hatten auch Monaco und Stuttgart Interesse bekundet.


Glarner verlässt Sion und wechselt zum FCZ - Donnerstag, 26.01.2012

Stefan Glarner verlässt Sion und unterschreibt beim FCZ einen Vertrag bis 2013 mit Option auf Verlängerung. 

Der FC Zürich hat von Sion den Mittelfeldspieler Stefan Glarner verpflichtet. Der 25-Jährige unterschreibt bei den Stadtzürchern einen Vertrag bis 2013. FCZ-Sportchef Fredy Bickel zu Blick.ch: «Er ist ein guter Typ, der sich schnell integrieren wird. Glarner kann zudem auf mehreren Positionen eingesetzt werden, er wird uns viel bringen.»

Der Berner Oberländer Glarner stösst per sofort zum FCZ und wird von Zouaghi die Nummer 6 übernehmen (Zouaghi neu mit der Nummer 14). Stefan Glarner begann seine Karriere bei der Sportvereinigung Meiringen. Im Jahr 2005 wurde der FC Thun auf ihn aufmerksam und schloss mit dem SV Meiringen einen Leihvertrag bis zum Sommer 2006 ab.

Glarner kam zunächst in der U19 des FC Thun zum Einsatz, bei der er weiter mit seinen Leistungen überzeugte. Sein Debüt in der höchsten Spielklasse gab er am 9. April 2006, als er beim 3:1-Sieg gegen den FC St. Gallen kurz vor Schluss eingewechselt wurde. Im Sommer 2011 wechselte Glarner ablösefrei zum FC Sion. (blick.ch)


Basha und Wüthrich unterschreiben beim FC Sion - Dienstag, 24.01.2012

Sion vermeldet die Verpflichtung der U21-Nationalspieler Vullnet Basha und Sébastien Wüthrich. Die beiden Nachwuchs-Internationalen wurden von Sions Präsident Christian Constantin mit dem Privatjet aus Dubai, wo Xamax im Trainingslager weilte, ins Wallis geflogen.

Am Dienstag Nachmittag trainierten Basha und Wüthrich auf dem geheizten Kunstrasen von Martigny-Croix das erste Mal mit ihrem neuen Arbeitgeber.

Mittelfeldspieler Basha, der frühere Akteur der Grasshoppers und von Lausanne, bestritt in der Vorrunde elf Partien mit Xamax. Der hoch talentierte Techniker Wüthrich kam in allen 18 Spielen der ersten Meisterschaftshälfte zum Einsatz. Beide Verträge mit dem FC Sion laufen bis Ende Saison 2014/15.

Mit Basha und Wüthrich hat Sion nach Xavier Margairaz (FCZ), Cristian Ianu (Luzern) und Milos Bakrac (Mont/OFK Belgrad) in dieser Winterpause bereits wieder fünf neue Spieler verpflichtet. (nzz.ch)

 


Margairaz wechselt zum FC Sion - Freitag, 20.01.2012

Xavier Margairaz wechselt vom FC Zürich nach Sitten. Der ehemalige Internationale unterschrieb im Wallis einen Vertrag bis Sommer 2015.

Margairaz verliess das Trainingslager des FCZ in Portugal und flog direkt nach Tunesien, wo er seine neue Mannschaftskollegen traf. Margairaz ist ein zentraler Mittelfeldspieler und spielte vor seinem Engagement in Zürich auch für den spanischen Verein Osasuna.

Im weiteren konnte der FC Sitten den 19-jährigen Milos Bakrac aus Montenegro engagieren. Der Verteidiger steht bis 2017 unter Vertrag. 


Sion darf wieder Transfers tätigen - Sonntag, 15.01.2012

Der FC Sion darf ab dem 15. Januar wieder Transfers tätigen. Dies teilte die Swiss Football League den Wallisern in einem offiziellen Schreiben mit.

Der FC Sion hat am Donnerstag von der Swiss Football League die offizielle Erlaubnis erhalten, ab dem 15. Januar 2012 wieder Transfers zu tätigen. Die von den sechs Neuzugängen im Sommer beanspruchten Kontingentenplätze sind ebenfalls wieder verfügbar. Weil die sechs Spieler nie definitiv spielberechtigt waren, strich die Liga sie von der Kontingenzliste. Dies teilte der FC Sion auf seiner Homepage mit.

Christian Constantin hat ab Montag genau 30 Tage Zeit, sein Kader aufzustocken. Am 15. Februar 2012 schliesst das Winter-Transfer-Fenster der Schweiz nämlich wieder. Gemäss der spanischen Sportzeitung «As» sind die Walliser bereits auf der Suche nach geeigneten Neuverpflichtungen.

Und der erste Neue ist schon da: Wenige Tage nach der Vertragsauflösung in Luzern hat Cristian Ianu mit Sion einen neuen Arbeitgeber gefunden. Der 28-jährige Rumäne wechselt bis 2014 ins Wallis. Die Verpflichtung des in der Innerschweiz bei Trainer Murat Yakin in Ungnade gefallenen Stürmers wird am Montag offiziell, wenn das Transferfenster öffnet. Sions Trainer Laurent Roussey freut sich hingegen auf den Neuzugang, der schon am Samstag ins Trainingslager nach Tunesien mitreisen wird: «Er erzielt Tore und kann auf verschiedenen Positionen eingesetzt werden.» (20min.ch)

 


FC Sion-Fans demonstrieren in Sion - Mittwoch, 11.01.2012

Rund 400 Personen haben in Sitten gegen den Punkteabzug für den FC Sion demonstriert. Die Fifa und die Uefa kamen dabei alles andere als gut weg.

Etwa 400 Personen kritisieren an einer Kundgebung in Sitten das Vorgehen des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV) gegen den FC Sion. Die via Facebook organisierte Demonstration verlief ohne Zwischenfälle. An der Versammlung auf der Place de La Planta nahmen auch Sion-Trainer Laurent Roussey sowie die Spieler Goran Obradovic und Geoffroy Serey Die teil. Sie bedankten sich bei den Anwesenden für die Unterstützung ihres Klubs. Auf einem Transparent wurden die Fifa- und Uefa-Instanzen als «Mafia» bezeichnet. Bei der Erwähnung des Namens von Fifa-Chef Sepp Blatter ertönte ein Pfeifkonzert.

Nach einem Fifa-Ultimatum hatte der SFV den Wallisern am 30. Dezember 2011 wegen des «rechtsmissbräuchlichen, sowie rechts-, statuten- und reglementswidrigen Verhaltens beziehungsweise der unrechtmässigen Umgehung der Fifa-Transfersperre» 36 Punkte abgezogen. Dadurch rutschte Sion mit 5 Minuspunkten auf den letzten Rang der Axpo Super League ab. Er dürfte diesen Entscheid allerdings nicht kampflos akzeptieren und ihn juristisch anfechten. (20min.ch)

 


Sio wechselt zu Wolfsburg - Mittwoch, 11.01.2012

Der Transfer des Stürmers Giovanni Sio vom FC Sion zum Bundesligaklub VfL Wolfsburg ist unter Dach und Fach. Die Walliser erhalten rund 5 Millionen Euro, verlieren aber 24 Stunden nach dem Abgang von Pascal Feindouno einen weiteren Topspieler. Sio reiste am Dienstag nach Wolfsburg.

Er unterschrieb am Mittwoch nach den medizinischen Tests einen Vertrag bis 2015. Der 22-jährige Ivoirer, der für den FC Sion im Herbst in der Super League sieben Tore erzielte, ist im Bundesligaklub von Felix Magath schon der fünfte Neuzugang im neuen Jahr.

Keine Freude an der neusten (Transfer-)Entwicklung hat dafür Sittens Coach Laurent Roussey. Ohne Feindouno, der seinen Vertrag im Wallis am Dienstag aufgelöst hat, und Sio ist die Offensive der Walliser arg geschwächt. «Wir verlieren 17 Skorerpunkte», sagte der französische Trainer gegenüber der Verbands-Homepage football.ch. Er wisse aber, dass der Fussball auch eine wirtschaftliche Komponente habe, «und im Falle von Sio fliesst viel Geld in die Klubkasse.»

Feindouno und Sio erzielten im Herbst gemeinsam zehn Tore und sieben Assists. Ob der FC Sion diese Abgänge in der aktuellen Transferperiode kompensieren kann und vor allem darf, ist noch ungewiss. Die Fifa hat sich noch nicht dazu geäussert, ob die Transfersperre gegen die Walliser mit dem massiven Punktabzug (36 Strafpunkte) durch den SFV verbüsst ist. (nzz.ch)


Feindouno verlässt den FC Sion - Mittwoch, 11.01.2012

Erster Abgang beim FC Sion nach dem 36-Punkte-Abzug: Pascal Feindouno verlässt den Walliser ASL-Klub per sofort.

Der offensive Mittelfeldakteur aus Guinea gehört zu den sechs Spielern, deren Engagement am Ursprung der zahlreichen Rechtsstreits von Präsident Christian Constantin stehen und die in der Axpo Super League den Abzug von 36 Punkten zur Folge gehabt haben. Einen neuen Verein hat Feindouno noch nicht gefunden.

 


Harte Strafe vom SFV für den FC Sion - Samstag, 31.12.2011

Auf Druck des Fußball-Weltverbands zieht der Schweizer Verband dem aufmüpfigen FC Sion 36 Punkte ab und erweist sich unterwürfig. Doch Sions Präsident könnte nun die ordentlichen Gerichte anrufen und die Sportverbände arg in Bedrängnis bringen. Das Schweizer Rechtsempfinden ist irritiert.

Robert Breiter, der Chefjurist des Schweizer Fußball-Verbands (SFV), hatte die Forderung des Weltverbands vor zwei Wochen noch "unrechtmäßig" genannt. Diktatorisch gar? "Ja, so kann man das sagen", erklärte er der Schweizer Sonntagszeitung. Die Fifa hatte verlangt, den aufmüpfigen FC Sion hart zu bestrafen, sonst schließe sie den Schweizer Fußball von allen internationalen Wettbewerben aus. Also auch den FC Basel aus der Champions League, die Nationalmannschaft dürfe keine Länderspiele mehr bestreiten und so weiter.

Nun, der SFV hat am Freitag entschieden: 36 Punkte Abzug für den FC Sion, das nun mit bizarren minus fünf Punkten am Tabellenende der Super League liegt. Der SFV verhängt damit eine Strafe historischen Ausmaßes und macht den Bückling vor den Herren der Fifa. Das war den Funktionären des Schweizer Verbands aber offenbar so peinlich, dass sie den Entscheid nicht selbst, sondern von ihrem Medienchef überbringen ließen. Weder Breiter, noch der SFV-Chef Peter Gilliéron noch Heinrich Schifferle, Präsident der Swiss Football League äußerten sich zu der vielleicht weitreichendsten Entscheidung im Schweizer Fußball. Vielleicht lag es daran, dass sie sich schlicht erpresst fühlten von der Fifa. Der FC Sion und allen voran sein Präsident Christian Constantin spricht von Nötigung und hat gegen die Mitglieder der Fifa-Exekutive deshalb Strafanzeige erstattet. Der Vorgang empört auch die Schweizer Öffentlichkeit: "Warum sollen die Nationalmannschaft oder gar der FCB dafür bluten, wenn ein Fußballklub die Regeln und Statuten des Verbandes infrage stellt? Seit wann stellen sich die Grundsätze einer Organisation über die Verfassung und das menschliche Recht", kommentiert die Zeitung Tagesanzeiger.

Der Streit zwischen den Fußballverbänden Uefa und Fifa mit dem FC Sion und dem kantigen Präsidenten Constantin hat klein begonnen und nun ein riesiges Ausmaß angenommen. Es begann damit, dass der ägyptische Torwart Essam Al Hadary Anfang 2008 ohne Einwilligung seines Klubs Al-Ahly nach Sion wechselte. Die Walliser schalten die Fifa ein und diese erteilte Al Hadary eine provisorische Spielbewilligung. Um eineinhalb Jahre später den FC Sion zu verurteilen: 900.000 Euro Ablöse und ein Transferverbot. Dabei war Al Hadary da nach vielen schwachen Leistungen schon wieder in Ägypten und über die Länge des Transferverbots für Sion gibt es noch heute Unstimmigkeiten. Sion-Chef Constantin begann mit seinem Widerstand gegen die Verbände. Er verpflichtet Spieler, bekam Verbote, focht diese erfolgreich an. Die Spieler Pascal Feindouno, Gabri, Stefan Glarner, José Gonçalves, Billy Ketkeophomphone und Mario Mutsch werden dennoch gesperrt, von einem Zivilgericht wird die Sperre für nichtig erklärt, von einem anderen nicht. Sion wird aus der Europa League ausgeschlossen. Die laut Satzung unabhängige Disziplinarkommission des Schweizer Verbands spricht Sion frei und nun entscheidet der SFV gegen die eigenen Statuten und zieht dem Klub auf Druck der Fifa doch 36 Punkte ab.

Ein Ende ist nicht in Sicht. Constantin hat angekündigt, weiter zu kämpfen. "Diese Entscheidung ist eine untragbare Schädigung für jegliches juristisches Empfinden", schreibt der Klub Sion auf seiner Internetseite, Und:"Der FC Sion möchte betonen, dass er vom SFV selbstverständlich nicht angehört wurde und der SFV gegen seine eigenen Statuten vorgeht, da nur maximal 12 Punkte gegen eine Mannschaft abgezogen werden können." Der Präsident selbst schickte der Zeitung Blick eine SMS: "Es ist sinnlos, diesen unverantwortlichen Entscheid weiter zu kommentieren."

Die Fifa reagierte trocken und scheinbar machtbewusst: In einem Communiqué teilte der Weltverband mit, er habe den Entscheid des SFV zur Kenntnis genommen. "Die Fifa wird nun die Unterlagen analysieren und diese Anfang Januar ihrem Dringlichkeitskomitee zur Entscheidung vorlegen."

Inzwischen erinnert der Fall Sion viele an den Fall Bosman 1995. Damals entschied der Europäische Gerichtshof, Ablösezahlungen für Spieler, deren Verträge ausgelaufen sind, zu verbieten. Der belgische Profi Jean-Marc Bosman hatte geklagt, nachdem ihm der RFC Lüttich die Freigabe für einen Wechsel nach Dünkirchen in Frankreich verweigert hatte. Es wird spannend sein, ob sich Constantin der geballten Macht der Verbände beugt, oder ob er tatsächlich die zivilen Gerichte anruft: das Schweizer Bundesgericht oder den Europäischen Gerichtshof. Sollten diese Gerichte zu seinen Gunsten entscheiden, wäre das vermutlich das Ende der autonomen Gerichtsbarkeit der Sportverbände und würde die Tragweite des Bosman-Urteils weit übertreffen. Sportler wie Vereine könnten sich dann nach Entscheidungen der Sportgerichte (Doping, Strafen) ermutigt fühlen, sich in zivilen Gerichten ihr Recht zu holen.

Auf der Homepage des FC Sion heißt es: "Natürlich werden die Dirigenten des SFV - allen voran sein Präsident - die an diesem Werk teilgenommen haben, daran Antwort geben müssen. Der FC Sion ist zuversichtlich, dass sich sein Recht erweisen wird und er seinen sportlichen Platz wieder einnimmt. Constantin hatte nach der Androhung der Fifa, den Schweizer Fußball auszuschließen, die Fifa mit Muammar al-Gadafi verglichen. Und zudem seinen Kampfgeit angedeutet: "Wenn es niemand wagt, sich gegen die Diktatur der beiden bedeutenden Fußballverbände aufzulehnen, dann mache ich es halt. Es wird Zeit, dass die verantwortlichen Herren um Blatter und Platini endlich verschwinden."

In der Schweiz ist die Unruhe groß. Denn Constantin hat schon mal bewiesen, dass er streitet, bis er zu seinem Recht kommt. Als er 2003 gegen den Zwangsabstieg Sions wegen Überschuldung klagte, siegte er am Ende. Die zweithöchste Klasse musste auf 17 Teams aufgestockt werden, der FC Sion startete mit rund drei Monaten Verspätung in die Meisterschaft. (süddeutsche.de)


Sion klagt FIFA wegen Nötigung an - Donnerstag, 29.12.2011

Der FC Sion hat gegen die Mitglieder des Exekutivkomitees der FIFA eine Strafanzeige eingereicht. Diese steht im Zusammenhang mit dem Entscheid der FIFA, den Schweizerischen Fussfallverband (SFV) zu suspendieren, wenn dieser nicht in der laufenden Meisterschaft gegen den FC Sion den Abzug von Punkten verfügt.

Zur Erinnerung: Die FIFA hat gedroht, dem gesamten Schweizer Fussball einen nicht wiedergutzumachenden Schaden zuzufügen, wenn der SFV nicht bis zum 13. Januar 2012 handelt. Wie der SFV selber zugibt, wird er durch die Forderungen der FIFA gezwungen, die eigenen Reglemente zu verletzen, wenn er den angedrohten Sanktionen entgehen will. Dieses Verhalten der FIFA stellt eine unannehmbare Erpressung dar, namentlich auch, weil die FIFA, um ihren Standpunkt durchzusetzen, vor allem Dritte einbezieht, die mit ihrem Streit gegen den FC Sion nichts zu tun haben. Der Walliser Club kann nicht hinnehmen, dass die Nationalmannschaften der Schweiz und andere Schweizer Fussballclubs von der FIFA als Geisel genommen werden, um Entscheide durchzusetzen, die gegen elementare Schweizer Rechtsprinzipien verstossen. Strafrechtlich erfüllt die FIFA damit den Tatbestand der Nötigung (Art. 181 StGB).

Deshalb wurde heute Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat eingereicht, die gegen alle Personen, welche am Entscheid der FIFA mitgewirkt haben, gerichtet ist. Die Strafbehörden werden nun untersuchen müssen, welche Personen offiziell oder im Hintergrund an diesem Entscheid mitgewirkt haben. Der Walliser Club wird in diesem Verfahren durch Rechtsanwalt Hans Hegetschweiler, Zürich vertreten.

 


LS, Thun & Luzern wenden sich ans CAS - Donnerstag, 29.12.2011

In der Causa «FC Sion» geht eine weitere Front auf. Lausanne, Thun und Luzern sind mit den abgewiesenen Protesten der SFL nicht einverstanden und ziehen jetzt vor das CAS.

Die drei Klubs missbilligen den Entscheid der Disziplinarkommission der Swiss Football League (SFL) von Anfang Dezember. Diese hatte entschieden, dass der FC Sion die Punkte aus fünf Direktbegegnungen behalten darf (insgesamt 13 Zähler). «Wir sind an dem Punkt angelangt, wo wir unseren Appell deponieren», sagt Lausannes Präsident Jean-François Collet im «Le Matin» zur Klage vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne.

Mit im Boot sitzen auch Thun und Luzern. Thuns Präsident Markus Stähli: «Jeder Klub wird bis zum 29. Dezember seinen Rekurs einreichen. Danach werden wir gemeinsam einen Anwalt bestimmen, um unsere Interessen zu verteidigen.» Die drei Klubs hatten gegen die Spiel-Wertungen der Begegnungen mit Sion Protest eingelegt, weil die Walliser mit sechs mittlerweile nicht mehr spielberechtigten Neuzugängen angetreten waren.

Noch nicht über weitere Massnahmen geäussert hat sich der FC Basel, der vierte Verein, der in einem Spiel gegen Sion Protest eingelegt hatte. Mit dem Schritt von Lausanne, Thun und dem FCL öffnet sich eine weitere Front im Fall Sion. Bis zum 13. Januar muss der SFV den FC Sion bestrafen, um einen Ausschluss aus der Fifa zu verhindern. (blick.ch)


Sion-Protest im FCZ-Spiel abgewiesen - Donnerstag, 29.12.2011

Die Disziplinarkommission der Swiss Football League weist den Protest des FC Sion aus dem Meisterschaftsspiel beim FC Zürich (1:1) vom 10. Dezember ab.

Die Walliser waren damals nicht damit einverstanden gewesen, dass sie in jenem Match der Axpo Super League die sechs wegen des Transferstreits gesperrten Spieler nicht einsetzen durften. Wie im Fall des Sittener Protests gegen die Wertung der Partie vom 4. Dezember gegen die Young Boys (1:1) verweist die Disziplinarkommission in ihrem Urteil auf die Aufhebung der provisorischen Massnahmen durch das Walliser Kantonsgericht vom 16. November. Gegen den Entscheid ist einzig eine Appellation vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne möglich. (SI) 


Weshalb Sion die Punkte behalten darf - Dienstag, 20.12.2011

Die Disziplinarkommission der Swiss Football League hat knapp zwei Wochen nach ihrem Entscheid, den FC Sion nicht mit Forfaitniederlagen zu bestrafen, die Urteilsbegründung nachgeliefert. 

Fünf Vereine (Grasshoppers, Lausanne, Thun, Basel und Luzern) hatten gegen die Wertung der Begegnungen mit Sion Protest eingelegt, weil die Walliser mit den 6 mittlerweile nicht mehr spielberechtigten Neuzugängen angetreten waren. Auf den Einspruch von GC ging die Disziplinarkommission aus formellen Gründen nicht ein.

Die Proteste der anderen Vereine wies sie ab, weil die superprovisorischen und provisorischen Massnahmen des Bezirksgerichts Martigny gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts auch dann gültig bleiben, wenn sie sich im Nachhinein als ungerechtfertigt erweisen. Das heisst, Stefan Glarner, Billy Ketkeophomphone, Mario Mutsch, Pascal Feindouno, José Gonçalves und Gabri waren vom Zeitpunkt des superprovisorischen Entscheids aus Martigny (5. August) bis zu dessen Aufhebung durch das Walliser Kantonsgericht (16. November) spielberechtigt.

Abgewiesen wurden aber auch die Einsprachen des FC Sion. Die Walliser hatten gegen die Wertung der beiden Begegnungen mit den Young Boys (1:2 am 23. Juli und 1:1 am 4. Dezember) protestiert, weil sie ohne ihre 6 Neuzugänge hatten antreten müssen. Die Disziplinarkommission hielt diesbezüglich fest, dass am 23. Juli die 6 Spieler noch ohne Spielberechtigung waren und Anfang Dezember das Walliser Kantonsgericht die provisorische Massnahme bereits aufgehoben hatte. Gegen alle diese Entscheide kann nur vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS Einspruch erhoben werden. (sf.tv)

 


FIFA setzt SFV Ultimatum wegen Sion - Sonntag, 18.12.2011

Die FIFA droht den SFV zu suspendieren, wenn der Fall Sion nicht bis 13. Januar 2012 gelöst ist.

Im FIFA Kongress in Tokio stand unter anderem der Fall Sion auf den Traktanden. Der Fall Sion sei bis 13. Januar zu lösen – ansonsten der SFV suspendiert wird. Das würde bedeuten: Kein Länderspiel der Schweiz gegen Argentinien am 29. Februar. Kein Champions-League-Achtelfinal des FC Basel gegen Bayern München am 22. Februar, wie «Blick online» schreibt.

Die Forderung im Wortlaut 

Nach den jüngsten Entwicklungen im Fall FC Sion/Olympique des Alpes SA (OLA) und insbesondere angesichts des Urteils des Sportschiedsgerichts vom 15. Dezember 2011 beschloss das Exekutivkomitee, dem Schweizerischen Fussballverband (SFV) eine letzte Frist zu gewähren. Der SFV muss bis 13. Januar 2012 das Registrierungsverbot durchsetzen, das von der FIFA-Kammer zur Beilegung von Streitigkeiten gegen OLA verhängt und vom Schweizerischen Bundesgerichtbestätigt wurde, und das Vorgehen des Vereins sanktionieren, der wiederholt versucht hat, diesen Entscheid rechtsmissbräuchlich zu umgehen. Alle Spiele, in denen die betreffenden Spieler eingesetzt wurden, müssen folglich mit einer Forfait-Niederlage gewertet werden, das heisst, es werden gegebenenfalls drei Punkte abgezogen. Sollte der SFV diese Frist nicht einhalten, wird er am 14. Januar 2012 bis auf Weiteres automatisch suspendiert.

«Wir sind enttäuscht vom Entscheid der FIFA, weil unsere Argumente nicht gewürdigt wurden», kommentierte SFV-Präsident Gillieron die FIFA-Drohung. «Unserer Meinung nach haben wir die Transfersperre gegen Sion durchgesetzt.» Gillieron hielt fest, dass sich die SFL-Disziplinarkommission gegen Sion Forfait-Niederlagen ausgesprochen habe. Das sei ein unabhängiges Organ, worauf man keinen Einfluss nehmen könne, so Gillieron. Macht die FIFA die Drohung war, dürfte Basel nicht zum CL-1/8-Final antreten. «Wir werden unser Möglichstes tun», sagte der designierte FCB-Präsident Bernhard Heusler. (1815.ch)


FC Sion vor CAS abgeblitzt - Sonntag, 18.12.2011

Wie erwartet: Der FC Sion erleidet vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne eine totale Schlappe! Sion wird nicht in der Europa League spielen.

Das Schiedsgericht bestätigt erstens, dass Sion nicht das Recht hat, in die Europa League 2011/12 eingegliedert zu werden. Zweitens hebt es die superprovisorischen Massnahmen des Kantonsgerichts Waadt auf, dass bestimmt hatte, die Uefa müsse Sion in diesem Wettbewerb mitspielen zu lassen. Sion muss zudem neben zwei Dritteln der Verfahrenskosten 40 000 Franken bezahlen.

Sion-Anwalt Alexandre Zen-Ruffinen gab sich keinen Illusionen hin: «Diesen Entscheid haben wir erwartet. Das CAS wird die Uefa niemals desavouieren!» Merkwürdig ist: Noch am Dienstag hatte das CAS angekündigt, das Urteil am 23. Dezember bekanntgeben zu wollen. Nun ist alles plötzlich viel schneller gegangen. Zen-Ruffinen hat eine Vermutung: «Die Uefa wird Druck gemacht haben, damit das Urteil vor der Auslosung vom Freitag bekannt ist.» Sion wird das Urteil nun vor Bundesgericht ziehen. Allerdings läuft den Wallisern die Zeit unerbittlich davon. Zen-Ruffinen: «Entgegen seinen eigenen Statuten hat das CAS das Urteil nur im Dispositiv geschickt und nicht mit Begründung. Das heisst nun für uns: Wir müssen wegen der fehlenden Urteilsbegründung noch wochenlang warten, bis wir ans Bundesgericht gelangen können. Bis dieses entscheidet ist die Saison wohl schon vorbei.»

Zudem hat die Swiss Football League ein neues Disziplinarverfahren gegen Sion eröffnet zwecks Prüfung etwaiger Verstösse gegen die Statuten und Reglemente sowie Entscheiden von Sportbehörden. Eigentlich eine Unmöglichkeit, denn der Fussballverband hatte dies früher schon erfolglos gemacht. Die Fifa scheint aber nochmals gehörig Druck aufgesetzt zu haben. (blick.ch)

 


CAS-Urteil am 23. Dezember 2011 - Dienstag, 13.12.2011

Am Tag vor dem Weihnachtsabend will das CAS in Lausanne sein Urteil im Fall FC Sion gegen die UEFA bekanntgeben. Die Anhörung der beiden Parteien hat am 24. November stattgefunden.

Die Walliser hatten ihre Reintegration in die Europa League eingeklagt, nachdem sie durch die UEFA ausgeschlossen worden waren, weil sie nach Ansicht des europäischen Verbandes nicht qualifizierte Spieler eingesetzt hätten.

Sion-Präsident Christian Constantin hatte bereits nach der Anhörung Ende November angekündigt, dass er das Urteil vor Bundesgericht ziehen werde, falls ihm die drei Schweizer Richter Hans Nater, Patrick Lafranchi und Jean Gay nicht Recht geben würden. (SAD)


Rodrigo verlängert beim Sion - Dienstag, 13.12.2011

Der Brasilianer Rodrigo hat seinen Vertrag beim FC Sion bis Juni 2013 verlängert. Rodrigo kam im Sommer 2010 von Strassburg und gewann diesen Mai den Schweizer Cup.

Die Wiederaufnahme der Trainings ist am 3. Januar in Martigny-Croix geplant. Vom 4. bis 6. Januar 2012 ist ein kleines Trainingscamp in Champex-Lac, im Herzen des Mont-Blanc-Massiv, vorgesehen. Mitte Januar werden die Männer von Laurent Roussey ins Ausland reisen. Die Daten und das Land sind noch nicht bekannt, wie auf der Homepage des FC Sion zu vernehmen ist. (1815.ch)

 


Ein Remis zum Abschluss der Vorrunde - Dienstag, 13.12.2011

Im letzten Spiel des Fussballjahres holte sich Sitten beim FCZ noch einen Punkt, der für die Rückrunde zumindest Ambitionen offen lässt.

Neben den sechs «sans Papiers» fehlten mit Bühler (verletzt), Adailton und Obradovic (beide gesperrt) ein bisschen gar viele. Sitten tat sich lange schwer. Yoda liebt die Zweikämpfe nicht, Afonso blieb zurückhängend über links wirkungslos und Crettenand konnte hinter den Spitzen nach vorne keinen Einfluss nehmen. Zu oft ging es hinten nur quer und dann weit und berechnend nach vorne. Der FCZ verstand es trotz mehr Ballbesitz ebenso nicht, offensiv konstruktiv zu werden. Dann wurde Mehmedi aus Abseitsposition lanciert und liess sich die Chance allein vor Vanins nicht entgehen (32., 1:0), ein klarer Fehlentscheid. Der gefährlichste Zürcher Angreifer traf kurz darauf (41.) nur die Lattenoberkante. Sio verzog klar, dann kam Rodrigo nicht an Elmers Freistossball heran: Erst kurz vor dem Halbzeitpfiff trat Sitten im gegnerischen Strafraum in Erscheinung.

Erst als Roussey Korrekturen vornahm (Crettenand über rechts, Melo für Afonso), mehr Risiko nahm und vom 4-1-4-1- auf ein 4-4-2-System umstellte, gabs mehr Ballbesitz und Akzente. Yoda dribbelte sich durch, Leoni lenkte dessen Schuss über die Querlatte (58.). Der 1:1-Ausgleich entsprach einer eingespielten Variante. Crettenand zirkelte den Freistossball in den Lauf von Vanczak, der gegen den zögernden Leoni mit dem Kopf verlängerte. Der FCZ versuchte, nochmals zu reagieren. Sitten musste sich jetzt wehren, doch tat man dies geschickt und diszipliniert. Trotzdem gabs noch den einen oder anderen Aufreger: Nach einem zu kurz abgewehrten Eckball traf Beda (66.) nur den Aussenpfosten. Dann rettete Vanins mutig gegen Chermiti (71.) und hatte Glück, dass sein nach vorne abgewehrten Rodriguez-Freistoss (72.) keinen Abnehmer fand. Auch, weil Sauthier Gegenspieler Mehmedi kurz zurückhielt. (Walliser Bote)


Keine Forfait-Niederlagen für Sion - Donnerstag, 08.12.2011

Sieg total auf der ganzen Linie für den FC Sion: Alle sieben Proteste gegen die Wertung der Super-League-Spiele mit den sechs Neuen sind abgeschmettert worden.

Es gibt keinen Punktabzug für den FC Sion! Sechs der Proteste sind von der Disziplinarkommission der Swiss Football League abgewiesen worden. Jener von GC wurde als unzulässig und gar nicht erst angeschaut. Damit bleibt die Rangliste der Super League so bestehen, wie sie ist. Es wird keine Forfaits geben, obwohl der FC Sion die Spielberechtigung für die sechs Neuen mit einer superprovisorischen Verfügung vor einem Zivilgericht erstritten hat. Was die Sportverbände als statutenwidrig taxieren.

Noch steht allerdings den Klubs die Möglichkeit offen, gegen das Urteil zu rekurrieren. Ob sie dies tun werden, ist noch offen. Zumal der neue Liga-Präsident Heini Schifferle sich dahingehend geäussert hatte, dass ein solcher Entscheid den leidigen Fall Sion endlich zum Abschluss bringen würde.

Schäumen wird indes die Fifa, die fast schon ultimativ Forfait-Entscheide gefordert hatte. Und auch innerhalb der Liga gab es Vertreter dieser harten Linie. Allerdings sprachen zwei Argumente gegen Forfaits. Zum einen der rechtliche Aspekt, dass man sich auf eine provisorische Verfügung müsse verlassen können. Zum anderen, dass die Liga die Spieler ordentlich qualifiziert hat – selbst wenn dies irrtümlich geschehen sein soll.

Der FC Sion wartet nun auf die Urteilsbegründung. «Geht aus dieser hervor, dass die Spieler qualifiziert sind, werden wir sie am Sonntag im Spiel gegen den FCZ einsetzen», so Sion-Anwalt Alexandre Zen-Ruffinen. (blick.ch)

 


Der FC Sion holt bei YB einen Punkt - Montag, 05.12.2011

Der FC Sitten wankte in Bern bedrohlich, doch er fiel nicht. Und am Schluss wussten die Spieler nicht einmal, ob sie mit dem Punkt zufrieden sein sollten.

