Der FC Sitten isst wieder richtig. Christian Constantin passte zuletzt ganz und gar nicht in den Kram, dass der abgesetzte Victor Muñoz das Training jeweils auf 13.00 Uhr angesetzt hatte. Seine Spieler würden dadurch weder zuvor noch danach eine richtige Mahlzeit einnehmen. Nun, ob es das Mittagessen gewesen war, das Sitten bislang einen derart schwachen Rückrundenstart in der Meisterschaft beschert hat, lassen wir mal offen. Nach dem Trainerwechsel offenbarten die Walliser gestern im Cup-Achtelfinal in Lausanne zumindest weit grösseren Hunger als zuletzt beim 0:4 in Thun.
Es war zwar ein Sieg über einen äusserst biederen Gegner, nur gerade einmal kam vor Sitten-Goalie Vanins richtig Gefahr auf – Guié-Guié traf in der 71. Minute mit einem Hammerschuss bloss die Latte. Dass beispielsweise Vanczak gestern wieder Unterschlupf in der Stammelf gefunden hat, gehört zu den notwendigeren Korrekturen als ein korrekter Mahlzeitendienst. Mit einer Solidaritätsaktion zugunsten des Verteidigers hatte sich das Team in dieser turbulenten Zeit indirekt auch gegen den entmachteten Trainer Muñoz gestellt. Dass Muñoz den in den Strafräumen wertvollen, weil kopfballstarken Ungar aussortiert hatte, war etwa ein derart unverständlicher Entscheid wie derjenige, dass man als Meisteranwärter einen Spieler wie Serey Die an den ärgsten Konkurrenten abtritt. Mediensprecher Nicolas Pillet bestätigte gestern denn auch, dass der Fall Vanczak ein Hauptgrund war, wieso sich das Team vom alten Trainer distanziert hatte.
Es dürfte zu den tragikomischen Sequenzen in diesen tragikomischen Tagen gehören, dass sich der auf der Tribüne sitzende Muñoz nach einer knappen halben Stunde mitansehen musste, wie sich just der von ihm aussortierte Vanczak per Kopf für den entscheidenden Treffer verantwortlich zeichnete. Er verwertet eine Freistossflanke von Dingsdag (Red. Foul an Ndjeng) zum 0:1. Das Penaltytor Ndjengs zum 0:2 (Red. Foul an Léo) in der 90. Minute war dann Beilage. Sitten benötigt jetzt Ruhe, richtige Entscheide und Solidarität. Dass Hektik im Alltagsgeschäft in der Regel nämlich schädliche Auswirkungen nach sich zieht, zeigt die Vergangenheit. Es mag sein, dass das Wallis ohne Christian Constantin nur sehr schwer einen Klub in der Super League zu unterhalten vermag. Aber die oft geschürte Meinung, Sitten sei erfolgreich, hält den Tatsachen nicht ganz stand. Trotz einem Budget, das immer mehr gestiegen ist und heute mit 20 Millionen Franken das zweithöchste hinter Basel (Red. 30 Millionen) ist, sind die sportlichen Meisterschaftsmeriten weitgehend ausgeblieben. Der Cup hat damit weniger zu tun, in diesem Wettbewerb spielen auch Aspekte wie Tradition, Losglück oder Tagesform mit. Dass sich der Cup mit einem lukrativen Halbfinal-Heimspiel gegen Basel erneut als letzter Ausweg in einer schwierig angelaufenen Rückrunde anbietet, ist Beispiel genug. Seit der Rückkehr in die höchste Liga wurde Sitten Dritter, Siebter, Achter, Fünfter,Vierter – immer mit grossem Rückstand. Und als in der letzten Saison Rang zwei herausschaute, war es der Boss, der letztlich für den Abzug von 36 Punkten verantwortlich war. Nur dank dem Xamax-Konkurs spielt Sitten heute in der Super League. Wie gesagt, endlich richtige Entscheide. (Walliser Bote)
Alberto Regazzoni kehrt gemäss der Internetseite von «Le Nouvelliste» zum FC Sion zurück. Der offensive Mittelfeldspieler wurde Anfang Januar beim FC St. Gallen wegen diverser Eskapaden aussortiert.
Der 29-jährige Regazzoni, der bereits von 2004 bis 2007 für die Walliser gespielt hat, soll einen Vertrag bis im Juni 2014 unterschrieben haben. Für die St. Galler war der dreifache Internationale aus dem Tessin in der laufenden Meisterschaft in zwölf Partien zum Einsatz gekommen und hatte ein Tor erzielt.
Den umgekehrten Weg geht Sébastien Wüthrich, der für anderthalb Saisons an die St. Galler ausgeliehen worden ist. Der 22-jährige Mittelfeldspieler hatte in dieser Spielzeit inklusive Cup bloss fünfmal in der Startformation von Sion gestanden. Zu Beginn der Saison war er verletzt gewesen. (SI)
Nach dem 0:4-Debakel von Thun wurde Victor Muñoz beim FC Sitten zum «Schattentrainer» degradiert. Jetzt dirigiert Gennaro Gattuso das Team auf und neben dem Platz.
