Zwei Tore von Verteidiger Arnaud Bühler sorgten für die Wende im Spiel des FC Sitten gegen Bellinzona. Sie kaschierten die mangelde Selbstsicherheit der Walliser aber nicht.
Wenn sich der Präsident des FC Sitten, Christian Constantin, nahe am Territorium seines Trainers Didier Tholot an der Seitenlinie aufhält, deutet das auf seine Unzufriedenheit hin. Im Spiel des FC Sitten gegen Bellinzona stand Constantin lange Zeit am Spielfeldrand; er war vorab im ersten Spielabschnitt merklich verstimmt. Denn seiner Equipe gelang es nicht, die straff organisierte Bellinzona-Abwehr in Verlegenheit zu bringen. Die Spieler im Sittener Angriff zeigten sich freilich willig, warteten aber auf Einfälle ihres Taktgebers Obradovic, die jedoch ausblieben. Und sie vertändelten sich oft und vergassen bei allen Bemühungen in der Offensive die Tugend des Verteidigens.
Die AC Bellinzona indes beschränkte sich auf das Unterbinden der Sittener Angriffsbemühungen und spielte solid. Zudem kam sie zu zwei Pfostenschüssen und einem Goal in der 23. Minute durch Diarra, welches die Sitten-Abwehr durch mangelhafte Zuteilung förmlich offeriert hatte.
Sitten-Trainer Didier Tholot sagte nach dem Spiel: «Wir hätten in der Pause tot sein können.» Und Bellinzona-Trainer Alberto Cavasin gab zu Protokoll, seine Squadra hätte die Partie früh entscheiden müssen. Der Italiener behielt recht. Wenn Hima oder Feltscher nicht die Torumrandung getroffen hätten, sondern das Tor, der FC Sitten wäre früh verloren gewesen. Weiter sagte Cavasin, dass wenn solche Kleinigkeiten eine Partie entscheiden, dies vorab mit der Qualität zu tun habe. Der Italiener nahm sich mit dieser Aussage aus dem Schussfeld der Kritik. Warum etwa hatte Cavasin seine Aktivposten Sermeter und Feltscher so früh aus dem Spiel genommen?
Dies eröffnete dem FC Sitten, im Match zu bleiben. Und dann folgte im zweiten Durchgang ein resoluter Steigerungslauf. Die Walliser kappten ihrem Kontrahenten die Stromzufuhr und sorgten für viele Gefahrenmomente vor Bellinzona-Torhüter Gritti. Präsident Constantin sagte nach dem Spiel, er hätte in der Pause eine «leblose Truppe» vorgefunden und sei nun zufrieden mit der Reaktion. Trainer Tholot lobte derweil die Moral seiner Equipe, bemängelte jedoch die fehlende Selbstsicherheit in den Aktionen.
Und damit stocherte der Franzose in einer wunden Stelle. Was der FC Sitten in dieser Saison auch tut, er tut es ohne Überzeugung, ohne Dominanz. In der Partie gegen den Vorletzten der Liga spielten etablierte Akteure wie Obradovic, Dominguez oder Mpenza ohne das Selbstverständnis, einmal diskussionslos gewinnen zu können. Trainer Tholot widersprach nicht: «Vielleicht fehlt uns der Mut und der Glaube an die eigenen Fähigkeiten.»
Und trotz der fehlenden Ausstrahlung steht die Mannschaft gut da in der Tabelle; die Qualifikation zur Europaliga bleibt das erklärte Saisonziel. Und der Sieg gegen Bellinzona reichte, um beim Präsidenten Constantin leise Visionen zu wecken und ihm die Aussage zu entlocken, seine Mannschaft «müsse europäisch spielen im nächsten Jahr». Trainer Tholot blieb derweil pragmatischer und wies darauf hin, dass sich seine Spieler in den nächsten neun Runden jeweils zweimal mit dem FC Basel, den Young Boys sowie Luzern duellieren werden. Schliesslich reichten dem FC Sitten zwei Goals von Verteidiger Bühler, um alle Zweifel zu beseitigen und eine schwache erste Halbzeit auszublenden. Das Honorar von drei Punkten mag glückhaft zustande gekommen sein, aber unverdient war es aufgrund der kämpferisch ansprechenden Leistung der Sittener nicht. In den Katakomben des Tourbillons sagte Präsident Christian Constantin in guter Laune abschliessend: «Didier Tholot hätte heute auch verlieren dürfen.» (Walliser Bote)
Xamax bleibt das bestklassierte Westschweizer Team in der Super League. Der FC Sitten hingegen lässt viele Chancen ungenutzt und kommt nicht über einen Punktgewinn hinaus. Ein Treten an Ort und Stelle beschleicht die Walliser.
Wenn etwas passiert und man nicht weiss, wieso es passiert, und auch nicht, wie man es werten soll, sagt man: «So ist das Leben» «Cest la vie». Der Trainer des FC Sitten, Didier Tholot, schaute etwas verdrossen in die Welt, als er versuchte, nach der Partie des FC Sitten gegen Xamax für die Journalistenschar das Geschehene zu analysieren. «Cest la vie», sagte er dann. Was aber war passiert? Seine Mannschaft verpasste nach der frühen Führung durch Mpenza die Entscheidung im Spiel. Der Belgier Mpenza mit seinem zweiten Versuch und kurz vor der Pause der Verteidiger Vanczak scheiterten, als sie allein vor Xamax-Torhüter Luca Ferro zum Abschluss kamen. Diese Situationen symbolisierten das Elend im Spiel des FC Sitten, der von der Harmlosigkeit überfallen scheint.
Die Walliser präsentierten sich in ideenloser und uninspirierter Art an diesem Nachmittag mitten im kalten Februar. Über die Aussenbahnen gelang der Equipe wenig und im Zentrum vertändelten sich in reger Abwechslung die Spieler Serey Die und Mitreski. Vorab Mitreski, der in solider Form meist das Höchstmass an taktischer Intelligenz abruft, spielte fehlerhaft. Er wurde später durch den willigen, aber limitierten Walliser Sauthier ersetzt. Und in den Regionen weiter Richtung Xamax-Tor, dort, wo Gefahr entstehen sollte aus Walliser Sicht, lief bedenklich wenig. Zwar hatten die Sittener im Spiel einige gute Chancen, aber generell war das Angriffsspiel mangelhaft koordiniert. Dies, obschon Trainer Tholot seine liebste und womöglich auch beste Formation aufbot. Tholot sagte nach dem Spiel, er habe mehr erwartet. Von allen wohl, und vor allem von seinen Liebsten.
Trotzdem begegnet der Trainer dem Mangel an Eleganz und Esprit gelassen. Er könne nicht ein Spielkonzept auf der Grundlage von Spektakel anwenden, sagte der Franzose. Er geniert sich nicht, dass es seinem Personal auf dem Spielfeld oft schwerfällt, die vorhandene Kreativität zu offenbaren. Und so lange die Spieler der Grundtugend der Defensivarbeit eifrig nachgehen, ist das durchaus legitim. Denn für Pragmatiker und Rationalisten wie Tholot zählt vorab und vor allem das Resultat. Nur stimmte dies nicht. Wieder nicht. Und dies ärgerte den Trainer. Auch ärgerte sich Tholot furios darüber, dass Gestalter Obradovic phasenweise für die Flügelspieler Marin und Dominguez Defensivarbeit verrichten musste. Dieser Zustand entspricht weder einer taktischen Kultur noch der internen Hierarchiestufen. Er ist unentschuldbar. Verwunderlich, dass Tholot darauf nicht reagierte und später gar Obradovic vom Feld rief.
Gegen Xamax präsentierte sich Sitten nur 57 Minuten stabil; dann vergass Verteidiger Vanczak den Neuenburger Dampha. Der Xamaxien bezwang Vanins aus kurzer Distanz zum Ausgleich. Zu einer Reaktion war Sitten nicht mehr in der Lage. Weil Obradovic ausgetauscht wurde, weil Serey Die aufgrund mehrfach überharten Einsteigens des Feldes verwiesen wurde und weil auch die Qualität fehlt in der Equipe. Denn oft, wenn die Mannschaft mit konkretem Widerstand kämpft, kämpft sie erfolglos. Vielleicht weil etwa Dominguez und Mitreski nicht Typen sind, die eine Equipe aus dem Tiefschlaf reissen können.