«Wenn wir wieder einmal in Führung gehen könnten, wäre das enorm hilfreich», hatte Moreno Costanzo im YB-Matchprogramm betont. Dass sein Wunsch derart schnell in Erfüllung gehen würde, hätte er nach den torarmen letzten Wochen wohl kaum zu hoffen gewagt. Wobei die Sittener etwas gar reichlich Schützenhilfe leisteten. Nach einem Stellungsfehler (Vanczak spielte auf ungewohnter linker Position) konnte Degen allein aufs Tor ziehen, er spielte uneigennützig einen Querpass und ausgerechnet Moreno Costanzo brauchte den Ball nur noch ins Tor zu schieben.

Die erhoffte Wirkung aber hatte der Treffer nicht. Und das lag an der postwendenden Antwort. Eckball, der Ball kam zu Sio, alles rechnete mit einer Flanke, doch der Ball flog und flog, senkte sich an den Pfosten, sprang an Wölflis Rücken und von dort ins Tor – 1:1, drei Minuten nach der Führung. Viel Tempo, technische Finessen, überraschende Spielverlagerungen, Torchancen und Lattenschüsse, aber auch hart geführte Zweikämpfe und Verwarnungen: Es entwickelte sich ein Spiel mit hohem Rhythmus, mit grossem Unterhaltungswert und – zumindest über weite Strecken – sehr ausgeglichenem Verlauf. Sitten lauerte auf Konter, immer wieder gings ganz schnell nach vorne. Und die Angreifer zeigten durchaus Erstaunliches. Yoda und Sio gewohnt trickreich, mit viel Zug nach vorn. Und Afonso? Der rackerte und verblüffte (siehe Spalte links). Die drei Angreifer beschäftigten die YB- Abwehr und sorgten für die willkommene Entlastung.

Genau das war es, was nach der Pause fehlte. Serey Die war angeschlagen und leistete sich viele Ballverluste, auch Yoda humpelte und Obradovic konnte die Müdigkeit nicht verbergen. «Zu Beginn der zweiten Halbzeit waren wir zu wenig aggressiv», bemängelte Adailton. Es war die Phase, in der deutlich wurde, dass Sitten ohne die «Sans Papiers» die Breite fehlt. Die Mannschaft funktioniert auch ohne die Neuen, im Moment vielleicht sogar ein bisschen besser als mit den Neuen. Denn ohne Feindouno, Gabri, Mutsch und Co. ist man (noch) eingespielter, vielleicht auch ein bisschen solidarischer, aber irgendwann wirds halt personell knapp.

Der FC Sitten hatte bange Momente zu überstehen, die ersten 20 Minuten nach der Pause machte YB mächtig Druck, kam auch zu ausgezeichneten Chancen. Dann sorgte ein Zusammenstoss zwischen Zverotic und Vanins für eine willkommene Verschnaufpause. Der YB-Druck auf alle Fälle liess nach, Sitten konnte sich danach wieder vermehrt Luft verschaffen. In der 81. Minute hatte Sio den Matchball auf dem Fuss, scheiterte aber. Auch YB gab sich nicht zufrieden und suchte bis zum Schluss den Sieg. In der 83. Minute schien dieser perfekt zu sein. Costanzo stieg nach einer Zverotic-Flanke hoch, nahm den Ball mit dem Kopf und traf. Doch der Schiedsrichter gab den Treffer wegen Foulspiels nicht. In der Tat hatte Costanzo beim Hochsteigen den Arm ausgefahren und damit Verteidiger Sauthier behindert – eindeutig war die Szene nicht, es mag Schiedsrichter geben, die wohlwollend ein Auge zugedrückt hätten. Da Schiedsrichter Stephan Studer aber die Regeln eh ein bisschen kleinlich auslegte, passte das ins Konzept.

Bereits in dieser Woche wird im Stade de Suisse direkt auf den bestehenden Belag ein Naturrasen verlegt. Die Ära des Kunstrasens verlief für YB so wie die letzte Partie auf dieser Unterlage gegen Sitten: durchzogen und nur bedingt erfolgreich. Der FC Sitten auf alle Fälle hat auf diesem Belag einen Titel mehr gewonnen als YB – die Walliser gewannen 2009 in Bern den Cup. (Walliser Bote)


Antrag von Sion auf Spielverschiebung abgelehnt - Sonntag, 04.12.2011

Das Komitee der Swiss Football League (SFL) hat einen am 2. Dezember eingereichten Antrag der FC Sion – OLA SA auf Verschiebung der Partie der Axpo Super League von morgen Sonntag gegen den BSC Young Boys abgelehnt. Das Spiel findet wie angesetzt um 16.00 Uhr im Stade de Suisse in Bern statt.

Der FC Sion hatte seinen Antrag auf Art. 13 des Reglementes für den Spielbetrieb SFL und das Vorliegen von „höherer Gewalt“ gestützt. Das Komitee der SFL sieht die Bedingungen von Art. 13 als nicht erfüllt an und hat den Antrag entsprechend abgelehnt. (football.ch)


Sion verlangt Spielverschiebung gegen YB - Samstag, 03.12.2011

Wie der FC Sion auf seiner Homepage mitteilt, hat er bei der Swiss Football League beantragt, dass das Meisterschaftsspiel vom Sonntag bei den Young Boys verschoben wird.

Die Walliser begründen das Begehren damit, dass es für sie wegen des anhaltenden Transfer-Streits mit den verschiedenen Gremien nicht möglich ist, sich seriös auf die wichtige Partie vorzubereiten. Es wirke sich nachteilig aus, dass Trainer Laurent Roussey nicht wisse, ob er morgen Sonntag in Bern die sechs gesperrten Spieler einsetzen darf. Im aktuellen Kontext wolle man nicht um Chancen beraubt werden.

Am Donnerstag gab die Swiss Football League in einer Mitteilung zu, Anfang August im "Fall FC Sion" einen administrativen Fehler begangen zu haben. Die SFL schrieb, der Faux-Pas habe allerdings keinen Einfluss auf rechtlich relevante Entscheide aus den vergangenen Wochen. (1815.ch)


Der FC Sion lanciert gratis Handy-Applikation - Samstag, 03.12.2011

Der FC Sitten haben am Donnerstag eine gratis Handy-Applikation lanciert.

Mit der App erhalten die Anhänger immer das Neuste rund um den Club zuerst. Neben News hat man auch die Möglichkeit, wie auf der Homepage, Videos, Fotos oder auch Ticket-Informationen abzurufen. Anders als bei anderen Super League Clubs muss für das App des Walliser Vereins nichts bezahlt werden. Der FC Sitten möchte mit dem Handy-Auftritt qualitativ einen Schritt vorwärts machen, erklärte Mediensprecher Nicolas Pillet. (rro.ch)


Vanins bester Torhüter der Liga - Samstag, 03.12.2011

Der Sittener Torhüter Andris Vanins wurde in Montreux mit dem Swiss Golden Players Award 2011 ausgezeichnet.

Die Wahl wurde von der Profispielvereinigung zum 5. Mal durchgeführt. Die Übergabe der Preise fand im Casino in Montreux statt. Ebenfalls nominiert waren der Verteidiger Vilmos Vanczak und Goran Obradovic. Als bester Spieler des Jahres 2011 wurde Xherdan Shaqiri ausgezeichnet. Es wurden auch die besten Eishockeyspieler geehrt. Der Titel ging an Petr Sykora (HC Davos). Als bester Spieler der Nationalliga B wurde Lee Jinmann (HC Siders) geehrt. (rro.ch)

 


Fehler der SFL im Fall Sion - Samstag, 03.12.2011

Die Swiss Football League hat in einer Medienmitteilung zugegeben, dass ihr im «Fall FC Sion» in der Administration ein Fehler unterlaufen ist. Demnach hatte die SFL den Wallisern im Sommer Qualifikations-Formulare für die sechs Neuzugänge zugestellt.

Die SFL reagierte mit dem Communiqué auf Medienberichte, in denen es geheissen hatte, die sechs gesperrten Sion-Spieler Stefan Glarner, Billy Ketkeophomphone, Mario Mutsch, Pascal Feindouno, José Gonçalves und Gabri seien zu Beginn der Saison schon einmal qualifiziert worden.

Laut SFL sind aufgrund von automatisierten Abläufen dem FC Sion irrtümlicherweise tatsächlich standardisierte «Qualifikations»-Formulare zugestellt worden. Dieses Versehen sei zwar bedauerlich, ändere aber nichts an der Sachlage, schreibt die Liga. Der Fehler habe keinen Einfluss auf rechtlich relevante Entscheide aus den vergangenen Wochen.

Noch ist offen, ob der FC Sion mit Forfait-Niederlagen belegt wird, weil der Verein von Präsident Christian Constantin nicht-einsatzberechtigte Spieler in der Meisterschaft aufs Feld geschickt haben soll. (SI)

 


Neuauflage Biel-Sion im Cup-Viertelfinal - Montag, 28.11.2011

Im Viertelfinal des Schweizer Cups trifft Sion im Februar wie in der letzten Saison auf Biel.

In der letzten Saison hatte sich Sion gegen den Challenge-League-Klub in den Halbfinals vor eigenem Publikum nur mühevoll mit 2:1 durchgesetzt. Vilmos Vanczak erzielte damals fünf Minuten vor Spielende den goldenen Treffer für die Walliser. Diesmal geniesst Biel aber Heimvorteil. Und die Seeländer sind seit 2007 vor eigenem Publikum im Cup nicht mehr besiegt worden. (1815.ch)


Sion setzt sich knapp gegen Tuggen durch - Montag, 28.11.2011

Sitten zitterte beim 1.-Ligisten Tuggen bös, da zirkelte Jonas Elmer einen Freistoss-Ball zum 1:2 ins Netz. Er, der in der Meisterschaft bisher gerade mal 23 Minuten spielte.

Am Schluss war es doch so, wie es alle erwartet hatten. Christian Constantin musste gar Autogramme verteilen, Trainer Laurent Roussey wirkte nach einer nervenaufreibenden zweiten Halbzeit relaxed und sprach vom wichtigsten Ziel, «weitergekommen zu sein». Dass der Titelverteidiger wankte, aber nicht fiel, hatte er vorab einer Situation zu verdanken. Oder einer Person: Jonas Elmer, der nur durch den Verzicht auf die sechs Neuen ins Aufgebot und nach Langem mal wieder in die Startelf gerutscht war, setzte sich einen Freistoss-Ball aus 18 Metern. Kurz vorher hatte sich Yoda vergeblich versucht, vor der Pause war noch Sauthier für die stehenden Bälle verantwortlich. Elmer zirkelte den Ball über die Mauer und zum 1:2 ins Netz in einem Moment, wo sich der 1.-Ligist nahe an einer dicken Überraschung bewegte.

Ausgerechnet Elmer, der einst aus dem nahe gelegenen Stäfa auszog, um die Fussballwelt zu erobern. Der Weg führte ihn in die Nachwuchs-Nationalmannschaft und bis ins Junioren-Internat von Chelsea. Jetzt ist er beim FC Sitten gelandet und muss sich hier mit der Rolle eines Stellvertreters begnügen, der nur dann einspringen darf, wenn viele andere fehlen. «Ich muss das Beste aus meiner Situation machen und bereit sein, wenn der Moment kommt.» Dem Spezialisten für stehende Bälle gelang dies magistral, mit seinem Treffer beliess Elmer den FC Sitten bei all den Wirrungen abseits des Rasens im für ihn vielleicht emotional wichtigsten Wettbewerb. Elmer liess damit auch einen eigenen Fehlpass vergessen, der beinahe ein Gegentor gekostet hätte. Nach seinem Fauxpas traf Senn nur den Aussenpfosten (52.). Nach einem abgelenkten Schuss des gefährlichsten Tuggen-Spielers vermochte Sittens Cup-Goalie Fickentscher das Unheil des Ausgleichs mit Reflex zwar noch abzuwenden (61.), doch beim dritten Duell mit Tuggens Nummer 11 war auch er machtlos. Senn, der einst für St. Gallen auf Torejagd ging, nahm ein Zuspiel ins Zentrum Halbvolley, das 1:1 (70.) hatte sich angedeutet. Doch Tuggens Happy End blieb aus, die aufgekommene Cuphektik hatte sich vor der Pause keineswegs angedeutet. Eine Hochspannungsleitung verläuft hier quer über den Platz, der 1.-Ligist war in der ersten Halbzeit noch keineswegs «unter Strom». Mangels Alternativen auf der restlos ausgebuchten, kleinen Tribüne setzte sich Christian Constantin gleich selbst mit auf die Bank. Er stand erst auf, als der Gegner ausgeglichen hatte und weiter Druck machte.

Beim 1.-Ligisten FC Tuggen, souveräner Leader in der Gruppe 3, herrschte erst ab dem Moment echte Cupstimmung. Zwar schaffte es der Auftritt des Cupholders aus dem Wallis (erwartungsgemäss) nicht, den Stadionrekord aus dem Vorjahr beim Cup-Gastspiel des Nachbarn FCZ zu knacken. Doch das ewige Duell des Kleinen (Tuggen spielt ausschliesslich mit Amateuren) gegen den Grossen (Sitten unterhält eines der teuersten Kader der Super League), es sorgte auch im beschaulichen 3000-Seelen-Dorf mit 2250 Fans für Emotionen. Yoda hatte in der überlegen geführten ersten Hälfte mit seinem Lupfer alleine vor Tuggen-Keeper Bernet das 0:1 (22.) erzielt, daneben scheiterten Sio, Afonso und Obradovic am aufmerksamen 1.-Liga-Torhüter. Nichts hatte auf ein Auflehnen des Unterklassigen hingedeutet. Doch als Bühler (direkt nach der Pause) und Sio (nach 66 Minuten) angeschlagen rausmussten, fiel Sittens vorher demonstrierte Sicherheit auseinander. Komplett und bedrohlich. Yoda, der bis dahin noch manchen Gegenspieler schwindlig gespielt hatte, verlor jetzt jeden Ball. Und Trainer Roussey korrigierte sich gleich selbst: Der Versuch, nach Bühlers Out Rodrigo in die Zentrumsabwehr zu beordern, erwies sich als Fehlgriff. Der Brasilianer bekundete Probleme mit dem Stellungsspiel und dem ersten Pass nach vorne, sodass 20 Minuten später der junge Micic diese Position einnahm und Rodrigo wieder nach vorne rückte. Sitten hatte die Ballhoheit im Mittelfeld längst verloren, da trat Jonas Elmer zum entscheidenden Freistoss an. Dieser allein rettete Sitten vor einem zu diesem Zeitpunkt möglichen Cup-Out. (Walliser Bote)


Heimsieg von Sion gegen Xamax - Montag, 21.11.2011

Die letzten Wochen waren die vielleicht schlimmsten in den letzten Jahren des FC Sitten. Zuerst der Rückschlag im Meisterrennen nach der Niederlage bei GC, dann die drohende Verbannung auf den letzten Tabellenplatz. Die Mannschaft aber zeigt sich auffallend resistent gegen schlechte Nachrichten.

Talent stand gestern viel auf dem Platz, sass auf der Tribüne oder lag zu Hause auf dem Sofa. Denn trotz enormer Schwierigkeiten im Umfeld stehen beide Mannschaften formidabel da. Auf dem Rasen legen sowohl Sitten wie Xamax viel Ehre für den Westschweizer Fussball ein, der vor nicht allzu langer Zeit darnieder lag. Trainer Laurent Roussey und der FC Sitten schaffen es in verblüffender Manier, dass die Unruhen und Sperren nicht die Mannschaft zersetzen. Der Franzose modellierte seit letzter Saison mit viel psychologischem Geschick und guter Nase für Schwingungen eine Elf, die auch ohne die Neuzugänge wettbewerbsfähig ist. Es offenbart, zu was eine eingespielte Mannschaft fähig ist, ändert man das Personal nicht ständig. Sollte Sitten tatsächlich ans Ende der Rangliste zwangsversetzt werden, ein Abstieg ist angesichts der vorhandenen Qualität fast unmöglich. Der gestrige Sieg ist schon fast als Fettpolster für definitiv schlechte Zeiten zu verstehen. So gesehen sprangen und schwitzten die Sittener gestern für morgen.

Es war gestern aber ein Aufeinandertreffen zweier Systeme. Allerdings ist nie einfach bloss die Geometrie auf dem Feld entscheidend, sondern vielmehr die Interpretation und Umsetzung von dieser. Ein noch so guter Witz verpufft auch elendlich, sitzt die Pointe nicht. Während der Sitten-Gegner unter dem Spanier Victor Muñoz in einem lupenreinen klassischen 4-4-2 spielt und so in neun Spielen 16 Punkte gewonnen hat, gestaltet sich diese Frage bei den Wallisern bereits komplizierter. Roussey hat immer gesagt, dass mit Spielern wie Obradovic, Gabri und Feindouno ebenfalls ein 4-4-2 für seine Mannschaft die ideale Anordnung sei, doch zwei Argumente erschweren dies beträchtlich. Zuerst einmal das unmögliche Theater um die sechs «Sans-papiers»-Spieler sowie der verletzungsbedingte Langzeitausfall von Stürmer Mrdja. Vor allem aber hat Sitten in einem Vierermittelfeld mit den drei erwähnten Spielern zu wenig Durchschlagskraft auf den Seiten, was im modernen Fussball aber unabdingbar ist. Deshalb variiert Roussey etwa mit 3-5-2 wie im Europacup. Und gestern gegen Xamax setzte er auf ein 4-3-3, damit auf den Offensivflanken auch genügend Durchzug herrscht. In diesem Drei-Mann-Sturm bildete Afonso die Spitze, Yoda und Sio versuchten leicht zurückhängend die Seiten unsicher zu machen.

Zieht man die ersten 20 Minuten des Spiels zurate, dann gelangt der Beobachter unweigerlich zum Schluss, dass diese Wahl glänzend war. Alle drei Angreifer waren an den beiden frühen Toren beteiligt, die aus dem Mittelfeld heraus inszeniert worden waren. Beim 1:0 setzte Afonso nach, nachdem Yoda im Strafraum-Zweikampf gegen Xamax-Goalie Bedenik vorbereitet hatte. Die ganze Aktion lancierte Sio. Der Neu- enburger Gomes wehrte den Nachschuss des Torschützen nur scheinbar auf der Linie ab, der Ball hatte diese überschritten. Beim 2:0 passte Sio von rechts herrlich über die Xamax-Verteidigung nach links, wo Yoda bloss noch ins offen stehende Tor einzuschiessen brauchte. Alles entstand dank Saut- hier’s Initialzündung. Wenig hätte gefehlt, und Afonso wäre in der 36. Minute auch noch das 3:0 gelungen. Alleine vor Bedenik scheiterte er jedoch kläglich und stellte sich dabei etwas dämlich an. Der Sittener hätte vorbeiziehen, einen Heber anbringen oder den Goalie düpieren können, doch Afonso traf den Torhüter. Das sind Momente, die vermuten lassen, dass Sitten das Stürmerproblem trotz des raschen 2:0 nicht einfach weggewischt hat.

Man darf nicht vergessen, dass die Ersatzbank ohne die «Sans papier» für hohe Ziele zu dürftig besetzt ist. Und man darf nicht ausser Acht lassen, dass siebzig Minuten nach dem furiosen Beginn Langeweile angesagt war. Doch dem FC Sitten ist zuletzt auch aus eigenem präsidialen Verschulden schon genügend zugemutet worden. Da wollen wir bei einem 2:0 nicht auch noch meckern. (Walliser Bote)


Schwere Niederlage für Sion vor Gericht - Freitag, 18.11.2011

Der FC Sion hat vor Gericht eine schwere Niederlage erlitten. Das Walliser Kantonstribunal hat dem Verein die provisorische Spielberechtigung für die sechs im Sommer verpflichteten Akteure entzogen.

Mit dem Urteil gibt das Walliser Kantonsgericht dem Weltverband FIFA und der Swiss Football League Recht. Die beiden Institutionen hatten gegen die vom Bezirksgericht Martigny gesprochene provisorische Spielerlaubnis rekurriert. Das Urteil von Martigny, dank dem das Sextett seine Spielberechtigung erwirkt hat, ist damit aufgehoben.

Das Kantonsgericht begründet ihr Urteil damit, dass das Entziehen der Qualifikation der Spieler durch die Swiss Football League "keiner gravierenden Verletzung der Persönlichkeitsrechte" gleichkomme. Das hat zur Folge, dass Stefan Glarner, José Gonçalves, Mario Mutsch, Pascal Feindouno, Billy Ketkeophomphone und Gabri ab sofort gesperrt sind. Das Gericht weist ausserdem darauf hin, dass in erster Linie der FC Sion - und nicht die Swiss Football League - für das ganze Schlamassel die Verantwortung trage.

Im Raum steht nun die Frage, ab wann das Urteil seine Gültigkeit hat. Ab sofort oder ab dem Zeitpunkt der Verweigerung der Spielberechtigung für die sechs Neuzuzüge? In letzterem Fall würde Sion alle Spiele forfait verlieren, in denen zumindest einer der sechs Akteure zum Einsatz gekommen ist. Als nächste Instanz wird sich die Disziplinarkommission der Swiss Football League mit dem Fall zu befassen haben. (nzz.ch)


Mrdja mit Kreuzbandriss! - Montag, 14.11.2011

Der FC Sion muss wohl rund sechs Monate auf Dragan Mrdja verzichten. Der Stürmer erlitt im Testspiel mit Serbien in Mexiko (0:2) einen Kreuzbandriss im rechten Knie.

Christian Constantin fordert von der FIFA und dem serbischen Verband Schadenersatz. Weil Mrdja die Verletzung bei einem offiziellen Testspiel mit der serbischen Nationalmannschaft erlitt, wird Sions Präsident ein weiteres Mal seine Juristen losschicken. «Wir werden der FIFA und dem serbischen Verband einen Brief schreiben und eine Kompensation in der Höhe von mehreren Millionen Euro verlangen», sagte Constantin gegenüber der Walliser Tageszeitung «Nouvelliste».

Dragan Mrdja bleibt das Pech treu. Erst im September war der Serbe nach halbjähriger Verletzungspause zurückgekehrt, nachdem er im März in einem Cupspiel gegen die Grasshoppers ebenfalls einen Kreuzbandriss (allerdings im linken Knie) erlitten hatte. Seit dem Comeback hat Mrdja in sieben Spielen in der Axpo Super League ein Tor erzielt. Das Malheur passierte am Samstag im Testspiel mit der serbischen Nationalmannschaft in Mexiko bei einem Zweikampf mit dem gegnerischen Torhüter. Mrdja musste in der 73. Minute ausgewechselt werden. (SI)

 


Sion verliert auswärts gegen GC - Montag, 07.11.2011

Ein frühes Gegentor, ein Platzverweis: Für Sitten lief gegen GC vieles nicht nach Wunsch. Es schlichen sich aber auch viel zu viele Fehler ein – vorne wie hinten. Sehr zum Ärger von Trainer Laurent Roussey.

Der Schweizer Fussball erlebt wahrlich verrückte Tage. Mittlerweile ist sogar schon das Wetter in Zürich besser als im Wallis. Und das nicht nur ein bisschen. Unglaublich. Nicht nur aus diesem Grund macht man die Reise in die selbsternannte Weltstadt mittlerweile um einiges lieber als noch vor Jahren. Der Lack ist weg. Der Grasshopper Club Zürich, diese Institution von einem Verein, feiert am Samstag sein 125-jähriges Bestehen. Ab 14.00 Uhr ist Familiennachmittag mit der 1. Mannschaft. Das Problem: Dem stolzen Verein sind die Stars abhanden gekommen. Und die wenigen, die noch da sind, wie Smiljanic oder Cabanas, sind zu allem Übel auch noch verletzt. Das gross angedrohte und vorderhand aufgeschobene Comeback von Johann Vogel passt in den Zusammenhang und tönt doch schon sehr stark nach einem verzweifelten Hilferuf.

Das war vielleicht auch etwas das Problem. Sitten führte die feinere Klinge, hatte mehr Ballbesitz. Obradovic scheiterte bereits in der ersten Minute, Gabri schloss in der 8. Minute einen Angriff wuchtig ab, schoss aber zu wenig platziert. Die Sittener begannen entschlossen, kompakt und abgeklärt. Sie wähnten sich aber auch in trügerischer Sicherheit, schienen die Aufgabe etwas auf die leichte Schulter zu nehmen. Ein Hakentrick hier, ein «verstecktes» Zuspiel dort. Alles ganz schön, aber auch ganz schön fehleranfällig. Schon früh zeigte sich deshalb, dass es doch nicht ein so gemütlicher Nachmittag werden würde. Bei den Grasshoppers blieb zwar einiges Stückwerk, zwischendurch ging es aber mit viel Tempo nach vorne. Wenn sich die Gelegenheit bot, dann spielten die jungen Wilden frech und mit viel Zug nach vorne. Und Gelegenheiten, die boten sich immer mal wieder. Die Sittener traten offensiv auf, mit Gabri, Obradovic und Feindouno im Mittelfeld und auch Bühler und Vanczak schalteten sich immer wieder in die Angriffsbemühungen mit ein. Vielleicht waren die Sittener in der ersten Halbzeit etwas zu ungeduldig, sie waren dem Gegner etwas ungestüm ins offene Messer gelaufen.

Für Laurent Roussey allerdings war klar: Das hatte nicht mit der Aufstellung, sondern mit der Einstellung zu tun. «Die Spieler wirkten zufrieden, es fehlte die Aggressivität, in den Zweikämpfen, aber auch in der Bewegung, so gehts nicht», ärgerte sich der Sitten- Trainer nach dem Match. Gabri liess durchaus erkennen, dass er der Mannschaft helfen kann, doch im Moment klappt es mit der Integration noch nicht wunschgemäss, die defensive Absicherung liess mehr- fach zu wünschen übrig – das blieb nicht ohne Folgen. Bei Ballverlusten im Vorwärtsgang wurde es schnell mal gefährlich. Und die Grasshoppers wussten solche Überzahlsituationen sehr geschickt auszunutzen. Im Mittelpunkt stand dabei immer wieder Daniel De Ridder. In der 10. Minute lancierte er Mustafi, der eiskalt abschloss. Nach etwas mehr als einer halben Stunde lief er der Sittener Abwehr davon, Adailton kam zu spät und brachte ihn zu Fall – Platzverweis. Als GC in der 38. Minute einen Freistoss treten konnte, nahm natürlich wiederum De Ridder Anlauf, Frank Feltscher war zur Stelle und köpfelte zum 2:1 ein. Daniel De Ridder – das ist definitiv einer fürs Familienfest.

Davor hatte Sio zwar mit einer feinen Einzelleistung den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt. Doch die Freude währte wie gesagt nur sehr kurz. Wieder mussten die Sittener einem Rückstand hinterherlaufen, und das nun noch mit einem Mann weniger. Am Ablauf änderte das wenig. GC wartete nun erst recht auf Gegenstossmöglichkeiten, Sitten blieb mehr in Ballbesitz, liess den Ball auch gut zirkulieren. Das sah ganz ordentlich aus, nur, gefährlich wurde es kaum einmal. Immerhin: Die Sittener liessen nicht locker. In der Schlussphase kamen die Zürcher kaum noch aus ihrer Hälfte heraus. Der Gastklub drückte, doch Chancen blieben weiter Mangelware. Viele Bälle im Strafraum, aber wenig wirklich Zwingendes. Ein Kopfball von Obradovic (83.), das wars schon fast. Den Sittenern fehlte die Durchschlagskraft vor dem Tor. Die vielen Standardsituationen hielten zwar die Hoffnung bis zum Schluss aufrecht, aber auch hier fehlte die Entschlossenheit. Und, Laurent Roussey, wirds nun Besuch geben von Christian Constantin? «Ich nehme an, dass er erstmals in dieser Saison in der Kabine auftauchen wird», so Roussey. «Und er hat auch allen Grund dazu.» (Walliser Bote)


Sion klagt vor EU-Kommission - Montag, 31.10.2011

Sion und einige seiner Spieler haben vor der EU-Kommission Klage gegen die UEFA eingereicht. Sie beklagen u.a. den Verstoss gegen Grundrechte und fechten weiter den Europa-League-Ausschluss an. Als Verstärkung hat Präsident Christian Constantin einen prominenten Anwalt herbeigezogen.

Nach dem Bezirksgericht Martigny, dem Walliser und Waadtländer Kantonsgericht sowie dem CAS bemüht der FC Sion nun auch die Richter der EU.

«Die UEFA setzte sich über zwei Urteile von Schweizer Gerichten hinweg, indem sie uns nicht an der Europa League teilnehmen lässt und nur den CAS als einziges zuständiges Gremium anerkannt», so Constantin im Communiqué des FC Sion. «Deshalb gelangen wir nun an die EU, damit die zivilen Schweizer Gerichte und der Rechtsstaat respektiert werden.»

Neben der Klage gegen die UEFA will Sion in Brüssel erreichen, dass das Sportschiedsgericht in Lausanne (CAS) als «nicht unabhängig» erklärt wird. Beraten wird der Walliser Verein in dieser Frage vom Belgier Jean-Louis Dupont, der sich 1995 als einer der Anwälte im «Fall Bosman» einen Namen gemacht hatte.

Den Spielern stehe es frei zu wählen, ob sie sich an ein ziviles Gericht oder an ein Sportschiedsgericht wenden. Das hätten UEFA und FIFA 2001 mit der EU so ausgehandelt, wird Dupont im Communiqué zitiert. Zudem hätte die EU schon in anderen Fällen erklärt, dass der CAS kein unabhängiges Gremium sei, so Dupont. (SI)


Souveräner Heimsieg gegen Thun - Montag, 31.10.2011

Der FC Sitten erhält den Kontakt zur Tabellenspitze aufrecht. Dank Toren von Vilmos Vanczak und Dragan Mrdja. Zwei Spieler, zwei Geschichten.

Wer sich auf dem Fussballplatz bewegt wie der Serbe Dragan Mrdja; wer so klug antizipiert und derart oft erfolgreich spekuliert; wer in einem Match gegen den FC Basel, dem Schwergewicht der Liga, zu vier guten Chancen kommt, der trifft irgendwann das Tor. Am frühen Samstagabend, der Herbst zeigte sich im Wallis von seiner schönsten Seite, passierte es. Mrjda, Stürmer beim FC Sitten, schoss gegen den FC Thun nach 74 Spielminuten ein Goal und man war geneigt zu sagen: Endlich. Es war das 2:0 für die Walliser und die Siegsicherung gegen einen Gegner, der bemüht war, der aber den Mangel an Qualität im Kader nicht kaschieren konnte. Für Mrdja war es mehr als ein Tor, mehr als ein Sieg.

Es war eine Befreiung. Lange war er verletzt gewesen – das Kreuzband. Sein letztes Tor hatte er im März gegen St. Gallen geschossen. Seit gut einem Monat spielt er wieder. Aber ein Goal war ihm nicht gelungen. Im Spiel gegen Basel hatte er viele Chancen verpasst und als ihn Trainer Roussey kurz vor Schluss vom Feld nahm, pfiffen einige Zuschauer so laut, dass Mrdja es hören konnte. Die Pfiffe haben Furchen hinterlassen. Mrdja sagte: «Es tat weh, aber ich bin Profi und muss damit leben.» Freilich muss er das. Gleichwohl war die Kritik von Medien und Zuschauern schwer zu verstehen. schliesslich ist beim FC Sitten alles im Fluss. Die Equipe geht auf Tuchfühlung mit der Spitze der Super League; in der Abteilung «Sport» funktioniert alles bestens. Nach dem Spiel gegen Thun stand Mrdja in der Mixed-Zone des Tourbillonstadions. Er lachte und suchte nach englischen Wörtern, um sich zu erklären. Er gab zu verstehen, er hätte immer gewusst, dass er Anlaufzeit benötige. «Das ist Super League, kein Kindergarten. Dann kann nicht kommen und Tore schiessen, wer will. Manche Leute wollen das nicht verstehen.»

Mrdja, zehn Länderspiele, vergangenen Sommer gekommen vom FK Vojvodina, einem Klub der serbischen ersten Liga, wo er in der Saison zuvor am meisten Goals geschossen hat, kämpft in Sitten gegen Geister. Er leidet daran, den wunderlich talentierten Emile Mpenza ersetzen zu müssen. Aber Mrdja, geboren in Vršac, einer Kleinstadt nahe der rumänischen Grenze, ist anatomisch ein gänzlich anderer Spieler als der bullige Belgier. Er wirkt schlaksig, und wenn er rennt, hängen seine Schultern nach unten, was ulkig aussieht. und oft geht vergessen, dass Mrdja erst 27-jährig ist. Trainer Roussey sagt: «Er wird noch viele Tore schiessen.»