Haben die Spieler zuletzt gegen ihren ungeliebten Trainer gespielt? Der Auftritt in Thun lässt diese These nicht ganz ausschliessen. Intern wurde die Massnahme des Spaniers durchaus kritisiert, dass er einen verdienten Spieler wie Vilmos Vanczak nur noch auf der Bank beliess. Sinnbildlich auch die Szene an der Linie nach dem 0:2 in Thun, als Arnaud Bühler weniger den Anweisungen von Victor Muñoz zuhörte, sondern vielmehr mit seiner Trinkflasche beschäftigt war. Christian Constantin wollte bei seinem Kabinenbesuch in der Halbzeitpause festgestellt haben, «dass die Spieler dem Trainer kaum noch zuhören».
Der Spanier hat bei seinem kurzen Auftritt beim FC Sitten für Überraschungen gesorgt, so etwa mit der ultradefensiven Startaufstellung in Basel oder der Nomination von Lacroix in der Startelf gegen St. Gallen. Bewirkt hat er damit wenig bis nichts: In den Auswärtsspielen in Basel (0:3) und Thun (0:4) blieb man chancenlos, der 1:0- Erfolg gegen St. Gallen entsprang einem Eigentor, und die torgefährlichen Szenen in den 270 Minuten kann man an einer Hand abzählen. Victor Muñoz ist auch daran gescheitert, dass er zwar viel forderte, aber kaum kommunizieren konnte. Weil sein Französisch über die taktischen Anweisungen nicht hinauskam. Die Entmachtung des Victor Muñoz wurde von Constantin bereits nach 45 Minuten in Thun eingeleitet – entlassen hat er ihn trotzdem nicht. Vielmehr muss er bleiben, weil sein Nachfolger Gennaro Gattuso nicht über die nötigen Diplome verfügt. Muñoz mit seiner UEFA-Pro-Lizenz wird somit bis auf Weiteres die Marionetten- Rolle in der Coaching-Zone und in der Pressekonferenz ausfüllen (der Verband verlangt das vom offiziellen Trainer so). Christian Constantin begibt sich mit dieser Massnahme erneut auf Konfrontationskurs mit dem Verband, der eigentlich keine «Schattentrainer» akzeptiert. Dass der Spanier seit gestern nur noch auf dem Papier die Verantwortung trägt, ist allen klar. So hielt der allmächtige Sitten-Präsident gestern in einem Nebensatz fest: «Muñoz wird am Mittwoch in St. Gallen das Cupspiel Wil - Zürich beobachten, da der FCZ am Samstag unser nächster Meisterschafts- Gegner ist.» Wenn Muñoz in St. Gallen eifrig Notizen macht, wird der FC Sitten gleichzeitig in Lausanne um den Einzug in den Cup-Halbfinal spielen…
Beim gestrigen Auslaufen stand der Spanier bereits nicht mehr auf dem Platz. Die Verantwortung für das Team trägt nun Gennaro Gattuso, in der Trainingsgestaltung wird ihm der bisherige Trainerstaff zur Seite stehen. Italiens Altstar erlebt derzeit ein Szenario, wie es damals in Mailand undenkbar gewesen wäre. Da gab es in 13 Jahren bei der AC Milan für ihn mit Zacceroni, Maldini, Fatih Terim, Ancelotti, Leonardo und Allegri sechs verschiedene Trainer in 13 Saisons. Jetzt ist er selber beim FC Sitten nach Sébastien Fournier, Michel Decastel, Pierre-André Schürmann und Victor Muñoz bereits die Nummer 5 – innert acht Monaten! Ob er sich selber mit dieser internen Lösung als Spielertrainer einen Dienst erweist, bleibt abzuwarten. Zwar verhielt er sich bisher bei seinem neuen Verein von den Anweisungen und der Gestik her schon wie ein Spielertrainer, doch wird er jetzt allein die Verantwortung für Aufstellung, taktische Ausrichtung und Resultate tragen. Und die Ansprache an das Team wird in Italienisch oder gebrochenem Englisch erfolgen. Ob das gut geht? Die erste Bewährungsprobe mit dem zuletzt verunsicherten, bewegungsarmen und emotionslosen Team erfolgt bereits morgen Mittwoch beim Cup-Viertelfinale in Lausanne. Die Titelambitionen sind nach dem schlechten Rückrunden-Start ad acta gelegt worden, als letzte Hoffnung auf eine Rettung der Saison bleibt der Cup. Der Italiener selber blieb in den drei Rückrundenspielen im zentralen Mittelfeld blass und leistete sich dabei ungewohnt viele Fehler. Als Gattuso im Sommer seine ersten Erfahrungen beim fussballerisch im Vergleich zu Milan provinziellen Wallis gemacht hatte, sprach er von einem Kulturschock. Daran hat sich für ihn nichts verändert. Doch jetzt steckt er selber mittendrin. (Walliser Bote)
Konzept- und chancenlos bei der 0:4-Schlappe in Thun; diese spielerische Kapitulation dürfte Trainer Victor Muñoz wohl den Job kosten. Oder verlor er diesen bereits zur Halbzeitpause?
Christian Constantin ist mit seiner ungeduldigen Art, was den Umgang mit seinen Trainern betrifft, in ein Dilemma geraten. Ein Team funktioniert nicht wie ein Wirtschaftsunternehmen, wo ständig ändernde Direktoren und Richtlinien etwas bewegen können. Vielmehr befindet sich der FC Sitten derzeit am Talgrund einer Entwicklung, was Systemänderungen, Mutationen in der Aufstellung und mentale Anforderungen betreffen. Notabene mit dem vierten Übungsleiter innert acht Monaten, Winterpause inbegriffen. Victor Muñoz, dieser Systemfanatiker mit durchaus offensiven Ideen, wird diese Schlappe in Thun an der Linie kaum überstehen. Christian Constantin, in der Thun-Arena vorerst zuunterst der Tribüne hinter der eigenen Spielerbank sitzend, griff nach dem 1:0 und dem 3:0 jeweils zu seinem Handy und telefonierte wild gestikulierend.