So nahm die fussballerische Magerkost im Tourbillon ihren Lauf. Und Xamax behält zumindest tabellarisch die Vorherrschaft in der Fussball-Westschweiz. Sitten seinerseits tritt an Ort und Stelle, weil auch St. Gallen im Spiel gegen YB keine Punkte holte. Die Performance der Walliser im Spiel manifestiert augenfällig die Gegebenheiten in der Tabelle, mit denen sich die Gruppe aktuell abfinden muss unsägliches Mittelmass.
Und weil Bellinzona und Aarau nur wenig Druck erzeugen aus den Liga-Niederungen, ist Sitten momentan kaum inspiriert. So scheint es zumindest. (Walliser Bote)
Wenn ein Schiedsrichter für hitzige Diskussionen sorgt, dann hat er nicht alles richtig gemacht. Die Pfiffe von FIFA-Weltschiedsrichter Massimo Busacca bei beiden Toren sorgten für Proteste, obwohl er einmal richtig und beim Penalty auch nicht komplett daneben lag.
FC-Sitten-Trainer Didier Tholot ist ein eher ruhiger Vertreter seiner Berufssparte. Das war zumindest bis gestern so. Nicht einmal der vierte Unparteiische an der Linie konnte den Franzosen nach dem Schlusspfiff daran hindern, schnurgerade auf den Schiedsrichter aufs Feld zu eilen. Um ihm lautstark mitzuteilen, was er von dessen Penaltypfiff kurz vor Schluss hielt. Derweil verschwand FCZ-Keeper Jonny Leoni ebenso verärgert in der Kabine, und verlor unterwegs ebenso klare Worte. «Dem 1:0 von Sitten ging ein klares Foul gegen mich voraus, und der Penalty war keiner. Das war ein klarer Kompensations-Entscheid von Busacca.»
Von Kompensation wollte indes Tholot nichts wissen. «Wieso Kompensation? Vanczaks Kopftor zum 1:0 war absolut regulär.» Da hatte er absolut recht, denn Leoni war vom Torschützen keineswegs irregulär angegangen worden. Jetzt war es auch für FCZ-Trainer Bernard Challandes Zeit, verbal einzugreifen. «Vanczak hat beim Kopfball Leoni mit dem Ellbogen im Gesicht getroffen, da floss sogar Blut. Also ein absolut irreguläres Tor, somit war unser Ausgleich verdient.» Die TV-Bilder bewiesen das Gegenteil, sein Torhüter hatte den Eckball schlichtweg falsch eingeschätzt. Im Übrigen sprach der ansonsten so heissblütige Challandes nach dem Ausgleich über den Esprit seines Teams, die gravierenden Ausfälle und darüber, dass es ein derart reiches Land wie die Schweiz nicht einmal schaffe, in ihren Fussballstadien Rasenheizungen zu installieren. Themen, die ohne Penaltypfiff für ihn kaum erwähnenswert gewesen wären...
Daneben hatte sich Tholot innerlich immer noch nicht beruhigt. Auf die Frage, ob sein Team langsam einen Komplex habe, was die Punktverluste in den Schlussminuten betreffe, wirkte er ungewohnt gereizt. «Warum Komplex, wir haben diesmal keinen Fehler gemacht. Einzig Busacca hat dafür gesorgt, dass wir nicht gewonnen haben. Der Penaltypfiff war nichts anderes als ein Skandal.»
Die TV-Bilder deuteten zumindest darauf hin, dass Obradovic in der Mauer mit der Hand auf Kopfhöhe zum Ball ging, womit der Elfmeter-Entscheid zumindest vertretbar war. Obwohl ihn kaum jeder Unparteiische gepfiffen hätte. Busacca musste unter Schmährufen begleitet vom Platz geführt werden. Die Diskussionen über seine Entscheide liessen eines fast vergessen: Die Bodenverhältnisse im Tourbillon bewegten sich nahe an der Irregularität. Wenn ein vereister Boden die eigene Balance schwieriger werden lässt als die Ballannahme, dann stimmt etwas nicht. «Auf dieser Unterlage war es eigentlich gefährlich, überhaupt zu spielen», so Ludovic Magnin, der nur bei zwei Aktionen wirklich auffiel: Als er nach dem 1:0 mit dem Ball unter dem Arm einen Sprint zum Anspielkreis zurücklegte und als er nach dem Penalty-1:1 sich mit Chihab um das Leder balgte.
Wie auch immer: Sitten steigerte sich gegenüber dem Startspiel von St. Gallen merklich, doch der eine Punkt bringt das Team im ambitionierten Duell um Platz 3 nicht wirklich weiter. (Walliser Bote)
Der FC Sitten das ist nach wie vor wie auf einer Achterbahn. Mal oben, mal unten. Beim Rückrundenstart waren die Walliser unten, ganz unten.
Keine Ahnung, wo Mohammed Yusuf steckt. Irgendwo in Afrika, irgendwo, wo es mit Sicherheit wärmer ist, und er wird sich ohne Zweifel ins Fäustchen lachen. Saukalt seis gewesen in Sitten, nicht zum Aushalten, hatte er während des Afrika-Cups zu Protokoll gegeben. Es ist wahrlich nicht Wetter zum Fussballspielen und noch weniger zum Fussballschauen. Das Terrain zwar dank Heizung wirklich erstaunlich gut spielbar, aber kalt wars halt schon und vor allem: Die Sittener boten wenig, das den Betrachter wirklich hätte erwärmen können.
Genau genommen waren an diesem überaus tristen Abend aus Walliser Sicht gerade mal zwei positive Aspekte auszumachen und das waren letztlich nicht mehr als Randnotizen. Mit Anthony Sauthier kam wieder einmal ein Junger aus dem eigenen Nachwuchs zum Einsatz. Und dann blieb bis zum Schluss alles offen. In der 82. Minute kam Adeshina im Strafraum auch tatsächlich in Ballbesitz, von einer Torchance zu sprechen, wäre allerdings etwas gar verwegen. Aber immerhin blieb bis zum Schluss die Chance auf einen Lucky Punch. Dass dem so war, war allerdings reichlich verwunderlich, St. Gallen hätte längst alles klarmachen müssen.
Nun ist ja Didier Tholot nicht gerade eine Frohnatur. Zumindest lässt er sich davon rein äusserlich wenig bis nichts anmerken. Am Samstagabend war seine Miene allerdings noch ein bisschen säuerlicher als sonst schon. «Fünf Wochen Arbeit und dann so ein Match. Was für ein Frust», schüttelte der Franzose den Kopf. «St. Gallen war von der ersten Minute an aggressiver als wir, sie zeigten viel mehr Willen als wir, das war entscheidend», musste Tholot eingestehen.
Sitten wurde zu Beginn richtiggehend überrollt, was folgerichtig zur St. Galler Führung führte. Ein missglückter Pressschlag von Alioui wurde zur Idealvorlage für Fabian Frei und die FCB-Leihgabe liess sich nicht zweimal bitten. Danach erholten sich die Walliser, fanden etwas besser ins Spiel, es gab den einen oder anderen Eckball, immerhin. Vor allem aber blieb die Hoffnung auf Besserung. Irgendwann würden sich die Sittener doch steigern können, hoffte man. Vergebens. Da kam nichts, rein gar nichts. Zu viele Missverständnisse, zu viele Abspielfehler. Der Einfluss von Obradovic blieb gering respektive es gab ihn gar nicht, Mitreski war pausenlos auf Positionssuche, Zambrella zeigte zwar gute Ansätze, ist aber noch zu wenig integriert, Dominguez ist nur physisch präsent, in Gedanken ist er wohl noch in Südamerika, Marin blieb erneut ohne jede Durchsetzungskraft und wird je länger je mehr zum dauerhaften Ärgernis und Mpenza sah kaum einen brauchbaren Ball.
Die Nomination von Zambrella von Beginn weg erstaunte etwas, man hatte angenommen, Tholot würde auswärts einer etwas defensiveren Variante (etwa mit Fermino) den Vorzug geben. Die Abstimmung im Mittelfeld liess auf alle Fälle viele Wünsche offen. Unverständlich, warum Tholot bei all der Misere so lange tatenlos zusah. Erst in der 70. Minute vollzog er den ersten Wechsel und der war erst noch reichlich schwer verständlich. Ausgerechnet der unerfahrene Sauthier kam für Obradovic. Einer wie Marin, der nichts als stolperte, wurde erst in der 82. Minute «erlöst».