Während Mrdja kämpfen und chrampfen muss, um zu reüssieren, läuft einem seiner Copains scheinbar alles wie von selbst. Vilmos Vanczak, 187 Zentimeter gross, stämmig, aggressiv, nicht sehr schnell, aus Diosgyor im Nordosten Ungarns, 57 Länderspiele, ist im Grunde ein Verteidiger und nicht mehr. Aber in diesem Jahr dreht er auf, schiesst Tor um Tor. Mittlerweile sind es sechs, gleich viele wie der Stürmer Sio. Nur der Basler Alex Frei traf bis anhin öfter. Und wer das Tor Vanczaks gegen den FC Thun gesehen hat (55. 1:0), stellt fest: Das kann kein Zufall sein, das ist einstudiert, da passt alles zusammen. 
Vanczák, der mit seiner Familie in Martinach wohnt, spricht mittlerweile sehr gut Französisch. Er ist Sinnbild für eine Equipe, die immer homogener wirkt, die nach dem Spiel in der Kabine singt und tanzt. Ja, der zurückhaltende Vanczák ist jetzt ein Star. Aber er will keinen Trubel und hat keine Sonderwünsche wie früher die Spieler Emile Mpenza oder Olivier Monterrubio. Vanczák sagt: «Ich spiele sehr gerne Fussball. Und momentan läuft es gut. Das ist toll.» (Walliser Bote)


UEFA lädt Sion zur Spielplan-Besprechung ein - Donnerstag, 27.10.2011

Die Uefa und Christian Constantin setzen sich an einen Tisch. Gesprächsthema: Ein möglicher Spielplan der Europa League mit Sittener Teilnahme.

Christian Constantin nimmt die Einladung seiner Gegenspieler an: «Ich verlange die Eingliederung des FC Sion in die Europa League. Also ist es normal, dass ich bei diesem Meeting teilnehme».

Schon letzte Woche hat sich die Uefa mit Vertretern von Atletico Madrid, Udinese, Rennes und Celtic Glasgow getroffen, um über das weitere Vorgehen in der Europa-League-Gruppe I zu reden, falls das CAS die Eingliederung des FC Sion verlangt.

Eine Entscheidung fällt nicht vor Ende November. Das Sportgericht mit Sitz in Lausanne hat die Uefa und den FC Sion auf den 24. November zu einer Anhörung vorgeladen.

Der europäische Fussballverband hat letzte Woche gegenüber dem Waadtländer Kantonsgericht mögliche Szenarien aufgezeigt, wie der FC Sion in die Europa League eingegliedert werden könnte.

Gemäss der Uefa sind eine Fünfergruppe mit vier Spielen pro Klub (zwei Heim-, zwei Auswärtsspiele), eine Fünfergruppe mit Hin- und Rückspielen (acht Spiele pro Team) oder eine Barrage des FC Sion um den direkten Einzug in die 1/16-Finals gegen einen Dritten aus der Champions League möglich. (Si)

 


Sion verpasst Sprung an Tabellenspitze - Donnerstag, 27.10.2011

Duell gegen den Ligakrösus. Duell gegen den Titelverteidiger. Duell um den Leaderthron. Alles wäre parat gewesen für einen Walliser Abend, wie man ihn seit langem nicht mehr erlebt hatte. Doch der FC Sitten war vielleicht gerade jetzt nicht leidenschaftlich genug für Basel.

An dem Tag, als Laurent Roussey die Wahrheit erfuhr, verging ihm für einen Augenblick die gute Laune. Der Franzose war nämlich der Meinung, der Meister könne am Ende dieser Saison genauso wie der letzte Champion direkt in den Fussball-Himmel Europas vorstossen. Und der Zweite dürfe als Trost in die Qualifikation. Doch der Sitten-Trainer hatte sich geirrt. Die Champions League ist für den Schweizer Primus dieses Jahr lediglich über die Qualifikation erreichbar, dem Zweitbesten bleibt noch die Europa League. Das hat damit zu tun, dass die Schweiz im Fünfjahresranking der UEFA auf den 16. Platz zurückgefallen ist. In der letzten Meisterschaft lag sie noch auf Rang 13, der entscheidend ist. Für die Saison 2012/13 sieht es dann wiederum besser aus.

Dieser kleine Hintergrundausflug in die Arithmetik ist im Zusammenhang mit dem gestrigen Spitzenspiel aus zweierlei Hinsicht aufschlussreich. Erstens offenbart er die neuen Hoffnungen, die bis in die oberste nationale Liga vorströmen und allmählich Begehrlichkeiten nicht bloss im Wallis wecken. Vor allem aber zeigt die Reaktion von Roussey, wie ernst es ihm und seinen Mitstreitern inzwischen geworden ist. Arnaud Bühler sagte gestern: «Diese Saison ist wie keine zuvor.» Und Goran Obradovic meinte trotz Niederlage: «Ich habe ein richtig gutes Gefühl wie nie. Und ich bin seit 2005 hier.» Sitten will Meister werden, und wenn es Meister werden will, dann muss es vor allem an Basel vorbei. Kein Wunder, dass Christian Constanin bereits nach dem 0:1 die Gelassenheit verlor, die ihn vor Gericht so auszeichnet, und sich hinter seinem Trainer postierte, Anweisungen gab, mitschrie und herumfuchtelte. Doch es brachte letztlich nichts. Sitten war lange Zeit nach der Pause einen Tick zu passiv, es reagierte statt zu agieren. Vielleicht hatte das auch damit zu tun, dass Feindouno ein Ausfall war, Gabri die Praxis fehlt und Obradovic erst gegen Schluss aufdrehte. Vielleicht auch, dass Mrdja der Torinstink noch abgeht Vielleicht einfach nur, weil Basel und nicht Sitten der erste Treffer gelang.

Was aufgefallen ist in diesem attraktiven und ausgeglichenen Spitzenspiel, ist der Mut, mit dem beide Mannschaften in der ersten Halbzeit an die Sache gingen. Sowohl Sitten wie Basel spielte nicht mit dem Rechenschieber, beide spielten munter nach vorne, was eine unterhaltsame Partie ermöglichte. Sitten musste Alex Frei die besten Chancen zugestehen, Sitten antwortete mit sehr guten, aber vergebenen Tormöglichkeiten durch Mrdja. Die Pfiffe bei seiner Auswechlsung aber waren unverdient. Und als Mbondi in der 84. Minute durchkam und vor Sommer auftauchte, stand er leider im Offside. (Walliser Bote)


Feindouno & Co. gegen Basel spielberechtigt - Dienstag, 25.10.2011

Vor zwei Monaten kam es vor dem Spiel FCB-Sion (3:3) zu einem Riesenchaos rund um die sechs Sittener Neuzugänge. Das passiert aber nicht noch einmal. Die Liga hat mitgeteilt, Feindouno und Co. seien am Mittwoch spielberechtigt.

Der FC Sion hat gegen die fünf Spielsperren für seine sechs Neuverpflichtungen Rekurs eingelegt. Damit hatte die Disziplinarkommission Feindouno und Co. belegt, weil die Spieler ein ordentliches Verfahren bei einem Zivilgericht angestrengt hatten. Die sechs dürften am Mittwoch im Spitzenspiel gegen Basel spielberechtigt sein, weil ein Rekurs üblicherweise aufschiebende Wirkung hat.

Rückblick: Bereits vor dem ersten Duell zwischen Basel und Sion, vor mehr als zwei Monaten, gibt es ein Riesenchaos um die sechs Sittener Neuzugänge. Ein Zivilgericht hat 24 Stunden vor Spielbeginn entschieden, dass Feindouno und Co. gegen Basel spielberechtigt sind! Kurz vor Anpfiff schlägt die Liga zurück und sperrt das Sittener Sextett (siehe Bilder rechts). Sion-Boss Constantin tobt und droht im «Teleclub», gegen die Liga strafrechtlich vorzugehen.

Ob die sechs Neuzugänge gegen den FCB aber tatsächlich spielberechtigt sind, wird wahrscheinlich wieder erst kurz vor Spielbeginn entschieden werden. Neuigkeiten gibt es auch zum «Fall Sion» in der Europa League: Das internationale Sportgericht CAS hat die Anhörung des FC Sion und der UEFA im Streitfall um den Ausschluss der Walliser aus der Europa League auf den 24. November datiert.

Ob es an diesem Tag tatsächlich zu einer Anhörung der beiden Parteien kommt, ist fraglich. Denn während die UEFA das CAS zur einzigen zuständigen Instanz im Streitfall erklärte, lehnt der FC Sion die Sportrichter in Lausanne ab. Für Sions Präsident Christian Constantin ist das CAS nicht unabhängig. (blick.ch)


Unterstützung für den FC Sion - Dienstag, 25.10.2011

Der FC Sion erhielt in seinem juristischen Kampf gegen die FIFA Unterstützung von der weltweiten Vereinigung der Spielergewerkschaften FIFPro. Diese fordert den Weltverband auf, den Gang der sechs Sion-Spieler vor ein ziviles Gericht zu akzeptieren.

Die FIFPro ist die weltweite Vertretung von Profi-Fussballern. Ihr gehören die Spielergewerkschaften von 41 Ländern an, darunter auch die Schweizer «SAFP». Nun hat die FIFPro zum Fall Sion Stellung genommen - und dabei die FIFA attackiert. Gemäss FIFPro sei es zulässig, dass die sechs im Sommer von der FIFA und der Swiss Football League nicht qualifizierten Sion-Spieler ihre Lizenz vor einem zivilen Gericht zu erstreiten versuchten. «Ein Spieler hat das Recht, bei arbeitsrechtlichen Streitigkeiten ein ziviles Gericht anzurufen», schreibt die FIFPro in ihrem Communiqué. Dies habe die FIFA in Gesprächen mit der EU akzeptiert und in ihren Verordnungen auch festgehalten

Die SFL sperrte letzte Woche (wohl auf Druck der FIFA) die Sion-Spieler Gabri, Feindouno, Glarner, Mutsch, Ketkeophomphone und Gonçalves für fünf Spiele, weil diese im Juli an das Bezirksgericht in Martigny gelangt waren. Damals hatte das Sextett mittels superprovisorischer Verfügung die Spielerlaubnis erhalten. «Die Sperre verstösst gegen das Grundrecht der Spieler, an ein ordentliches Gericht zu gelangen. Ihr kann daher nicht gefolgt werden», so FIFPro-Vizepräsident Philippe Piat.
Vor zivile Gerichte zu ziehen ist gemäss FIFPro zum Beispiel in Brasilien und Spanien ein gewöhnlicher Vorgang. Die FIFA interveniert dabei nicht. Zudem ist es für die FIFPro stossend, dass die FIFA kürzlich nichts unternahm, nachdem Spieler von AEL Limassol in einem arbeitsrechtlichen Streit vor ein zypriotisches Gericht gezogen waren, jetzt aber für einen ähnlichen Vorgang die Sperre von sechs Sion-Spielern verlangte. (sf.tv)


Sion gelingt Revanche gegen Servette - Montag, 24.10.2011

Der FC Sitten gewinnt in Genf auch ohne seine sechs neuen Spieler und ist neu im 2. Rang klassiert. Die Equipe spielte geduldig und klug und konnte sich auf den Stürmer Sio verlassen.

Weil Christian Constantin, der Präsident beim FC Sitten, nicht erst nach der Transfersperre der FIFA im Jahre 2009 unzimperlich auf Spielerjagd gegangen war, sondern schon viel früher, war es seinem Trainer Laurent Roussey möglich, im Match gegen Servette eine adäquate Equipe aufzubieten. Selbstverständlich war das nicht. Die Schweizer Fussball-Liga hatte die sechs im Sommer verpflichteten Spieler gesperrt, weil diese sich im Fall «El Hadary» für den zivilen Rechts- weg entschlossen hatten. Zudem war ein ziviles Gericht während der Woche nicht dem Antrag des FC Sitten nachgekommen, den sechs Akteuren eine superprovisorische Spielbewilligung zu erteilen. Erfreulich aus Walliser Sicht war deshalb, dass jeder von Roussey aufgebotene Spieler aufgrund seiner Referenzen tauglich schien für einen Match in der Super League.

Trotzdem fehlte dem FC Sitten in Genf etwa der kreative Feindouno, der stämmige Gonçalves, der vife Mutsch oder der erfahrene Gabri. In hiesigen Breitengraden kann kein Team auf solche Spieler verzichten, ohne Abstriche zu machen. Anfänglich übte sich der FC Sitten folglich in Zurückhaltung und suchte die Automatismen von früheren Tagen, was ihm ziemlich gut gelang. Die Spieler Rodrigo und Sauthier integrierten sich problemlos in das Gefüge, obschon sie zeitweilig keine Rolle mehr gespielt hatten. Die Walliser spürten im Match höchstens, dass der Abwehr-Patron Dingsdag aufgrund einer Gelb-Sperre nicht mittun durfte. Vorab zu Beginn kämpften die Verteidiger mit der Nervosität. Anders waren ihre teilweise rüden Foulspiele nicht zu erklären. Sitten hatte Glück, dass Servette kein wirklich guter Gegner war. Die Genfer bemühten sich zwar, was der Trainer Alves nach dem Match lobend erwähnte. Aber ihnen mangelte es in der Offensive an Qualität. Nur der junge Karanovic stellte das Sittener Abwehrdispositiv einige Male auf die Probe.

Der FC Sitten spielte nicht berauschend im Match. Nicht einmal schön und schon gar nicht elegant oder lustvoll. Das mag vielen Fans nicht gefallen haben. Aber es war das Recht dieser Mannschaft, die mittlerweile weiss, was sie kann und was weniger. Sie bemühte nicht das Spektakel, sondern besann sich anderer Tugenden und agierte einfach, ohne falsche Eitelkeit und wenn nötig mit viel Härte. Sie benötigte im Match kaum Energiezufuhr, weil es keine Situationen gab, die sie vor Probleme stellte. Vanzcaks Führungsgoal nach Vorarbeit von Sio in der 28. Minute wirkte beruhigend und reichte quasi als Notvorrat. Dass derselbe Spieler in der 74. Minute mit einem wunderbaren Fernschuss für die Entscheidung sorgte, passte eigentlich nicht zum Spiel. Dieses war fahrig, rüde und für die Zuschauer nicht sonderlich interessant anzusehen. Denn es gab auf beiden Seiten kaum Chancen. Im FC Sitten versuchten sich nur der Stürmer Mrdja und der Flügel Yoda einmal ganz vorne. Für Yoda war es das erste Saisonspiel von Beginn an. Der Trainer Roussey lobte ihn nach dem Match ausdrücklich. Der junge Yoda sagte nach dem Spiel, die Equipe müsse sich auf das Sportliche konzentrieren. Er lag richtig. Falls das überhaupt möglich ist, sollte man alles Juristische einmal ausblenden. Man sollte diesen heiligen Krieg für einmal vergessen und sich, für kurze Zeit nur, daran erinnern, dass der FC Sitten auf dem Fussballplatz mehrheitlich überzeugt und im Championat gut unterwegs ist. Nach dem Sieg auswärts in Genf sind die Walliser im zweiten Rang hinter Luzern klassiert. Mit den neuen Spielern hat der FC Sitten durchschnittlich 1,85 Punkte pro Match gewonnen. Ohne die Neuen deren zwei. Das mag Zufall sein. Oder auch nicht. (Walliser Bote)


Liga sperrt Sion-Spieler für 5 Spiele - Mittwoch, 19.10.2011

Die sechs Spieler des FC Sion Stefan Glarner, Pascal Feindouno, José Julio Gomes Gonçalves, Gabriel Garcia de la Torre „Gabri“, Billy Ketkeophomphone und Mario Mutsch werden für ihren Gang vor ein Zivilgericht je für fünf Pflichtspiele gesperrt. Der Entscheid kann beim Rekursgericht der SFL angefochten werden.

Das Urteil wurde von einem Gremium aus drei Richtern der Disziplinarkommission (DK) der Swiss Football League (SFL) gefällt. In der Begründung heisst es, dass sich die Spieler mit der Unterschrift im Arbeitsvertrag mit der FC Sion – Olympique des Alpes SA vollumfänglich den Statuten und Reglementen des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV) unterstellen.

Die Statuten sehen in Art. 7 Ziff. 5 für zivilrechtliche Streitigkeiten in Verbandsangelegenheiten ausschliesslich das Tribunal Arbitral du Sport (TAS) in Lausanne als Schiedsgericht vor. Weiter besteht im Arbeitsvertrag der Spieler eine Schiedsgerichtsklausel, die ebenfalls die Unterstellung unter das TAS festhält.

Zur Erinnerung: Die Qualifikation der im Transferfenster im Sommer zum FC Sion gestossenen sechs Spieler war von den beiden zuständigen Instanzen der SFL abgelehnt worden. Dieser ablehnende Entscheid ist rechtskräftig geworden, nachdem die FC Sion – Olympique des Alpes SA einen Rekurs beim TAS zurückgezogen hat.

Die Spieler ihrerseits hatten sich am 3. August 2011 an das Bezirksgericht in Martigny gewandt, um superprovisorische und provisorische Massnahmen gegen den negativen Qualifikationsentscheid der SFL-Instanzen zu erwirken. – Der Zivilrichter erliess diese superprovisorisch noch am gleichen Tag und provisorisch mit einem Entscheid am 27 September 2011, wogegen noch eine Beschwerde der SFL beim Walliser Kantonsgericht hängig ist. – Für diesen gemäss Statuten des SFV nicht erlaubten Schritt vor den Zivilrichter sperrte die DK die Spieler am 6. August 2011 bereits je für ein Spiel.

Die DK hält in ihrem heutigen Urteil fest, dass sich die sechs Spieler mit der Einreichung einer Hauptklage gegen die SFL am 30. September 2011 wiederum beim Bezirksgericht in Martigny zum zweiten Mal einer Verletzung der Statuten des SFV schuldig gemacht haben. Die neuerliche Missachtung der statutarischen Bestimmungen wird entsprechend als schwerwiegend und als Wiederholungsfall eingestuft, weshalb den Spielern je 5 Spielsperren auferlegt wurden.

Die DK legt schliesslich Wert auf die Feststellung, dass die Suspendierung der Spieler keinen Versuch darstellt, den Massnahmenentscheid des Bezirkgerichts Martigny vom 27. September 2011 zu unterlaufen, sondern dass diese ausschliesslich die Konsequenz aus der reglementswidrigen Anrufung des staatlichen Gerichts durch die Spieler darstellt.

Die Spieler können gegen den Entscheid innert fünf Tagen beim Rekursgericht der SFL Rekurs einreichen. Ein allfälliger Rekurs hat aufschiebende Wirkung ausser für das erste offizielle Spiel, das dem Entscheid über die Spielsperre folgt. (football.ch)


UEFA legt Europa-League-Szenarien für Sion vor - Montag, 17.10.2011

Die UEFA legte auf Anordnung des Waadtländer Kantonsgerichts die Szenarien vor, wie sie den FC Sion im Falle einer Niederlage vor dem CAS in die Europa League eingliedern will.

Szenario 1 sieht vor, dass die bisherigen Resultate der Gruppe I (Atletico Madrid - Celtic Glasgow 2:0, Udinese - Rennes 2:1, Celtic Glasgow - Udinese 1:1, Rennes - Atletico Madrid 1:1) annulliert werden und eine Fünfergruppe mit dem FC Sion gebildet wird, in der die beiden Sechzehntelfinalisten nach dem Modus des früheren UEFA-Cup ermittelt werden. Jedes Team hat demnach zwei Heim- und zwei Auswärtsspiele zu bestreiten. Die Partien könnten zwischen dem 24. November und 22. Dezember stattfinden.

Als weitere Möglichkeit könnten die bisherigen Resultate bestehen bleiben. Es wird eine Fünfergruppe mit dem FC Sion gebildet, in der jeder gegen jeden ein Heim- und ein Auswärtsspiel absolviert. Der FC Sion trägt seine insgesamt acht Spiele zwischen Ende November und Februar 2012 aus.

Eine letzte Lösung sieht vor, dass der FC Sion gegen einen noch zu ermittelnden Gegner spielt (womöglich ein Gruppendritter aus der Champions League) eine Barrage, um sich direkt für die 1/16-Finals vom Februar 2012 zu qualifizieren.

Die Aufnahme des FC Sion ist gemäss UEFA nur im Falle eines entsprechenden Urteils des CAS denkbar. Den Entscheid der Lausanner Sportrichter erwartet der europäische Verband bis Ende November. (1815.ch)


FC Sitten zwischen Rasen & Gericht - Montag, 17.10.2011

Der FC Sitten hat sich mit einem 2:1-Sieg über Nyon für die Cup-Achtelfinals qualifiziert. Doch die Freude hält sich in Grenzen, denn eine weitaus wichtigere Frage steht weiterhin im Raum: Verliert der FC Sitten viele Super-League-Punkte, sollte er im Kampf gegen die UEFA nicht recht bekommen?

Es muss ja kein schlechtes Omen gewesen sein, aber ein erster Schrecken fuhr den Wallisern am frühen Samstagabend bereits in die Glieder. Das unterklassige Stade Nyonnais ging im Cup-Sechszehntelfinal noch vor der Pause mit 1:0 in Führung. Der Ex-Sittener Manuel Bühler trat die Flanke, Fickentscher blieb passiv, Besseyre profitierte. Und das im Stade de Tourbillon, weil es die Waadtländer so gewünscht hatten. Der Challenge-League-Vertreter gab das ihm zustehende Heimrecht freiwillig ab, weil ihm das letzte Cupspiel gegen Luzern ein Minus von rund 30 000 Franken beschert hatte. Da im Cup Gewinn und Verlust aus den Zuschauereinnahmen geteilt werden, versprachen sich die Gäste dieses Mal dank der Rochade einen besseren Rechnungsabschluss.

Sitten korrigierte den anfänglichen Schaden, auch weil Trainer Laurent Roussey in der Halbzeit die faden Zambrella und Crettenand aus dem Spiel nahm und durch Feindouno sowie Yoda ersetzte. Obradovic zog einen sichtlich schlechten Tag ein, der Franzose brachte nach der Pause mehr Ordnung und Schwung ins Walliser Spiel. Kein Wunder, dass der ersehnte Ausgleich just Feindouno glückte. Auf eine Flanke von Mutsch traf dieser im zweiten Anlauf. Das 2:1 durch Dingsdag entstand auf einen Freistossball hin, der länger und länger und von niemandem mehr berührt wurde. Fickentscher wie Roussey bemängelten nach getaner Anzeige Müh den Minimalismus. In den Achtelfinals wartet Tuggen. Nyon-Trainer Jean-Michel Aeby: «Ich bin enttäuscht. Für die Spieler war es ein Erlebnis, hier zu spielen, aber wir haben an den Sieg geglaubt. Leider ist es im Cup meistens so, dass der Höherklassige dann doch noch gewinnt. Es sollte nicht sein.» 

Der FC Sitten hat derzeit jedoch grössere Geschäfte als Stade Nyonnais zu erledigen. Diverse Juristen gehen nämlich davon aus, dass der Fall FC Sitten versus UEFA in eine entscheidende Phase treten könnte. So etwa Freddy Rumo, ehemaliger Ligapräsident und UEFA-Vize, der in «Le Matin Dimanche» meint: «Die Affäre dürfte schnell ein Ende finden. Und zwar vor dem CAS. So wie ich die Sachlage kenne, verliert Sitten vor dieser Instanz.» Sittens Problem ist die Zeit. Die Prozedur via Zivilgerichte kann Jahre dauern, wie Sportrechtler Bernhard Welten bereits Mitte September gegenüber dem «Walliser Boten» sagte. Staatliche Gerichte, nicht Sportgerichte haben das letzte Wort, aber der Sport benötigt schnelle Entscheide. Das ist Sittens grösstes aktuelles Problem und kommt ihm nicht zugute.

Piermarco Zen-Ruffinen ist der Vater von Sittens Hofjurist Alexandre. Er unterrichtet an der Uni Neuenburg Sportrecht und war Vize der Swiss Football League. Seine These steht im Gegensatz zu derjenigen seines Sohnes. «Wenn das Sportgericht schneller urteilt als staatliche Gerichte, und so siehts aus, dann habe ich grosse Sorgen betreffend Sitten», sagte er in «Le Matin Dimanche». «Was, wenn die sechs Spieler ausgeschlossen werden und Sitten die Spiele, in denen diese Fussballer gespielt haben, forfait verliert? Dann könnte Sitten sogar ans Ende der Rangliste rutschen», befürchtet Zen-Ruffinen. Das beunruhigt Christian Constantin nicht. «Ende September haben wir von der Swiss Football League eine schriftliche Mitteilung erhalten, wonach die Spieler ordnungsgemäss qualifiziert sind», sagt er jedem, der es hören will. 

UEFA-Präsident Michel Platini und Generalsekretär Gianni Infantino haben übermorgen Mittwoch in dieser Sache beim Waadtländer Staatsanwalt Eric Cottier zur Anhörung anzutraben. Denn der Fall FC Sitten versus UEFA hat internationale Sprengkraft. Die grossen Fussballverbände reagieren stets empfindlich, wenn einzelne Mitglieder wie der FC Sitten die Sportgerichtsbarkeit unterlaufen und an zivile (staatliche) Gerichte gelangen. Platini sagte dazu kürzlich dem «Spiegel»: «Stellen Sie sich vor, ein Spieler bekommt die Rote Karte und findet irgendwo einen zivilen Richter, der ihn stützt, weil die Karte gegen das Recht auf Arbeit stösst. Nein, das wäre eine Katastrophe für den Sport. Können die sechs Sittener Spieler per Gerichtsentscheid spielen, dann wäre das ein Desaster. Das Ende des Fussballs.» (Walliser Bote)


FC Sion erhält weiteres Mal Recht - Mittwoch, 05.10.2011

Der FC Sion hat im «Transferstreit» vor dem Waadtländer Kantonsgericht einen weiteren juristischen Erfolg errungen. Das Tribunal bestätigte sein Urteil von Mitte September, wonach die UEFA den Walliser Verein in die Europa League reintegrieren müsse. Dies vermeldete Sion in einem Communiqué.

Letzte Woche hatte das Waadtländer Kantonsgericht die beiden Parteien zu einer Anhörung nach Martigny geladen. Nun bestätigte das Gericht sein Urteil von Mitte September: Der FC Sion gehört in die Europa League.

Eine Stellungsnahme von Seiten der UEFA steht noch aus. (sf.tv)

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FC Sion zieht Rekurs beim TAS zurück

Der FC Sion zog den Rekurs beim TAS zurück. Das Sportgericht in Lausanne entscheidet nun doch nicht darüber, ob die sechs Neuzuzüge des Walliser Vereins von der Fifa und der Swiss Football League qualifiziert werden müssen.

Der Rückzug des FC Sion überrascht nicht. Und er beendet die Streitereien des SL-Vereins mit der Fifa, der Uefa und der SFL auch nicht. Weil das Bezirksgericht in Martigny letzte Woche mittels provisorischer Verfügung die Qualifikation der Spieler Pascal Feindouno, Mario Mutsch, Stephan Glarner, José Gonçalves, Billy Ketkeophomphone und Gabri bestätigte, sieht sich der FC Sion auf der Seite der Sieger.

Mit dem Rückzug beim TAS hat FC-Sion-Präsident Christian Constantin eine wahrscheinliche Niederlage vor den Lausanner Sportrichtern verhindert. Das TAS hatte im leidigen und seit 2009 nicht gelösten Konflikt noch nie für den FC Sion entschieden. Ausserdem ist ein TAS-Entscheid juristisch weniger gewichtig als ein Entscheid eines zivilen Gerichts.

Den nächsten Schritt unternimmt die SFL. Sie wird gegen die provisorische Verfügung des Bezirksgericht Martigny rekurrieren. Sollte der eigentliche Entscheid des Bezirksgerichts gegen die SFL ausfallen, wird die Liga den Fall wohl vor das Walliser Kantonsgericht und dann allenfalls an das Bundesgericht weiterziehen.

In einem Schreiben teilte die SFL am Wochenende dem FC Sion mit, dass «die provisorische Verfügung auf keinen Fall einen Verzicht auf die der SFL zustehenden Rechte bedeutet.»


Sion gewinnt Heimspiel gegen Lausanne - Sonntag, 02.10.2011

Der FC Sion schlägt den Tabellenletzten Lausanne nach einem schwachen Auftritt 1:0. Das Tor schiesst Goran Obradovic nach der Pause.

Sion dominierte die Partie im Mittelfeld fast nach Belieben. Weil aber den Stürmern die Spritzigkeit fehlte, schaute aus der optischen Überlegenheit wenig heraus. Gefährlich wurde es für Lausannes Torhüter Fabio Coltorti vor der Pause nur bei einem Freistoss von Pascal Feindouno.

Erst nach knapp einer Stunde passte die Zuordnung in der Lausanner Abwehr nicht mehr. Bei einer Flanke von Arnaud Bühler zog Mittelstürmer Dragan Mrdja drei Verteidiger auf sich und Goran Obradovic konnte den Ball ziemlich frei in die weite Ecke ablenken (59.).

Sions Erfolg geriet danach nur in einer Phase zwischen der 70. und 75. Minute in Gefahr. Zunächst traf Jocelyn Roux aus zwei Metern mit dem Kopf nicht, dann schoss Avanzini aus sieben Metern über das Tor. Somit war das vierte Spiel in Folge ohne Lausanner Treffer besiegelt.

In der Schlussphase schoss der Sittener Giovanni Sio einen Foulpenalty am Tor vorbei (80.). Das verärgerte vor allem seine Vorgesetzten: Trainer Laurent Roussey und Präsident Christian Constantin hatten Captain Goran Obradovic als Penaltyschützen vorgesehen. (nzz.ch)


Domenicangelo Massimo verlässt den FC Sion - Samstag, 01.10.2011

Domenicangelo Massimo, der Generaldirektor des FC Sion, hat den Walliser Verein nach neunjähriger Zusammenarbeit per sofort verlassen. Grund dafür sollen die aktuellsten Transferaktivitäten sein.

Christian Constantin habe die fristlose Demission seines leitenden Angestellten akzeptiert, teilte der FC Sion in einem Communiqué mit. Gemäss einer Online-Meldung von «Le matin» habe sich der Sittener Präsident über die letzte Transfer-Aktivität von Massimo geärgert.

Geplant gewesen war offenbar ein leihweiser Doppelwechsel von Stürmer Aleksandar Prijovic und Verteidiger George Ogararu zum ASL-Schlusslicht Lausanne-Sport. Weil sich der rumänische Abwehrspieler jedoch geweigert hatte, wechselte nur Prijovic zu den Waadtländern und trifft nun ausgerechnet am Sonntag auf Sion. Die Tatsache, dass beim Transfer auch kein Einsatzverbot für die Partie gegen Sion ausgehandelt worden war, scheint nun die Trennung vom Generaldirektor beschleunigt zu haben. (sf.tv) 


Juristischer Teilsieg des FC Sion - Mittwoch, 28.09.2011

Sion hat einen Teilsieg im juristischen Kampf gegen die nationalen und internationalen Verbände errungen. Der Klub darf seine im Sommer neuverpflichteten Spieler in der Super League weiter einsetzen. Das Bezirksgericht in Martigny bestätigte seinen Entscheid vom 5. August.

Danach sind die Spieler Stefan Glarner, José Gonçalves, Billy Ketkeophomphone, Pascal Feindouno, Gabri und Mario Mutsch in der nationalen Meisterschaft spielberechtigt.

Aufgrund der von der Fifa verhängten Transfersperre gegen den FC Sion waren die sechs Neuzugänge zu Beginn der Saison von der Swiss Football League nicht qualifiziert worden. Um die Spielerlaubnis zu erhalten, riefen die Spieler das zivile Gericht in Martigny an, das ihnen Recht gab und eine superprovisorische Verfügung erliess.

Diese wurde nun in eine provisorische umgewandelt, womit die Spieler definitiv in der Super League eingesetzt werden können.

Somit dürften auch die Resultate der bisherigen Partien, in denen die sechs Spieler eingesetzt worden sind, ihre Gültigkeit behalten, unabhängig davon, wie der internationale Sportgerichtshof (TAS) in diesem Fall entscheiden wird.

Am Mittwoch fand in Lausanne die Anhörung der Parteien statt. Wann mit einem Entscheid des TAS zu rechnen ist, ist noch nicht klar. (nzz.ch)

 

 


Prijovic leihweise zu Lausanne - Montag, 26.09.2011

Der FC Sion hat den Stürmer Aleksandar Prijovic an Lausanne-Sport ausgeliehen.

Der Schweizer U21-Internationale bleibt bis Ende Saison bei den Waadtländern.

Prijovic war bei Sion in der laufenden ASL-Spielzeit sechsmal zum Einsatz gekommen, ein Torerfolg blieb ihm allerdings verwehrt. Der in St. Gallen geborene serbisch-schweizerischen Doppelbürger hatte im Februar 2010 von Derby County zu den Wallisern gewechselt – beim englischen Zweitligisten war er nie zum Einsatz gekommen.