Selbst der (angenommene) Heiratsantrag des FC-Thun-Fans Fabio an seine Maria zur Halbzeitpause mitten auf dem Platz vermochten den FC-Sitten- Präsidenten nicht aufzuheitern. Zu dem Zeitpunkt befand er sich in der Kabine, bei der Mannschaft. Seine Worte werden nicht die leisesten gewesen sein. Was sein Team in den ersten 45 Minuten bot, kam einer eigent lichen Kapitulation gleich. Pomadig, mangelnde Bewegung ohne Ball, kaum ein brauch bares Zuspiel in die Tiefe und fernab von einem nötigen Rhythmuswechsel in Ballbesitz manövrierte man sich früh in eine aussichtslose Situation. Dies, weil Salamand (8.) einen zu kurz abgewehrten Ball flach zum 1:0 verwertete, und das nicht etwa mit dem ersten gefährlichen Thun-Abschluss. Dass sich Nelson Ferreiras missglückter Flankenball beim hinteren Pfosten zum 2:0 ins Netz senkte (10.), gehörte irgendwie zu der für die Gäste fatalen Entwicklung auf dem Kunstrasen. Und als Schneuwly, steil lanciert und ohne Gegenspieler, zum 3:0 einschob (35.), war nicht nur Vanins ausgespielt, sondern mit ihm gleich die gesamte Sittener Defensive.
Einige Minuten vor dem Gegner erschienen die Sittener Spieler nach der Pause wieder auf dem Platz, ohne personelle Veränderungen. Victor Muñoz hatte sich beim Auftritt im Berner Oberland zu einem offensiven 4-3-1-2-System durchgerungen, doch man mag bei der mentalen Schwäche und der anhaltenden Bewegungsarmut die Gründe des Versagens kaum noch in taktischen Ausrichtungen suchen. Auch wenn Thun immer wieder über die Aussenräume viel Raum für seine Offensivaktionen fand. Erstmals in der Rückrunde stand mit Oussama Darragi ein offensiver Zentrumsspieler in der Startelf. Der wurde früh hart angegangen, liess sich gar weit zurückfallen und verstand es nur selten, den öffnenden Pass anzubringen. Nach 67 Minuten war sein Arbeitstag beendet. Seine möglichen Anspielstationen Ndjeng (zu statisch) und Léo vermochten sich indes auch kaum von ihren Gegenspielern zu lösen. Gelson Fernandes wie Crettenand in den Aussenräumen wirkten zwar bemüht, blieben jedoch ohne Einfluss. Und einer wie Gennaro Gattuso, im Zentrum «allein gelassen», ist nicht mehr in der Verfassung, um entscheidende Situationen zu erzwingen. So entwickelte sich auch das dritte Rückrundenspiel des FC Sitten hin zu einem mehr quer als vorwärts ausgerichteten Ballgeschiebe, das praktisch ohne Torgefahr blieb. Wie komplett anders da die Ausrichtung eines FC Thun, der etwa mit einem Drittel des Bugdets seines Gegners haushalten muss. Gradlinig, schnörkellos, zweikampfstark und lauffreudig, und einer wie Renato Steffen, der provozierte mit seinen Rushs, seinen getimten Zuspielen und seinem kernigen Schuss mehr Abschlussgefahr als alle Widersacher im weissen Dress mit dem grossen, roten Kreuz. Seine Vorarbeiten zu Schneuwlys 3:0 und Sadiks 4:0 belegten dies. Steffen spielte übrigens noch vor anderthalb Jahren weder in der Serie A noch in Frankreichs 1. Division oder in Tunesiens Profiliga, sondern mit Amateurstatus in der Schweizer 2.-Liga-Inter-Klasse.
Einmal mehr stellt sich die Frage, zu welchen Mitteln Christian Constantin nach einer derart desolaten Leistung greift. Drei Tage vor dem Cup-Viertelfinal bei Lausanne-Sport. Einen ersten Schritt vollzog er bereits in Thun. In den zweiten 45 Minuten stand er bei der Trainerbank. Neben ihm sass, ohne sich ein einziges Mal mehr zu erheben oder die Coachingzone zu betreten, Victor Muñoz. Der somit schon zur Halbzeitpause entmachtet wurde. (Walliser Bote)
Mit einer mustergültigen Direktabnahme ins eigene Tor schenkte St. Gallens Captain Philippe Montandon dem FC Sitten drei Punkte und Trainer Victor Muñoz kam deshalb wohl um einen letzten Rapport bei Präsident Christian Constantin herum.
Das Spiel in Basel hätte wegweisend sein sollen, was die Walliser Titel-Ambitionen betrifft. Die Art und Weise bis hin zum 0:3 erwies sich vielmehr als ernüchternd.