Immerhin: Es gab keinen im Lager des FC Sitten, der versuchte, den völlig verpatzten Rückrundenstart mit billigen Ausreden zu vertuschen. «Wir haben sehr schlecht gespielt, aber jetzt wissen wir wenigstens, wo wir stehen. Jetzt stehen zwei Heimspiele an und wir müssen ganz schnell reagieren», forderte etwa Aleksandar Mitreski. 90 Minuten ohne einen echten Torschuss: Germano Vailati erlebte bei seiner Rückkehr aufs Spielfeld bei der er ausgerechnet auf seinen früheren Klub traf einen geruhsamen Abend. Einfach wars trotzdem nicht. «Natürlich wars speziell heute. Speziell, ausgerechnet gegen Sitten zu spielen, nach allem was passiert ist, und speziell, nach so langer Zeit ohne Spielpraxis wieder im Einsatz zu stehen. Es ist nicht einfach, die Konzentration zu behalten, wenn man so wenig zu tun hat», so Vailati. «Fliegst du mit dem Helikopter zurück?», witzelte der Tessiner gegenüber Stéphane Fournier, Journalist vom «Nouvelliste». Und fast im gleichen Atemzug: «War er da?»
Christian Constantin, der seine Ankunft per Helikopter angekündigt hatte, um nach Spielschluss schnellstmöglich zum Galaabend des FC Sitten in Martinach mit 3000 Gästen zurückkehren zu können, wurde in St. Gallen nicht gesehen. Das Wetter war zu ungünstig, der Heli musste in der Innerschweiz umkehren. Viel verpasst hat der Präsident freilich nicht. Die Gala fand ohnehin in Martinach statt. (Walliser Bote)
Während der Winterpause hat sich wieder einiges getan beim FC Sion. Einige Spieler haben den Verein verlassen, wiederum andere wurden ausgeliehen. Nachwuchshoffnungen erhielten Profiverträge und es wurden auch einige neue Spieler verpflichet.
Hier eine kurze Übersicht zu den wichtigsten Änderungen im Kader des FC Sion:
Ausleihgeschäfte
Mobulu M'Futi wurde bis Ende Saison 2009/2010 an den FC Aarau ausgeliehen. Der Spieler spielte in den Plänen von Didier Tholot keine Rolle mehr.
Branislav Micic wurde bis Ende Saison 2009/2010 an den FC Le Mont ausgeliehen, um sich dort besser für eine spätere Integration in der ersten Mannschaft vorzubereiten. Florian Berisha, welcher die Vorrunde mit dem FC Schaffhausen absolviert hat, wechselt leihweise bis Ende Saison zu Yverdon.
Nachwuchspieler, die mit Profiverträgen ausgerüstet wurden
Der junge französische Mittelfeldspieler der U21-Mannschaft des FC Sion Yacoub Meité (10.02.1990), beim Formationszentrum des RC Strasbourg ausgebildet, hat beim FC Sion einen Vertrag bis Juni 2015 erhalten.
Der Verteidiger Léo Lacroix (18) wurde mit einem fünf Jahre gültigen Profivertrag versehen. Der zum Schweizer U-18-Kader gehörende Lacroix spielte bisher im Reserve-Team des FC Sion. Neben Lacroix wurde auch Danick Yerly (17.02.1990) mit einem 4,5 jähriger Profivertrag ausgerüstet. Er wird bis Ende Saison 2009/2010 beim FC Lausanne Spielpraxis sammeln. Auch mit Frank Yerly (22), dem Bruder von Danick, wurde ein 4 Jahresvertrag abgeschlossen.
Neuzugänge
Mit José Adailton (Br/26), Guillermo Imhoff (Arg/27) & Aleksandar Prijovic (19) hat man 3 neue Spieler verpflichtet. Adailton, der ehemalige Captain der brasilianischen U20- Nationalmannschaft und Olympia-Teilnehmer 2004, spielte zuletzt in seiner Heimat für Santos; in Europa gehörte er zwei Jahre lang dem Kader des französischen Ligue-1-Vereins Rennes an (2004 bis 2006/42 Partien). Imhoff kommt vom bolivianischen Erstligisten Jorge Wilstermann. Der serbisch-schweizerische Doppelbürger Prijovic ist in St. Gallen geboren und durchlief die Juniorenstufen bei Parma und spielte zuletzt in England bei Derby County.
Abgänge
Der beim Sion überzählig gewesene Goalie Germano Vailati (29) wechselt innerhalb der Axpo Super League zum St. Gallen.
Der Innenverteidiger Rober Antonio Servin ging zurück nach Südamerika und Stürmer Mustapha Dabo wechselte nach Arabien (Al Saliya Sport Club,Doha).
Mohammed Yusuf, der sich auf der rechten Seite gegen Vanczak nicht durchsetzen konnte, kehrt zu seinem früheren Verein Al-Hilal Omdurman zurück. Der nigerianische Internationale bestritt für die Walliser in einem Jahr nur gerade sechs Einsätze. Zu guter letzt hat man sich von Obinna Nwaneri getrennt. Er spielt neu beim Verein Al Dharfra Abu Dhabi in den Arabischen Emiraten.
Weiteres
Jocelyn Ahoueya, Didier Crettenand und Julien Brellier werden in der Rückrunde keine Rolle mehr spielen. Für diese Spieler wird nach Abnehmer gesucht.
Was bis zum 2:0 als sichere Sache aussah, wurde zuletzt zum grossen Zittern. Mit Glück und Vanins brachte Sitten den 2:1-Heimsieg über St. Gallen doch noch über die Distanz.
Er sei wütend, liess sich Sittens Tholot nach dem enttäuschenden Auftritt bei Bellinzona zitieren. Der Trainer liess seine Unzufriedenheit die Viererabwehr spüren, die gleich drei Veränderungen erlebte. Paito (verletzt), Nwaneri und Rochat (beide auf der Bank) blieben draussen, für sie verteidigten neben Alioui diesmal Vanczak, Chihab und Bühler.
Sitten offenbarte im letzten Spiel des Jahres eine Revue seiner Stärken und Schwächen: Da wären zum einen ein durchaus ansehnliches Kurzpassspiel, viel Bewegung über aussen und gut getimte Zuspiele in die Tiefe, welche eine frühe Führung und Möglichkeiten zu deren Ausbau erzwangen. Doch die mentale Bremse, so oft gesehen in dieser Vorrunde, liess nicht lange auf sich warten. Liegt Sitten in Führung, wird bald einmal das Tempo aus dem Spiel genommen, auf langatmige Ballsicherheit umgestellt und zu oft rückwärts gespielt. Die Mannschaft ist trotz guten Individualisten noch nicht fähig, eine klare Entscheidung zu erzwingen, sondern verlegt sich immer wieder auf eine gefährliche Spekulation, die sich in den Schlussminuten beinahe noch gerächt hätte.
Diese schleichende Passivität verlieh auch St. Gallen neue Luft. Die Ostschweizer mussten sich in den Startminuten dominieren lassen und konnten nach einer halben Stunde froh sein, nicht klarer in Rückstand zu liegen. Obradovic traf früh (4.) mit seinem Halbvolley die Lattenoberkante und schob den Ball alleine vor Lopar (6.) sicher zum 1:0 ein, beide Male erwies sich Dominguez als Vorbereiter. Dieser verfehlte mit seinem Freistoss das hohe Eck nur knapp (16.), Mpenza schob Bühlers Hereingabe aus kurzer Distanz am Pfosten vorbei (23.), und nach dem von Dominguez flach auf den ersten Pfosten gezogenen Freistossball (29.) herrschte Panik im St. Galler Strafraum. Doch die Ostschweizer, sie vermochten durchaus zu reagieren. Fricks Abseitstor (20.) war eine knappe Sache. Vanins musste gegen Zé Vitor (35.) und spektakulär gegen Abegglen (42.) retten, St. Gallen bewegte sich nahe am Ausgleich. Und wurde beim 2:0 klassisch ausgekontert. Zuerst konnte Koubsky den weiten Ball von Dominguez nicht klären, dann liess Mpenza Torhüter Lopar aus spitzem Winkel ebenso schlecht aussehen. Das zweite Tor verlieh Sitten vorerst etwas mehr Sicherheit oder zumindest Freiräume, zumal der Gegner jetzt nach vorne endgültig mehr riskieren musste. Wieder war es Dominguez mit einem starken Zuspiel, Mpenza setzte den Ball knapp über die Latte (68.).