Der Tabellenletzte Lausanne-Sport kann einen Stürmer dringend gebrauchen, hat doch der Aufsteiger in den ersten zehn Runden lediglich achtmal getroffen. Sein Debüt für die Waadtländer dürfte Prijovic am kommenden Sonntag in ... Sion geben. (blick.ch)

 


Sion verliert gegen Luzern - Sonntag, 25.09.2011

Der FC Luzern hat dank einem Sieg im Spitzenkampf über Sion die Ungeschlagenheit wahren und die Tabellenführung in der Super League auf 6 Punkte ausbauen können. Für Sion war es derweil die 1. Auswärtsniederlage in dieser Saison.

Der FC Luzern hat die Ungeschlagenheit auch gegen «Angstgegner» Sion (2 Siege aus den letzten 19 Partien) wahren können. Die Innerschweizer gewannen einen über weite Strecken müden Spitzenkampf dank 2 Penalty-Toren mit 2:0. Mit dem Sieg über die Walliser hat der FCL die Tabellenführung auf 6 Punkte ausbauen können.

Yakin trifft erneut

Die Partie zwischen dem Ersten und Zweiten der Super League war über weite Strecken nicht eines Spitzenkampfes würdig. Die beiden Teams erspielten sich vor allem in der 1. Halbzeit nur wenige Chancen.

Dass der Torreigen per Elfmeter eröffnet wurde, passte zum Spielgeschehen. Hakan Yakin verwandelte in der 18. Minute souverän, nachdem Jahmir Hyka im Strafraum zu Fall gekommen war. Für den FCL-Captain war es der 2. Saisontreffer, nachdem er bereits im letzten Spiel gegen Servette (2:0) vom Punkt getroffen hatte.

Sion zu wenig gefährlich

Die Walliser kamen vor der Pause nur einmal gefährlich vor das gegnerische Tor. Serey Die scheiterte in der 37. Minute aber von der Strafraumgrenze an David Zibung. Nach dem Seitenwechsel vermochten die Gäste erst gegen Ende etwas Druck aufzubauen. 20 Minuten vor Schluss vergab Dragan Mrdja alleine vor Zibung die grösste Sion-Chance.

In der Schlussminute holte Andris Vanins den auf ihn zu stürmenden Hyka von den Beinen. Weil Yakin zu diesem Zeitpunkt bereits ausgewechselt worden war, tritt Michel Renggli zum 2. Penalty an. Renggli stand seinem Captain in nichts nach und verwandelte ebenso souverän.

Sion rutscht auf Rang 3 ab

Während das Team von Murat Yakin weiter auf der Erfolgswelle reitet, hat Sion die erste Niederlage auf fremdem Terrain in dieser Saison hinnehmen müssen. Die Walliser mussten zudem Rang 2 an die Young Boys abtreten.

(sport.sf.tv)


Sion siegt gegen GC und ist neu auf Platz 2 - Freitag, 23.09.2011

Ohne Gala, dafür mit Effizienz und einer unspektakulären Abgeklärtheit kam Sitten zu einem ungefährdeten 2:0-Heimsieg über GC.

Erstmals konnte Trainer Laurent Roussey, ohne eine einzige Absenz, auf seine eigentliche Wunschelf zurückgreifen. Vor der stärksten Abwehr der letzten Saison ein Abräumer wie Serey Die, ein kreatives Zentrum mit Obradovic und Feindouno und zuvorderst die unterschiedlichen, aber unberechenbaren Mrdja und Sio: Dieses Potenzial musste Auswirkungen haben. Hatte es, und das schon früh. Feindouno, der nach einer Verletzungspause sein Comeback gab, zirkelte einen Freistossball über die Mauer zum 1:0 (11.), es war keineswegs die erste gelungene Offensivaktion des Heimteams.

Das frühe Tor war indes für GC auch das Signal, höher zu stehen und mit viel Laufarbeit dem Gegner bereits in dessen Hälfte die Räume eng zu machen. Das funktionierte durchaus und die Zürcher kamen bis zur Pause auf einen ebenso grossen Anteil an Ballbesitz wie der Gegner – und lagen trotzdem mit 0:2 zurück. Weil Sitten ein hohes Mass an Effizienz an den Tag legte, auch das ein Indiz der Qualität. Mutsch hatte abgezogen, der Ball flog, von Menezes noch abgelenkt, am machtlosen GC-Keeper Bürki vorbei zum 2:0 ins Netz (42.). Zwischen beiden Toren hatte GC durchaus angedeutet, warum der Klub mittlerweile von einem Gross- zu einem Ausbildungsklub mutiert ist. Trainer Sforza lässt seine talentierten Spieler geschlossen nach vorne rücken, früh stören und schnell kombinieren. Was (zu oft) fehlte, war die letzte Geste, der zwingende Moment. Einmal wurde es trotzdem brenzlig: Hajrovic hatte nahe der Grundlinie Vanins bereits überwunden, Dingsdag rettete für diesen beim ersten Pfosten vor der Linie (36.). Auf der anderen Seite legte Mrdja auf für Vanczak, der den Ball über die Querlatte jagte (25.).

Seiner taktischen Überlegung entsprechend schaltete Roussey nach dem Wechsel früh (53.) auf Absicherung um und ersetzte Mrdja (der deshalb sichtlich unzufrieden war) durch Mittelfeldmann Rodrigo. Das machte insofern Sinn, als dass Feindouno und Obradovic jetzt noch mehr «Ausgang» nach vorne genossen. GC suchte verzweifelt seinen Ausweg vor der drohenden Niederlage. Um gefällig mitzuspielen, reichte das Gebotene allemal. Doch Sforzas Team verlor zusehends die Geduld, als es darum ging, zum letzten Pass anzusetzen oder mit dem nötigen Risiko eines Teams in Rücklage geschlossen nach vorne zu rücken und die «zweiten» Bälle abzuholen. Sitten konnte sich auf seine grösste Stärke verlassen: das schnelle Umschalten, der Ball in den freien Raum der Tiefe. Mit den Blitzideen eines Feindouno. Das eigene Tempo provozierte den nötigen Raum für Abschlussaktionen. Serey Die setzte den Ball nach einem Doppelpass mit Sio ins Aussennetz (78.), dann musste Vanins ausserhalb seines Strafraums gegen Zuber retten (79.). Die Partie blieb trotz einigen Abspielfehlern unterhaltsam. Der an diesem Abend glücklose Sio war schon durch, doch schob er den Ball nicht nur an Bürki, sondern auch am Pfosten vorbei.

Die Zürcher blieben bis zuletzt aufsässig und versuchten alles, Vanins lenkte nach Feltschers Geschoss den Ball mit den Fäusten zur Ecke (86.). Mit seinem Ballhalten verärgerte der Sieger zwar in den Schlussminuten einige Zuschauer, doch es war mithin ein unattraktives Mittel, um nicht mehr in Gefahr zu geraten. Unspektakulär kam Sitten somit zu drei Punkten. Ohne Europacup-Stress und mit der nötigen Konzentration auf die nationale Liga scheint diese Mannschaft mental bereit zu sein, hier ganz vorne mitzumischen. Personelle Varianten in der Breite sind dafür ausgelegt, wenn diesmal auch nur ansatzweise angedeutet. (Walliser Bote)


Sion zerrt UEFA-Spitze vor den "Kadi" - Donnerstag, 22.09.2011

Die UEFA hat im Fall Sion «dicke Post» aus Lausanne erhalten. Präsident Michel Platini und Generalsekretär Gianni Infantino müssen laut der Internetseite der Zeitung «Tribune de Genève» am 19. Oktober vor dem Waadtländer Staatsanwalt Eric Cottier zur Anhörung erscheinen.

«Wenn die UEFA-Spitze nicht auftaucht, wird sie die Polizei abholen», sagte der Sittener Pressechef Nicolas Pillet gegenüber der französischen Nachrichtenagentur AFP. Gemäss Medienberichten behält sich Staatsanwalt Cottier offenbar das Recht vor, UEFA-Boss Platini und seinen Generalsekretär Infantino nicht nur als Zeugen, sondern je nach Verlauf auch als Angeklagte zu befragen.

Die persönliche Vorladung erfolgte, weil Sions Präsident Christian Constantin gegen das Duo Strafanzeige eingereicht hatte. Platini und Infantino waren nicht auf den Entscheid des Waadtländer Kantonsgerichts eingegangen, wonach Sion für die Europa League superprovisorisch spielberechtigt wäre. Aus Sittener Sicht haben die Funktionäre Befehlsverweigerung begangen.

Unterdessen haben sich die 53 Verbände der UEFA einstimmig hinter den Entscheid gestellt, den FC Sion aus der Europa League auzuschliessen. Das unabhängige Sportjustizsystem sei für alle Beteiligten im Sport der beste Garant für Gerechtigkeit und Fairness, hiess es einstimmig aus dem Kreis der «Fussballfamilie».

Zudem wurden die FIFA und auch der Schweizerische Fussballverband aufgerufen, «dringend konkrete Massnahmen zu ergreifen, damit die Statuten und Reglemente der FIFA befolgt werden, wie dies die UEFA getan hat». (sf.tv)


Alle gegen Sion - ausser dem Gericht - Mittwoch, 21.09.2011

Die Uefa reagiert auf die Niederlage vor dem Waadtländer Kantonsgericht. Und kriegt Rückendeckung von allen 53 Nationalverbände.

Christian Constantin feiert am Mittwoch einen wichtigen Teilsieg im Kampf gegen die Uefa. Das Waadtländer Kantonsgericht bleibt eisern dabei: Sion soll in der Europa League spielen dürfen. Einen Antrag der Uefa, diesen Entscheid zu widerrufen, schmettern die Richter ab.

Wie reagiert die Uefa auf die juristische Pleite? Der europäische Fussballverband lässt verlauten: «Das unabhängige Sportjustizsystem ist für alle Beteiligten im Sport der beste Garant für Gerechtigkeit und Fairness.» Mit anderen Worten: Egal, was das Gericht entschieden hat, wir haben unsere eigenen Richter.

Um ihrer Aussage Gewicht zu verleihen, lässt sich die Uefa Rückendeckung von allen 53 Nationalverbänden geben. Und diese erhöhen auch gleich den Druck auf Fifa und SFV. Einstimmig verlangen sie, «dringend kontkrete Massnahmen zu ergreifen, damit die Statuten und Reglemente der Fifa befolgt werden». Und sie erklären, «dass jedes Mitglied der Fussballfamilie, das sich weigert, die Regeln eines Wettbewerbs anzuerkennen, nicht daran teilnehmen soll». (blick.ch)


Wieder ein Teilsieg für Sion - Dienstag, 20.09.2011

Die Uefa hat beim Kantonsgericht Waadt den Widerruf der superprovisorischen Massnahmen zugunsten des FC Sion verlangt. Und ist abgeblitzt!

Wieder ein Teilsieg des FC Sion auf dem Weg, der in der Wiedereingliederung in die Europa League enden soll – wenn es nach Präsident Christian Constantin geht. Die Uefa hat beim Kantonsgericht Waadt verlangt, dass dieses die Verfügung widerruft, nach welcher der FC Sion die Gruppenphase der Europa League spielen dürfe. Diese Verfügung hatte das Gericht am 13. September erlassen. Die Uefa weigerte sich, der Weisung Folge zu leisten. Das Gericht begründet die Abschmetterung des Begehrens der Uefa so: «Die Uefa hat keine Umstände vorbringen können, welche den Widerruf der Massnahmen rechtfertigen würden.»

Zur zweiten superprovisorischen Verfügung vom 16. September, wonach die Tabelle der Gruppe i der Europa League ohne Sion ungültig sei und die Resultate der ersten beiden Spiele nicht gewertet werden dürfen, hat sich die Uefa immer noch nicht geäussert.

Hingegen nahm SFV-Boss Peter Gilliéron Stellung zum Fall Sion – und schützte die Uefa und nicht das Mitglied des eigenen Verbandes: «Ich halte die Massnahme der Uefa für richtig. Es kann nicht sein, dass Verbandsregeln missachtet werden und eine Zulassung von Spielern bei einem Zivilgericht erstritten wird.» (blick.ch)

 


Sion trifft auf Stade Nyonnais - Montag, 19.09.2011

Der FC Sitten trifft in der nächsten Runde des Schweizer Cups auf Stade Nyonnais.

Die mutmasslich härtesten Brocken erhielten Thun und der FC Zürich zugeteilt. Die Auslosung in Bern ergab, dass Thun in St. Gallen antreten muss und der FCZ im Aarauer Brügglifeld zu Gast sein wird. Auch Titelverteidiger Sion (in Nyon, direkt vor dem Hauptquartier der UEFA), Xamax (in Kriens) und die Grasshoppers (in Chiasso) müssen einen Challenge-League-Klub eliminieren, um in die Achtelfinals vorzustossen.

Erneut in den Kanton Luzern muss der FC Basel reisen. Nach dem erfolgreichen Gastspiel im Seetal gegen den interregionalen Zweitligisten Eschenbach erhielt das Team von Thorsten Fink den Erstligisten Schötz aus dem Luzerner Hinterland zugelost. Wie der FCB treffen auch Meisterschaftsleader Luzern (Grand-Lancy) und Aufsteiger Servette (Yverdon) auf Mannschaften aus der dritthöchsten Liga. Die Young Boys spielen Mitte Oktober in Freienbach SZ auf dem oft benützten Trainingsgelände des Schweizer Nationalteams, Lausanne trifft in Schattdorf im Kanton Uri auf den letzten im Wettbewerb verbliebenen regionalen Zweitligisten.

Partien der 2. Hauptrunde im Schweizer Cup:

Stade Nyonnais (ChL) - Sion. St. Gallen (ChL) - Thun. Aarau (ChL) - Zürich. Kriens (ChL) - Neuchâtel Xamax. Chiasso (ChL) - Grasshoppers. Schötz (1.) - Basel. Grand-Lancy (1.) - Luzern. Yverdon (1.) - Servette. Freienbach (2.i.) - Young Boys. Schattdorf (2.) - Lausanne. Winterthur (ChL) - Brühl (ChL). Lugano (ChL) - Biel (ChL). Locarno (ChL) - Wil (ChL). Malley (1.) - Bellinzona (ChL). Cham (1.) - Wohlen (ChL). Breitenrain (1.) - Tuggen (1.). - Partien am 15./16. Oktober.


Souveräner Auftritt von Sion im Cup - Montag, 19.09.2011

Der FC Sitten hat die 1. Hauptrunde im Schweizer Cup selbst mit einer Reservemannschaft leicht überstanden. Nach einer guten halben Stunde hiess es in Colombier bereits 0:4.

Arno del Curto heizte dem interregionalen Zweitligisten FC Chur vor dem Spiel gegen Neuenburg Xamax richtiggehend ein. Der HC-Davos-Meistertrainer wurde von den Bündnern in die Spielerkabine eingeladen. Das Resultat dieses Motivationstricks: Chur verpasste in den letzten Minuten den Ausgleich nur ganz knapp.

Ein derartiger Einpeitscher hätte dem FC Colombier gegen Sitten wohl auch nichts genützt. Die Walliser waren dem Zweitligisten auch ohne etliche Stammspieler zu überlegen. Trainer Laurent Roussey liess Serey Die, Mutsch und Dingsdag zu Hause wie den gesperrten Obradovic. Zudem liess der Franzose Spieler wie Sio und Vanins auf der Bank. Das klare Ergebnis nach der ersten Halbzeit ermöglichte Sitten auch, Bühler und Vanczak frühzeitig auszuwechseln.

Deshalb bekamen Crettenand, Yoda, Gabri, Ketkeophomphone und Glarner Spielpraxis. Crettenand nutzte sie in zweifacher Hinsicht. In der 16. Minute holte er einen Elfmeter heraus. Diesen verwandelte Mrdja zum 1:0. Und in der 24. Minute legte Crettenand nach und erzielte das 2:0. Die beiden folgenden Treffer fielen auf Eckbälle. Wen wunderts, dass auch «Kopfball-Ungeheuer» Vanczak dabei ein Tor gelang.

Roussey: «Es ging mir um zwei Sachen. Die Qualifikation und die Erholungszeit diverser Stammspieler. Wir brauchen die Energie für andere wichtige Aufgaben.» Das typische Cupspiel in Colombier hatte trotz Regen Festcharakter. Teilweise organisierten sich die einheimischen Fans auf nahe gelegenen Dächern. Sie konzentrierten sich aber mehrheitlich aufs Essen und Trinken statt auf die Unterstützung des eigenen Teams. (Walliser Bote)


Unglaubliche Wende im Fall Sion - Freitag, 16.09.2011

Neue Wende im Fall Sion. Das Waadtländer Kantonsgericht untersagt der Uefa die Wertung der beiden am Donnerstag ausgetragenen Spiele.

Nun macht das Gericht Druck! Weil sich die Uefa weigert, Sion in die Gruppenphase zu integrieren, zünden die Richter in Lausanne die nächste Stufe. Die beiden Spiele zwischen Atletico Madrid und Celtic Glasgow (2:0) sowie zwischen Udinese und Rennes (2:1) seien als nicht ausgetragen zu betrachten und die Tabelle nach Spieltag eins sei zu stornieren!

Das Zeichen des Gerichts ist klar: Ohne FC Sion wird es in der Gruppe I der Europa League keine gültige Tabelle geben. Das hätte – sollte die Uefa weiterhin die Order des Gerichts schnöde in den Wind schlagen – zur Folge, dass die Spiele der beiden Sechzehntel-Finalisten nur unter Vorbehalt ausgetragen werden könnten.

Sollte sich jemand aus der Gruppe i für die Achtelfinals qualifizieren, könnte der Ausgeschiedene gegen die Wertung der Spiele protestieren.

Sion-Anwalt Alexandre Zen-Ruffinen: «Das ist nur der Anfang. Sollte die Uefa sich weiterhin weigern uns zu integrieren, werden wir versuchen, die Austragung weiterer Spiele in der Gruppe I gerichtlich zu verhindern.» (blick.ch) 


Interview mit Sportrechtsexperte Marco Del Fabro - Mittwoch, 14.09.2011

Sportrechtsexperte Marco Del Fabro kann sich nur schwer vorstellen, dass sich die Uefa über den Entscheid des kantonalen Gerichtes hinwegsetzen wird.

Die Rekurskommission der Uefa ist dem Verdikt des Waadtländer Kantonsgerichtes nicht gefolgt. Dieses hatte die Uefa angewiesen, Sion mit einer superprovisorischen Verfügung an der Europa-League-Gruppenphase teilnehmen zu lassen. Was kann der FC Sion jetzt unternehmen?

Marco Del Fabro: Der FC Sion wird die Uefa zunächst auf die superprovisorische Anordnung des Kantonsgerichtes und insbesondere auf die Rechtsfolgen einer Nichtbeachtung der gerichtlichen Anordnung hinweisen.

Womit muss die Uefa denn rechnen, wenn sie sich nicht an die Anordnung des Kantonsgerichtes hält?

Die Uefa muss in diesem Fall mit einer Ordnungsbusse bis zu 5000 Franken oder bis zu 1000 Franken für jeden Tag der Nichterfüllung rechnen. Weiter müssten die Verantwortlichen der Uefa damit rechnen, dass sie wegen Ungehorsams gegen eine amtliche Verfügung strafrechtlich zur Rechenschaft gezogen werden. Das Strafgesetzbuch droht Busse hierfür an.

Wie schätzen Sie die Haltung der Uefa ein, sich über die Anordnung des Kantonsgerichtes Waadt hinwegzusetzen?

Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass die Uefa sich letzten Endes über den Entscheid des kantonalen Gerichtes hinwegsetzen wird. Aus meiner Sicht hat die Uefa-Berufungsinstanz allein über die angefochtene Sanktionierung entschieden. Die Verfahren laufen quasi parallel, wobei die staatliche Anordnung den Uefa-Entscheid überlagert und diesem vorgeht. Sollte sich die Uefa-Spitze indessen über den Entscheid des Kantonsgerichtes hinwegsetzen wollen, wäre das eine Ungeheuerlichkeit.

Das ist krass formuliert.

Auch andere Weltkonzerne müssen sich den Entscheiden der staatlichen Gerichte unterziehen. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass die Uefa vom Kantonsgericht noch nicht angehört worden ist – das ist die Eigenart einer superprovisorischen Anordnung – und dass sie den Entscheid falsch findet. Mit einem Ignorieren der gerichtlichen Anordnung könnte die Uefa eine Lawine lostreten, die sie möglicherweise nicht mehr aufhalten kann. Ich könnte ein solches Vorgehen schlicht nicht nachvollziehen. Constantin wartet doch nur darauf, dass man ihm neue «juristische Spielfelder» eröffnet. Schade ist, dass dabei der Sport auf der Strecke bleibt.

Wäre es denkbar gewesen, dass die Uefa sowohl Celtic Glasgow als auch den FC Sion zur Teilnahme an der Europa-League-Gruppenphase berechtigt hätte? Eine Fünfergruppe mit Udinese, Rennes, Atlético Madrid, Celtic und Sion hätte die Uefa vor grösserem Schaden bewahren können.

Das wäre wohl theoretisch denkbar gewesen. Die Uefa hätte sich so aber andere oder weitere Probleme aufgeladen. Die Lösung verstösst gegen das entsprechende Wettbewerbsreglement. In einer Fünfergruppe sind die Chancen einer Qualifikation für die nächste Runde geringer. Es wären in der Fünfergruppe wohl mehr oder dann weniger Spiele auszutragen. In den Vierergruppen – oder bei weniger Spielen in der Fünfergruppe – könnten die Klubs argumentieren, einzelne Teams seien wegen des zusätzlichen Heimspiels finanziell bessergestellt. Die Fernsehrechte wären ein weiteres Thema. Um sicherzugehen, bedürfte es wohl der Zustimmung sämtlicher teilnehmender Klubs und einiger Verhandlungen mit Partnern. (Berner Zeitung)


Christian Constantin schaltet Bundesrat ein - Mittwoch, 14.09.2011

Christian Constantin lässt nichts unversucht. Im Kampf gegen die Uefa schaltet er jetzt den Bundesrat ein.

Die Ideen gehen Sion-Boss Christian Constantin so schnell nicht aus. Im Kampf gegen die Uefa fordert der Walliser jetzt den Bundesrat in einem Brief dazu auf, gegen Fifa und Uefa vorzugehen. Im Schreiben an Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf fordert er die Aufhebung der Steuerbegünstigung für die mächtigen Fussballverbände.

Wie bereits nach dem Urteil am Dienstag angekündigt, reichte Constantin Strafanzeige gegen die Uefa-Funktionäre ein. Präsident Platini, Generalsekretär Infantino und den vier im Urteil der Uefa namentlich erwähnten Funktionären wirft Constantin die Missachtung der Verfügung eines schweizer Zivilgerichts vor. Das Waadtländer Kantonsgericht hatte per superprovisorische Verfügung die Teilnahme des FC Sion an den Gruppenspielen der Europa League verlangt. Ob der FC Sion den Fall nach dem negativen Entscheid der UEFA-Rekurskommission vor das CAS in Lausanne weiterzieht, ist noch nicht klar. «Erst müssen wir die Urteilsbegründung abwarten. Sie sollte uns am Freitag zugestellt werden», so Constantin.

Ebenfalls noch nicht klar ist, ob und wann Constantin eine Schadenersatzklage gegen die UEFA erheben wird. Noch ist der Architekt aus Martigny mit seinen Anwälten diesbezüglich nicht tätig geworden. Aber Constantin sagte schmunzelnd: «Wenn das Fest zu Ende ist, muss jemand das Orchester bezahlen...»

Das Waadtländer Kantonsgericht hat auf den 27. September alle Parteien zu einer Anhörung eingeladen. Danach könnten die Richter aus der superprovisorischen Verfügung (nach Anhörung nur einer einzigen Partei) eine provisorische Verfügung machen. Diese Verfügung soll dann bis zum endgültigen Urteil auch für die UEFA verbindlich sein. Constantin: «Wir gehen davon aus, dass wir am 29. September das Heimspiel gegen Udinese bestreiten.» (blick.ch)


UEFA weist Veto des FC Sion zurück - Dienstag, 13.09.2011

Die Rekurskommission der Uefa folgt dem Urteil des Waadtländer Kantonsgerichts nicht. Der FC Sion darf nicht an der Europa League teilnehmen. Constantin schlägt bereits zurück.

Jetzt ist es amtlich: Die Gruppenphase der Europa League findet definitiv ohne den FC Sion statt. Statt der Walliser spielt der schottische Vertreter Celtic Glasgow in der Gruppe I. Damit folgt die Rekurskommission der Uefa, bestehend aus dem Bulgaren Ivkov, dem Holländer Maessen und dem Briten Bright, nicht dem Verdikt des Waadtländer Kantonsgerichts.

Dieses hatte am Vormittag die Uefa angewiesen, den Schweizer Cupsieger wieder zu integrieren, und per superprovisorische Verfügung die Teilnahme des FC Sion verlangt. Wenige Minuten nach dem Urteil äussert sich ein erzürnter Sion-Boss Christian Constantin auf «lematin.ch». Er setzt Uefa-Präsident Michel Platini ein Ultimatum. «Ich gebe Platini eine Stunde Zeit, um die Entscheidung des Kantonsgerichts umzusetzen. Ansonsten werden wir eine Strafanzeige einreichen. Das Verdikt des Gerichts von heute morgen muss ausgeführt werden», sagt CC.

Das vorläufige Ende des juristischen Hickhacks ist also in weiter Ferne. Sion hat nun laut Uefa zehn Tage Zeit, um das Urteil an das Internationale Sportgericht CAS in Lausanne weiterzuziehen. Der Europa League droht damit das totale Chaos. Bis das CAS einen allfälligen Sion-Rekurs behandelt, werden die ersten EL-Spiele bereits gespielt sein.

Die Playoff-Spiele (3:1, 0:0) bestritt Celtic Glasgow nur unter Protest. Nach der Strafverifizierung der beiden Partien klagte Constantin zunächst vor dem Walliser Kantonsgericht in Martigny, das die Klage mit dem Hinweis abschmetterte, man sei dafür nicht zuständig. So zog Constantin die Klage vor das Waadtländer Kantonsgericht, das kurz vor Beginn der Uefa-Anhörung die nachträgliche Disqualifikation der Sion-Neuzugänge und die Forfaitentscheide gegen die Walliser als nicht rechtens erachtete.

Ein schaler Beigeschmack bleibt: «Die Uefa hat uns die Bälle für die Europa League geschickt», bestätigte Sion-Sportchef Marco Degennaro am Dienstag noch im Blick. (blick.ch)

 


Sion gewinnt in Thun - Sonntag, 11.09.2011

Stürmer Giovanni Sio mit einem Doppelpack und Mario Mutsch haben den FC Sion zum 3:0-Sieg beim FC Thun geschossen. Die Walliser rückten damit in der Tabelle auf den 3. Rang vor.

Der FC Sion, der in den meisterschaftsfreien letzten beiden Wochen wieder einmal diverse Gerichte beschäftigt hatte, sorgte in der 8. SL-Runde auch auf dem Rasen wieder für Schlagzeilen. Das Team von Coach Laurent Roussey siegte im Verfolger-Duell beim FC Thun mit 3:0 und schloss damit punktemässig zu den Berner Oberländern auf, die nun zweimal in Serie verloren haben. Thun und Sion bilden nun vier Punkte hinter Leader Luzern das Verfolgerduo – vor der prominenten Konkurrenz aus Basel, Zürich und Bern.

Vor 5822 Zuschauern im neuen Thuner Stadion entwickelte sich von Beginn weg eine gefällige Partie. Vorab die Berner Oberländer, erstmals ohne den nach Basel abgewanderten Stephan Andrist angetreten, zeigten sich offensiv und drückten auf den Führungstreffer. Eine erste grosse Chance wurde von Mauro Lustrinelli und Saif Ghezal jedoch nach 10 Minuten knapp verpasst. Auf der Gegenseite war es dann Giovanni Sio, der in der 13. Minute der Thuner Abwehr auf der rechten Seite entwischte und mit einem satten Schuss in die weite Ecke traf. Die Thuner verstärkten darauf ihre Angriffsbemühungen weiter, wurden aber kurz vor der Pause ein zweites Mal kalt erwischt. Erneut war es der Franzose Sio, der traf. Diesmal mit einer schönen Direktabnahme. Kurz zuvor hatte Roland Bättig alleine vor dem glänzend reagierenden Andris Vanins den Ausgleich verpasst.

Der Charakter des Spiels änderte sich auch in der zweiten Halbzeit nicht. Thun bestimmte das Spiel und kam zu einigen Chancen, die allerdings von Christian Schneuwly oder Lustrinelli fahrlässig versiebt wurden. Sion stand ansonsten aber kompakt und liess nichts mehr anbrennen. Bei einem Schuss von Goran Obradovic nach 50 Minuten ans Lattendreieck hätte gar das 0:3 fallen können. Der dritte Sion-Treffer fiel dann doch noch, der eingewechselte Mario Mutsch traf in der Nachspielzeit.

Die drei Punkte gingen somit am Ende an die clevereren Walliser. Allerdings vermutlich wieder einmal mit dem Zusatz «ohne Gewähr»: Denn mit Verteidiger José Gonçalves stand einer der 6 Akteure mit fraglicher Spielberechtigung in der Startformation. Später kam auch noch Mutsch. Falls Thun also will, wird es eine weitere Akte Sion geben. (sf.tv)
 


"Ein Theater, das mich wütend macht" - Sonntag, 11.09.2011

Im Interview mit der «SonntagsZeitung» redet Sion-Captain Goran Obradovic über die Uefa, den Ausschluss aus der Europa League und Präsident Christian Constantin.

Die Uefa hat den FC Sion aus der Europa League ausgeschlossen. Seither kämpft Präsident Christian Constantin mit allen Mitteln gegen diese Sanktion, weil er am nächsten Donnerstag gegen Atletico Madrid antreten will. Die Zeit wird allerdings knapp, da das Walliser Kantonsgericht ihn abblitzen liess. Doch der Sion-Präsident gibt nicht auf: Er hat bei der Uefa Einspruch gegen den Ausschluss aus der Europa League eingelegt. Dazu Sion-Captain Goran Obradovic in der «SonntagsZeitung»: «Das Team hat getan, was es tun konnte. Jetzt ist es machtlos und kann nicht einfach vergessen, was sich neben dem Platz alles tut. Wir verdienen die Qualifikation für die Europa League sportlich, aber dann entscheidet die Uefa: Nein, Sion darf doch nicht. Was soll das?»

Der 35-jährige Serbe erklärt hätte, was er erwartet hätte: «Die Ufea schliesst uns aus, weil unsere Neuen angeblich nicht spielberechtigt waren. Wenn der Verband das behauptet, frage ich mich: Wusste er das nicht vorher? Und hätten wir nicht das Recht gehabt, von der Uefa vor dem ersten Playoff-Spiel gewarnt zu werden, dass es besser wäre, die neuen Spieler nicht einzusetzen? Wir wären niemals so verrückt gewesen und hätten das ignoriert!».Der Captain ergänzt: «Sonst hätte uns in Basel auch egal sein können, dass es eine Viertelstunde vor dem Anpfiff hiess: Die Neuen sind nicht spielberechtigt. Das ist doch ein Zirkus! Und ein Theater, das mich wütend macht. Das muss aufhören.»

So glaubt der Sion-Captain auch, dass die Uefa hoffte, dass sich die Probleme mit einer Niederlage von Sion gegen Celtic von alleine lösen würde. «Dann hätte sie sich nicht mit dem Protest von Celtic befassen müssen.» Wer denn nun im Recht ist, mag der Serbe indes nicht beantworten. «Ich bin weder Anwalt noch Richter, ich kann das nicht beurteilen und schlage mich darum nicht auf eine Seite.» Auf die Frage, ob er sich betrogen fühle, antwortet Obradovic in der «Sonntagszeitung»: «Als Spieler muss ich sagen: Ja, was die Europa League anbetrifft, fühle ich mich um meinen Lohn gebracht.»

Für Christian Consantin hat der Captain lobende Worte parat: «Er steht für seinen Klub mit aller Macht ein. Wenn er denkt, dass er recht hat, geht er bis ans Ende. Er hat vor niemandem Angst, vor keinen Funktionären, vor keinem Verband, egal, wie mächtig er auch ist. Am Anfang war es nicht immer einfach. Aber mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt. Er will erfolgreich sein, immer.» Wird Obradovic, der seit 2005 beim FC Sitten spielt, auch weiterhin im Wallis spielen? «Der FC Sion bedeutet mir sehr viel, mit ihm habe ich die schönsten Momente als Spieler erlebt. Für die Fans bin ich fast ein Einheimischer. Vor vier Jähren hätte ich zu Xamax wechseln können. Aber es ist unheimlich schwierig, aus Sitten wegzuziehen.»