Irgendwo auf dem langen Weg nach Basel wird Sitten-Trainer Víctor Muñoz der Mut verlassen haben. Er, der Verfechter des Offensivfussballs und Pressing- Fanatiker, nominierte zwar mit Léo und Lafferty einen 2-Mann- Sturm. Doch dahinter stellte er ein Vierer-Mittelfeld auf mit den drei Defensiv-Spezialisten Basha, Gattuso und Gelson Fernandes (der erst noch ungewohnt über rechts). Nur Wüthrich wagte sich über links re - gelmässig nach vorne. Ansonsten war das Vorhaben dieser doppelten, tief stehenden Viererkette klar: Die eigene Gefahrenzone sollte hermetisch abgeriegelt werden, was vor der Pause gelang. Bis auf die eine Szene.
Man machte sich schon vorher Gedanken darüber, ob denn dieser FC Sitten sein Spiel aus der defensiven Festung heraus überhaupt noch umstellen könne, sollte er denn in Rückstand geraten. Neun eigene Spieler standen tief, liessen Basel in die eigene Hälfte hineinspielen, um dann spät, aber konsequent zu stören und zu hoffen, mit weiten Zuspielen auf das Duo Lafferty/Léo den goldenen Konter zu lancieren. Die vermochten zwar hie und da diese Zuspiele anzunehmen, fanden sich jedoch numerisch schnell einmal in einer aussichtslosen Unterzahl wieder. Zur einen Szene, die bei Sitten zur frühen Hilflosigkeit führte: Serey Die schlug einen weiten Flankenball, den Adailton unterlief. Streller kontrollierte unbedrängt und überwand Vanins problemlos zum 1:0, das in der letzten Minute der ersten Halbzeit. Es war notabene die erste echte Basler Chance, deren Auswirkung für den Gegner jedoch fatal war. Denn wie sein Gegner kam Sitten bei dieser lange andauernden taktischen Nullnummer bis dahin zu keiner einzigen echten Möglichkeit. Dies blieb bis zuletzt so. Laffertys Halbvolley flog am hohen Eck vorbei (27.), wirklich gefährlich war das nicht.
Auf eine echte Reaktion der Walliser wartete man vergebens. Muñoz beliess seine Offensivabteilung (Darragi, Ndjeng, Mrdja) weiterhin auf der Bank und wechselte zur Pause erst einmal seinen rechten Aussenverteidiger (Sauthier für Vanczak) aus. Als er sich zu mehr Wechsel-Risiko entschloss, war die Partie mit dem 2:0 und dem kurz darauf folgenden 3:0 endgültig gelaufen. Stocker hatte einen Ball ins Zentrum gespielt, an den kam der eingewechselte Salah vor Vanins heran. Und umspielte diesen mühelos (52., 2:0). Auch das 3:0 deckte trotz der personellen Massierung Deckungsschwächen bei den Wallisern auf. Ein öffnender Pass von Streller reichte aus, um Stocker die Situation zu ermöglichen, allein vor Vanins diesen mit einem gekonnten Heber zu überwinden (58., 3:0). Die frühe Resignation hatte sich beim Verlierer breitgemacht, und obwohl man jetzt nichts mehr zu verlieren hatte, blieben die Offensivbemühungen harmlos. Kein direktes Zuspiel in die Gefahrenzone, kaum ein gewonnener Zweikampf im Abschlussbereich: Basels Torhüter Yann Sommer hatte in der gesamten Spielzeit kein einziges Mal wirklich einzugreifen. Trotzdem hätte der eingewechselte Sauthier beinahe getroffen. Bei einem Befreiungsschlag in den Schlussminuten jedoch fast ins eigene Tor… (Walliser Bote)
Ist der Einzug des FC Sitten in die Cup-Viertelfinals in Gefahr? Der SC Kriens deponierte nach der Partie einen Protest, weil die Walliser den Verteidiger Adailton eingesetzt haben. Dieser war nach Auffassung der Zentralschweizer gesperrt. Der Verband widerspricht.
Auf der kleinen, gerade mal drei Reihen aufweisenden Haupttribüne hatten sich auch fünf Kriens-Fans platziert, die ihr Gesicht hinter Pappmasken mit dem Konterfei von Christian Constantin verdeckten. Der umtriebige Sitten- Präsident liess sich nicht zweimal bitten, setzte sich in der Pause mitten unter seine «Doppelgänger» und lächelte in die Kameras. CC ist in den Schweizer Fussballstadien endgültig zum Star aufgestiegen und er geniesst seinen Bekanntheitsgrad. Überhaupt schien es ein überaus angenehmer Nachmittag zu werden. Zu Beginn der Partie zeigte sich gar kurz die Sonne, was sich auf die Temperaturen überaus positiv auswirkte, die Mannschaft erledigte die Pflicht auf dem schwierig bespielbaren Terrain solid bis souverän, sie setzte am Schluss gar noch ansatzweise zur Kür an.
Die Idylle freilich wurde nach dem Matchende empfindlich gestört, als durchsickerte, dass der SC Kriens Protest gegen die Wertung des Spiels hinterlegt hatte. Was war passiert? Adailton hatte in der letzten Saison, im Cup-Halbfinal gegen Luzern, eine Verwarnung kassiert und wurde als Folge davon für den nächsten Cup- Match gesperrt. Doch wann ist oder war dieser nächste Cup-Match? Für Sitten- Präsident Christian Constantin ist der Fall klar: «Er war für den nächsten Cup- Match des FC Sitten gesperrt, also für den Match im Herbst gegen Richemont », so CC. Doch zu diesem Zeitpunkt weilte Adailton in China, war gar nicht für den FC Sitten lizenziert. Zählt das trotzdem als Verbüssen der Sperre? Jean-Daniel Gross ist der Trainer des SC Kriens und ein sehr sorgfältig arbeitender Mensch. Auf die Partien seiner Mannschaft bereitet er sich sehr minutiös vor, auch durch stundenlanges Recherchieren im Internet.