Das war indes die letzte gefährliche Situation im Strafraum eines Gegners, der alles andere als moralisch angeschlagen wirkte. Vielmehr rückte St. Gallen entschlossen auf, verfiel nie in Hektik und setzte Sitten nochmals gehörig unter Druck. Vanins musste vorher schon all seine Klasse aufbieten, um Costanzos Freistoss an den Pfosten zu lenken (59.). Dann traf Schenkel mit seinem Halbvolley zum 2:1 (78.), jetzt wurde es endgültig hektisch. Bühler sah die «Ampelkarte» (81.), da hatte sein Team die Kontrolle schon längst verloren. Frick hatte den Ausgleich auf dem Fuss (83.), aus kurzer Distanz traf er nur die Latte. Dann reklamierten die Gäste gestenreich bei Ref Busacca, sie hatten ein Handspiel von Alioui im Strafraum gesehen, doch der Ball prallte wohl eher zufällig an den Oberarm des Verteidigers. Torhüter Vanins, der Beste seines Teams, wurde engültig zum Matchwinner, als er zuerst Costanzos Abschluss entschärfte (84.) und in seiner grössten Tat Merendas Schuss aus wenigen Metern mirakulös abwehrte (87.).
Sitten sehnte den Schlusspfiff herbei und sah es als Erlösung an, als Busacca nach 94 Minuten die Vorrunde abschloss. Die grosse Verunsicherung der Schlussminuten hatte man für einmal unbeschadet überstanden.
(WB)
Der FC Sitten verliert in Bellinzona. Die Walliser erweisen sich als Auffangbecken für eine moralisch geschwächte Tessiner Squadra. Der Weg zu mehr Stabilität ist noch weit.
Alberto Cavasin, italienischer Fussballlehrer und neuer Trainer des Super-League-Vorletzten Bellinzona, kämpft an seiner neuen Arbeitsstätte zwischen Sopra- und Sottoceneri primär mit einer Schwierigkeit: Der Verunsicherung seiner Mannschaft. Und lange in der Partie gegen den FC Sitten schien es, als ob die Stirnfalten unter seiner Glatze nicht kleiner würden. Denn die Walliser zeigten sich im ersten Spielabschnitt in ansprechender Gemütsverfassung, sie kämpften generös und liessen nie die Vorahnung aufkommen, diese Partie zu verlieren. Sie argumentierten mit einigen Torchancen, die jedoch vom wieder genesenen Mpenza oder von Dominguez nicht verwertet wurden.
Vor allem aber zeigte der FC Sitten postwendend eine Reaktion, als er in der 36. Minute durch ein Freistosstor von Yacine Hima erstmals in Verlegenheit gebracht wurde. Alvaro Dominguez spitzelte den Ball nach einem Doppelpass mit Mpenza über Bellinzona-Goalie Gritti und egalisierte eine Partie, die schliesslich einen überraschenden, aber verdienten Sieger fand. Und eben dieser Dominguez, der die Partie ausglich, der Sitten wieder mit Hoffnung nährte, war vorab im ersten Durchgang die auffälligste Personalie in der Equipe von Didier Tholot. Der Kolumbianer war anfänglich an jeder Offensivaktion seiner Mannschaft beteiligt. Zu oft allerdings vertändelte sich der übermässig spielfreudige Südamerikaner; er nahm aus vielen Angriffsversuchen die Geschwindigkeit und somit die Gefahr. Im zweiten Spielabschnitt tauchte Dominguez unter; er bewegte sich an der Grenze der Wahrnehmungsschwelle. Das war, als Ildefonso Lima Sola für Bellinzona zur Führung traf und der FC Sitten einen Aufschub nötig gehabt hätte. Doch Dominguez versank im Tessiner Dauerregen, der nicht aufhören wollte und am Schluss sinnbildlich war für den Auftritt der Sittener Equipe.
Womöglich hat der Schweizer Spitzenfussball selten einen Fussballer gesehen, der trotz seiner spielerischen Veranlagung derart wenig Nutzen erzeugt; der trotz seiner Versiertheit in den entscheidenden Momenten derart wenig Einfluss nimmt auf das Spiel seiner Mannschaft. Mit Dominguez kippte in der zweiten Halbzeit die gesamte Sittener Mannschaft in eine kollektive Nonchalance, die Trainer Tholot sehr in Rage brachte. Er taxierte die Leistung seiner Equipe als «nicht verantwortbar». Tholot war aufgebracht, weil Sitten mit einem Sieg im Tessin punktemässig zum Tabellendritten Neuenburg Xamax hätte aufschliessen können. Er wusste, vielleicht wäre die freie Sicht auf die beliebtesten Tabellenrangierungen des Guten zu viel gewesen. Noch ist seine Mannschaft nicht so weit. Gut Ding will Weile haben. Wie lange aber bloss?
Im Zentrum symbolisierten Serey Die und Mitreski nicht das Höchstmass an taktischer Abgeklärtheit; davor spielte Obradovic ohne System-Fesseln zwar ansprechend, aber nicht überdurchschnittlich. Zumindest gelangen dem Serben oft Verlagerungen, welche das Spiel Sittens beruhigten oder manchmal gar ankurbelten. In der zweiten Halbzeit allerdings hatte Sitten kaum mehr eine Tormöglichkeit. Und in der Verteidigung, da ist Sitten eine grossen Wundertüte. Nwaneri kann lange fehlerfrei spielen; wenn der Kontrahent allerdings geschwinde Konterangriffe lanciert, zittert auch Goalie Vanins sichtlich, der sich in Sachen Mimik und Gestik ansonsten stark zurückhält.
Und dann kam der finale Moment in der 81. Minute, als Bellinzonas Alessandro Ciarrocchi Sitten den Dolchstoss versetzte und die Partie entschied. Die Partie, in der Sitten zu Beginn einen guten Eindruck gemacht hatte, diesen aber über die gesamte Spielzeit nicht bestätigte und am Schluss zu keiner Reaktion mehr fähig war. Und der Regen im Tessin, nein, er wollte nicht aufhören. Ihm widersetzten sich nur die Sittener Fans, die genauso wenig aufhörten zu singen, obschon sie unzufrieden waren mit der gesamten Equipe und vor allem mit dem ineffizienten Kolumbianer Dominguez. Dieser trottete zu diesem Zeitpunkt klatschnass in die Kabine. So leger wie er zuvor viele Spielsituationen vertändelt hatte. (WB)
Der FC Sitten ist zu allem fähig. Er kann gegen Taugenichts Aarau nicht gewinnen, Zürich und Leader YB aber vier Punkte stehlen. Hat seit vier Runden vielleicht die Konstanz schleichend Einzug gehalten im Team der Walliser?
Vladimir Petkovic und Pierre-André Schürmann haben etwas gemeinsam, nachdem sie beide ins Wallis gereist sind. Der YB- und Xamax-Trainer haben im eigenen Stadion Kunstrasen, beide haben in Sitten verloren und beide beklagten nach dem Spiel den schlechten Zustand des Platzes im Stade de Tourbillon.
Das ist ein wenig Wahrheit, vor allem aber viel Lamento. Denn wer zu Hause einen Vorteil haben will, der muss auf fremdem Terrain mit einem Nachteil zumindest rechnen. Das ist eine nette, schlagzeilenträchtige Episode, bestimmt aber nicht die volle Wahrheit.
Vielmehr ist nämlich zu beobachten, dass beide Gegner auf ein Sitten gestossen sind, das sich seit ein paar Runden schleichend gesteigert hat. Seit Ende Oktober immer ein wenig besser geworden, immer ein wenig sicherer und solidarischer, immer in kleinen, fast unbemerkten Schritten. Die Walliser haben nunmehr seit vier Runden nie mehr verloren, vor allem aber bloss zwei Treffer einkassiert. Das System von Trainer Didier Tholot, in erster Linie keine Gegentore zu erhalten, hat sich als gute Lösung erwiesen. Es könnte sich als Rezept für mehr Sicherheit und Punkte herausstellen. Und jetzt mit dem hochverdienten 3:1-Erfolg über den Leader also ein erstes Mal der grosse Schritt. Sitten war gestern richtig stark, vielleicht nie so gut wie nun gegen YB. Treffsicher, leidenschaftlich, solidarisch, mit starken Individuen, allen voran Dominguez und Mitreski. Gerade Letzterer nimmt im angepassten System eine zentrale Rolle ein (siehe unten stehenden Text).