Nun hofft der Serbe, dass Consantin seinen Kampf gegen die Uefa gewinnen wird und der FC Sitten in der Europa League starten kann. Denn für die Spieler ist die Situation eine Belastung, wie er im Interview zugibt. «Sei beeinträchtigt schon unsere Stärke. Irgendwo sind ständig Bedenken präsent: Verlieren wir in der Super League Punkte gegen die Mannschaften, die gegen uns Protest einlegten? Wie geht es weiter? Das ist unangenehm und belastet zweifellos. Dabei hätten wir doch ein starkes Kader.» Und dieses ist seiner Meinung nach stark genug, um in den Titelkampf einzugreifen. «Diese Saison habe ich das Gefühl, dass wir besser, seriöser, professioneller geworden sind. Ich spüre in allen Bereichen die Energie, dass wir etwas Grosses erreichen können. Das macht Mut.» (1815.ch)


Vanczak Fussballer des Monats! - Dienstag, 06.09.2011

Es war eine ganz enge Kiste. Am Ende hatte Sions Ungar Vilmos Vanczak (28) die Nase hauchdünn vorn vor Thuns Christian Schneuwly und Sally Sarr vom FCL. Innocent Emeghara (GC) wurde Vierter, Servettes Matias Vitkieviez Fünfter.

BLICK erreichte den ungarischen Nationalspieler am Handy: «Das ist eine grosse Ehre für mich», sagt das Kopfball-Ungeheuer. «Aber klar: Als Verteidiger in einem Monat vier Tore zu machen, ist sicher nicht wenig.» Vanczak spielt heute mit seiner Nati in Moldawien. Beim 2:1-Sieg gegen Schweden war er wegen einer Gelbsperre nicht dabei. Heute rückt der Stammverteidiger wieder ins Team. Die Ungarn haben nach dem Sieg gegen Schweden wieder alle Chancen auf Platz zwei. «Die wollen wir unbedingt nutzen», sagt Vanczak. Es winkt die erste Endrunden-Teilnahme seit 26 Jahren für das Fussballland mit ruhmreicher Vergangenheit!

Deshalb gehören Vanczaks Gedanken derzeit seinem Heimatland und nicht dem Europa-League-Rausschmiss durch die Uefa. «Wir haben volles Vertrauen in unseren Präsidenten, dass er auch dieses Problem löst», sagt der Verteidiger. «Sportlich haben wir uns qualifiziert. Wir hätten es verdient, gegen Atletico Madrid, Rennes und Udinese zu spielen.»

Vanczak hat mit seinem Sieg der Juniorenabteilung des FC Sion einen Scheck über 2000 Franken gesichert.  (Blick)


Sion-Urteil löst Verwunderung aus - Dienstag, 06.09.2011

Am Freitag wurde der FC Sion von der Uefa zugunsten von Celtic Glasgow aus der Europa League ausgeschlossen, gestern Montag erhielten die Walliser vom europäischen Verband die zwölfseitige Begründung.

Nach Auskunft von Klubanwalt Alexandre Zen-Ruffinen fällte die Uefa den Entscheid aufgrund zweier Punkte: Erstens gelte für Sion eine Transfersperre, die der Verein nicht eingehalten habe. Zweitens seien die von der Sperre betroffenen Spieler an ein Zivilgericht gelangt, um ihre Lizenzierung zu erlangen, damit hätten sie einen Regelverstoss begangen.

Die Uefa kommentierte den Entscheid nicht offiziell. Aufgrund der durch Sion bekannt gegebenen Fakten spricht der Winterthurer Sportrechtsexperte Marco Del Fabro von einem «fadenscheinigen Urteil». Er kann mit dem ersten Teil der Begründung wenig anfangen. Den zweiten hält er für falsch, weil die Statuten der Fifa das Anrufen eines ordentlichen Gerichts erlaubten, um superprovisorische Massnahmen zu erwirken, wie das die Sion-Spieler getan haben. Das sieht Zen-Ruffinen nicht anders. Daneben wundert er sich wie Del Fabro darüber, dass die Uefa ein Urteil gefällt hat, ohne den Abschluss des laufenden Verfahrens beim internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne abzuwarten.

Der FC Sion wird gegen den Entscheid der Uefa rekurrieren und nächste zivilrechtliche Massnahmen einleiten, über die genauen Pläne gibt Zen-Ruffinen aus taktischen Gründen allerdings keine Auskunft. Wahrscheinlich ist, dass Sion versucht, mit einer weiteren superprovisorischen Verfügung das Europa-League-Gruppenspiel zwischen Atletico Madrid und Celtic zu verhindern. Del Fabro glaubt, dass die Chancen für den Klub nicht schlecht stehen. (Tagesanzeiger)


Interview mit Christian Constantin - Sonntag, 04.09.2011

Warum wollen Sie die Sanktion der Uefa nicht akzeptieren?

Wieso sollte ich diese Ungerechtigkeit einfach hinnehmen? Nein, nein, nein, ich kämpfe dagegen.

Wie?

Mit allen verfügbaren Mitteln. Wir können verschiedene zivile Gerichte anrufen, im Kanton Wallis, dem Sitz der Olympique des Alpes SA (FC Sion), im Waadtland, dem Sitz der Uefa. Und dann werden wir sehen, ob wir es so fertig bringen, uns gegen eine Pseudo-Gerechtigkeit der Uefa erfolgreich zu wehren und diesen Leuten die Realität aufzuzeigen. Dem System von Uefa und Fifa beuge ich mich ganz bestimmt nicht.

Hat Sie die Sanktion der Uefa nicht überrascht?

Nein. Bei der Auslosung der Europa-League-Gruppen in Monaco wurden erste Andeutungen gemacht. Es war alles abgekartet. Die Disziplinarkommission beginnt ihre Sitzung um 17 Uhr. Und weniger als eine Stunde später ist ihr Urteil bereits verkündet. Ist das seriös? Kann man diesen Fall in so kurzer Zeit abhandeln? Unmöglich! Ausserdem stand auf der Website von Celtic Glasgow bereits um 16.56 Uhr, dass wir ausgeschlossen werden.

Am Ursprung der Geschichte stehen aber allein Sie. 2008 stifteten Sie den ägyptischen Goalie Essam El Hadary zu Vertragsbruch mit al-Ahli an.

Moment! Das war kein Fehler!

Sondern?

Die Verantwortlichen von al-Ahli versprachen El Hadary damals, den Klub verlassen zu dürfen – bis sie die wütenden Proteste der Fans zu spüren und Angst bekamen. Deswegen drehten sie alles um und behaupteten, dass El Hadary unbedingt gehen wollte.

Sie würden El Hadary also wieder verpflichten.

Ich wüsste nicht, warum ich das nicht wieder tun sollte.

Der Transfer hatte chaotische Folgen. Haben Sie noch den Überblick, wer gegen wen und wo klagt?

Natürlich.

Und für Sie ist sicher auch klar: Sie haben recht.

Das Dossier spricht keine andere Sprache. Wir wurden von der Uefa zu Unrecht ausgeschlossen.

Kennen Sie den Grund schon?

Wir erhalten die schriftliche Begründung erst Anfang Woche. Aber ich kann mir gut vorstellen, was darin stehen wird. Es wird sicher geltend gemacht, dass es unseren neuen Spielern nicht erlaubt war, ihre Qualifikation über ein Zivilgericht zu erwirken. Aber es ist doch eine Tatsache, dass alle Spieler, die in den Playoff-Spielen gegen Celtic Glasgow eingesetzt wurden, lizenziert waren.

Sie klagen auch gegen Uefa-Generalsekretär Gianni Infantino und seinen Fifa-Kollegen Jérôme Valcke. Warum?

Weil sie dem Schweizer Verband gemeinsam einen Brief geschrieben und darin Sanktionen gegen Klubs und die Nationalmannschaft angedroht haben, falls die Transfersperre gegen Sion nicht durchgesetzt werde. Das ist nichts anderes als Nötigung.

Sie erlitten aber eine Niederlage. Auf die Klage wurde nicht eingegangen.

Dagegen rekurriere ich. Und wenn sich herausstellt, dass Michel Platini (Uefa-Präsident) und Sepp Blatter (Fifa-Präsident) ihre Generalsekretäre zu diesem Schreiben ermuntert haben, werde ich auch gegen sie vorgehen. Aber zuerst muss ich schauen, dass wir den Platz in der Europa League zurückbekommen.

Wer spielt am 15. September in Madrid gegen Atletico: Celtic? Oder doch Sion?

Sion. Wir tun alles dafür.

Wie viele Anwälte beschäftigen Sie mit diesem Fall?

Acht.

Das kostet eine Menge Geld.

Natürlich. Aber ich führe ein Unternehmen mit einem Budget von jährlich rund 20 Millionen Franken. Ich will vorwärtskommen und den Klub besser machen. Wenn ich das aber nicht kann, wenn ich keine Transfers machen darf aus für mich unerfindlichen Gründen, setze ich mich für mein Recht ein. Und die Anwälte tun das genauso.

Macht der dauernde Kampf mit mächtigen Verbänden Spass?

Ich mache das mit Leidenschaft und Vergnügen, weil es um das Recht geht, das dem FC Sion zusteht. Und ich habe die Energie, um bis ans Ende zu gehen. (Sonntagszeitung)


CC kämpft weiter - Samstag, 03.09.2011

Der FC Sitten hat gestern eine empfindliche Niederlage einstecken müssen. Nicht auf dem Platz, sondern am grünen Tisch. Doch Präsident Christian Constantin gibt nicht auf.

Es sieht schlecht aus für den FC Sitten, was die Fortsetzung der europäischen Saison anbetrifft. Die Disziplinarkommission der UEFA hat gestern ent- schieden, die Playoff-Partien gegen Celtic Glasgow (die Walliser hatten sich mit einem 0:0 auswärts und einem 3:1-Sieg zu Hause durchgesetzt) mit Forfait-Niederlagen zu werten. Mit dieser Sanktion hatte man auf- grund der «Signale» der letzten Tage rechnen müssen. Trotzdem zeigte man sich beim FC Sitten überrascht.

Wofür ist der FC Sitten bestraft worden? Zumindest im Moment ist unklar, wofür der FC Sitten überhaupt bestraft worden ist. Der FC Sitten bekam lediglich eine vierzeilige Mitteilung zugesandt, in welcher die Fakten aufgelistet waren. Eine genauere Urteilsbegründung wird erst am Montag folgen. Daraus wird dann auch hervorgehen, ob die Sittener wegen der Missachtung der von der FIFA ausgesprochenen Transfersperre sanktioniert worden sind – wovon Sittens Präsident Christian Constantin ausgeht – oder weil die betroffenen Neuzugänge vor einem Zivilgericht aktiv wurden. Beim FC Sitten war man ob der Entscheidung natürlich enttäuscht. «Wir haben so gut wie keine Informationen von der UEFA. Wir durften uns im Vorfeld nicht äussern. Das Urteil stand schon fest, bevor sich die Richter trafen», behauptet Constantin. «Bereits um 16.45 Uhr wusste Celtic Glasgow, dass es in der Europa League steht, während wir erst um 17.40 Uhr informiert wurden.»

Noch ist allerdings nicht alles verloren für den FC Sitten. Nach der Urteilsbegründung haben die Walliser drei Tage Zeit, um bei der zuständigen UEFA-Kommission Rekurs einzulegen. Constantin wird diese Möglichkeit natürlich nutzen, macht sich aber diesbezüglich keine allzu grossen Hoffnungen. «Selbst wenn wir recht bekommen würden, nützt uns das nichts. Das Verfahren dauert zu lange. Bis dann läuft die Gruppenphase schon.» Am 15. September steht die erste Partie auf dem Programm, dann muss feststehen, wer spielt: Celtic Glasgow oder dann doch der FC Sitten?

Der (erneute) Gang vors zivile Gericht Aus der Zeitnot heraus wird Christian Constantin deshalb wiederum an ein ziviles Gericht gehen, und da ist er wesentlich optimistischer, was die Chancen betrifft, und er beweist wieder einmal, was für ein gerissener Taktiker er ist. «Die UEFA hat so lange mit ihrem Urteil ge- wartet, um uns in Zeitnot zu bringen. Doch das wendet sich nun gegen sie. Denn jetzt sind alle Voraussetzungen für eine superprovisorische Verfügung gegeben.» Er werde deshalb sowohl im Wallis als auch im Waadtland eine superprovisorische Verfügung anstreben. Die Vorbereitungen für den Gang vor ein ziviles Gericht wurden bereits diese Woche getroffen. Geht die Rechnung auf, wird das Gericht die UEFA zwingen, den Super-League-Verein für die Europa League zuzulassen. «Das Spiel geht weiter», meinte Constantin gelassen. «Ich bin sicher, dass wir am Ende recht bekommen werden.» (Walliser Bote)

SF-Bericht "Sport aktuell"


Effizientes Servette gewinnt gegen Sion - Sonntag, 28.08.2011

Aufsteiger Servette ist beim FC Sion zu einem 4:0-Erfolg gekommen. Die Genfer legten den Grundstein zum klaren Erfolg mit einer optimalen Chancenauswertung vor der Pause.

Das klare Verdikt im ersten Duell zwischen diesen beiden Mannschaften seit April 2002 in der obersten Liga täuscht über die Kräfteverhältnisse im Tourbillon hinweg. Sion hatte 3 Tage nach dem Sieg gegen Celtic Glasgow in der Europa League mehr vom Spiel, war Servette aber im entscheidenden Punkt klar unterlegen: in der Chancenauswertung.

Sion sündigte im Abschluss

Während die Gäste vor der Pause aus 3 Möglichkeiten ebenso viele Tore erzielten, fehlte es den Sittenern an Effizienz: Giovanni Sio scheiterte nach einer halben Stunde alleine an Servette-Goalie David Gonzales. In den Minuten nach der Pause vergeigten die Walliser die Chancen gleich reihenweise. Glück hatten die Genfer nach 21 Minuten gehabt, als Schiedsrichter Adrien Jaccottet eine Intervention an Mario Mutsch im Strafraum nicht als Penalty taxierte.

Servette: In 7 Spielen 16 Tore erzielt

Servette - das gegen Sion im Gegensatz zu Luzern, Lausanne und Celtic nicht unter Protest spielte - machte im Tourbillon in den ersten 65 Minuten aus 5 Chancen 4 Treffer. Das Team von João Alves hat damit nach 7 Runden schon 16 Tore erzielt und stellt den besten Angriff der Liga.

Für einmal hielt auch die Hintermannschaft dicht. Dies vor allem dank dem souveränen Gonzalez zwischen den Pfosten und dem Unvermögen des Heimteams.

Doppeltorschütze Vitkieviez

Nach 24 Minuten war die emotionsgeladene Partie bereits entschieden gewesen. Verteidiger Christopher Routis (8.) nach einem Pfostenschuss von Vincent Ruefli, Matias Vitkieviez mit dem Kopf (20.) und Ishmael Yartey nach einem Abwehrschnitzer von Serey Die waren für Servettes 3:0-Führung verantwortlich gewesen. In der 65. Minute avancierte Vitkieviez noch zum Doppeltorschützen.

M'Futi verschiesst Penalty

Die Genfer leisteten sich in den Schlussminuten gar noch den Luxus, einen Elfmeter zu verschiessen. Der eingewechselte Mobulu M'Futi scheiterte mit seinem schwachen Schuss an Sion-Goalie Andris Vanins.

Servette grüsst nun mit 11 Zählern vom 3. Platz. Der FC Sion nimmt punktgleich die Position 4 ein.

(sport.sf.tv)


Der FC Sion lobt Fair-Play Verhalten von Servette - Freitag, 26.08.2011

Am Sonntag um 16h00 spielt der FC Sion gegen Servette. Die Genfer haben heute per Pressemitteilung angekündigt, dass sie nicht unter Protest spielen werden. Der FC Sion lobt diese Entscheidung und die Sportlichkeit des Gastes.

Die Walliser freuen sich auf das Derby mit einem vollen Haus. Die Tickets sind immer noch an allen Verkaufsstellen von Ticketcorner erhältlich oder direkt im Stadion ab 14h30. (fc-sion.ch)


Hammergruppe für den FC Sion - Freitag, 26.08.2011

Gruppe I: Atlético Madrid, Udinese Calcio, Stade Rennes, Sion

Dem FC Sion wurden heute in Monaco die Gegner für die Europa-League-Gruppenphase zugelost. Viel attraktiver und schwerer hätte es nicht kommen können.

Atlético Madrid, Udinese und Rennes heissen die Gegner. Gegen Atlético, neu mit Superknipser Falcao, spielte Sion in der Saison 1984/85. Damals setzten sich die Walliser in der ersten Uefa-Cup-Runde im Hin- und Rückspiel durch. Neben Falcao geht auch Diego Forlan weiterhin für die Madrilenen auf Torjagd.

Gegen Rennes und Udinese spielte Sion noch nie. Bei den Italienern steht Almen Abdi im Kader. Ebenfalls bestens bekannt ist Torhüter Handanovic, der mit Slowenien an der WM 2010 war. Bei Rennes ist aktuell Kader Mangane Captain. Der Senegalese spielte in der Schweiz zwischen 2001 und 2007 für Xamax und YB. Star der Bretonen ist Frankreichs 21-jähriger Nationalspieler Yann M'Vila.

Sions Teilnahme an der Europa League ist weiterhin nicht gesichert. Die Walliser könnten von der Uefa noch ausgeschlossen werden, da Celtic Glasgow nur unter Protest antrat. Die Ziehung des Schweizer Vertreters erfolgte deshalb unter Vorbehalt.

Die Gruppenphase beginnt am 15. September. Die ersten zwei Teams erreichen die 1/16-Finals. (20min.ch)

 Spielplan Gruppenphase


Auslosung & Spieldaten Europa League - Freitag, 26.08.2011

Die 4 Gruppentöpfe 

Pot 1                          coef.              Pot 2                          coef. 
------------------------ --- ----------------     ------------------------ --- ---------------- 
Tottenham Hotspur *4     Eng  78.157              Fulham FC *              Eng  40.157 
PSV Eindhoven *4         Ned  74.025              Besiktas *4              Tur  37.010 
Atlético Madrid *3       Esp  70.465              Hapoel Tel-Aviv *3       Isr  36.400 
Sporting CP Lisbon *4    Por  68.319              Metalist Kharkiv *4      Ukr  34.276 
Sporting Braga *4        Por  62.319              Standard Liège @3        Bel  32.400 
Schalke 04 *4            Ger  61.887              Rubin Kazan @4           Rus  31.941 
Dinamo Kiev @3           Ukr  60.776              Club Brugge *3           Bel  31.400 
Paris Saint-Germain *4   Fra  51.735              AEK Athens *4            Gre  30.833 
FC København @4          Den  51.110              Steaua Bucuresti *4      Rom  29.164 
AZ Alkmaar *3            Ned  43.025              Udinese @4               Ita  27.110 
Anderlecht *4            Bel  42.400              Athletic Bilbao *4       Esp  24.465 
FC Twente Enschede @4    Ned  41.025              Lazio Roma *4            Ita  23.110 

Pot 3                          coef.              Pot 4                          coef. 
------------------------ --- ----------------     ------------------------ --- ---------------- 
FC Salzburg **           Aut  22.140              Vorskla Poltava **       Ukr  10.276 
Maccabi Haifa @4         Isr  21.400              Wisla Kraków @4          Pol  10.183 
FC Zürich @4             Sui  18.980              FC Vaslui @3             Rom  10.164 
OB Odense @4             Den  18.610              FC Sion                  Sui   9.480 
Lokomotiv Moscow *4      Rus  18.441              Sturm Graz @4            Aut   8.640 
PAOK Thessaloniki *3     Gre  17.333              Maccabi Tel-Aviv **      Isr   5.900 
Birmingham City *4       Eng  17.157              Slovan Bratislava @3     Svk   5.899 
Stoke City *3            Eng  17.157              Legia Warsaw *3          Pol   5.183 
Stade Rennais *3         Fra  16.735              NK Maribor @3            Slo   4.224 
Austria Wien **          Aut  16.640              AEK Larnaca **           Cyp   3.624 
Rapid Bucuresti *4       Rom  16.164              Malmö FF @4              Swe   2.825 
Hannover 96              Ger  13.887              Shamrock Rovers @3       Irl   2.741 

 

Die Auslosung findet heute um 13.00 statt. 

Live-Stream zur Auslosung



                                                                      Spieldaten


 


Sion qualifiziert sich für die Europa League - Donnerstag, 25.08.2011

Sackstark: Der FC Sion steht dank einem 3:1-Heimsieg über Celtic Glasgow in der Europa League! Der Mann des Abends heisst Pascal Feindouno!

Feindouno Doppelpack! Schon wieder macht der Sion-Neuzugang zwei Tore. Zuletzt schoss er in der Super League Lausanne mit 2:0 ab, jetzt wiederholt der Stürmer das Kunststück gegen Celtic. Und dank diesen Treffern und dem 0:0 aus dem Hinspiel stehen die Walliser in der Europa League! Als zweites Schweizer Team neben dem FC Zürich. YB und Thun schaffen es nicht (siehe Links rechts).

«Hilfe» kommt dabei von einem Ex-FC-Basel-Spieler. Daniel Majstorovic sorgt dafür, dass Sion schon ab der zweiten Minute ein Mann mehr ist. Afonso stürmt in den Strafraum, Majstorovic säbelt ihn um – Penalty und Rote Karte gegen den Ex-Bebbi. Feindouno versenkt den Elfer abgebrüht.

Sion ist die klar bessere Mannschaft, verpasst es aber, noch in der ersten Hälfte das Skore zu erhöhen. In der 63. Minute dann die vermeintliche Erlösung: Feindouno trifft nach einem Freistoss mit einem Schuss zum 2:0 für die Gastgeber. Wars das schon? Nein! Denn Charly Mulgrew haut in der 78. Minute einen abgefälschten Freistoss ins Sion-Netz – nur noch 2:1.

Doch Giovanni Sio lässt das Tourbillon überkochen: Mit einem tollen Lupfer schiesst er Sion in der 82. Minute mit dem 3:1 in die Europa League! Wer hätte das gedacht? (blick.ch)
 
Matchzusammenfassung (englisch)
Sion-Celtic - aux armes

Schottische Presse

 


Interview mit Laurent Roussey vor Celtic-Spiel - Donnerstag, 25.08.2011

Laurent Roussey, Celtic-Trainer Neil Lennon sagte, der FC Sitten gehe als Favorit in das Rückspiel. Wie sehen Sie das?

«Wir Favorit? Okay, von mir aus. Ich muss zugeben, so weit habe ich noch nicht gedacht. Aber das ist durchaus möglich. Wenn Lennon so auf uns Druck ausüben will, ist das gut. Uns motiviert das.»

Mit welchen Gefühlen gehen Sie ins Spiel?

«Ich fühle mich gut. Und ich darf sagen, dass sich auch die Equipe gut fühlt. Wir haben sehr viel Selbstvertrauen. Aber nicht zu viel. Die Chancen ste- hen 50:50, wir können und wollen gewinnen.»

Was wird entscheiden?

«Celtic, das ist immer noch grosser Fussball. Aber wir können dagegenhalten. Ich gehe von einem spannenden, umkämpften Spiel aus. Details werden entscheiden. Ein Steilpass, ein Corner, ein Freistoss – oder am Schluss die Penaltys. Auch entscheiden wird die taktische Disziplin. Wir müssen hoch kon- zentriert spielen und für alles bereit sein.»

Wird dieselbe Mannschaft wie in Glasgow auf laufen?

«Das ist möglich, aber nicht sicher. Ich habe eine Idee im Kopf, die noch reifen muss. Ich muss darüber schlafen.»

Sie haben viele Spieler.

«Täuschen Sie sich nicht. Ich habe in den letzten Trainings gemerkt, dass nicht jeder Spieler im Kader bereit ist für so eine grosse Aufgabe. 14, vielleicht 15 Spielern traue ich im Match eine gute Leistung zu.»

Gehört Stürmer Dragan Mrdja dazu?

«Vielleicht (lacht).»

Wie haben Sie sich auf Celtic vorbereitet?

«Ich habe Videos von jedem Celtic-Spiel seit Saisonbeginn gesehen. Selbst die Testspiele.»

Ihre Erkenntnis?

«Das wir eine Chance haben, wenn wir uns auf unsere Leistung konzentrieren. Dass wir mit unseren Stärken durchaus bestehen können. Aber auch, dass wir in fünf Minuten alles verlieren können.»

Ein Schlusswort?

«Dieses Spiel ist das erste Ziel in der Saison. Wir müssen jetzt einen Schritt tun. Für unseren Präsidenten, für das Wallis.»

 (Walliser Bote)

 


Sion will Grenzen sprengen - Donnerstag, 25.08.2011

Christian Constantin ist Stunden vor dem Duell gegen Celtic Glasgow angespannt. Kein Wunder, denn Schweizer Cupsiege reichen ihm nicht mehr. Das heutige Spiel gegen die Schotten ist vielleicht das wichtigste seit Langem. Die Erklärung.

Der kleine FC Sitten spielte in seiner Geschichte bereits um den Einzug in die grosse Champions League. Gegen Porto. Gegen Galatasaray. Die Euphorie war jeweils gross, hochfliegende Pläne schwirrten herum. Doch im Grunde genommen - das zeigt die Nüchternheit des Rückblicks - waren alles zu grosse Schuhnummern. Auch die aktuelle ist eine grosse, aber nicht zu gross. Sie ist gerade richtig.

Deshalb sagt Constantin zu Recht: «So nahe standen wir noch nie an einem lukrativen Wettbewerb. Wir haben in der Vergangenheit immer reagieren müssen. Jetzt können wir erstmals in einem Heimspiel agieren.» Der Grund ist die neue Formel der Europa League. Wer es in die zweite europäische Garnitur hinter der Champions League schafft, dem droht nicht mehr in jeder Runde das Aus, sondern gleich mehrere Gruppenspiele. Sitten winken in einer Vierergruppe also sechs Spiele, darunter drei zu Hause.

Constantin: «Das eröffnet ganz neue Möglichkeiten. Doch der grosse Vorteil wäre, dass man uns in der Schweiz nicht mehr bloss als Cupmannschaft wahrnimmt, nicht mehr bloss als regionale Kraft. Es ist an der Zeit, dass auch die Walliser daraus herausbrechen.» Um das zu untermauern, tut ein Blick auf die Entwicklung des FC Sitten gut. 2004 managte Constantin mit einem Budget von 1,5 Millionen Franken, heute sind es 20 Millionen. «Von 2004 bis 2010», so der Sitten-Boss, «wollte ich den Klub zu einer nationalen Grösse machen. Man kann sagen, dass uns das gelungen ist. Von 2010 bis 2015 wollen wir uns Europa öffnen. Ohne bestimmen zu wollen und zu wissen, wohin diese Reise gehen wird.»In diesem Denken offenbart sich Constantins Funktionieren. Er steht nie still, was für ein Gräuel. Er will sich immer entwickeln. Und so nutzt er das Celtic-Spiel, um in die Köpfe der Menschen zu gelangen.

Das Cupland will also seine Grenzen sprengen. «Wir», so Constantin, «wollen an die Universität. Dafür aber müssen wir diese Prüfung bestehen. Sonst bleiben wir der Schreiner in Stalden oder Brämis. Nichts gegen Schreiner, aber ich will an die Uni.» Darin sieht CC auch den Grund, wieso das Stadion gestern noch nicht ausverkauft war. Am Sonntag gegen Servette werdens auch wegen der Eintrittspreise locker mehr sein. (Anm. BDS: Was für ein schlechter Vergleich!) «Wir müssen eine neue Denkkultur entwickeln», sagt Constantin. Über das Bestehende hinaus, das Alte ist nicht gut genug. «Ein Weiterkommen würde in den Köpfen eine Bresche schlagen. Die Fans müssen uns auf diesem Weg helfen.»

Er denkt an das Stadion, das man an den Ecken noch ausbauen könnte und so statt wie heute Abend auf 8000 auf 14 000 Plätze käme. Aber mehr, mehr sei mit dem Bestehenden kaum möglich. Eine Teilnahme an der Europa League aber, eine Teilnahme, das würde ein bisschen weiterhelfen, darüber hinaus zu denken, an neue Projekte. Vielleicht ein grosszügiger Umbau des Stadions. Immer einen Schritt weiter, nie halten, heute Abend eben.

Ihm schwebt vor, als wäre heute in den Köpfen Cupfinal. Oberund Unterwalliser gemeinsam. Und am Schluss, wie immer, der Sieg. Dann fliegte Constantin morgen Freitag in seinem Jet nach Monaco zur Auslosung, wo nur mehr die Besten der zweiten Klasse hindürfen. Das, ja genau das, würde ihm gefallen. (Walliser Bote)


Celtics schwarze Schweizer Serie - Mittwoch, 24.08.2011

Nach dem 0:0 vor einer Woche empfängt Sion am Donnerstag Celtic Glasgow zum Rückspiel im Europa-League-Playoff. Mit dem positiven Resultat in der Fremde können die Walliser nun auch auf die schlechte Bilanz der Schotten auf Schweizer Boden hoffen.

Zwar kein Auswärtstor erzielt, dafür aber vor 50'000 Zuschauern im Celtic Park auch nicht verloren. Der FC Sion darf vor dem Rückspiel im Tourbillion (2. Halbzeit ab 21.30 live auf «SF zwei») weiter auf die erstmalige Teilnahme an den Gruppenspielen der Europa League hoffen.

Hoffen auch, weil Celtic Glasgow, seinerseits 42-facher schottischer Meister, im Hinspiel nicht zu überzeugen wusste und aktuell von Personalsorgen geplagt wird. So ist derzeit die halbe Defensivabteilung der «Bhoys» verletzt. Sollten auch im Wallis keine Tore fallen und der Sieger im Elfmeterschiessen eruiert werden, besteht ebenfalls Grund zur Hoffnung. Die Schotten haben nämlich 6 der letzten 9 Penaltys verschossen.

Sion dürfte aber auch ein Blick in die Statistik Mut machen. Celtics Auswärtsbilanz gegen Schweizer Vereine ist alles andere als rosig. Nach Siegen gegen Basel (1963) und Zürich (1966) verlor Celtic 1974 im Meistercup mit 2:3 im Basler «Joggeli». 1991 setzte es im UEFA Cup gar eine 1:5-Klatsche gegen Xamax ab. Mit 4 Toren erlebte der Ägypter Hossam Hassan eine Sternstunde in der Maladière.

Den nächsten Auftritt auf helvetischem Boden gestalteten die Schotten positiver - einen Sieg gab es aber dennoch nicht zu feiern: 1993 resultierte ein 0:0 im UEFA Cup gegen die Young Boys. Ebenfalls im UEFA Cup duellierten sich 1998 der FC Zürich und Celtic. Nach einem 1:1 im Hinspiel setzten sich die Züricher im Letzigrund mit 4:2 durch und erreichten so die 3. Runde.

In guter Erinnerung bleibt auch das letzte Gastspiel der Mannschaft aus Glasgow in der Schweiz. 2002 empfing der FC Basel die Grün-Weissen in der letzten Quali-Runde zur Champions League. Nach der 1:3-Niederlage im Hinspiel schienen den «Bebbi» die Felle bereits davon geschwommen zu sein. Doch mit einem 2:0-Sieg zitterten sich die Basler in die Champions League, wo man sogar die Gruppenphase überstand. (sf.tv)


Alle Spiele vom Donnerstag Live im TV - Dienstag, 23.08.2011

Die Fussballfans dürfen sich auf den Donnerstag freuen: Beim Schweizer Fernsehen gibt es Bilder von allen Spielen mit Schweizer Beteiligung.

Bei den Hinspielen war alles anders

Frust pur bei den Fussballfans am letzten Donnerstag. Das Schweizer Fernsehen übertrug keines der drei Spiele mit Schweizer Beteiligung (Celtic – Sion 0:0, Thun – Stoke 0:1, Braga – YB 0:0) live. SRF liess verlauten, dass man Europa-League-Spiele erst ab der Gruppenphase übertragen werde.

Jetzt kommt alles anders. Diesen Donnerstag wartet nun ein rund fünfstündiger Fussball-Abend auf die Zuschauer – und gleich von allen drei Playoff-Rückspielen gibt es diesmal bewegte Bilder!

Nök Ledergerber, Programmleiter SRF Sport: «Nach den beiden 0:0 in den Hinspielen haben wir uns aufgrund der spannenden und vielversprechenden Ausgangslage entschieden, die Partie Youngs Boys – Braga direkt zu übertragen sowie im Anschluss auch die zweite Halbzeit von Sion – Celtic Glasgow live auszustrahlen.»

Zum Abschluss des Fussballabends an diesem «Super-Donnerstag» auf SF zwei gebe es anschliessend auch eine ausführliche Zusammenfassung der Partie Stoke City – Thun.