Was Sitten betrifft, sind ihm in seiner Vorbereitung vor allem zwei Sachen aufgefallen: Victor Muñoz lässt seine Teams meist in einem 4-3-3 auflaufen und Adailton ist gesperrt. Das hatte er übrigens auf der Seite des Walliser Fussball-Verbands «entdeckt», auf der Seite des Schweizer Verbands war nichts aufgeführt. «Ich war deshalb schon sehr erstaunt, dass im letzten Trainingsmatch gegen Locarno dennoch Adailton in der Viererabwehr zum Einsatz kam», so Gross. «Ich rechnete für den Cup-Match aber mit Vanczak», so der Kriens-Trainer. Und wie schätzt er nun die Chancen des Protests ein? «Ich weiss nicht genau, wie das rechtlich aussieht. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass sie das nicht von vornherein abgeklärt haben, aber zu verlieren haben wir ja nichts», so Jean-Daniel Gross. Die Aufregung war gross, auch die Sittener Verantwortlichen schienen reichlich genervt. Im Lauf des Abends beruhigten sich die Gemüter. «Adailton war spielberechtigt. Dem Protest des SC Kriens fehlt jede Grundlage», so Marco von Ah, Mediensprecher des Schweizerischen Fussballverbands gegen über blick.ch. Der chinesische Verband habe keine offene Sperre gemeldet.
Der SC Kriens war aus Platzgründen zum Improvisieren gezwungen. Im Festzelt gabs nicht nur «Hörnli und Ghackets» sowie Stimmungsmusik, gleichzeitig wurde auch noch die Pressekonferenz mit den Trainern abgehalten. Fragen freilich gabs kaum. Das hatte damit zu tun, dass die Partie überraschend einseitig verlaufen war. Kriens war zwar stark in die Partie gestartet und sorgte mit weiten Zuspielen auf den einzigen Stürmer, Ridge Munsy, durchaus das eine oder andere Mal für Torgefahr. Doch Sitten erwies sich als aufmerksam in der Abwehr und überaus effizient im Angriff. Lafferty nahm mit zwei Treffern in der ersten Halbzeit die Spannung fast vollkommen aus der Partie. Ausgerechnet Kyle Lafferty, muss man sagen. Was war in den letzten Wochen nicht alles über einen frühzeitigen Abgang des Nordiren spekuliert worden. Palermo war interessiert gewesen, wollte den fälligen Betrag von fünf Millionen Franken aber in zig Raten abstottern, auf was Constantin verständlicherweise nicht einging. Lafferty war im neuen Konzept von Trainer Muñoz, als hängende Spitze hinter den beiden Stürmern Léo und Ndjeng, aber auch dauernd auf Positionssuche. Bis ihn Gennaro Gattuso energisch aufforderte, weiter nach vorne zu gehen. Der Nordire befolgte den Rat und stand wenig später goldrichtig, um nach der Kopfballvorlage von Léo mit dem Kopf das 0:1 zu erzielen. Noch in der ersten Halbzeit profitierte der Nordire dann von der gelungenen Vorarbeit von Anthony Sauthier und erzielte das 0:2.
Damit war der Krienser Widerstand im Wesentlichen gebrochen. In der zweiten Halbzeit plätscherte die Partie mehr oder weniger ereignisarm vor sich hin. Erst in der Schlussphase sorgten beide Teams noch einmal für eine Belebung. Kriens ging nun mehr Risiken ein, das bot Sitten Gelegenheiten zu Gegenstössen. Ndjeng verpasste den dritten Treffer zunächst reichlich locker auftretend, um dann wenig später doch noch zu treffen. In der Nachspielzeit kam auch Dragan Mrdja wieder einmal zu einem Erfolgserlebnis, er holte einen Penalty heraus und verwandelte gleich selber. Die Krienser Anhänger nahmen das Ganze mit Fassung. Die Niederlage fiel zwar am Schluss zu hoch aus, doch das Geschehen auf dem Feld interessierte nach der Partie eh nur noch ganz am Rande. Da drehte sich alles nur noch um den Protest. (Walliser Bote)
Jonas Elmer hat beim Challenge-League-Verein FC Winterthur einen Vertrag bis Ende Saison unterschrieben.
Zudem besitzt der FC Winterthur eine Option auf eine Vertrags-Verlängerung um ein weiteres Jahr. Der 25-Jährige galt einst als grosses Talent und war schon in frühen Jahren nach England zu Chelsea gewechselt.
Nach seiner Rückkehr in die Schweiz spielte der Verteidiger für Aarau, Bellinzona und Sitten, wobei er sich in der laufenden Saison zuletzt im U21-Team der Walliser wiederfand. (srf.ch)
Der Schweizer Internationale Gelson Fernandes hat einen Vertrag mit dem FC Sion bis im Sommer 2014 unterschrieben.