Der gestern gesperrt gewesene Tariq Chihab hatte es vor einer Woche besonders eilig. Nach gerade mal 18 Sekunden brachte er Sitten in Zürich in Führung. Es war ein Start, der derart schnell Ernte eintrug, dass die Walliser ein ganzes Spiel lang davon zehren durften. Das war Klubrekord, nicht aber Weltrekord. Der Türke Hakan Sükur war an der WM 2002 im kleinen Final noch schneller, er benötigte 13 Sekunden für das 1:0. Am schnellsten hingegen war der Brasilianer Fabinho. Er skorte an einer früheren U17-WM nach lediglich neun Sekunden, haben die Statistiker herausgefunden. Sitten scheint sich an Chihabs Vorgabe auch gegen die Berner inspiriert zu haben, denn auch gegen Leader Young Boys ging die Walliser Post mit dem 1:0 ungewöhnlich früh ab.
Den Ausgang der frühen Führung bildeten Obradovic und Marin, deren Zusammenspiel halbrechts von Degen nur mit einem Foulspiel gestoppt werden konnte. Auf den langen Freistossball von Dominguez köpfelte zuerst Vanczak, den Rebound in der Luft verwertete Adeshina. Dieser Schwung trug Sitten so weit, dass eine gute halbe Stunde später erneut ein ähnliches Tormuster zu bestaunen war. Dominguez erneut als Ausgangsstation, diesmal gewann Bühler die Lufthoheit, Adeshina köpfelte, Nwaneri erbte den Ball, der dadurch vors Tor zu liegen kam. Der Berner Goalie Wölfli blieb auf der Linie stehen. Auch bei Dominguez’ 3:0 (63.) via Freistoss hinterliess Wölfli keinen guten Eindruck – er hatte das Gleichgewicht verloren. Bereits in der 20. Minute hätte Sitten das 2:0 erzielen müssen.Obradovic stand plötzlich allein vor Wölfli, weil YB-Abwehrspieler Mardassi im dümmsten Moment ausrutschte, der Serbe aber zielte zu wenig gut. In der 53. Minute stand Obradovic nach Marins Hereingabe erneut allein vor dem YB-Tor, ohne zu reussieren. Auch Degen hatte in einer Aktion kurz zuvor wenig Stand, dabei schaute für Sitten aber lediglich eine Ecke heraus. Petkovic wird daran gedacht haben, als er sich später über das Feld ausliess. Stiller Geniesser gestern war Didier Tholot. Der ehrliche Franzose verrichtet solide Arbeit. Die Ernte dieser Bemühungen schienen seine Position zu stärken, Christian Constantin tat für einmal gut daran, den Trainer nach schwachen Phasen und dem Cup-Out nicht entlassen zu haben. Ein Wechsel hätte die Mannschaft keinen Schritt weitergebracht. Vielleicht wird CC dafür noch belohnt. (WB)
Der Letzigrund. Eigentlich spielt hier die grosse Musik. Champions League ist angesagt, die Gegner heissen Real Madrid, AC Milan und Marseille.
Und doch: Das Stadion wird wohl immer das Mekka der Leichtathleten bleiben, Fussballer fühlen sich hier nicht wohl. Zu weit weg, zu wenig Stimmung, irgendwie kommt man sich ein bisschen verloren vor, es ist kalt und das nicht nur wegen des spätherbstlichen Wetters. Für den FC Sitten ist es ein speziell «zäher» Ort, den letzten Sieg gabs hier am 19. November 2000, Raubein Ivan Quentin spielte damals noch mit, allerdings auf der anderen Seite, mit der Mannschaft des FCZ.
Es scheint, als habe sich der FC Sitten in dieser Saison auf den FCZ ausgerichtet, immerhin der Titelverteidiger. 19 Punkte wiesen die Walliser vor der Partie im Letzigrund auf, genau gleich viele wie der Gegner FCZ. Zu wenig, wenns nach dem Gusto der Zuschauer geht, für den ambitionierten Präsidenten ohnehin, zwischendurch kam bereits gehörig Unruhe auf. Fakt ist: Es fehlt die Konstanz. «Sitten hat bereits mehr Punkte als in der letzten Saison nach der Vorrunde (mit der FCZ-Partie waren noch vier Partien ausstehend Red.), wir aber brauchen dringend Punkte», betonte FCZ-Sportchef Fredy Bickel vor der Partie. Ansichtssache.
Nun, Bickels Welt wurde zunächst mal gehörig durcheinandergeschüttelt. Marin erkämpfte sich den Ball, spielte diesen zu Obradovic, der wieder genesene Spielmacher zirkelte eine genau getimte Flanke in den Strafraum, Chihab brauste heran und erzielte per Kopf den Führungstreffer gespielt waren zu diesem Zeitpunkt gerade mal 19 (!) Sekunden. Klar ist: Ein Tor nach 19 Sekunden schiesst nicht, wer nicht mit einer gehörigen Entschlossenheit ans Werk geht. Natürlich lag das Augenmerk vornehmlich auf der Defensive und da wurden die Eindrücke der letzten zwei Spiele bestätigt. Die Sittener sind defensiv solider geworden, sie waren «bissig», die Zürcher taten sich anfänglich schwer, ins Spiel zu kommen. Und die Sittener trauten sich durchaus auch nach vorn und dann versuchten sie ganz augenfällig aufs Tempo zu drücken, fast überfallartig waren die Angriffe angelegt.
Spieler wie Obradovic und Chihab sind halt echte Leadertypen die zuletzt oft vermisst wurden sie können die anderen mitreissen, sie bringen mit ihrer Ballsicherheit aber auch Ruhe in den Aufbau. «Auch wenn man ihnen angemerkt hat, dass ihnen die Spielpraxis noch fehlte», wie Trainer Didier Tholot betonte. Dominguez zielte mit einem Freistoss nur knapp vorbei (28.), Nwaneris Kopfball verpasste das Ziel (33.) und dann kam der Moment, den man aus Sittener Sicht ohne Weiteres als Schlüsselszene bezeichnen darf. Marin setzte sich herrlich durch und brachte sich in eine optimale Position, sein Abschluss fiel dann aber zu harmlos aus. Hätte er getroffen, für die Zürcher wäre es gegen die sehr solide auftretenden Sittener sehr, sehr schwierig geworden.
Bei den Zürchern waren Alphonse, Tihinen und Nikci vorerst draussen geblieben, Challandes gönnte ihnen eine Pause, wohl auch im Hinblick auf das Champions-League-Spiel vom Dienstag in Marseille. Solche Ausfälle (zudem fehlen die verletzten Hassli und Chikhaoui) gehen auch am Titelverteidiger nicht einfach spurlos vorbei. Mehmedi etwa hat nicht annähernd die Klasse eines Alphonse oder Hassli, kurz vor der Halbzeit scheiterte er kläglich. Dass der Heimklub in der zweiten Halbzeit den Druck erhöhte, hatte vor allem einen Namen: Johan Vonlanthen. Unglaublich was der Internationale rackerte, Paito und Alioui sahen trotz durchaus engagierter Gegenwehr oft nur die Hacken, der 23-Jährige war gefährlicher als der Rest der Zürcher Mannschaft zusammen.
Für die Sittener gabs keine Erholung mehr. Sie kamen hinten nicht mehr heraus, nach vorne ging gar nichts mehr. Der Ausgleich war unter diesen Voraussetzungen eine Frage der Zeit. Aber es brauchte einen Geniestreich des eingewechselten Alphonse. Der Franzose nahm den Ball herrlich mit der Brust ab und schoss direkt 1:1. Es begann das grosse Zittern, der Punktgewinn wurde von den nun stürmisch angreifenden Zürchern heftig infrage gestellt. Die Sittener wankten, teils gar bedenklich, aber sie fielen nicht. Ein weiterer Beweis für die gesteigerte Stabilität, am Schluss gelang es ihnen auch wieder besser, sich aus der Umklammerung zu befreien. Vonlanthen vergab noch eine Riesenmöglichkeit, doch die Sittener überstanden selbst fünf Minuten (wieso eigentlich so lange?) Nachspielzeit und konnten den Titelverteidiger gehörig ärgern. Sehr zum Leidwesen von Sportchef Fredy Bickel. (WB)
Aaraus Not, was den Ligaerhalt betrifft, ist frühzeitig gravierend geworden. Und da Sittens Auswärtsauftritte oftmals im Elend enden, gabs ein schwaches Spiel mit je einem Punkt, der indes keinen der beiden wirklich weiterbringt.