Damit aber nicht genug. Ledergerber: «Der Abend beginnt mit der Auslosung für die Gruppenphase der Champions League.»

(blick.ch sport)


Sion gewinnt auf der Pontaise - Sonntag, 21.08.2011

Der FC Sion hat eine zähe Partie gegen Lausanne-Sport mit 2:0 gewonnen und damit in der Tabelle einen Sprung auf Rang 3 gemacht. Beide Tore für die Walliser erzielte Pascal Feindouno in der Schlussphase.

Feindouno war einer von drei neuverpflichteten Spielern, die bei Sion zum Einsatz kamen. Lausanne hatte schon vor dem Spiel angekündigt, wegen des Transferstreits der Sittener mit der FIFA Rekurs gegen die Wertung des Spiels einzulegen.

Feindouno düpiert Lausanne

Das 1:0 von Feindouno nach 82 Minuten fiel mit gütiger Mithilfe der Mauer. Diese hatte den Freistoss des Stürmers aus Guinea unhaltbar für Lausanne-Keeper Anthony Favre abgelenkt. Nur 6 Minuten später wurde Feindouno von der Lausanne-Abwehr im Strafraum alleine gelassen, worauf dieser abgeklärt zum 2:0 vollendete.

Sion immer stärker

Der Sieg für Sion ging in Ordnung, die Walliser waren die aktivere Mannschaft und viel häufiger im Angriff anzutreffen als das Heimteam. Zu Beginn hatte Sion mit dem aggressiven Pressing der Lausanner noch grosse Mühe bekundet, mit der Zeit blühte die Offensive der Gäste dann immer mehr auf.

Erstmals gefährlich war es nach 40 Minuten geworden, doch Lausanne-Verteidiger Jérôme Sonnerat blockte den Schuss von Giovanni Sio auf der Torlinie. Nach der Pause war es erneut Sio, der mehrmals für Torgefahr sorgte. Doch erst die Einwechslung von Feindouno brachte für die Schlussphase den nötigen Schwung ins Spiel der Sittener.

Coltorti im Spital

Das Spiel hatte mit einer Schrecksekunde begonnen: Lausanne-Keeper Fabio Coltorti prallte bereits in der 2. Minute mit Teamkollege Guillaume Katz zusammen. Beide Spieler zogen sich Verletzungen am Kopf zu und mussten ausgewechselt werden. Für Coltorti kam Favre ins Spiel, der eine starke Partie zeigte; für Katz wurde Alexandre Pasche eingesetzt.

Während Katz noch im Stadion behandelt werden konnte, musste Coltorti zur genaueren Untersuchung ins Spital gebracht werden. Er soll nach ersten Informationen eine schwere Gehirnerschütterung sowie Verletzungen im Gesicht erlitten haben. Trotzdem dürfte der Keeper das Spital bald wieder verlassen dürfen.

(sport.sf.tv)

LS TV Impressionen vom Spiel

 


Lausanne tritt unter Protest an - Sonntag, 21.08.2011

Im Westschweizer Spiel zwischen Lausanne und Sion ist ein weiterer Protest zu erwarten. So hat der Aufsteiger angekündigt, gegen den Einsatz eigentlich gesperrter Zugänge der Walliser wie José Gonçalves oder Gabri zu protestieren.

Schon in der vergangenen Runde hatte Luzern aus denselben Gründen Protest gegen den Klub von Präsident Christian Constantin eingelegt.

Die beiden Mannschaften sind sich zuletzt in der Challenge League in der Saison 2005/06 zwei Mal gegenüber gestanden: Eine Partie ging 2:2-unentschieden aus, die andere gewann Lausanne 2:1. Mit einem Sieg könnte sich die Mannschaft vom Lac Léman aus dem Tabellenkeller hieven und zumindest Xamax hinter sich lassen. Sion winkt dagegen bei einem Erfolg Zwischenrang 2. (sf.tv)


Starker Auftritt von Sion - Freitag, 19.08.2011

 

Starker Auftritt vom FC Sion: Die Walliser erkämpfen sich im Hinspiel der Europa League Playoffs ein 0:0-Unentschieden gegen Celtic Glasgow. Es kamen auch einige Sittener Neuzugänge zum Einsatz.

Der FC Sion überstand das schwere Auswärtsspiel bei Celtic Glasgow unbeschadet. Die Walliser gehen nach dem 0:0 mit intakten Chancen ins Rückspiel der Europa-League-Playoffs am kommenden Donnerstag.

Wie erwartet setzte Trainer Laurent Roussey einige der Sittener Neuzugänge ein, die in den letzten Wochen nicht nur in der Schweiz so viel von sich reden gemacht hatten. Auch in Schottland war der Streit zwischen Christian Constantins FC Sion und den internationalen Verbänden ein Thema. Celtic' Trainer Neil Lennon wünschte sich im Vorfeld der Partie, dass ein wenig Klarheit in die Affäre kommen würde.

Das war nicht der Fall. Die Uefa verzichtete trotz ihres Unmutes über die Lizenzierung des Sextetts darauf, einen Kommentar abzugeben oder die Spieler zu sperren. Ihr fehlte nach dem Urteil des Zivilgerichts in Martigny die rechtlichen Grundlagen, um gegen den FC Sion vorzugehen. So konnten José Gonçalves, der sein Debüt für die Walliser gab, und Pascal Feindouno von Beginn weg auflaufen. Gabri und Mario Mutsch wurden im Verlauf der Partie eingewechselt.

Die Sittener hatte sich mehr noch als vor einer Sperre durch die Uefa vor der Startviertelstunde im Celtic Park gefürchtet. Ein Anfangsfurioso der Schotten war erwartet worden. Es blieb aus. Die ersten Minuten vergingen erstaunlich unspektakulär. Der FC Sion hatte fast eine halbe Stunde sogar mehr Spielanteile. Dann wurde das Publikum, das auch deshalb zahlreich erschienen war, weil die Saisonabonnenten Gratiseintritt genossen, lauter und die Spieler des 42-fachen schottischen Meister offensiver.

Der Schweizer Cupsieger hielt sich aber auch dann noch gut, als das Tempo höher wurde und die Zweikämpfe ruppiger. Nur sporadisch geriet die Abwehr unter Druck und Goalie Andris Vanins musste eingreifen. Der lettische Goalie präsentierte sich nach der von Roussey überraschend verordneten Pause im letzten Meisterschaftsspiel gegen Luzern in alter Form. Vor der Pause stoppte er zunächst den Iren Anthony Stokes und lenkte kurz darauf einen Kopfball von Kris Commons über die Latte. Sein Meisterstück lieferte Vanins in der 69. Minute ab. Spektakulär parierte er einen direkten Freistoss des Sekunden zuvor eingewechselten Shaun Maloney.

Bedauerlich aus Sicht der Walliser war bloss, dass offensiv so wenig gelang und damit auch das wichtige Auswärtstor ausblieb. Das Mittelfeld bekam den Ball nur selten unter Kontrolle. Goran Obradovic und Pascal Feindouno, die beiden Spielmacher, blieben in der Vorwärtsbewegung meistens wirkungslos. Den Angriffen fehlten die überraschenden Aktionen und so hatte die kräftige Abwehr um den Exbasler Daniel Majstorovic leichtes Spiel.

Auch mit den zahlreichen stehenden Bällen brachten die Sittener den Celtic-Goalie Fraser Forster nicht übermässig unter Druck. Der erst am Vortag von Newcastle United leihweise verpflichtete Engländer verbrachte einen geruhsamen Abend. Eine Viertelstunde vor Schluss zeigte er seine beste Interventionen. Mit beiden Fäusten wehrte er einen Schuss des ansonsten harmlosen Giovanni Sio ab.

Mit dem 0:0 ging die Rechnung des FC Sion aber auf, selbst wenn mit mutigerem Spiel vielleicht sogar mehr möglich gewesen wäre. Roussey hatte im Vorfeld gesagt, das Ziel sei, ohne Hypothek in die Heimat zurückzukehren. Das ist gelungen. Nächste Woche hat der FC Sion den Heimvorteil auf seiner Seite und intakte Chancen, erstmals die Gruppenphase in der Europa League zu erreichen. (20min.ch)

Bericht Completment foot
You´ll never walk alone - Celtic-Sion

 


Sion will Europa erobern - Mittwoch, 17.08.2011

Sion-Boss Christian Constantin will endlich Europa erobern. Mit Laurent Roussey hat er den richtigen Trainer dazu.

Seit dem Aufstieg 2006 hat sich der FC Sion schon 3 Mal für den Europacup qualifiziert. Aber die Gruppenphase hat Sion nur am TV gesehen. Das stinkt natürlich dem Boss, der den Profibetrieb nicht umsonst in «Olympique des Alpes» umgetauft haben will. Das bisher erfolglose Bestreben der Eroberung Europas durch den umtriebigen Präsidenten war dem «Herald Scotland» eine ganze Seite wert.

Der Mann, der das nun endlich richten soll, ist Roussey. Mit seiner unaufgeregten Art ist er der perfekte Trainer für den rastlosen Boss. Einer, der die Einmischung des Präsidenten einfach so hinnimmt. Wohl auch deshalb verlor Roussey in der Hektik der letzten Minuten vor dem Kickoff in Basel nie den Kopf. «Es ging alles gut. Allerdings glaube ich, dass das erste Tor des FCB auf die kurzfristigen Änderungen zurückzuführen war», sagt der Ex-St-Etienne-Star. Roussey war vorbereitet auf eine allfällige Sperre seiner Spieler, «als aber am Mittag immer noch nichts passiert war, ging ich davon aus, dass die Sache gegessen sei».

Jetzt also Celtic. Endlich die Europa-League-Gruppenphase. «Das ist doch eine wunderbare Vitrine», sagt der Franzose. «Um sich in dieser präsentieren zu können, muss man einen Gang zulegen.» Im Celtic Park mit seinen fanatischen Fans wird das nicht einfach. Zuletzt verlor der FC Basel 2002 dort 1:3, qualifizierte sich mit einem Heim-2:0 dennoch für die Champions League. Zudem ist Celtic perfekt in die Saison gestartet: Drei Spiele, drei Siege.

Mit 19 Mann reiste Sion gestern per Charter der Tessner Airline Darwin nach Glasgow. An Bord war auch der rekonvaleszente Dragan Mrdja, der nach seinem Kreuzbandriss im März hofft, im September wieder spielen zu können. Mit dabei: Fünf der sechs Neuen, nur Stefan Glarner fehlt. Sie können am Donnerstag spielen. Klub-Anwalt Alexandre Zen-Ruffinen erwartet auch keine kurzfristige Überraschung seitens der Uefa: «Die Neuen sind regulär qualifiziert. Da kann nichts passieren.»

Die andere Frage ist, was geschieht, wenn Celtic unter Protest spielt. Der Uefa-Generalsekretär reibt sich schon mal die Hände und freut sich darauf, im Fall Sion endlich aktiv werden zu können. Zen-Ruffinen: «Auch die Uefa wird das Resultat von Glasgow nicht umstossen können.» Nur einer fehlte an Bord der 50-plätzigen Propeller-Maschine: CC. Er reiste dem Team hinterher, nur kurze Zeit später. In seinem Privatjet. So viel Komfort muss sein. (blick.ch)

WB-Bericht 


Udinese lockt Giovanni Sio - Mittwoch, 17.08.2011

Giovanni Sio gehörte letzte Saison zu den Senkrechtstartern in der Supe League. Bei Sion hat er sich endgültig in der 1. Mannschaft durchgesetzt und beweist Woche für Woche seine Torgefahr. Nun könnte bald Udinese mit einem Traumangebot locken. 

Wie 4-4-2.com in Erfahrung bringen konnte, steht Sio bei den Friaulern ganz hoch im Kurs. Der FC Sion hat bisher allerdings stets betont den Franzosen auf keinen Fall abgeben zu wollen, Udinese müsste deshalb tief in die Taschen greifen. Derzeit wird ein Betrag zwischen 6 bis 8 Mio. Euro gehandelt. Nach mehreren einträglichen Verkäufen (u.a. Alexis Sanchez und Gökhan Inler) hat Udinese aber einige Mittel, die es ausgeben kann.

Die Italiener sind optimistisch: Geplant ist vorläufig ein Angebot im Winter, also dem nächsten Transferfenster im Januar. Sollten sich die Italiener in der Champions-League-Qualifikation wider Erwarten gegen Arsenal durchsetzen (Hinspiel 0:1), könnten sie sogar noch in diesem Sommer aktiv werden.

Sio hat in der vergangenen Saison bei den Wallisern in 30 Spielen 10 Tore erzielt. Auch heuer hat er in fünf Einsätzen bereits dreimal getroffen. Er gehört zu den hoffnungsvollsten Nachwuchstalenten der Super League. (sport.ch)

 


Interview mit UEFA-Generalsekretär Infantino - Mittwoch, 17.08.2011

Gianni Infantino, zusammen mit der FIFA hat die UEFA in einem Schreiben dem FC Sitten zuletzt mit Sanktionen gedroht, falls die neu verpflichteten Spieler nicht rechtmässig qualifiziert wurden.

«Das haben wir getan. Es sind ja noch verschiedene Rechtsverfahren im Gang, was die Lizenzierung der Neuverpflichtungen des FC Sitten betrifft.»

Laufen die Neuen am Donnerstag in der Europa League in Glasgow gegen Celtic auf?

«Der Schweizer Fussballverband hat die neuen Spieler des FC Sitten für die nationale Liga lizenziert, also sind sie es entsprechend den Regeln der UEFA auch für die Europa League.»

Bleiben sie es?

«Wer weiss das schon? Bei dem juristischen Salat, der derzeit um deren Qualifikation herrscht. In dieser speziellen Geschichte ist es somit schwierig, eine Prognose zu wagen.»

Also wird die UEFA von sich aus nichts unternehmen, um die Rechtslage betreffend die Qualifikation selber zu prüfen.

«Wir vertrauen dabei auf die rechtmässige Lizenzierung durch den jeweiligen Landesverband. Wenn von aussen nichts kommt, werden wir daran nichts ändern.»

Und wenn irgendwann ein Urteil gefällt wird, wonach Sittens Spieler unter den Umständen einer weiterlaufenden Transfersperre gegen den Klub nicht hätten lizenziert werden dürfen?

«Dann haben die Spieler, der Klub und der SFV ein Problem. In einem solchen Fall müssten alle
mit Konsequenzen rechnen.»

Wie hoch ist das rechtliche Risiko des FC Sitten, die neuen Spieler in Glasgow einzusetzen?

«Sie spielen zumindest auf eigene Verantwortung.»

Ist es denkbar, dass Celtic Glasgow wie zuletzt Luzern gegen den FC Sitten unter Protest spielt?

«Wenn die Schotten den juristischen Wirrwarr beim Gegner mitbekommen und so was für nötig halten, ist ein Protest denkbar. Das würde für uns etwas ändern.»

Was genau?

«Dann müssten wir von der UEFA den Fall juristisch selber beurteilen, um den Protestfall abzuklären.»

Sie sind auch ausgebildeter Rechtsanwalt. Wie beurteilen Sie persönlich den Fall FC Sitten?

„Alle Verbände, Klubs und Spieler sollten sich an bestehende Regelungen halten. Ich habe eine persönliche Meinung zu diesem Fall, doch in meiner Rolle als UEFA-Generalsekretär will ich nicht unbedingt offiziell Stellung dazu beziehen. Es gibt derzeit genügend Verfahren, die sich dazu wohl äussern müssen. Allein das ist eigentlich eine unschöne Sache…» (Walliser Bote)


Eine Reise ins Ungewisse - Dienstag, 16.08.2011

Der «Fall Sitten» wird in dieser Woche eine neue Dimension bekommen. Spätestens am Donnerstag, wenn die Walliser im Hinspiel der Europa- League-Playoffs bei Celtic Glasgow antreten, wird die UEFA deutlich Position beziehen müssen.

Derzeit ist unmöglich vorauszusagen, wohin der Streit zwischen dem FC Sitten und der FIFA um die Transfersperre noch führen wird. Die Swiss Football League wurde von einem Zivilgericht in Martinach gezwungen, die sechs Neuzugänge für den Spielbetrieb zu qualifizieren. Die FIFA und die UEFA haben darauf am letzten Mittwoch mit einem Brief an den Schweizerischen Fussballverband reagiert und darin mitgeteilt, dass der Gang vor ein ordentliches Gericht gemäss den Statuten eine Verletzung des Regelwerks darstelle und listeten gleich noch die möglichen Konsequenzen auf: Den Ausschluss der Schweizer Nationalmannschaften und Vereine aus den internationalen Wettbewerben.

Es ist eher unwahrscheinlich, dass die UEFA nun zu solch drastischen Massnahmen greift. Möglich wäre aber, dass der europäische Verband die sechs Neuzugänge sperrt oder Sitten von der Europa League aus- schliesst. Dies würde allerdings eine lange Fortsetzung des Streits garantieren, der auf die Verpflichtung des ägyptischen Goalies Essam El-Hadary im Februar 2008 zurückgeht. Weil El-Hadary damals noch unter Vertrag mit einem Klub stand, wurde Sitten mit einem Transferverbot für zwei Perioden bestraft. Während Präsident Christian Constantin darauf besteht, diese Sperre in Raten abgesessen zu haben, ist die FIFA anderer Meinung. Der SFV hofft nun, dass der Internationale Sportgerichtshof CAS demnächst sein letztinstanzliches Urteil abgibt.

Bis dahin befindet sich der SFV in einer äusserst delikaten Situation. Er kann eigentlich nur verlieren, weil er einerseits das Urteil des Zivilgerichts berücksichtigen muss, und anderseits gegenüber der FIFA und der UEFA in der Verantwortung steht. Giancarlo Dazio, der seit Mitte letzter Woche das Dossier für die SFL bearbeitet, sagte zu seiner Lage: «Jedes Wort kann zu Komplikationen führen.» Dementsprechend wortkarg gab sich der Tessiner Anwalt. Er versprach lediglich, dass es in den nächsten paar Tagen Neuigkeiten geben werde. (Walliser Bote)


Info zu Treffpunkt in Glasgow - Montag, 15.08.2011


Sion und Luzern teilen sich die Punkte - Samstag, 13.08.2011

Sion und Luzern haben sich im Tourbillon 1:1 unentschieden getrennt. Dabei waren die Walliser über weite Strecken die aktivere Mannschaft. Dennoch sind es die Innerschweizer, die zumindest bis am Sonntag alleine von der Tabellenspitze grüssen. 

Die Zuschauer im Sittener Tourbillon erwarteten mit Spannung, ob Sions 6 Neuzugänge nach dem Walliser Teilerfolg im Transferstreit nun endlich spielen würden. Tatsächlich liefen Pascal Feindouno und Mario Mutsch erstmals für Sion auf und nach der Pause trat auch Gabri erstmals im Dress der Walliser auf den Platz. Luzern spielte unter Protest, da Sion drei der Spieler einsetzte. 

Auf dem Platz spürte man nichts vom Protest: Bereits in der 5. Minute profitierte Luzern von einem Patzer von Sion-Goalie Kevin Fickentscher, der anstelle von Stammkeeper Andris Vanins im Tor stand. Luzern-Neuzugang Adrian Winter (von Absteiger St. Gallen) reagierte am schnellsten und platzierte den Abpraller im Tor der Walliser. Doch Sion liess sich nicht entmutigen: Nur wenige Minuten nach dem Rückstand konnte die Luzerner Verteidigung zwei Mal nur knapp vor der Linie retten. Auch in der Folge war die Heimmannschaft überlegen – nach rund 30 Minuten streifte ein Weitschuss von Pascal Feindouno nur das Aussennetz, eine Minute später hatte Dingsdag, der von Tomislav Puljic gefoult worden war, bei seinem Freistoss den Ausgleich auf dem Fuss. Doch der Ball wollte partout nicht ins Luzerner Tor – zu diesem Zeitpunkt war die Innerschweizer Führung glückhaft.

Dann schwächte sich Luzern selber: Puljic flog nach 37 Minuten mit Gelb-Rot vom Platz – er hatte sich im Walliser Strafraum ein Gerangel geliefert und sah wegen Unsportlichkeit die zweite gelbe Karte. Luzern-Trainer Murat Yakin wollte nach der Partie nicht näher auf die Szene eingehen. Der «Sünder» selber setzte ein Fragezeichen hinter den Schiedsrichter-Entscheid. «Es ist nichts passiert», so Puljic. 

Auch nach der Pause war Luzern mehrheitlich in der Verteidigung beschäftigt. In der 65. Minute gelang Vilmos Vanczak dann der verdiente Ausgleich für die Walliser. Der Verteidiger traf nach einem Eckball von Gabri per Kopf an Luzern-Keeper David Zibung vorbei – dies war bereits sein 4. Treffer im 5. Spiel. Damit führt er die Torschützenliste neu alleine an. Danach lagen die Vorteile weiter auf Sittener Seite. «Es ist schade, dass wir nicht das 2:1 erzielen konnten. Wir hatten viel mehr Ballbesitz», kritisierte Sions Mutsch die mangelnde Chancenauswertung. In den Schlussminuten hatten beide Teams Chancen zum Sieg, doch Sions Afonso und Luzerns Hyka vergaben. Damit konnte Luzern den Punkt über die Zeit retten. Murat Yakin sagte: «Nach fast 60 Minuten zu zehnt im Tourbillon sind wir mit einem Punkt zufrieden.» Aus seiner Sicht wäre gar noch «der Sieg drin gelegen». (sf.tv) 


Keine Sperre für Sion-Spieler - Freitag, 12.08.2011

Der Schweizerische Fussballverband wird an diesem Wochenende keine Sperren gegen die sechs Sion-Spieler aussprechen, die mit ihrem Gang vor ein Zivilgericht nach Ansicht des Verbandes gegen die Reglemente des SFV verstiessen.

 Aufgrund der geltenden Statuten und Reglemente des SFV sei der Handlungsspielraum ausgeschöpft und eine weitere Bestrafung der Sion-Spieler zur Zeit ausgeschlossen, teilte der Verband mit. Die Walliser Pascal Feindouno, Gabri, Stefan Glarner, Jose Gonçalves, Mario Mutsch und Billy Ketkeophomphone hatten am Freitag vor einer Woche am Zivilgericht in Martigny eine Spielerlaubnis erstritten, doch einen Tag später erliess die Disziplinarkommission der Fussballverbandes nur wenige Minuten vor Spielbeginn im St. Jakob-Park gegen Basel eine Verfügung, die den Einsatz der sechs Sion-Spieler untersagte und den Sion-Präsident Christian Constantin in Rage brachte.

Der SFV hofft, dass der internationale Sportgerichtshof in Lausanne (CAS) möglichst rasch die Klage des FC Sion gegen die Transfersperre der FIFA letztinstanzlich behandelt. Allein dieses Urteil sei für alle Beteiligten massgebend.

Am Ursprung der Auseinandersetzung zwischen der FIFA und dem FC Sion, in die nun auch der SFV verwickelt ist, steht ein FIFA-Entscheid, der den FC Sion wegen Vertragsbruchs beim Transfer von Ägyptens Nationalgoalie El-Hadary von zwei Transferperioden ausschloss. Die Folgen dieser Transfersperre trägt nun der SFV. Die im Sommer von Sion neu verpflichteten Spieler sind vor das Zivilgericht gelangt, weil ihnen die Liga keine Spielbewilligung erteilt hatte. Doch die FIFA und somit auch der SFV lässt den Weg an Zivilgerichte in ihren Statuten nicht zu. (SI)


Die SFL ist bestrebt, eine Lösung zu finden - Donnerstag, 11.08.2011

Anlässlich einer ausserordentlichen Sitzung hat das Komitee der Swiss Football League (SFL) am Mittwoch das weitere Vorgehen im Streitfall um die Spielberechtigung von sechs Spielern des FC Sion – Olympique des Alpes SA diskutiert.

Die SFL ist bestrebt, mit allen Beteiligten im Streitfall um die Spielberechtigung von sechs Spielern des FC Sion – Olympique des Alpes SA so rasch wie möglich eine Lösung zu finden, damit der Meisterschaftsbetrieb der Axpo Super League in geordneter Form weitergeführt werden kann. Zu diesem Zweck finden momentan mit den diversen involvierten Parteien intensive Gespräche statt.

An der gleichen Sitzung beschloss das Komitee der SFL, mit der Führung dieser Gespräche per sofort den Stellvertreter des Präsidenten der Liga, den Tessiner Rechtsanwalt Giancarlo Dazio, zu beauftragen.

Abschliessend möchte die SFL noch einmal darauf hinweisen, dass es sich bei diesem Fall um die Vollstreckung eines FIFA-Entscheides handelt. Die SFL war im ursprünglichen Verfahren nicht Partei und sieht sich deshalb mit einer schwierigen Situation konfrontiert. (football.ch)


Ticketverkauf FC Sion-Celtic Glasgow - Donnerstag, 11.08.2011

Das Rückspiel des Barragespiels der Europa League zwischen dem FC Sion und Celtic Glasgow wird am Donnerstag 25. August um 20h30 im Stade de Tourbillon stattfinden.

Die Kapazität des Stadions wird auf 8'000 Plätze reduziert, um den Normen der UEFA gerecht zu werden (nur Sitzplätze). Der Walliser Verein und die Stadt Sion wollten zuerst Sitzplätze in der Nordtribüne installieren, aber das Projekt musste wegen der zu kurzen Zeit und der Komplexität der Infrastrukturen aufgegeben werden. Der Sektor B wird also für dieses Spiel nicht zur Verfügung stehen.

Um seinen Abonnierten für ihre Treue zu bedanken, werden sie für den Ticketkauf bevorzugt. Ein vorrangiger Verkauf wird für sie im Stade de Tourbillon am Dienstag 16. August von 18h bis 21h im Stade de Tourbillon stattfinden. Tickets für den Gästesektor für das Hinspiel in Glasgow werden ebenfalls zu diesen Zeiten im Tourbillon verkauft. Ab Mittwoch wird der Rest der Tickets an allen Verkaufsstellen von Ticketcorner und auf www.ticketcorner.ch verkauft.

Die Saisonaboinhaber in den Sektoren B und D werden ein Ticket pro Karte, die Saisonaboinhaber in den Sektoren A und C werden zwei Tickets pro Karte beziehen können. Die Mitglieder des Platine Club, Montagsklub, Club des 1000 und Saisonkarteninhaber der Business Seats können wie gewohnt mit ihren Saisonabos umsonst ihre Sitze beziehen. Der Sektor D mit einer Kapazität von 800 Sitzplätzen wird ausschliesslich für die Gästefans reserviert sein. Die Parkplatzkarten können wie gewohnt benutzt werden.

Die Preise für die Tickets sind die folgenden:
Sektoren C1 und C7 (Osttribüne): Frs. 70.-, Sektoren C2 und C6 (Osttribüne): Frs. 80.-, Sektoren C3, C4 und C5 (Osttribüne): Frs. 90.-, Sektoren A1 und A9 (Haupttribüne): Frs. 70.-, Sektoren A2 und A8 (Haupttribüne): Frs. 80.-, Sektoren A3 und A7 (Haupttribüne): Frs. 100.-, Sektoren A4, A5, A6 (Haupttribüne) : Frs. 120.-, Business Seats (Haupttribüne, inkl. Aperitiv): Frs. 200.-.

 


Interview mit Zen-Ruffinen im Walliser Bote - Mittwoch, 10.08.2011

Alexandre Zen-Ruffinen: Der FC Sitten hat den Fall des Lizenzierungs-Streits beim CAS in Lausanne zurückgezogen. Warum das?
«Weil die Entscheidung hier nur eine eigene Interpretation gewesen wäre, ob wir unsere Transfersperre wirklich abgesessen haben oder nicht.»

Hatten Sie Angst vor einem negativen, endgültigen Entscheid?
«Wir wollen einen richterlichen Entscheid, ob wir noch eine Transfersperre verbüssen müssen oder nicht. Und klar, beim CAS hätten wir nicht dieselben Chancen wie unser Gegner, die FIFA. Die hat hier zweifellos Heimvorteil. Allein schon von der Besetzung der Entscheidungsträger her.»

Dasselbe könnte man von Ihnen behaupten. Hat der FC Sitten beim Bezirksgericht in Martinach nicht ebenso Heimvorteil?
«Ein Zivilrichter wird keiner Partei einen Vorteil einräumen.»

Welche Intervenierungsmöglichkeiten hat die SFL hier, nachdem das Bezirks gericht die provisorische Lizenzierung erzwungen hat?
«Die SFL hat hier am 25. August einen Termin und kann ihren Standpunkt darlegen. Dann entscheidet das Gericht, ob es die provisorische Lizenzierung bestätigt oder nicht. Fällt der Fall zu unseren Gunsten aus, kann die SFL den Fall ans Kantonsund Bundesgericht weiterziehen.»

Wann ist mit einem Entscheid des Bezirksgericht zu rechnen?
«Im Verlaufe des Septembers.»

Also spielen Sie auf Zeit.
«Es wäre für die Liga schwierig, nach einem Entscheid im September rückwirkend etwas zu korrigieren.»

Sie rechnen also, dass Sie die neuen Spieler zumindest bis in den September hinein einsetzen können?
«Ja, absolut.»

Hat die SFL keine recht lichen Mittel mehr, einen Einsatz von Gabri und Co. zu verhindern?
«Weil sie vor ein Zivilgericht gingen, wurden die Spieler mit einer Spielsperre belegt. Man kann sie für dasselbe Vergehen nicht zum zweiten Mal bestrafen. Nach der verbüssten Sperre sind sie jetzt alle wieder spielberechtigt, die provisorische Lizenzierung bleibt gültig.»

Verstehen Sie den Standpunkt des Verbandes, dass man mit der Lizenzierung gleichzeitig die Regelung akzeptiert, nicht an ein Zivilgericht zu gelangen?
«Im neuen Reglement des Schweizer Fussballverbandes ist der Gang vor ein Zivilgericht nicht als Disziplinarfall festgelegt. Ein Zivilgericht ist für alle zugänglich, es steht über einem Sportgericht. Die Regelung der SFL, Probleme vor dem CAS zu lösen, wird einem aufgezwungen. Nur so erhält man die Verbandslizenz oder die Lizenz für einen Spieler. Es ist kein freiwilliges Einverständnis.»

Also sieht man die Neuen am Samstag im Einsatz?
«Ja. Aber ich war auch schon überzeugt davon, dass sie in Basel spielen.»

Und wenn die Swiss Football League nochmals interveniert?
«Das wäre gefährlich für die Liga. Das Gericht in Martinach hat mit strafrechtlichen Sanktionen gedroht, falls man seinen Entscheid nicht akzeptiert.»

Spielen die Neuen auch in der Europa League?
«Wer in der nationalen Li-ga spielberechtigt ist, ist es auch für die UEFA. Aber vielleicht entscheidet die UEFA hier noch anders, weil sie den Entscheid eines Zivilrichters nicht akzeptiert. Doch auch das wäre ein gefährlicher Weg.»


Chronik zum Transfer-Fall Sion - Montag, 08.08.2011


22. Februar 2008

Sion verpflichtet Essam El-Hadary. Dessen alter Klub al-Ahly Kairo wirft dem Goalie Vertragsbruch vor.

21. April 2008
El-Hadary debütiert bei Sion, nachdem er von der Fifa eine Spielbewilligung erhalten hat.

24. Mai 2009
Der Ägypter spielt zum letzten Mal für Sion, er geht zurück in die Heimat.


2. Juni 2009
Die Fifa verhängt eine einjährige Transfersperre gegen Sion, weil al-Ahly nie die Zustimmung zum Transfer El-Hadarys gab. Sion tätigt trotzdem Transfers (u. a. Mpenza, Vanins, Mitreski, Marin). Präsident Constantin behauptet, die Sperre gelte nur für die Amateursektion des Vereins. Das Bundesgericht entscheidet später: Die Sperre gelte für die Profi-Sektion.

Winter 2009/10
Sion verpflichtet Adailton von Santos und Prijovic von Derby.

1. Juni 2010
Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) weist den Einspruch Sions gegen die Strafen ab. Einzig die Geldstrafe wird von 900'000 auf 760'000 Euro reduziert.

16. Juli 2010
Die Qualifikationskommission der Swiss Football League erteilt den Spielern, die Sion in dieser Transferperiode verpflichtet hat, die Spielbewilligung (u. a. Dingsdag, Elmer, Mrdja). Grund dafür ist, dass das CAS den rechtskräftigen Entscheid der Transfersperre Sion erst nach Beginn der aktuellen Transferperiode zugestellt hat.

Winter 2010/11
Sion tätigt keine Transfers – erstmals seit dem Fifa-Urteil.

14. Juli 2011
Die Meldung geistert landesweit herum, für das CAS fehle die rechtliche Grundlage, Sion auch in diesem Sommer eine Transfersperre aufzuerlegen. Liga-Präsident Grimm weiss nichts davon. Sion verpflichtet total sechs Spieler (u. a. Gabri, Gonçalves, Mutsch).