Gelson Fernandes kehrt in die Schweiz zurück. Der 26-jährige Schweizer Internationale wechselt leihweise von Sporting Lissabon zu seinem ehemaligen Verein FC Sion und unterschrieb mit den Wallisern einen Vertrag bis im Sommer 2014.
«Ich bin glücklich, wieder zu meiner Familie und in meinen vertrauten Klub zurückzukehren», sagte Fernandes, der zuletzt bei Sporting nicht mehr regelmässig zum Einsatz kam. Mit Sitten hatte der defensive Mittelfeldspieler 2006 den Aufstieg in die Super League geschafft und den Schweizer Cup gewonnen. Noch besitzt Fernandes mit Sporting einen bis 2016 gültigen Vertrag. Die Sittener besitzen allerdings die Möglichkeit, Fernandes nach Ablauf des Leihvertrags 2014 fix zu übernehmen.
Fernandes war 2007 für 9 Millionen von Sitten zu Manchester City gewechselt. Danach spielte der Schweizer Internationale auch für Saint-Etienne, Chievo Verona, Leicester und Udinese. Für die Schweizer Nationalmannschaft bestritt Fernandes bisher 42 Länderspiele. Er gehörte 2008 und 2010 zum EM- beziehungsweise zum WM-Kader und schoss an der WM in Südafrika im Startspiel gegen Spanien (1:0) das einzige Tor. (nzz.ch)
Die Trainer kommen und gehen. Gewisse Spieler bleiben bis in alle Ewigkeit beim FC Sion. Jedenfalls hat Linksverteidiger Arnaud Bühler (27) seinen Vertrag mit den Wallisern bis Juni 2016 verlängert.
Bühler hat sich in Sion zu einer unverzichtbaren Grösse gemausert. Diese Saison stand er in 18 von 18 Spielen in der Startformation. Dabei hat er immerhin drei Tore gemacht.
Insgesamt bestritt er 209 Spiele für den Klub von Christian Constantin und kommt dabei auf stolze 17 037 Einsatzminuten. Bühler kam 2006 von Ligue-1-Klub Sochaux ins Wallis. Damit ist der U17-Europameister von 2002 der dienstälteste Sion-Spieler. 2-mal hat er den Cup gewonnen. (blick.ch)
Der FC Basel rüstet sich für die Rückrunde im Titelkampf und beschenkt sich kurz vor Weihnachten selbst: Er verpflichtete Geoffroy Serey Die vom FC Sion für dreieinhalb Jahre bis 2016.
bir. Dass der FC Basel im Schweizer Klubfussball das dickste Portemonnaie besitzt, ist nicht neu. Dass ihn die letzten Sommer getätigten Transfers nur bedingt zufriedenstellen, ist bekannt. Und dass er in den Reihen der Konkurrenz wildert, gehört zu seinem Programm. So folgt der am Donnerstag kommunizierte Transfer des 28-jährigen Ivoirien Geoffroy Serey Die der Logik. Der Mittelfeldspieler verlässt den FC Sion und wechselt mit einem bis 2016 datierten Vertrag zum FCB, der über eine Million Franken aufwerfen muss. Noch vor wenigen Tagen fühlte sich der FC Sion bemüssigt, dem Buhlen aus Basel mittels Communiqué entgegenzuhalten. Dessen Inhalt: Serey Die gehe nicht.
Im Fussball kann's schnell gehen. Wenn jemand Geld nachlegt und sich dazu der umworbene Spieler äussert, als sei der potenziell neue Arbeitgeber so etwas wie die erste Liebe, enden Communiqués frisch gedruckt im Papierkorb. Die Walliser, die Victor Muñoz als neuen Trainer verpflichtet haben, lassen Serey Die trotz ihren Titelträumen ziehen. Ein Grund könnte sein, dass sie demnächst Gelson Fernandes (Sporting Lissabon) zurückholen und mit Gattuso, Basha und Marques Alternativen im defensiven Mittelfeld haben. Andrerseits liegt der Verdacht nahe, dass der FCB den Druck auf den Chilenen Marcelo Diaz erhöhen will. Zudem vermutet die Basler «Tageswoche», dass Serey Die die Karten in den Gesprächen mit Cabral neu mische. Cabral soll bis jetzt das neue und ab Sommer 2013 gültige Angebot des FCB ausgeschlagen haben. (nzz.ch)
Sittens Präsident Christian Constantin hat den vierten Wechsel auf der Trainerbank in dieser Saison vollzogen – Schürmann muss bereits wieder gehen und wird durch Muñoz ersetzt.
Pierre-André Schürmann pflegt Dinge unter vier Augen zu besprechen. Noch am Dienstag wartete der Trainer des FC Sion auf ein Gespräch mit dem Klubpräsidenten Christian Constantin. «Ich bin frei, und Constantin ist frei zu entscheiden», sagte Schürmann. Obschon welsche Medien bereits Namen von möglichen Nachfolgern streuten und Constantin die nächste Ladung Kritik an früheren Trainern abfeuerte, wollte Schürmann in Sitten bleiben. Doch dem ist wie erwartet nicht so, zumal er nur temporär angestellt war.
Schon am Mittwoch präsentierte der FC Sion den 55-jährigen Spanier Victor Muñoz. Er ist im Jahr 2012 nach Roussey, Courbis, Petkovic, Fournier, Decastel und Schürmann der siebte Sittener Trainer. Der Übergang von Schürmann zu Muñoz ist heuer der bereits achte Trainerwechsel in der Super League, in der die Halbwertszeit der Trainer monatlich kürzer zu werden scheint.