In dieser Verfassung wird es Aarau schwer haben, seinen Mythos der Unabsteigbarkeit aufrechtzuerhalten. Ganze 8 Tore in mittlerweile 14 Spielen und erneut eine offensive Harmlosigkeit, die kaum zu überbieten ist – auch wenn das Schlusslicht nach fünf Niederlagen erstmals wieder punktete. Sitten musste nach einem frühen, überharten Platzverweis (30. Serey Die) eine Stunde lang in Unterzahl agieren und beschränkte sich bei einigen offensiven Absenzen frühzeitig auf die Sicherung des einen Punktes.
Sitten-Trainer Didier Tholot, gesundheitlich angeschlagen und somit ruhiger als auch schon in der Coachingzone, musste improvisieren. Mit Mpenza, Adeshina, Sarni (alle verletzt) und Alioui (gesperrt) fehlten gleich vier Akteure, die drei Tage zuvor beim 1:0 über Xamax noch dabei waren. Dazu fällt Spielmacher Obradovic weiterhin aus, er machte die Reise nach Aarau erst gar nicht mit. Die Initiative wollte keines der beiden Teams übernehmen, die Defensivorganisation und die personelle Massierung der eigenen Hälfte war beidseits oberstes Gebot. Somit entwickelte sich ein ereignis- und niveauarmes Spiel, vor der Pause weckte nur eine Szene die Emotionen: Serey Die erwischte bei seiner Intervention (30.) Rapisarda keineswegs überhart, doch der liess sich mithin theatralisch fallen. Schiedsrichter Bieri war sofort mit der Gelben Karte zur Hand – und weil es bereits die zweite für den Afrikaner war, musste Sitten eine Stunde lang in Unterzahl auskommen.
Das machte Sittens Vorsicht noch grösser. Fleissig wurde nach hinten gespielt, was einmal gar Vanins derart in Bedrängnis brachte, dass er den Ball auf die Tribüne spedieren musste. Doch weil Aarau wirklich wie ein Abstiegskandidat auftrat, geriet man im eigenen Strafraum nur selten in Gefahr. Auf der anderen Seite gabs drei heisse Szenen, jeweils nach Dominguez-Freistössen per Kopfball: Mitreski zwang Benito zu einer starken Intervention (26.), Chihab setzte den Ball völlig freistehend aus kurzer Distanz ins Seitennetz (34.) und Vanczak traf das Tor aus einer ähnlichen Situation ebenso nicht (45.).
Nach dem Wechsel gabs wenigstens Belebung in beiden Strafräumen. Vanins lenkte einen Distanzschuss von Stojkov (49.) zur Ecke, dann lag innert weniger Sekunden (55.) beidseits das Führungstor in der Luft: Dabo vergab kläglich alleine vor Benito, und Burki schoss im Strafraum unbedrängt genau auf Vanins. Und dann mischte Tholot endgültig «Beton» an: Er nahm mit Dabo seinen einzigen Stürmer vom Platz und brachte mit Bühler einen fünften Verteidiger (62.). Da Aarau vorne weiterhin wenig bis nichts zustande brachte, bliebs bei einem 0:0, das sich lange abgezeichnet hatte. (WB)
Spielerisch wirkten beide Teams limitiert, doch für den Sieger zählten nur die Punkte: Mit einer Willensleistung bezwang Sitten im Westschweizer Derby Xamax und beruhigte damit vorab die eigene Situation.
Als eine Minute vor der Pause Mpenza bei einem eigenen Freistoss das Feld verliess, weil er seine Adduktorenverletzung erneut verspürte, beschlich einen das laue Gefühl, wer denn ab jetzt überhaupt noch ein Tor schiessen sollte in einem Derby, das zu oft in einer gegenseitigen Neutralisation mündete. Zurück zum Freistoss bei Mpenzas Auswechslung: Dominguez zirkelte ihn ins Zentrum, Sarni kam noch leicht ran, ohne den Ball wirklich ablenken zu können: Doch es reichte, um Xamax-Keeper Ferro derart zu irritieren, dass er den Ball nur noch ins eigene Netzdach ablenken konnte und damit die Entscheidung ermöglichte. Das Tor belohnte Sitten zumindest für eine willige Leistung, ohne wirklich gut gewesen zu sein. Didier Tholot wählte für ein möglicherweise richtungsweisendes Spiel, was seine persönliche Zukunft betrifft, eine vorsichtige Taktik. Vor der Viererkette agierten mit Mitreski, Serey Die und Fermino gleich drei Zentrumsspieler, die eher defensiven Pflichten nachkommen mussten. Die Massierung in der eigenen Hälfte sorgte zumindest dafür, dass man Xamax in der gesamten ersten Halbzeit keine einzige Abschlussaktion zugestand. Nur einmal wurde es ansatzweise gefährlich, als Browns Heber (42.) über den weit vorne postierten Vanins, aber neben das Tor flog.
Sitten vermochte zumindest die eine oder andere Abschlussaktion zu erzwingen. Sarni verlängerte einen Eckball auf Mpenza (24.), bei dessen Kopfball musste Nuzzolo auf der Linie retten. Bei Ferminos Distanzschuss und Ferros Abpraller (34.) kam Mpenza einen Schritt zu spät. Was machte Sitten ab der 44. Minute mit seinem Vorsprung?
Es erhöhte die Berechnung und damit die Verwaltung, und man blieb defensiv solide. Ohne indes die nun vorhandenen Konterräume nutzen zu können. Adeshina verstolperte beinahe den Ball, um ihn dann fast übers Tribünendach zu spedieren (60.): Das Niveau blieb bescheiden. Doch für Tholots Team ging es in erster Linie ums Resultat, und das stimmte zuletzt. Dazu benötigte es auch einen aufmerksamen Vanins, der präsent war, als Xamax doch noch zu Tormöglichkeiten kam. Bei der grössten war Gavranovic rechts durch und zog direkt ab, Sittens Keeper rettete reflexschnell (64.), dann war er vor Brown am Ball (69.). Sitten brachte das 1:0 über die Distanz. Weil zumindest die Eigenfehler in der defensiven Hälfte rar blieben. Und weil Torhüter Vanins endgültig zum Retter des Sieges wurde, als er Rossis Kopfball aus kurzer Distanz (87.) aus dem Eck fischte. Er blieb damit auch erstmals in dieser Saison ohne Gegentor. (WB)
Der Schweizer Mittelfeldspieler Fabrizio Zambrella (01.03.1986) wechselt zum FC Sion.
Nach fünf Jahren in Brescia (It) unterschrieb der 23-jährige Mittelfeldspieler beim FC Sion einen Vertrag bis Juni 2013. Zambrellas ausgelaufener Fünfjahresvertrag beim Serie-B-Klub wurde im Juni nicht mehr verlängert. Seither war der U17-Europameister vereinslos.
Zambrella verliess 2004 als 18-Jähriger seinen Stammklub Servette mit Nebengeräuschen. Erst in seiner letzten Saison in der Lombardei avancierte der Genfer zu einem der Teamleader; in 37 Partien erzielte er drei Treffer. Zambrella nahm für die Schweiz auch an der U19-EM und der U20-WM teil. (news.ch)
Der FC Sitten ist weg vom Fenster im Schweizer Cup-Wettbewerb. Die Walliser verlieren in Thun 1:2 nach Verlängerung. Zu Recht.
Der FC Thun hat viele Anstrengungen unternommen, sich auf das Cup-Rencontre gegen den Titelverteidiger FC Sitten vorzubereiten. Der Stadionspeaker begrüsste die welschen Zuschauer in akzentfreiem Französisch und beim VIP-Zelt wurden Raclettes gestrichen und verzehrt. Das gibt es sonst nicht in Thun. Es lag ein Hauch von Super-League in der Luft, von der schönen alten Zeit, als Thun noch ein Begriff war für Erfolg im kleinen Rahmen, mit beschränkten Mitteln. Nur die Wolken verwehrten den Blick auf die Oberländer Berge. Der FC Thun tat sehr früh schon sehr viel für einen schönen Sonntagnachmittag. Die Equipe von Trainer Murat Yakin zeigte sich engagiert und initiativ. Über lange Zeit fehlte zwar im Offensivspiel die Qualität, doch immer, wenn Spielmacher Oscar Scarione am Ball war, entstanden Aktionen, die Sitten zumindest teilweise in Bedrängnis brachten.