30. Juli 2011
Das Rekursgericht der Swiss Football League weist den Antrag von Sion zurück und verweigert den sechs neuen Spielern bis zum Ende der Vorrunde die Qualifikation. Die SFL schreibt: «Der Schweizerische Fussballverband (SFV) und die SFL sind, gemäss ihren eigenen Statuten, verpflichtet, diesen Entscheid inhaltsgetreu zu befolgen und anzuwenden.» Sion dagegen besteht darauf, bereits während einer gesamten und zwei partiellen Perioden keine Transfers getätigt zu haben.

5. August 2011

Das Bezirksgericht von Martigny entscheidet in einer superprovisorischen Verfügung, dass den Sion-Spielern die Lizenz erteilt werden muss. Die Liga erklärt, sie werde versuchen, diese Massnahme aufzuheben. Die Fifa fordert eine Prüfung der Sachlage: Denn Klagen vor Zivilgericht, wie sie die Sion-Spieler geführt haben, verstossen gegen ihre Statuten.

7. August 2011
Die Disziplinarkommission der SFL sperrt die sechs Sion-Spieler für den Match in Basel.

Nächste Tage
Das CAS wird die Klage von Sion gegen das Rekursurteil der SFL behandeln. Die SFL muss über den Protest Sions gegen die Wertung des 1:2 gegen YB befinden. (tagesanzeiger.ch)


Infos zum Europacup gegen Celtic Glasgow - Montag, 08.08.2011

Das Hinspiel wird am 18. August in Schottland stattfinden. Octodure Voyages wird die Reise für die Fans des FC Sion organisieren, falls genügend Nachfrage besteht.

Man kann sich im Reisebüro auf der Nummer 027 723 33 30 melden. Danach findet das Spiel FC Sion – Celtic Glasgow am Donnerstag 25. August im Stade de Tourbillon statt. Damit das Stadion möglichst viele Zuschauer empfangen kann, müssen Änderungen für die UEFA-Normen durchgeführt werden. Der FC Sion und die Stadt Sion arbeiten zusammen, um das Spiel in Sion stattfinden zu lassen. Zurzeit ist es nicht möglich, Tickets zu bestellen. Informationen dazu werden folgen. (fc-sion.ch)

Email : octodure@tmrsa.ch / Link ->


Interview mit Christian Constantin - Montag, 08.08.2011

Der Fall Sion. Jetzt spricht Christian Constantin. Im Interview mit BLICK findet der Sion-Präsident wie so oft klare Worte.

Christian Constantin, Sie brechen Ihre Ferien vorzeitig ab – und dann das …

Christian Constantin: Ich habe immer vorgehabt, am Samstag heimzukehren.

Und, wie wars auf dem Kilimandscharo?
Das ist kein Matterhorn. Als Walliser beeindruckt einen dieser Berg nicht.

Wie beeindruckt waren Sie vom kurzfristigen Urteil der Disziplinarkommission?
Wir haben es hier mit Wegelagerern zu tun, mit Strassenbanditen. Da muss man auf der Hut sein. Weil ich unanständigen Leuten nicht vertraue, haben wir vorsorglich 25 Spieler mit nach Basel genommen.

Haben Sie daran gedacht, gar nicht anzutreten?
Natürlich hätten wir zwanzig Minuten vor Spielbeginn unsere Siebensachen packen können. Wir hätten dieses Spiel niemals forfait verloren. Aber unser Sportsgeist verbietet uns das. Wie auch der Respekt gegenüber den 27 700 Fans im Stadion und dem FCB.

Wie werten Sie die Kurzfristigkeit des Entscheids?
Das war volle Absicht, das ist offensichtlich! Die Liga wusste schon am Freitagmorgen, dass die Fifa die Spieler freigeben würde. Doch sie hat bis zur letzten Sekunde gewartet. Das ist Meisterschaftsverfälschung.

Reichen Sie die Klage gegen Liga-Präsident Thomas Grimm ein?
Wir müssen noch abklären, gegen wen. Wenn Grimm hinter der Verfügung der Disziplinarkommission steckt, ja. Dann muss Grimm weg! Wenn der SFV dahintersteckt, wie mir Grimm gesagt hat, kommt Verbandspräsident Peter Gilliéron an die Kasse.

Der Gang der Spieler vor ein Zivil­gericht war statutenwidrig.
Das stimmt nicht. Der Internationale Sportgerichtshof CAS sieht zwei Arten vor, eine superprovisorische Verfügung zu erwirken: entweder direkt beim CAS, wenn schon ein Verfahren eröffnet ist, oder bei einem Zivilgericht.

Diese Woche soll das CAS ent­scheiden. Ist dann alles vorbei?
Es gibt keinen Entscheid. Wir ziehen den Fall zurück, weil die Fifa den von uns nominierten Richter zwei Mal abgelehnt hat. Das CAS steht derart unter dem Einfluss der Fifa, das verstösst gegen das Kartellrecht.

Mit wem werden Sie am Wochen­ende antreten?
Selbstverständlich mit allen Spielern, die ja nun qualifiziert sind. Sie haben ihre Spielsperre verbüsst. Das wird kein Gericht der Welt verhindern können.

Schadenersatz?
Werden wir natürlich verlangen. Ich hatte Offerten für Vanczak, Adailton, Dingsdag, Serey Die und Sio in der Höhe von 15 Millionen Euro. Ich konnte sie nicht verkaufen, weil ich sonst keine Mannschaft mehr gehabt hätte. Insgesamt verlangen wir wohl 20 Millionen Franken. Was die Liga macht, ist dumm. Grimm wird sie noch in den Ruin treiben. Das ist schlimmer als in jeder Bananenrepublik. (blick.ch)


Sion holt Punkt in Basel - Sonntag, 07.08.2011

Riesengrosses Chaos vor Sions Auftritt in Basel. Die Liga bleibt weiter hart, lässt die Walliser Neuverpflichtungen nicht auflaufen. Dennoch trotzt Sion dank eines 3:3 Meister Basel einen Punkt ab.

Was für ein Fussballtag in Basel! Vor dem Anpfiff erwirkt die Swiss Football League (SFL), dass die sechs Sion-Spieler doch nicht spielberechtigt sind. Am Tag zuvor wies ein Bezirksgericht in Martigny alle involvierten Parteien an, das Sittener Sextett superprovisorisch zu qualifizieren. Als Constantin vom Urteil der SFL hört, huscht er aufgebracht in die Kabine. Lässt er seine Mannschaft überhaupt ablaufen? Ja – unter Protest. In der Startaufstellung müssen Zambrella und Crettenand für Feinduono und Mutsch kurzfristig einspringen. Constantin zum Entscheid: «Es ist ein Irrsinn, wenn man zehn Minuten vor Spielbeginn ein Gerichtsurteil umstösst. Hier sind Heuchler am Werk. Ich werde strafrechtlich dagegen vorgehen», sagt er im «Teleclub».

Mit sechsminütiger Verspätung pfeift Schiri Graf die Partie schliesslich an. Und die Teams legen los wie die Feuerwehr. Unter gütiger Mithilfe von FCB-Keeper Sommer eröffnet Sions Kopfballungeheuer Vilmos Vanczak früh das Skore (7.). Basels Konter lässt nicht lange auf sich warten. Punktgenau flankt Steinhöfer auf Jacques Zoua, der ebenfalls per Kopf den Ausgleich markiert (15.). Sion geschockt? Keineswegs! Fünf Minuten später darf Adailton ungehindert nach einem Eckball einnicken – das 2:1 für die Gäste. Mit Xherdan Shaqiri hält der Meister erneut die passende Antwort bereit. Der Zauberzwerg versenkt aus 22 Metern die Kugel im Lattenkreuz. Ein Traumtor!

Nach dem Seitenwechsel ist Sion die gefährlichere Mannschaft. Die beste Chance versemmelt Adailton. Sein Kopfball klatscht an die Querlatte (60.). Der FCB macht in dieser Phase zu wenig für den Sieg. Und kriegt dafür doch noch die Quittung. Obradovic lanciert Giovanni Sio, alleine vor Sommer bleibt der Stürmer cool und schiebt flach zum 3:2 ins Netz ein (80.). Auch dieses Mal findet der FCB eine passende Antwort – mit etwas Glück. Cabrals Verzweiflungs-Schuss von ausserhalb des Sechzehner in der 92. Minute wird unhaltbar abgelenkt und landet schliesslich im Tor – 3:3. Ein passender Abschluss für diesen verrückten Fussballtag. (blick.ch)


FC Sion verklagt die SFL - Samstag, 06.08.2011

Der Streit um die Sion-Transfer-Sperre geht in die nächste Runde. Kurz vor Beginn der Partie zwischen Basel und Sion hat die Swiss Football League entschieden, dass Sion seine Neuverpflichtungen nun doch nicht einsetzen darf. Die Walliser deponierten daraufhin einen Protest und reichten Klage gegen die SFL ein.

Sions Gabri, José Goncalves, Mario Mutsch, Stefan Glarner, Pascal Feindouno und Billy Ketkeophomphone mussten gegen den FC Basel mit einem Platz auf der Tribüne Vorlieb nehmen. Damit setzte sich die Swiss Football League Minuten vor dem Anpfiff im St. Jakob-Park im Hickhack um die Spielfreigaben durch. Sie sperrte die Sion-Neuzugänge superprovisorisch für eine Partie. Das Spiel begann mit mehreren Minuten Verspätung. Die Walliser spielten unter Protest.

Der streitbare Sion-Präsident Christian Constantin fand markige Worte zum Entscheid: «Die Liga hat sich über den Richterspruch eines ordentlichen Gerichts hinweggesetzt. Das ist schade. Damit hat Liga-Präsident Thomas Grimm sein Todesurteil unterschrieben.» Die Walliser haben Klage gegen die Liga-Verantwortlichen eingereicht. Die SFL-Verantwortlichen nahmen zur ganzen Aktion vorerst keine Stellung.

Der Streit zwischen dem FC Sion und der Liga schwelt seit Februar 2008. Wegen des Transfers des ägyptischen Goalies Essam El-Hadary war den Wallisern eine zweijährige Transfersperre auferlegt worden. Am Freitag entschied das Zivilgericht in Martigny, dass die 6 Neuen bei Sion doch spielen dürfen. Nun scheint die SFL diesen Entscheid vorläufig umgestossen zu haben. (sf.tv)

SF-Bericht
Interview mit Herr Grimm


Sion spielt in der Europa League gegen Celtic - Freitag, 05.08.2011

Der FC Sion hat Celtic Glasgow als letzte Hürde auf dem Weg in die Gruppenphase der Europa League zugelost erhalten.

Die Walliser, die am 18. August erstmals seit 13 Jahren wieder ein Europacup-Spiel im heimischen Tourbillon austragen werden, treffen auf Celtic Glasgow. Der 42-fache schottische Meister war zuletzt in der Liga nur noch die Nummer 2 hinter Stadtrivale Rangers. 2008 war Celtic letztmals Champion. Immerhin gewannen die 'Grün-Weissen' heuer den Cup. (1815.ch)


Neue Stars dürfen gegen Basel spielen! - Freitag, 05.08.2011

Sion-Präsident Christian Constantin lacht sich ins Fäustchen. Seine Neuzugänge erwirken an einem Zivilgericht die Spielberechtigung für die Super League und dürfen am Samstag gegen Basel spielen.

Das Bezirksgericht von Martigny hat grünes Licht für die Lizenzierung der sechs bisher nicht qualifizierten Spieler des FC Sion gegeben. Es heisst die Klage der Spieler gut. Damit sind die Kläger zumindest am Samstag gegen Basel spielberechtigt!

Der Entscheid wurde der Swiss Football League (SFL) am Freitagvormittag zugestellt. Wenig später hat die Liga in Absprache mit der Fifa die sechs im Sommer ins Wallis transferierten Spieler qualifiziert. Dies als Reaktion auf die superprovisorische Verfügung.

Sions Präsident Christian Constantin hat damit (vorerst?) richtig spekuliert. Der Gang vor das zivile Gericht bringt Erfolg. Die Klage führen nicht er oder der Verein, sondern die sechs Spieler Mario Mutsch, Gabri, Pascal Feindouno, José Gonçalves, Billy Ketkeophomphone und Stefan Glarner. (blick.ch)

SF-Bericht


Souveräner Sieg in Neuenburg - Montag, 01.08.2011

Erster Verfolger der Thuner ist neu der FC Sion. Die Walliser setzten sich gegen Xamax auswärts 3:0 durch.

Sechzig Sekunden nachdem der gute Neuenburger Keeper Bédénik einen Penalty von Dingsdag pariert hatte, holte Vilmos Vanczak Verpasstes nach: Der Verteidiger der Walliser traf nach einem Corner mit dem Kopf. Nach dem Seitenwechsel trafen Giovanni Sio mit einem schönen Distanzschuss (54.) und erneut Vanczak (81.) für die Gäste aus dem Wallis.

Die Sittener hatten keine einzige heikle Phase zu überstehen. Der Ausfall der nach wie vor nicht qualifizierten Neuzugänge wirkte sich überhaupt nicht aus. Zu schwach agierte Xamax. Die völlig konzeptlos zusammengestellte Equipe trat ohne einen einzigen ausgebildeten Stürmer an. Entsprechend ist die Bilanz nach drei Runden: kein Punkt, 0:8 Tore.

Mit dem zweiten Saisonsieg machte Sion einen Sprung vom 7. auf den 2. Platz. Xamax dagegen verlor unter der Herrschaft von Investor Bulat Tschagajew auch das 3. Spiel und ziert zusammen mit dem FC Zürich das Tabellenende.
 


Rekurs abgelehnt! - Freitag, 29.07.2011

Erwartungsgemäss hat das Rekursgericht der Swiss Football League den Rekurs des FC Sitten betreffend die gesperrten neuen Spieler zurückgewiesen. 

«Das Rekursgericht stellt fest», so die SFL, «dass der Entscheid der FIFA für die laufende Transferperiode gilt. Er ist endgültig und vollstreckbar.» Die SFL sehe sich gemäss den eigenen Statuten verpflichtet, diesen Entscheid zu befolgen. Christian Constantin reagiert darauf. «Dem FC Sitten», so CC, «bleiben jetzt zwei Wege offen. Dem Klub der Gang vors Sportgericht CAS in Lausanne und den Spielern derjenige vor ein Zivilgericht, weil man sie an der Ausübung ihres Berufs hindert.»

Das CAS dürfte den dringenden Fall in einem Schnellverfahren erledigen wollen. Sollte das Lausanner Sportgericht Constantin und dem FC Sitten doch noch recht geben und den Richterspruch der SFL widerlegen, droht dem Klubfussball ein mittleres Chaos. Bis dahin dürfen die Neuzuzüge Gabri, Feindouno, Mutsch, Glarner, Ketkeophomphone und Gonçalves weiterhin nicht spielen. Sitten spielt jeweils unter Protest.

Im Fall geht es letztlich um die Frage, ob Sitten die seitens der FIFA ausgesprochene Transfersperre von zwei Perioden bereits verbüsst hat oder nicht. Die FIFA will zwei ganze Perioden, CC sagt, eine ganze und zwei partielle genügten. (Walliser Bote)

 


Petition für FC Sitten - Donnerstag, 28.07.2011

FIFA-Präsident Sepp Blatter und Thoms Grimm, Präsident der Swiss Football League, haben gestern Post erhalten. Eine Petition, die von mehr als 500 Sympathisanten aus dem Wallis, aber auch aus der ganzen Schweiz, aus den USA und Frankreich unterschrieben worden ist.

Die Hauptforderung: zurück zum Spiel und weg von den Beamten. Die Petition wurde von Fabrice Miserez lanciert. «Ich habe die Idee gut gefunden und habe sie unterstützt», betont Georges Martin, Mitarbeiter beim Eidgenössischen Departement des Äusseren in Bern und langjähriger Fussballfan. «Ich kenne Herrn Miserez übrigens nicht persönlich, nur aus dem Netz», so Martin. Die Petitionäre sind der Auffassung, dass der Fall El-Hadary nun schon zu lange andauere, dass die Angelegenheit völlig intransparent sei, vor allem auch weil die Verantwortlichkeiten aufgeteilt seien. Alles in allem gebe es nur ein Opfer und das sei der FC Sitten, aber es gebe in der Angelegenheit mehr als einen Verantwortlichen, also nicht nur den FC Sitten, schreiben die Petitionäre. Sie fordern die FIFA und die SFL auf, nach einer für alle Seiten tragbaren Lösung zu suchen. «Wir sind nicht gegen die Gesetze, aber in diesem Fall haben einige Beamte vergessen, dass es eigentlich um ein Spiel geht. Wenn man will, findet man immer eine Lösung», so Georges Martin. (Walliser Bote)



Interview mit SFL-Chefjurist zu Fall El-Hadary - Mittwoch, 27.07.2011

Der FC Sitten wartet immer noch auf die Lizenzierung von sechs neu verpflichteten Spielern. Der «Fall» liegt im Moment bei der Rekurskommission. Wie setzt sich diese zusammen, wie arbeitet sie und wann ist mit einem Urteil zu rechnen? Claudius Schäfer, Chefjurist bei der Swiss Football League, nimmt Stellung.

Claudius Schäfer, wie viele Anrufe von Journalisten haben Sie in den letzten Wochen erhalten?
«Ich habe sie nicht gezählt. Aber es waren einige.»

Der Rekurs des FC Sitten im Fall El-Hadary liegt beim Rekursgericht der Swiss Football League. Wie ist der aktuelle Stand?
«Wir gehen davon aus, dass das Rekursgericht am Ende der Woche einen Entscheid fällen wird.»

Wer nimmt Einsitz im Rekursgericht?
«Das gesamte Rekursgericht besteht aus dem Präsidenten Martin Sterchi, zwei Vizepräsidenten, 13 Mitgliedern sowie einem Gerichtsschreiber. Um einen Fall kümmern sich jeweils drei Juristen sowie der Gerichtsschreiber. Alle Mitglieder des Rekursgerichts arbeiten auf Mandatsbasis für die SFL und werden pro Fall entschädigt.»

Ist es normal, dass ein Urteil so lange auf sich warten lässt?
«Ja, absolut. In den meisten Fällen dauert so etwas mindestens zwei Wochen. Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Als das Rekursgericht vor Jahren über Fälle von Stadionsperren und Geisterspielen entscheiden musste, dauerte dies wochenlang. Ausnahmen gibt es nur, wenn die Verhältnisse in einem Fall sehr einfach sind. Im Fall El-Hadary ist das nicht so.»

Was macht den Fall El-Hadary so kompliziert?
«Kompliziert war am Anfang,dass es Unklarheit darüber gab, ob es um den Verein FC Sitten oder die Olympique des Alpes SA geht. Heute geht es nur noch materiell um die von der FIFA verhängte Transfersperre und die Frage, ob diese schon verbüsst ist oder nicht.»

Die SFL steht mitten in einem Interessenkonflikt. Auf einer Seite der FC Sitten, auf der anderen die FIFA. Ist das schwierig?
«Das ist in der Tat nicht ganz einfach. Der FC Sitten beantragte bei der SFL die Qualifikation der neuen Spieler. Die FIFA allerdings forderte den Schweizerischen Fussballverband, dessen Abteilung u.a. die SFL ist, mehrmals dazu auf, die Spieler des FC Sitten aufgrund eines FIFA-Entscheides nicht zu qualifizieren. Sie müssen wissen: In Artikel 6 der SFL-Statuten steht, dass sich die Organe der SFL verpflichten, den verbindlichen Charakter der von den zuständigen Organen der FIFA gefällten Entscheide anzuerkennen. Diese Bestimmung muss gemäss FIFA-Recht in die jeweiligen Statuten der Landesverbände und Ligen übernommen werden. Aus diesem Grund ging die Qualifikationskommission gar nicht näher auf den Fall ein. Sie entschied, die Spieler aufgrund der statutarischen Bestimmung nicht zu qualifizieren, weil die FIFA das so verlangt hatte.»

Das ist doch verrückt.
«Nein, die Qualifikationskommission tat grundsätzlich nur ihre statutarische und von der FIFA verordnete Pflicht. Falls die Kommission anders gehandelt hätte, hätte die FIFA gegen den Schweizer Fussballverband disziplinarisch vorgehen können. Es ist aber durchaus möglich, dass das Rekursgericht der SFL den Fall materiell anschaut und zu einem anderen Schluss kommen wird.»

Und wenn nicht?
«Dann wird der FC Sitten nach meinem Wissen den Fall an den Internationalen Sportgerichtshof TAS in Lausanne weiterziehen.»

Gibt es Reaktionen von Fans gegenüber der SFL?
«Ja, die gibt es.»

Zum Beispiel?
«Darüber möchte ich keine Auskunft geben. Aber ich kann Ihnen sagen: Es hat ein strafrechtlich relevantes Ausmass angenommen.»

Wie ist eigentlich das Einvernehmen zwischen dem FC Sitten und der Swiss Football League?
«Es ist nach wie vor gut. Klar ist, dass bei einem solchen Fall die Emotionen hochgehen und die Protagonisten manchmal ‹in der Hitze des Gefechtes› Aussagen tätigen, die nicht immer überlegt sind. Verschiedene Medien tragen dann das Ihre dazu bei, was dazu führt, dass der Fall nicht mehr aus einer objektiven Sicht dargestellt wird.»

Bei Xamax herrscht totales Chaos, der FC Sitten kämpft auf allen juristischen Ebenen. Hat die Super League schon wildere Zeiten erlebt?
«Das kann ich nicht beurteilen. Ich arbeite seit fünf Jahren bei der SFL. Etwas ist immer los. Aber so ist der Fussball. Es geht um Emotionen, relativ viel Geld, es gibt viele verschiedenen Charaktere, da kann es Reibungen geben. Der Fussball hat schon viele Stürme erlebt. Aber am Schluss ist alles immer gut ausgegangen. Das wird wohl auch im Fall El-Hadary so sein.»

Zum Schluss eine Frage zum Sport: Welche Mannschaft wird Ihrer Ansicht nach in diesem Jahr Schweizer Meister werden?
«Ich gehe davon aus, dass es eines der zehn Teams aus der Super League sein wird.» (lacht). (Walliser Bote)


Sion sündigt im Abschluss - Sonntag, 24.07.2011

Der FC Sion verliert zuhause 1:2 gegen die Berner Young Boys. Die Walliser vergeben zahlreiche Chancen, die Berner bestechen durch Effizienz.

Unter Protest und ohne die noch nicht spielberechtigten sechs Neueinkäufe angetreten, steigt der FC Sion ins Heimspiel gegen die Young Boys. Und die Walliser machen gleich mächtig Dampf. Die 9. Minute: Die Berner Verteidiger spekulieren auf Offside. Flügelstürmer Crettenand schleicht sich heran, doch sein Schuss streichelt nur den linken Pfosten. Fünf Minuten später: Sio trocknet Nef ab. Dann scheitert Obradovic mit einem Kopfball, den YB-Goalie Wölfli reflexartig über die Latte lenkt. Die 26. Minute: Wieder Pech für die Walliser. Sio setzt den Ball – wie Crettenand zuvor – von Obradovic lanciert an den linken Pfosten! Dann verschätzt sich Wölfli auf einen hohen Ball, Sio kann per Kopf nicht profitieren. Und Obradovic bleibt aus rund sieben Metern an Sutter hängen. YB wird fast etwas vorgeführt. In der 34. Minute kommt es, wie es kommen muss. Farnerud schlägt eine Flanke in den Strafraum, Sion-Goalie Vanins lässt den Ball unbedrängt fallen. Schneuwly muss nur noch den Kopf hinhalten. YB führt völlig entgegen dem Spielverlauf mit 1:0.

Auch in der zweiten Halbzeit vergibt das Team von Coach Laurent Roussey etliche Torchancen. Dass Ben Khalifa zehn Minuten vor Schluss mit Gelb-Rot vom Platz muss, ändert nichts mehr an der Niederlage. Im Gegenteil: Degen enteilt nach Zuspiel von Bienvenu, Elmer kommt zu spät und Vanins sieht wieder alt aus. Doch das 2:0 in der 85. Minute ist noch nicht alles. Sios Anschlusstreffer in der Nachspielzeit gefährdet den ersten Liga-Sieg in der Ära Christian Gross. Doch weil Ref Hänni ein Sio-Tor in den letzten Sekunden der Partie aberkennt, fahren die Berner die drei Punkte ein. Wölfli soll im Luftkampf behindert worden sein. Die TV-Bilder deuten aber eher auf kein Foul hin. (blick.ch)

Bericht sport.ch: Wurde Sion benachteiligt?
Serey's Kommentar zur Schiedsrichterleistung


Gute Stimmung trotz Unsicherheit - Samstag, 23.07.2011

Bei Sion herrscht trotz Unsicherheit rund um die Neuzugänge während der Woche eine gute Stimmung. Die Walliser gehen nach dem Auftaktsieg optimistisch in die 2. Runde der Axpo Super League.

Vor der heutigen Heimpartie gegen die Young Boys freute sich Trainer Laurent Roussey über die Arbeitsmoral seiner Spieler: «Es gibt keinerlei Probleme, auch nicht mit denjenigen, die nicht wissen, ob sie spielen dürfen. Es herrscht eine gute Atmosphäre.»

Der Franzose verheimlichte allerdings nicht, dass die Lage komplizierter werden wird, falls sich an der Situation nichts ändert und die Neuzugänge weiterhin nur trainieren können. «Momentan sagen alle, dass sie bleiben wollen, aber das kann sich rasch ändern.» Sechs Spieler sind wegen des Transferverbots der FIFA ohne Spielberechtigung. Ob sich daran etwas ändert, ist offen. Demnächst wird die Rekurskommission der Swiss Football League ihr Urteil abgeben.

Christian Gross erwartet von seinen Young Boys eine ähnliche Leistung wie beim 1:1 gegen Basel, einfach noch ein wenig konsequenter im Abschluss. Die Reise nach Sitten und das Wiedersehen mit Roussey erinnert den Zürcher an eine seiner «bittereren Niederlagen». Obwohl Gross in der Saison 2001/2002 drei der vier Duelle gegen seinen französischen Kollegen für sich entschieden hatte, ist vor allem die eine Pleite in Erinnerung geblieben. Gleich zum Auftakt der Saison hatte der Erfolgscoach mit dem FC Basel beim FC Sion spektakulär mit 1:8 verloren. Am Ende der Spielzeit resultierte aber der erste Meistertitel mit dem FCB. (SI)

WB-Bericht über Didier Crettenand


Dominguez verlässt den FC Sion - Dienstag, 19.07.2011



Der FC Sion tritt Alvaro Dominguez (30) vorzeitig ab.

Samsunspor, der türkische Klub des Ex-YB-Trainers Petkovic, übernahm den überzähligen Kolumbianer für rund 400'000 Franken. Der offensive Mittelfeldspieler gehörte beim Startspiel (1:0 gegen FCZ) nicht mehr zum Kader.

 

 

 


Sion will streiken - Dienstag, 19.07.2011

Christian Constantin droht dem Verband! In einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz teilt CC am Dienstagnachmittag mit, dass der FC Sion dem Aufgebot für die Auswärtsspiele gegen Xamax am 31. Juli und am 6. August in Basel nicht Folge leisten wird, sollten bis dahin die sechs verpflichteten Spieler nicht spielberechtigt sein.

Weil sechs der wichtigsten Spieler nicht mittun können, könne die Mannschaft unmöglich antreten. CC beruft sich auf höhere Gewalt. Schiesslich könnte er auch nicht antreten, wenn sechs Spieler plötzlich erkranken würden. Der Sion-Boss fordert eine Verschiebung der Spiele.

Der Ausweg aus dem Schlamassel: Die Lizenzkommission prüft die Unterlagen und erteilt den Spielern die Erlaubnis, ihrer Arbeit nachzugehen.

Den Beweis, dass er Recht hat, tritt Constantin an der Pressekonferenz live an. Er veröffentlicht alle Urteile und sämtlichen Schriftverkehr und stellt so dar, dass es aus seiner Sicht keine rechtlichen Grundlagen gibt, den Neuzuzügen die Lizenz zu verweigern.

Brief von CC an Fifa


Sion gewinnt Auftaktspiel - Sonntag, 17.07.2011

Der FC Sion startete mit einem knappen, aber verdienten Heimsieg gegen (Mit-)Favorit Zürich in die neue Saison der Axpo Super League. Das Tor schoss Goran Obradovic in der 74. Minute.

Der erste Heimsieg des FC Sion gegen den FC Zürich seit Mai 1998 war verdient. Nur in der Startviertelstunde bekundete der Cupsieger mit den spielstarken Stadtzürchern Mühe. In der Folge war Sion in einer vor allem vor der Pause hochklassigen Partie gefährlicher. Alleine zwischen der 18. und 28. Minute hatten die Sittener Stürmer Alexander Prijovic und Giovanni Sio fünf hochprozentige Chancen nicht verwerten können.

Das Tor fiel dann jedoch, als die Partie an Niveau verlor. Nach einem gekonnten Zuspiel zur Mitte von Sio lenkte Captain Goran Oradovic den Ball aus kurzer Distanz ins Tor.

Die Reaktion des FCZ war nicht überzeugend. Nur noch eine grosse Gelegenheit erspielten sich die Zürcher. Der eingewechselte Adrian Nikci schoss aber aus spitzem Winkel über das Tor.

Die grösste Chance hatte der FCZ unmittelbar vor der Pause. Nach einem Dribbling wurde Ricardo Rodriguez von Adailton gefoult. Den fälligen Penalty vergab Xavier Margairaz kläglich. Seinen Lupfer konnte Sion-Keeper Andris Vanins stehend problemlos abfangen. Somit verlor der FCZ zum dritten Mal in Folge das Startspiel in der Axpo Super League. (1815.ch)

-> zum WB Artikel


Keine Spielberechtigung für die Neuen - Samstag, 16.07.2011

Obschon er keine Transfers hätte tätigen dürfen, verpflichtete der FC Sion auch für die Saison 2011/12 wie immer Spieler – einen nach dem anderen: Glarner, Feindouno, Gonçalves, Gabri, Ketkeophomphone und Mutsch. Doch jetzt wird er von der Qualifikations-Kommission der Swiss Football League zurückgepfiffen.

Sie beurteilt wegen der vom Weltverband Fifa verhängten Transfersperre die Rechtslage so, dass keine neuen Sittener qualifiziert werden können. Dabei verbreiteten dem Sitten-Präsident Christian Constantin nahestehende Personen, der Boulevard und selbst die nationale Sportagentur zuletzt die Meldung, Sitten habe einen «Teilsieg» errungen.

Der Fall betrifft den 2008 erfolgten Transfer des ägyptischen Goalies El Hadary. Er kam nach Sitten, worauf ihn sein früherer Klub Al Ahly des Vertragsbruchs bezichtigte. Der Fall kam vor die Fifa, die Bussen aussprach und gegen Sitten eine Transfersperre «in zwei aufeinanderfolgenden Perioden» verhängte.

Die Walliser wehrten sich, blitzten aber vor dem internationalen Sportschiedsgericht TAS und dem Bundesgericht ab. Nun stellen sie sich auf den Standpunkt, die Strafe im Verlauf der Verfahren bereits in mehreren Etappen verbüsst zu haben – analog dem Transferfall Mexès / AS Roma.

Die Sittener gelangten wieder ans TAS, kamen aber mit dem Gesuch um eine «aufschiebende Wirkung» nicht durch. Deshalb sieht's für sie auch im neusten Verfahren nicht gut aus. Wenn sie die nicht qualifizierten Spieler am Samstag gegen den FCZ einsetzen, drohen ihnen Forfait-Niederlagen. Sie haben in der Liga eine Rekursmöglichkeit, und sie können versuchen, zivilrechtliche Wege zu gehen. (nzz.ch)


Teilsieg für den FC Sion - Freitag, 15.07.2011
Im Transferstreit zwischen dem FC Sion und der FIFA errang der Walliser ASL-Verein vor dem CAS wohl einen Teilsieg.

Es fehle die rechtliche Grundlage, den Sittenern auch in diesem Sommer eine Transfersperre aufzuerlegen, schreiben die CAS-Richter in Lausanne.

Mit seinem Rekurs gegen das FIFA-Urteil hatte sich Sions Präsident Christian Constantin erhofft, aufschiebende Wirkung zu erreichen. Dann hätte die Swiss Football League die neuen Sion-Spieler wohl für die am Wochenende beginnende Saison der Axpo Super League zumindest provisorisch qualifiziert.

Die aufschiebende Wirkung gewährte das CAS nicht. Aber in seinem Schreiben teilte es mit, dass das FIFA-Urteil von 2009 nicht auf 2011 anwendbar sei. Constantin hofft nun, dass die Swiss Football League die Spielerlizenzen ausstellt. Der Entscheid der SFL steht noch aus.