Muñoz stand in den achtziger Jahren im FC Barcelona unter Vertrag, verlor aber 1989 als Mittelfeldspieler mit Sampdoria Genua im alten Berner Wankdorf den Final im Europacup der Cup-Sieger gegen seinen von Johan Cruyff trainierten früheren Klub 0:2. Später coachte Muñoz in Spanien, aber auch Panathinaikos Athen und Terek Grozny. Von dort kam er 2011 nach Neuenburg, wo er unter dem Tschetschenen Bulat Tschagajew der letzte Trainer gewesen war, bevor Xamax Anfang 2012 in Konkurs ging. Jetzt lässt er sich für den Walliser Schleudersitz gewinnen. Wenn Muñoz mindestens Zweiter wird, was Qualifikationsspiele zur Champions League zur Folge hätte, verlängert sich der Vertrag automatisch. Das heisst in Sitten jedoch so viel wie . . . rein gar nichts. (nzz.ch)
Der Brasilianer Adailton (29) kehrt mit einem bis Juni 2014 gültigen Vertrag zum FC Sion zurück.
Im letzten halben Jahr spielte der Innenverteidiger in der höchsten chinesischen Liga für das Tabellen-Schlusslicht Henan Construction. Vor seinem Abenteuer in Asien hatte Adailton zu den Stammkräften bei Sion gezählt. Mit den Wallisern gewann er 2011 den Schweizer Cup. Sein erstes Engagement im Tourbillon hatte sich über rund zweieinhalb Jahre erstreckt.
Der FC Sion teilte überdies mit, dass der Vertrag mit Trainer Pierre-André Schürmann am Montag ausgelaufen ist. Noch ist offen, mit welchem Coach der Tabellenvierte der Super League in die Rückrunde startet. (20min.ch)
Die Cup-Partie SC Kriens gegen FC Sion vom Sonntag musste wegen zu viel Schnee abgesagt werden. Das Spiel wurde auf den 3. Februar verschoben.
Das für den Sonntag geplante Cup-Achtelfinal-Spiel zwischen dem SC Kriens und dem FC Sion wurde wegen Unbespielbarkeit des Platzes auf dem Kleinfeld abgesagt, wie auf der Webseite des Vereins zu lesen war. Diesen Entscheid fällte die Platzkommission am Samstag.
Trotz der Unterstützung von vielen Helfern (Seppi-Club, Supporter, U17, U15, Vorstandsmitglieder, Privatpersonen und dem Platzwart) konnte das Terrain nicht vom Schnee befreit werden.
Das Spiel wurde auf einen neuen Zeitpunkt angesetzt: Der Sonntag 3. Februar, um 14 Uhr. Alle Eintrittskarten bleiben gültig.
Ebenfalls abgesagt wurde die Partie zwischen Wohlen und dem FC Thun.
Nach 28 Minuten brachte Michael Dingsdag die Walliser mit einem Freistoss aus rund 35 Metern in Führung. Dabei machte Torhüter Marco Wölfli keine gute Figur. Der Freistoss resultierte aus einer Szene, nach der YB-Verteidiger Juhani Ojala wegen eines Notbremse-Fouls an Kyle Lafferty die Rote Karte gesehen hatte. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit glich Alain Nef per Kopfball für die Young Boys aus.
Danach verhielten sich beide Mannschaften ziemlich passiv, bis Raphael Nuzzolo die Berner nach 78 Minuten mit einem Foulpenalty in Führung bringen konnte. Den Penalty hatte der durchgebrochene Alexander Farnerud gegen Torhüter Andris Vanins herausgeholt. In der vierten Minute der Nachspielzeit glückte Nuzzolo mit einem Heber via rechtem Pfosten das 3:1-Schlussresultat.
Servette und Thun trennten sich 0:0. In der ersten Halbzeit hatten beide Mannschaften je eine gute Chance, um in Führung zu gehen. Andreas Wittwer traf für die Berner Oberländer nur die Latte. Eudis scheiterte für Servette mit einem Kopfball aus sehr günstiger Position. Auch nach der Pause blieben die Tormöglichkeiten auf beiden Seiten selten. Thun konnte mit dem Unentschieden eine Serie von sieben Niederlagen in Auswärts-Spielen beenden. Unter Interims-Trainer Mauro Lustrinelli holten die Berner Oberländer nun vier Punkte aus zwei Spielen.
(derbund.ch)
Der FC Sion und Leader GC haben sich in der 17. Runde der Super League im Tourbillon 1:1 unentschieden getrennt. Damit liessen die Walliser zwar erstmals seit 3 Spielen Punkte liegen, doch die Zürcher warten seit nunmehr 4 Ligaspielen auf einen Vollerfolg.
Die Grasshoppers erwischten im Wallis einen Start nach Mass. Erst 2 Minuten waren gespielt, als GC mit dem ersten Angriff in Führung ging. Shkelzen Gashi verstolperte zunächst einen Flankenball von Nassim Ben Khalifa, konnte dann aber nachsetzen und zur etwas glückhaften 1:0-Führung verwerten.