Die Thuner Mannschaft präsentierte sich im Spiel gegen den FC Sitten so, wie ihr Trainer während seiner Aktiv-Karriere stets spielte: Nicht überragend oder auffällig, aber solid, intelligent und sehr smart. Sie machte mit ihrer offensiven Variation einer Fünfer-Abwehrkette Sitten das Leben schwer. Yakin sagte später, er habe den Spielverlauf so erwartet. In der Offensive war Thun in der 38. Minute stark, als Omar Faye eine Kombination von Glarner und Scarione abschloss. Viele Chancen hatte Thun nicht; beim Verwerten zeigten sich die Thuner aber in guter Laune. Auch am Schluss in der Verlängerung.
Beim FC Sitten passte kaum etwas zusammen. Es gab keinen Effekt der Überraschung, keine Situationen mit Gefahrpotenzial. Die Aufbauer Mitreski und Serey Die waren solide; im Spiel nach vorne aber limitiert. Crettenand, der für den verletzten Marin früh eingewechselt wurde, und Dos Santos scheiterten bereits in den Ansätzen ihrer Aktionen. Stürmer Adeshina war bemüht, stand aber nie dort, wo es hätte gefährlich werden können. Sinnbildlich, dass er die einzige Sittener Option im ersten Durchgang vorbereitete. Crettenand köpfelte seinen Flankenball neben das Tor (27.). Nein, sonst war vom FC Sitten nichts zu sehen, über die gesamte Partie nicht. Der Mangel an Qualität ist mit dem Fehlen von Obradovic, Chihab und Mpenza zwar nicht entschuldbar, womöglich aber erklärbar. Dies sagte auch Trainer Didier Tholot. In der Verlängerung traf Faye erneut, brachte Sitten an den Rand des Abgrunds. Seine Kollegen taten den Rest und schubsten den FC Sitten am Schluss in die Leere der Niederlage. Aus und vorbei mit dem Cup, mit dem Traum von Erfolg und Mythos.
Sitten war ganz einfach zu schwach gegen den Challenge-Ligisten. Die Stockfehler Vanczaks, das taktische Ungeschick Paitos, die Nonchalance Nwaneris; das sind nicht tolerierbare Zustände. Die Leistung von Sio, der in den Wochen zuvor mit der U21-Equipe brillierte, ist nicht erklärbar. Will man wirklich kritisch sein, muss man sagen, dass einzig Goalie Vanins und Serey Die Konstanten sind im heterogenen, ungefestigten Sittener Ensemble. Letzterer verlor am Schluss komplett die Fassung und legte sich mit den eigenen Fans an. Und irgendwie wirkte sogar Trainer Tholot hilflos in seiner Daunenjacke am Spielfeldrand. Seine Anweisungen schien niemand zu hören. Nicolas Marin sagte später, die Mannschaft habe auch für den Trainer spielen wollen. Dann war die Verlängerung vorbei, der FC Sitten resignierte und Präsident Christian Constantin lächelte auf der Tribüne ironisch. Die Hoffnung auf gute Zeiten schwand in diesem Moment. Die Hoffnung, dieser seltsame Mut der Ohnmächtigen. (WB)

Im Spiel der U21 gegen den Oberwalliser 1. Ligisten FC Naters, hat sich der vor kurzem verpflichtete Verteidiger Rober Servin an der Hand verletzt. Servin musste gestern operiert werden und wird voraussichtlich ca. 6 bis 8 Wochen ausfallen.
Wir wünschen ihm an dieser Stelle gute Besserung!
Der FC Sitten verliert vor 20'331 Zuschauern im St. Jakob-Park gegen den FC Basel klar mit 5:0.
Der FC Sitten startete zwar gut ins Spiel und kam in den ersten Minuten auch zu Chancen. In der Folge bauten die Walliser jedoch stark ab. Mit einem Doppelschlag von Marco Streller gingen die Basler noch vor der Pause in Führung. In der zweiten Halbzeit fanden die Walliser den Tritt nie mehr. Alex Frei und zweimal Scott Chipperfield machten für das Heimteam schliesslich alles klar und erzielten in der Schlussphase die weiteren Tore zum Endstand von 5:0 (rro.ch)
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Zwei Tage nach dem Direktduell im Tourbillon haben sich die Grasshoppers und der FC Sion auf einen Spielertausch geeinigt. Der Brasilianer Antonio Dos Santos wechselt leihweise bis Ende Saison ins Wallis, im Gegenzug wird Stürmer Guilherme Afonso ein Hopper.
Dos Santos gehörte bereits im Sommer zu Sions Wunschspielern für das linke Mittelfeld. Der Brasilianer spielte seit 2005 für GC, bringt es in dieser Saison auf drei Assists und zwei Tore.
Afonso seinerseits soll im Sturm der Zürcher zu mehr Spielpraxis kommen. Der Siegesschütze im letztjährigen Cup-Final gegen YB hat seinen Stammplatz zuletzt an Emile Mpenza und Saidu Alade Adeshina verloren.
Dank eines Last-Minute-Treffers von Gonzalo Zarate holt GC im Wallis drei Punkte. Die Zürcher schlagen Sion mit 3:2.
Zweimal nimmt Sion-Topskorer Emile Mpenza den Grasshoppers den Wind aus den Segeln. Zweimal müssen die Zürcher einem Rückstand hinterherlaufen. Aber am Ende nehmen sie drei hart erkämpfte Punkte aus dem Wallis mit. In der ersten Halbzeit profitiert Mpenza von einem Schnitzer Smiljanics und trifft zur 1:0-Führung. GC hat im ersten Durchgang zwar etwas mehr Spielanteile zu verzeichnen, offenbart aber seine eklatante Abschlussschwäche in der Offensive.
Nach dem Pausentee erhöht GC merklich das Tempo. Der Lohn: Der junge Ben Khalifa (17) wird in der 53. Minute von Sion-Verteidiger Jamel Alioui im Strafraum gefällt. Alioui wird mit der Ampelkarte des Feldes verwiesen. GC-Captain Smiljanic übernimmt die Verantwortung und haut den Ball vom Punkt aus in die hohe rechte Ecke. Der Ausgleich ist verdient.
Das Momentum spricht zu diesem Zeitpunkt für GC. Aber wieder hat Mpenza etwas dagegen. In der 61. Minute schlenzt der Belgier von der Strafraumgrenze aus den Ball herrlich in die weite linke Ecke. Grosse Klasse! Eine Viertelstunde vor Schluss reagiert Ciriaco Sforza und wechselt Cabanas ein. Der Routinier enttäuscht seinen Trainer nicht und köpft keine Minute später nach einer Calla-Vorlage zum Ausgleich ein.
In der Schlussphase bläst Sion – trotz numerischer Unterzahl – zur Schlussoffensive. Goalie Sommer muss mehrmals eingreifen und hält GC mit dem Glück des Tüchtigen im Spiel. Und dann sind es die Zürcher, die die Dramaturgie auf den Kopf stellen. Praktisch mit dem Schlusspfiff tankt sich Enzo Ruiz auf der linken Seite durch und legt für Zarate auf, der GC mit seinem fünften Saison-Tor den Auswärtssieg sichert. GC bestätigt seine Serie im Tourbillon (letzte Pleite 2001 (!)) und sichert sich mit dem Lucky-Punch den Anschluss ans Mittelfeld der Tabelle. (blick.ch)
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Der FC Sitten hat seine verlorenen Punkte aus den Heimspielen zurückgewonnen. Der Sieg in Luzern war auch ein Erfolg der Solidarität.