Verursacht wurde das Sittener Transfer-Chaos durch den umstrittenen Deal mit dem früheren Keeper Essam El-Hadary vor über drei Jahren. Die FIFA sanktionierte das fehlbare Verhalten des FC Sion mit einem temporären Transferverbot. (1815.ch)


Interview mit Laurent Roussey - Freitag, 15.07.2011
Am Samstag startet der FC Sitten gegen den FC Zürich in die Meisterschaft. Der Trainer Laurent Roussey gibt sich optimistisch.

Laurent Roussey, Ihre Equipe hat durch die acht Zuzüge im Sommer an Qualität gewonnen.

«Ja, das hat sie. Nicht nur auf dem Platz. Auch ihr Geist ist lebendiger geworden. Erfahrene Spieler wie Pascal Feindouno sind nicht nur auf dem Platz wichtig, sondern auch für das Innenleben des Teams. Ich denke, die Equipe ist geschlossener und qualitativ stärker als im letzten Jahr.»

Was heisst das?

«Im letzten Jahr wurden wir Vierte. In diesem Jahr müssen wir besser sein. Also Dritte oder Zweite. Oder sogar Erste.»

Ist das realistisch?

«Ja, warum nicht? Wie gesagt: Wenn wir etwas erreichen wollen, müssen wir konkrete Ziele haben. Also sage ich: Wir wollen im Cup so weit kommen wie möglich, in der Meisterschaft an der Spitze mitspielen und die Europa League erreichen.»

Wen sehen Sie als stärkste Konkurrenten in der Meisterschaft?

«Basel, YB, Zürich, GC, vielleicht Luzern. Das sind alles gute Mannschaften. Ich gehe davon aus, dass es ein ausgeglichenes Championat geben wird, denn auch die Aufsteiger Lausanne und Servette sind stark. In einer Liga mit wenig Teams müssen sowieso alle aufpassen. Wer nicht oben mitspielt, spielt bald schon gegen den Abstieg. Die Frage ist nun: Sind wir stärker als die anderen? Ich denke, wir können in diesem Jahr stärker sein. Dafür muss uns aber ein guter Start gelingen.»

Holten Sie noch einen Stürmer?

«Vielleicht. Man schauen, was der Markt so hergibt.»

(1815.ch)


Hauptprobe gibt Zuversicht - Montag, 11.07.2011

Der FC Sitten zeigte während 75 Minuten eine imposante Vorstellung. Nach herrlichen Treffern von Obradovic, Afonso und Prijovic führten die Walliser mit 3:0. Paris St-Germain vermochte in der Schlussphase von zwei Sittener Nachlässigkeiten zu profitieren.

«Wir haben eine solide Vorstellung mit einer guten Organisation, gekonnte Ballsicherheit im Mittelfeld und eine grosse Effizienz mit drei Toren gesehen», zeigte sich Trainer Laurent Roussey nach Spielschluss realistisch. Wobei er bei diesen Aussagen den Druck auf die Mannschaft wohl bewusst tief hielt. Natürlich war es nur ein Testspiel und die Vorbereitung der Pariser, die direkt vom Flugplatz in die Provinz zum Drittligisten Le Mouret reisten, war zweifellos nicht ideal. Tatsache ist und bleibt aber, dass der FC Sitten eine Woche vor Meisterschaftsstart gegen Zürich im heimischen Tourbillon über ein immenses technisches und spielerisches Offensivpotential verfügt.

Mit der Verpflichtung von Pascal Feindouno, der von der AS Monaco ins Wallis wechselte, scheint Präsident Christian Constantin ein grosser Wurf geglückt zu sein. Feindouno ist eine klassische Nr. 10, technisch brillant und mit dem perfekten Auge für den so wichtigen letzten Pass in die gegnerische Gefahrenzone. Zusammen mit Kapitän Goran Obradovic, der am Samstag ein weiteres grosses Spiel ablieferte, sorgte er in der Sittener Offensive mit seiner Ballsicherheit für Ordnung und in der Gäste-Abwehr immer wieder für Panik. Perfekt abgeschirmt wurde die Sittener Mittelfeldoffensive durch den lauffreudigen, zweikampfstarken und in der Zwischenzeit auch mental omnipräsenten Geoffroy Serey Die. In der Hinterhand hat Trainer Roussey auch noch Gabri, von dem sich vor allem Präsident Constantin sehr viel verspricht. Die Sittener Offensive, in der letzten Saison oft nur ein laues Lüftchen, ist nun personell hervorragend bestückt.

Fehlt nur noch der Angriff, die Knipser, die für die entscheidenden Tore sorgen sollen. Gegen Paris St-Germain liess Trainer Roussey mit einem 4-4-2-System auflaufen, mit den beiden Stürmern Afonso (Tor zum 1:0) und Sio in der ersten Halbzeit und mit Prijovic (Tor zum 3:0) für Afonso in der zweiten. Dem Sittener Trainer schien es gefallen zu haben: «Natürlich ist das nun eine Option. Definitiv im Hinblick auf die Meisterschaft ist aber noch nichts», liess sich Roussey nach Spielschluss nicht in die Karten blicken. Bei der erwähnten aktuellen Mittelfeldbesetzung, welche gegen die Franzosen durch Mario Mutsch auf der linken Seite ergänzt wurde, drängt sich das am Samstag präsentierte System richtiggehend auf. Auf die Defensive, die beste in der abgelaufenen Meisterschaft, ist eh Verlass. Von den Neuverpflichteten standen in Mouret José Goncalves (hinten links), Mario Mutsch (Mittelfeld links), Pascal Feindouno (Mittelfeld zentral) und Guilherme Afonso (Angriff) in der Startaufstellung. Billy Ketkeophomphone wurde eingewechselt.

Nach 101 Sekunden……traf Kapitän Goran Obradovic mit einem satten Freistoss-Schlenzer aus 21 Metern über die Mauer ins linke Lattenkreuz zum frühen 1:0. Ein Tor des Monats, mindestens. Sitten war in der ersten Halbzeit ballsicher, beweglich und zweikampfstark und zauberte oftmals gegen den grossen Gegner. Das 2:0 zu Beginn der 25. Minute wurde über links vorbereitet, von Giovanni Sio mit einem Pass in die Tiefe lanciert und von Guilherme Afonso souverän abgeschlossen. Herrlich in Entstehung und Abschluss war auch das 3:0 in der 54. Minute. Pascal Feindouno schaffte sich mit einer Finte den nötigen Raum, spielte im richtigen Moment den genialen Pass auf Aleksandar Prijovic, der sich gegen den letzten Verteidiger durchsetzte und mit einem Flachschuss in die entfernte Ecke zum 3:0 traf. Paris St-Germain, das zur zweiten Halbzeit quasi mit einer neuen Mannschaft erschien, profitierte in der Schlussphase von Nachlässigkeiten in der Sittener Abwehr und verkürzte durch Tiene (84.) und Chantome (89.) auf 3:2. Was weniger mit dem physischen Nachlassen als viel mehr mit Unkonzentriertheiten der Walliser zu tun hatte. Im Hinblick auf den Saisonstart am kommenden Samstag im Tourbillon gegen Vizemeister Zürich ist ein 3:2 vielleicht besser als ein 3:0. (Walliser Bote)
 
Zur Machtzusammenfassung -->

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3:3 nach einer 3:0 Führung

Nach der Galavorstellung am Samstag gegen Paris St-Germain begnügte sich der FC Sitten gestern im letzten
Testspiel in Chalais gegen Chal lenge-League-Aufsteiger Etoile Carouge mit einem 3:3-Unentschieden. Trainer Roussey setzte, wie am Samstag angekündigt, auf eine B-Elf, in welcher noch der eine oder andere Testspieler zum Einsatz kam. Sitten dominierte das Geschehen in der ersten Halbzeit klar und ging mit 3:0 in Front. Zweimal Prijovic und Rodrigo erzielten die Tore. Nach dem Seitenwechsel kam es aufseiten der Walliser
zu weiteren Wechseln, welche den Spielfluss weiter beeinträchtigten. Etoile Carouge gelang in der Schlussphase deshalb noch der Ausgleich. (Walliser Bote)


Letzte zwei Testspiele - Samstag, 09.07.2011

Der FC Sitten bestreitet übers Wochenende seine beiden letzten Testspiele im Hinblick auf die neue Saison 2011/2012.

Heute Samstag treffen die Walliser in Mouret FR um 17.00 Uhr auf das legendäre Paris St-Germain. Dabei handelt es sich um das erste Vorbereitungsspiel der Franzosen. Die Partie wird auf «Canal+Sport» live übertragen.

Am Sonntag dann trifft Sitten auf Etoile Carouge, aktueller Aufsteiger in die Challenge League. Diese Partie in Chalais beginnt um 16.00 Uhr. Die neue Meisterschaft startet Sitten in einer Woche mit einem Heimspiel gegen Zürich. (Walliser Bote)


Tippspiel Saison 2011/2012 - Mittwoch, 06.07.2011

Unser Tippspiel für die Saison 2011/2012 ist wieder lanciert.

Wer im letzten Jahr teilgenommen hat, kann sich mit denselben Login-Daten einloggen.
http://www.fcsion-online.ch/infoglueDeliverWorking_live/Home/Tippspiel

Wer sich neu anmelden möchte, kann sich über diesen Link registrieren:
http://www.fcsion-online.ch/infoglueDeliverWorking_live/Home/Tippspiel/Registrierung

Auch in dieser Saison gibt es wieder interessante Preise (u.a. ein Saison-Abonnement) zu gewinnen.

Wir freuen uns über jede Teilnahme.


FC Sion kämpft um den Sieg - Mittwoch, 06.07.2011
Jetzt werden die «Schweizer Fussballstars des Jahres» bestimmt. In der Kategorie «Schweizer Cup-Teams des Jahres» kämpft auch der FC Sion um den Sieg.

Der Schweizerische Fussballverband hat die Wahl der «Schweizer Fussballstars des Jahres» lanciert. Auf dem Internet-Portal www.football.ch kann unter der Rubrik «Nacht des Schweizer Fussballs» abgestimmt werden.

Nachdem eine Fach-Jury eine Vorselektion vorgenommen hat, stehen in den acht Kategorien jeweils die Top 3 zur Auswahl. In der Kategorie «Schweizer Cup-Team des Jahres» kämpfen Biel, Neuchâtel Xamax und Sion um den Sieg.

Die Kategorien-Gewinner werden am 8. August im Rahmen der «Nacht des Schweizer Fussballs» im Stade de Suisse zu Bern geehrt. (1815.ch)


Gabri wechselt zum FC Sion - Mittwoch, 06.07.2011

Der FC Sion vermeldet einen namhaften Zuzug: Die Walliser verpflichteten vom katarischen Verein Umm Salal den Spanier Gabri. Der 32-jährige Mittelfeldspieler Gabriel Francisco Garcia de la Torre, genannt Gabri, wurde in der La Masia, dem Nachwuchszentrum des FC Barcelona, gross.

Für die Katalanen absolvierte er zwischen 1999 und 2006 128 Partien, wobei er vor allem zu Beginn seiner Profi-Karriere unter Louis van Gaal und Llorenç Serra Ferrer regelmässig eingesetzt wurde. Im hochkarätigen Ensemble von Barça war Gabri nie einer der ganz grossen Stars. Er war aber gut genug, um den Sprung in die spanische Auswahl zu schaffen. Drei Länderspiele absolvierte er für den Weltmeister. 2004 gehörte Gabri dem Kader der EM-Endrunde in Portugal an. Nach seiner Zeit in Barcelona war Gabri während vier Jahren für Ajax Amsterdam tätig, wobei auch in Holland seine Leistungskurve nach unten zeigte. 2009/2010 kam er nur noch 13 Mal zum Zuge, ehe er die Karriere in Katar fortsetzte.

Im FC Sion erhält Gabri nochmals die Gelegenheit, im europäischen Profi-Fussball mitzuwirken. Die Verpflichtung hatte sich in die Länge gezogen. Von der namhaften Verstärkung aus Katar sprachen sie in Sitten schon lange. Bereits vor drei Wochen hatte Gabri die medizinischen Tests absolviert. Nun setzte er auch die Unterschrift unter den Zweijahresvertrag. Schon am Dienstag arbeitete Gabri mit Sittens Trainer-Staff ein spezifisches Aufbauprogramm aus. Nach einem Jahr in Katar wird er beim Saisonstart am 18. Juli noch nicht in Topform sein. Die Walliser Zeitung «Le Nouvelliste» gab sich entsprechend vorsichtig und schrieb von einer «affaire à suivre».

Auch die Walliser wissen: Nicht alle grossen Namen jenseits der 30 Jahre haben auf dem Platz eingeschlagen. Die Meistercup-Sieger Ilija Najdoski (Mazedonien) und Darko Pancev (Mazedonien) sowie die Franzosen Jean-Jacques Eydelie, Benoit Cauet und Xavier Gravelaine sind solche Spieler, die im FC Sion die Erwartungen nie erfüllen konnten. (Si)

WB-Bericht - Hauch von Weltklasse


Sion-Xamax 1-1 (Testspiel) - Montag, 04.07.2011

Im drittletzten Testspiel vor Beginn der neuen Meisterschaft trennten sich Sitten und Neuenburg Xamax 1:1 unentschieden. Die Walliser dominierten und hatten die besseren Chancen.

Sitten liess den Ball über weite Strecken gekonnt zirkulieren, war mehr in Ballbesitz und kam durch Sio früh zu einer hervorragenden Chance. In der 41. Minute traf Gohou mittels Freistoss zur überraschenden Führung der Neuenburger.

Der zur Halbzeit eingewechselte Ketkeophomphone traf in der 71. Minute, nach Vorarbeit von Afonso, zum verdienten 1:1-Ausgleich. Prijovic verpasste in der Schlussphase in aussichtsreicher Position den Sieg. Beim FC Sitten sah zwei Wochen vor Saisonstart vieles gut aus. Die Ballsicherheit war augenfällig und auch die spielerischen Elemente stimmen zuversichtlich. Was sich in dieser Partie gegenüber der letzten Saison nicht verändert hat, war die Effizienz im Abschluss.

Sitten spielt am kommenden Samstag in Mouret gegen den französischen Spitzenklub Paris-St-Germain und am Sonntag in Chalais gegen Challenge-League-Aufsteiger Etoile Carouge. (1815.ch)


Chatton wird an Lugano ausgeliehen - Mittwoch, 29.06.2011

Der Stürmer und Aussenläufer Loïc Chatton, seit Oktober 2010 beim FC Sitten, wird für eine Saison an den B-Ligisten FC Lugano abgegeben.

Er besitzt noch einen Vertrag beim FC Sitten bis ins Jahr 2015. Trotzdem wird Loïc Chatton in der kommenden Saison nicht in der Super League spielen. Der FC Sitten gibt den 20-jährigen Bieler leihweise an den FC Lugano ab, wie das «Bieler Tagblatt» berichtet. Die Tessiner galten bereits in der vergangenen Saison als Aufstiegskandidaten und wollen 2011/12 unbedingt in die oberste Spielklasse der Schweiz zurück.

Loïc Chatton spielte seit acht Monaten bei den Wallisern nachdem er von seinem Heimklub, dem FC Biel, gewechselt hatte. Er hat sich beim FC Sitten in einigen Einsätzen in Szene gesetzt – den Durchbruch schaffte er aber nicht. So hatte er sich auch keinen Stammplatz in der Startelf erobern können. (1815.ch)


Pascal Feindouno unterschreibt für 2 Jahre - Mittwoch, 29.06.2011

Stürmer Pascal Feindouno unterschreibt beim FC Sion einen Zweijahresvertrag.

Dies bestätigt dessen Spieleragent Rui Alves gegenüber der welschen Website «cartonrouge.ch»: «Ich bin glücklich, dass ich so einen grossartigen Spieler jetzt beim FC Sion platzieren konnte. Pascal und ich, aber auch Christian Constantin und Laurent Roussey waren uns einig: Pascal wird in der Schweizer Liga und im Europapokal brillieren.» Der Nationalspieler aus Guinae erzielte für Girondins de Bordeaux und die AS St.Etienne in den vergangenen Jahren über 80 Tore. Nach einem Abstecher in den Katar und einem wenig berauschenden Europa-Comeback bei der AS Monaco kehrt Feindouno zurück an die Seite von Laurent Roussey, der bereits in St. Etienne sein Trainer war – eben in jener Zeit, als Feinduno seinen Karrierehöhepunkt erlebte. (blick.ch)


Lockerer Testsieg gegen Yverdon - Samstag, 25.06.2011

Lockerer 4:0-Sieg für den FC Sitten im zweiten Test zur neuen Saison, gegen den 1.-Ligisten Yverdon kamen gleich zwei Teams zum Einsatz.

Yverdon, das sich Ende der letzten Saison aus der Challenge League verabschiedet hat, war kein echter Gradmesser für den Cupsieger. Nach neun Minuten stand es 0:2, nach einer halben Stunde bereits 0:4. Prijovic und Afonso, der nach seinem Gastspiel bei Lugano in Sitten noch einen gültigen Vertrag besitzt, trafen je zweimal. Von den Neuen war Mutsch über rechts auch nach vorne aktiv, Gonçalves agierte als linker Aussenverteidiger, Glarner spielte im linken Aussenraum und Ketkeomphomphone zeigte hinter den Spitzen interessante Ansätze. Der 21-Jährige könnte eine interessante Alternative im Offensivbereich werden. Trainer Laurent Roussey konnte es sich leisten, trotz einiger Absenzen für die zweite Halbzeit eine komplett neue Mannschaft aufs Feld zu schicken. «Das war jedoch der letzte Test mit derart vielen Spielern. Jetzt geht es nach einer harten Woche um die spielerischen Details», bereits für das Mittwochspiel in Ardon gegen Servette will er das Kader auf ein vernünftiges Mass reduzieren. Es werden wohl einige über die Klinge springen müssen. Die Mannschaft beendete ihr Trainingscamp im Aostatal und hat im Vorbereitungsprogramm ein interessantes Rendezvous dazubekommen: Am 9. Juli misst man sich in Fribourg mit Frankreichs Paris-St-Germain.

Sittens Trainer hofft immer noch, dass mit Gabri noch eine grosse Nummer zum Team stösst. Der 32-jährige Spanier, der sieben Jahre bei Barcelona spielte, 1999 Junioren-Weltmeister wurde, später für vier Jahre nach Holland zu Ajax Amsterdam wechselte und in der letzten Saison beim Salal Sport Club in Katar gutes Geld verdiente, hat hier noch einen Vertrag für die nächste Saison. Präsident Christian Constantin ist sich mit dem Spieler über die Modalitäten für einen Wechsel einig geworden, doch der Klub in Katar wird den Spanier wohl nicht so einfach aus einem Vertrag gehen lassen. Constantin gestern dazu: «Es gibt derzeit nichts Neues im Fall Gabri zu vermelden.»

Nicht nur im Kader gibt es Veränderungen, sondern auch in der Nachwuchsabteilung. Nach Marketing-Leiter, Assistenztrainer und Sportchef wird Fredy Chassot nun neuer Trainer der U21. Da er nicht über die nötigen Diplome verfügt, wird ihm Gio Ruberti als Assistent zur Seite gestellt. Constantin erwartet, dass sich die U21 als eines der besten vier Nachwuchs-Teams in der 1. Liga erweist und damit den Sprung in die neu geschaffene 1.-Liga-Promotion schafft. Die U18 übernimmt Blaise Piffaretti, der als Assistent der ersten Mannschaft nicht mehr gefragt war. Diese Funktion neben Roussey hatte auch gestern Sebastien Fontbonne inne. Und als Leiter der Nachwuchsabteilung amtet Boubou Richard. (Walliser Bote)

                                                                         Telegramm

Yverdon - Sitten 0:4 (0:4)
Champvent. – 1000 Zuschauer. – Tore: 6. Prijovic 0:1. 9. Afonso 0:2. 25. Prijovic 0:3. 31. Afonso 0:4.

Sitten 1. Halbzeit: Deana; Mutsch, Adailton, Dingsdag, Goncalves; Serey Die, Zambrella, Bühler, Ketkeophomphone; Prijovic, Afonso.

Sitten 2. Halbzeit: Deana (62. Saffioti); Ogararu, Sauthier, Crettenand, Elmer; Meite, Rodrigo, Glaner, Berisha; Mbondi, Chatton.

Bemerkungen: Sitten u.a. ohne Obradovic, Troare (beide verletzt), Sio, Vanczak, Vanins und Yoda.


Sion lässt Marin ziehen - Mittwoch, 22.06.2011

Der FC Sion und Nicolas Marin (30) haben sich auf eine vorzeitige Auflösung des eigentlich bis Ende Juni 2012 gültigen Vertrages geeinigt.

Der Flügelspieler aus Frankreich war im Sommer 2009 zu den Wallisern gestossen und erzielte in 44 Partien 5 Tore. Als Ersatz und Verstärkung der Offensive testet der FC Sion momentan Pascal Feindouno (30). Der 81-fache Nationalspieler für Guinea spielte bereits bei der AS Saint-Etienne unter dem heutigen Sion-Coach Laurent Roussey.


1. Testspiel endet mit einem Unentschieden - Montag, 20.06.2011

Das erste Testspiel mit Blick auf die kommende Saison brachte erwartungsgemäss wenig Erkenntnisse. Sittens Trainer Laurent Roussey setzte insgesamt 20 Spieler ein.

Der FC Villeneuve feiert sein 90-jähriges Bestehen. Im Rahmen der Feierlichkeiten wurde dasTestspiel zwischen dem FC Sitten und dem in die Super League aufgestiegenen FC Lausanne-Sport ausgetragen. 1500 Zuschauern wollten die Partie sehen; sie sorgten für eine stimmungsvolle Kulisse.

Der FC Sitten dominierte in den ersten 30 Minuten deutlich. Die Lausanner mussten einsehen, dass der Rhythmus halt doch höher ist als in der Challenge League. Die Walliser spielten sich denn auch zahlreiche Chancen heraus, konnten diese allerdings nicht nutzen. Völlig entgegen des Spielverlaufs ging Lausanne in der 40. Minute mit einem Gegenstoss in Führung. Kamber, U17-Internationaler, der bei den Lausannern im Test ist, lancierte Silvio und der traf zum 1:0. Die Sittener reagierten allerdings prompt. Keine 100 Sekunden später konnte Alexander Prijovic zum 1:1 ausgleichen. Das Team von Trainer Laurent Roussey erhöhte in der zweiten Halbzeit noch den Druck; Alvaro Dominguez gelangin der 51. Minute mit einem Halbvolley ein Traumtor. Der neue Lausanne-Goalie Fabio Coltorti war völlig chancenlos.

Lausanne befindet sich völlig im Umbau. Nach dem Aufstieg in die Super League werden auf allen Positionen Verstärkungen gesucht. So wurde am Samstag die Verpflichtung des französisch-serbischen Doppelbürgers Marko Muslin bekannt. Der 26-jährige Mittelfeldspieler war zuletzt Captain beim FC Wil gewesen, bei dem er seit Januar 2009 gespielt hat. Zudem gab Lausanne bekannt, dass die Verträge mit Stürmer Matt Moussilou und Mittelfeldspieler Thierno Bah, die beide vergangenen Winter ins Waadtland gewechselt hatten, um eine Saison verlängert wurden.

Obwohl im Team von Lausanne die Automatismen noch weitgehend fehlten, hinterliessen die Waadtländer doch einen vielversprechenden Eindruck und sie kamen in der 82. Minute auch zum Ausgleich. Nafkha, tunesischer Internationaler des FC Zürich, erzielte das 2:2. (Walliser Bote)


 
Zur Matchzusammenfassung ->


Infos zum Trainingsstart - Donnerstag, 16.06.2011

                                                                             Der Start


Am Mittwochmorgen gegen 9.30 Uhr nahmen die Spieler des FC Sitten in Riddes nach nur zwei Wochen Ferien das Training zur neuen Saison auf. In der Übungseinheit des Trainers Roussey fehlten die Goalies Andris Vanins und Kevin Fickentscher sowie der Verteidiger Vilmos Vanczak. Diese sind oder waren mit ihren Nationalteams unterwegs. Der Mittelfeldspieler Serey Die ist krank und der Stürmer Dragan Mrdja noch verletzt. Der Mittelfeldspieler Rodrigo rückte mit einem Tag Verspätung erst gestern Abend ein.


                                                                             Die Transfers

Der Schweiz-Portugiese José Gonçalves kam aus St. Gallen. Wer seine Leistungen in der vergangenen Rückrunde regelmässig begutachtete, muss sich fragen: Warum? Jedenfalls scheint der Walliser Verteidiger Stéphane Grichting (Auxerre) kein Thema mehr zu sein. Der Verteidiger Adailton erhielt jüngst einen neuen Vertrag bis 2014. Ob sein Copain Michael Dingsdag bleibt, ist noch offen. Jedenfalls trainiert er. Die jungen Offensivspieler Billy Ketkeophomphone (Strasbourg) und Mohamed Traoré (Club Africain Tunis) scheinen sich im Wallis wohlzufühlen. Sie zeigten Training am Mittwochmorgen in Riddes viel Engagement. Von den Aussenspielern Mario Mutsch (Metz) und Stefan Glarner (Thun) darf man ebenfalls etwas erwarten. Die Stürmer Saidu Adeshina (zuletzt Schaffhausen) und Nicolas Marin besitzen zwar noch einen Vertrag, können sich aber einen neuen Klub suchen. Mit dabei im ersten Training war der Stürmer und Cupheld 2009 Guilherme Afonso (zuletzt Lugano). Vielleicht wird er noch ausgeliehen.


                                                                          Die Spekulationen

Es ist mehr als ein Gerücht, das der «Nouvelliste» vorgestern lanciert hat. Gabriel Garcia, genannt Gabri, ehemals entdeckt von Trainer Louis van Gaal im FC Barcelona, später Nationalspieler Spaniens, ist ein Thema beim FC Sitten. Der Präsident Christian Constantin macht keinen Hehl aus einem Interesse an Gabri: «Ich will, dass er kommt. Wir sind dran.» Bis 2006 spielte Gabri in Barcelona, danach bei Ajax Amsterdam und in Katar, wo er aber mit Verletzungen an den Sehnen zu kämpfen hatte. Gerüchte gibt es weiterhin über einen möglichen Wechsel des Spielmachers Stéphane Noro (Strasbourg). Meldungen zu Wechselabsichten der Nationalspieler Adrian Mutu (Rumänien, Fiorentina) sowie Sergio Pellissier (Italien, Chievo) können als nichtig abgetan werden.


                                                                             Der Wechsel

Als der Franzose Laurent Roussey im Februar das Traineramt im FC Sitten zum zweiten Mal nach 2001 übernahm, war er froh, konnte er auf die Dienste seines Assistenztrainers Blaise Piffaretti zählen. Dieser stellte Roussey im Februar in stundenlangen Gesprächen die Equipe vor. Piffaretti war Mittelfeldspieler und Captain gewesen, als Roussey zum ersten Mal den FC Sitten trainiert hatte. Jetzt ist alles anders. Blaise Piffaretti ist nicht mehr Assistenztrainer im Walliser Klub. Er wurde vom Präsidenten Christian Constantin freigestellt, weil dieser nicht zufrieden war mit seiner Arbeit. Constantin sagt: «Ich habe mir von Piffaretti mehr erwartet.» Konkret soll es Piffaretti am technischen Verständnis gefehlt haben, um professionelle Videoanalysen zu machen. Constantin sagt auch: «Er hätte mehr über unsere Gegner und deren Stärken wissen müssen.» Als Co-Trainer steht Trainer Roussey momentan Sébastien Fontbonne zur Seite. Der Franzose kümmert sich ansonsten um die Nachwuchsbewegung und um Transfers im frankofonen Raum. Ob er Ambitionen hegt, Assistenztrainer zu bleiben, darüber wollte Fontbonne keine konkrete Auskunft geben. Für Piffaretti will Constantin eine andere Funktion im Klub finden.
                                                                     

                                                                              Die Sperre

Darf der FC Sitten überhaupt Transfers tätigen? Die Swiss Football League ist vom Weltfussballverband
FIFA aufgefordert worden, in diesem Sommer keine Spieler des FC Sitten zu lizenzieren. Grund ist die von der FIFA verhängte und vom TAS-Gerichtshof in Lausanne bestätigte Transfersperre (Fall El-Hadary), die im letzten Sommer offiziell in Kraft getreten ist. Der FC Sitten und sein Präsident Constantin hingegen sehen das anders und sind der Meinung, die Sperre während der zwei vergangenen Sommer (63 Tage) sowie des vergangenen Winters (gesamte Periode) abgesessen zu haben. Sie berufen sich auf das Exempel der AS Roma, die nach einem Transfer-Verschulden (Fall Mexes) ebenfalls eine Sperre aufgebrummt bekam, die Sperrtage jedoch über mehrere Transferperioden summieren konnte. Zudem machten die Römer damals erfolgreich Benachteiligungen auf dem Transfermarkt geltend, die sie wegen des sich hinziehenden Verfahrens erlitten hatten. Ob Constantin mit demselben Argument noch in irgendeiner Form punkten will, lässt er offen. Der FC Sitten wird unter der Führung seines Anwalts Alexandre Zen-Ruffinen bald den TAS-Gerichtshof aufsuchen, um eine aufschiebende Wirkung des FIFA-Urteils zu fordern. Sollte das TAS diesem Vorhaben zustimmen, wird die Swiss Football League die Sitten-Spieler lizenzieren (müssen).

(Walliser Bote)

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                                                                           Der Spielplan

Heute wurde der Spielplan der Vorrunde für die kommende Saison 2011/2012 veröffentlicht. Der FC Sion beginnt mit zwei Heimspielen gegen den FCZ und YB -> zum detaillierten Spielplan


Vorbereitungsprogramm Saison 2011/2012 - Dienstag, 14.06.2011


Goran Obradovic verlängert um 1 Jahr - Montag, 13.06.2011

Der Mittelfeldspieler und Publikumliebling des FC Sitten Goran Obradovic verlängert seinen Vertrag um ein Jahr bis Juni 2012.

Der 35-jährige trägt bereits seit 2005 die Farben des FC Sitten und hat seither 161 Spiele für die Sittener absolviert. Der Serbe ist massgebend an den 3 letzten Cupsiegen des Vereins und den Erfolgen in der Meisterschaft beteiligt gewesen. Aufgrund dessen hat man sich auf eine Verlängerung des Vertrags für eine Saison bis im Juni 2012 einigen können.


Saisonabo 2011/2012 ab sofort bestellbar - Dienstag, 07.06.2011

Am Wochenende vom 16. und 17. Juni beginnt die neue Meisterschaft für den FC Sion. Mit vier Mannschaften aus der Romandie erwartet uns eine spannende Meisterschaft 2011/2012 mit Derbys voller Emotionen. Die Saisonabonnements können ab sofort bestellt werden.

Damit eine grosse Anzahl Leute die Spiele besuchen, wurden die Preise nicht erhöht. Die Aboinhaber der letzten Saison erhalten einen Brief mit einem Einschreibeformular. Bis am 27. Juni können sie die Sitze des letzten Jahres reservieren. Nach dieser Frist werden diese Sitze in den freien Verkauf gesetzt.

Einschreibeformular


Sion verlängert mit Laurent Roussey - Sonntag, 05.06.2011

Der FC Sitten verlängerte den Vertrag mit Trainer Laurent Roussey um eine Saison.

Die logische Vertragsverlängerung (nach dem gewonnenen Cupfinal) wurde am Freitag vollzogen. Laurent Roussey ist seit Februar Trainer in Sitten. Unter der Führung des ehemaligen St-Etienne-Stürmers feierte der FC Sitten den 12. Cupsieg der Geschichte und beendete die Saison in der Axpo Super League auf dem 4. Platz. Die Mannschaft beginnt am 10. Juni das Training für die am 16./17. Juli beginnende neue Saison. Die ersten Spiele der Europa League bestreiten die Sittener am 18. Und 25. August. Die Mannschaft fährt im Juni für ein Trainingslager nach Norditalien. Dort will sie sich die nötige Ausdauer für die kommende Saison holen. Mit dabei werden auch die Zuzüge Traore, Mutsch, Glarner und Ketkeophomphone sein. (Walliser Bote)


Neuer Vertrag für Didier Crettenand - Dienstag, 31.05.2011

Nach seiner starken Leistung im Cupfinal gegen Xamax erhielt Didier Crettenand beim FC Sitten einen neuen Vertrag bis 2014.

Im Jahr 2011 kam Crettenand nur bei der U21 in der
1. Liga zum Einsatz und absolvierte vor dem Cup-Final einzig ein Spiel in der Super League.

Der FC Sitten gab zudem offiziell den Zuzug von Billy Ketkeophomphone bekannt. Der Stürmer erzielte in der letzten Saison in der französischen 3. Division insgesamt 10 Tore für Strassburg. Er unterschrieb bei den Wallisern einen 5-Jahresvertrag.