Lattentreffer der Walliser
Doch Sion zeigte sich keineswegs geschockt vom frühen Rückstand. Nur 3 Minuten später hatten die Gastgeber Chancen zum Ausgleich. GC-Keeper Roman Bürki beschwor erstmals Gefahr vor seinem Tor herauf, indem er das Leder unbedrängt fallen liess und erst in Extremis parieren konnte. Beim anschliessenden Corner kam Leo Itaperuna frei mit dem Kopf zum Abschluss, doch der Brasilianer setzte den Ball an die Latte.
Diese Anfangsphase war der Auftakt in eine unterhaltsame 1. Halbzeit, in der die Zürcher zwar die etwas aktivere Mannschaft waren, Sion aber die gefährlicheren Möglichkeiten kreierte. So auch in der 13. Minute, als Bürki den Abschluss des konternden Leo mit einem starken Reflex parieren konnte.
Auffälliger Leo mit dem Ausgleich
So war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis den Wallisern der Ausgleich gelingen würde. Und angesichts von Leos auffälligem Auftritt war es nur logisch, dass er beim 1:1 beteiligt war. Nach einer halben Stunde stieg der Stürmer im Strafraum höher als sein Gegenspieler und düpierte GC-Keeper Bürki mit einem platzierten Kopfball in die rechte untere Ecke.
GC weiter an der Spitze
Nach einer weitaus weniger kurzweiligen 2. Halbzeit mit kaum gefährlichen Möglichkeiten blieb es bei der letztlich verdienten Punkteteilung. Damit verbleiben die Grasshoppers an der Tabellenspitze, können am Sonntag aber von St. Gallen überflügelt werden. Sion verpasste es, die Ostschweizer zwischenzeitlich zu überholen und bleibt auf dem 3. Rang.
Der FC Sion hat in der 16. Runde der Super League den 9. Sieg eingefahren. Die Walliser setzten sich bei Schlusslicht Servette mit 2:0 durch.Mit dem Pausenpfiff waren die Gäste in Führung gegangen. Der Nordire Lafferty verwandelte einen Elfmeter, den Servettes Kusunga mit einem ungestümen Einsatz an Leo verursacht hatte.Die Entscheidung fiel in der 77. Minute, als Leo eine Hereingabe von Marques entscheidend ablenken konnte. Sion zeigte sich enorm effizient und feierte unter Neo-Trainer Schürmann im dritten Spiel den dritten Sieg. (news.search.ch)
«Ein Sieg gegen den Tabellenzweiten ist toll. Die Meisterschaft ist wieder lanciert», sagt Torschütze Didier Crettenand nach dem 3:0-Sieg der Sittener in St. Gallen. «Wir haben viel Terrain gutgemacht. Das Rennen um die Tabellenspitze ist wieder offen», frohlockt auch sein Teamkollege Arnaud Bühler. Der Grund für den Jubel: Der FC Sion hat die Lücke in der Tabelle zu den Espen auf drei Punkte verkleinern können und gleichzeitig den FC Basel überholt.
Die erste Heimniederlage der Ostschweizer in der laufenden Saison und das Remis von GC am Samstag gegen Lausanne (1:1) bringt auch den FCB in die Spur zurück. Nach dem 2:0-Erfolg des Meisters über YB verringert sich der Abstand auf Leader GC drei Runden vor der Winterpause auf sechs Punkte, jener auf die Espen um vier Zähler. «Wir haben nicht nur einen Konkurrenten weiter distanziert», rechnete FCB-Captain Marco Streller am Samstag nach dem Heimsieg vor. «Jetzt ist auch die Meisterschaft wieder lanciert». Zumal der wieder erstarkte FCB sowohl die Zürcher als auch die Ostschweizer noch dieses Jahr im Joggeli zu Gast hat. (20min.ch)
Nächster Trainer-Wechsel beim FC Sion: Der Dritte der Super League trennt sich gemäss Medienberichten per sofort von Michel Decastel. Nachfolger wird Pierre-André Schürmann.
Dem 56-jährigen Michel Decastel wurden die mässigen Resultate in den 7 Spielen seiner Amtszeit zum Verhängnis. Sion holte in dieser Zeit «nur» 1,5 Punkte pro Partie. Der Franzose hatte erst im September die Nachfolge von Sebastien Fournier angetreten, der nach einer verbalen Entgleisung gegenüber den Spielern zurückgetreten war.
Schürmann zurück in der Schweiz
Als Nachfolger präsentiert Klub-Präsident Christian Constantin Pierre-André Schürmann. Der 52-jährige Walliser war zuletzt in der Ukraine als Nachwuchscoach tätig. Das letzte Engagement des ehemaligen U21-Nati-Trainers in der Super League war jenes im April 2010 beim damals kriselnden Xamax.
Der FC Sion bleibt dank einem 3:2-Heimsieg über Luzern in Tuchfühlung mit dem Spitzenduo GC/St.Gallen. Die Walliser holten die 3 Punkte trotz eines doppelten Aussetzers von Serey Die. Sions Aggressiv-Leader verschuldete früh einen Penalty, den Andrist souverän verwertete. Nach einer halben Stunde, kurz nach Margairaiz' Ausgleich zum 1:1, stieg der Ivorer erneut überhart ein und sah zurecht die Rote Karte.Trotz Unterzahl liess sich Sion nicht aus dem Konzept bringen. Lafferty und Bühler trafen für die Walliser, Puljic konnte nach 96' nur noch verkürzen.(search.ch)