Eigentlich hat alles mit einer Idylle begonnen. Einem Strässchen mit dem etwas zu netten Namen Mooshüsli entlang, vorbei an Familiengärten und einem Gehege mit Schwänen und Ziegen, am Schluss durch ein kleines Waldstück, und plötzlich ist man da. Da, im provisorischen Kleinstadion der Luzerner in Emmenbrücke. Dieses ziemlich perfekte Bild muss in der Phase der Vorbereitung gerade die Walliser in besonderem Masse angesteckt haben, denn ihr Spiel war an diesem Abend geprägt von Tugenden, die man zuletzt gerade auf fremden Plätzen etwas vermisst hatte, an diesem Abend hingegen offensichtlich verinnerlicht worden sind. Sitten überraschte Luzern nicht auf spielerische Weise oder mit technischem Können, sondern auf angenehme Art und Weise mit einer mutigen, aggressiven und überzeugten Einstellung. Man zog die Schraube von der ersten Sekunde weg an und liess bis zuletzt nie nach. Das ist keine Selbstverständlichkeit in dieser teils fragilen Mannschaft.
Dass es gerade in der zweiten Halbzeit zu einer spürbaren Unterlegenheit kam, erstaunt nicht angesichts des notwendigen Aufkommens der Gastgeber. Doch gleichwohl liess Sitten seinem Gegner wenig effektive Torchancen zu. Nur auf einen Yakin-Freistoss und einer Kopfballstafette kam Luzern zu seinem Treffer. Ansonsten wehrte sich Sitten mit grossem Engagement und grosser Solidarität. Das Penaltytor zum Sieg fiel aus heiterem Himmel, war aber der Lohn für den aufopfernden Kampf. Paito wurde von Diarra klar gefoult, Dominguez traf sicher zum 1:2. Dass es der wuchtige Sittener Dauerläufer Serey Die war, über den lange viele hoffnungsvolle Aktionen liefen, erstaunt wenig, wenn man weiss, dass der bullige Afrikaner letzthin Vater geworden ist. Die kleine Lola muss beim Midfielder zusätzlich Energie frei gemacht haben, schon nach gut einer Minute gab er einen nicht ungefährlichen Schuss auf Zibungs Gehäuse ab, der Ball wurde aber in Corner abgelenkt. Eine ähnliche Aktion gelang ihm auch in der 32. Minute.
Derselbe Serey Die war es auch, welcher in der 17. Minute auch in der Defensive mit einem unscheinbaren, aber wichtigen Eingriff aktiv war. Er verhinderte auf eine Luzern-Ecke in extremis, dass der Ball schliesslich zum frei stehenden Paiva kam. Beim Führungstreffer (13.) schien er dann wohl eine kleine Auszeit genommen zu haben. Es war Paito, der gar weit vorne agierte, aber dank Courage nur mit einem Foul gestoppt werden konnte. Der Freistossball von Dominguez kam letztlich zu Marin, der Sitten mit einem Querschuss in Front brachte. Zuvor sorgte der hochsteigende Chihab für einen Sittener Vorteil in der Luft, so gelang der Ball zum Torschützen. Nur gerade auf der rechten Abwehrseite, wo Alioui und Mitreski abzuschirmen hatten, gelangte zuweilen Wasser ins Schiff. So verfügte der linke Mittelfeldspieler der Innerschweizer, Ferreira (18.), über eine gute Möglichkeit und seine Flanke in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit verfehlte Paiva nur knapp. Und als Vanins zweimal rechtzeitig aus dem Tor kam und vor Ferreira (57.) und Paiva (74.) befreite, war klar: Eigentlich hat alles mit einer Idylle geendet. (WB)
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Der FC Sitten muss in der nächsten Runde des Schweizer Cups nach Thun reisen.
Die Berner Oberländer empfangen den Cupsieger 2009 im Sechzehntel-Final. Der FC Thun wird in dieser Saison vom ehemaligen Natispieler Murat Yakin trainiert. Nach sieben Runden sind die Thuner momentan auf dem 3. Rang der Tabelle der Challenge League. Insgesamt kommt es am 17./18. Oktober zu acht Duellen zwischen Challenge League und Axpo Super League. So auch in Wil, das im Kantons-Derby auf St. Gallen trifft. (rro.ch)
Der FC Sitten gewinnt sein Cupspiel beim Erstligisten Echallens dank einem Eigentor in der 93. Minute mit 1:0.
Der Titelverteidiger tat sich vor 2500 Zuschauer bei strömenden Regen lange Zeit schwer. Vor allem in der ersten Halbzeit kam Echallens zu zwei hochkarätigen Chancen, die Andris Vanins im Tor der Sittener jedoch parieren konnte. Vier Minuten vor Schluss traf Adeshina nur den Pfosten. In der 93. Minute landete de--r Ball doch noch im Netz des Erstligisten. Durch das Eigentor von Pittet in letzter Minute qualifiziert sich der FC Sitten für die Cup-1/16-Finals. (rro.ch)
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Am nächsten Donnerstag, dem 24. September 2009, findet das Super-League-Spiel FC Luzern - FC Sion statt.
Aufgrund des provisorischen Stadions ist die Anzahl der Gästetickets jeweils sehr beschränkt. Eintrittskarten können am Spielabend vor Ort nicht gekauft werden, deshalb stellt der FC Sion derzeit Bilette zur Verfügung. Diese sind beim Sekretariat in Martinach (Porte d'Octodure) erhältlich.
Wer in 90 Minuten eine gute Torchance hat und das einzige Tor dank einem Eigentor schiesst, der muss wohl mit dem Unentschieden zufrieden sein. Und dennoch: Für den FC Sitten wäre in St. Gallen mehr drin gewesen.
Sieben Millionen Franken hat der FC St. Gallen für die sportlichen Belange zur Verfügung. Weniger als vorher, als man noch im altehrwürdigen Espenmoos kickte. Das machte stutzig im Umfeld. Viel mehr Zuschauer, viel mehr Einnahmen und trotzdem nicht mehr Geld im Sack. Nanu? Die Lösung des Rätsels ist relativ einfach. Der sportliche und der betriebliche Aufwand werden nun genau getrennt. Insgesamt beträgt das Budget wohl mehr als 16 Millionen Franken. Die AFG-Arena bringt viel mehr Geld in die Kasse, aber sie verschlingt auch mehr. Allein Abschreibungen, Stadionmiete und Schuldzinsen betragen 3,2 Millionen Franken. Die AFG-Arena hat aber vor allem eines bewirkt: Sie hat den St. Gallern nach dem bitteren Abstieg in die Challenge League den Stolz und das Selbstvertrauen zurückgegeben. Der FC St. Gallen das ist Hämmerli und Abegglen, das ist viel Handwerk, aber auch viel Leidenschaft und Tempo. Angetrieben vom lautstarken Espenblock und dem engagiert mitgehenden Trainer Uli Forte an der Linie, gaben die St. Galler zu Beginn klar den Ton an. Eine Balleroberung und dann wenn immer möglich schnell nach vorn. Ein Doppelpass, ein Sprint und schon wurde es gefährlich.
Die Sittener wurden mehrfach überrumpelt und der Eindruck der letzten Wochen wurde bestätigt: Die Abwehr ist eine grosse Baustelle. Vor allem auf den Seiten lässt man sich immer wieder allzu leicht ausspielen. Das mangelhafte Stellungsspiel war ein Problem, ärgerlicher freilich war, dass sich im Spielaufbau ständig Fehler einschlichen. Die St. Galler kamen damit gar leicht in Ballbesitz und konnten Druck aufbauen. Kommt hinzu, dass Serey Die ungewohnt viele Fehler beging, Mitreski im Mittelfeld nicht richtig integriert war und auch Goran Obradovic seine Leichtigkeit (im Moment) verloren hat. Pässe, die in der letzten Saison so spielend leicht den Adressaten gefunden haben, verpassen nun oft knapp das anvisierte Ziel. Es passte ins Bild einer völlig verpassten Startphase: Bühler liess sich von Nushi austanzen, dass ihm schier schwindlig wurde. Der St. Galler zog bis auf die Grundlinie, spielte den Ball in die Mitte und auch dort war niemand, der Marco Hämmerli am Toreschiessen hinderte das 1:0 in der 18. Minute. Es schien, als wären die St. Galler fast selber ein bisschen erschrocken, wie einfach das ging. Sie verfielen in eine eigenartig anmutende Passivität, hörten auf zu spielen. Das wiederum war die Chance der Sittener. Die Mannschaft wurde nun zunehmend sicherer, liess den Ball gut laufen. Was fehlte, war allerdings der Zug nach vorn. Erfolg versprechende Möglichkeiten blieben eine absolute Ausnahme und es benötigte jeweils die Hilfe des Heimklubs. Als ein St. Galler Verteidiger zu einem Befreiungsschlag ansetzte und gleich den eigenen Kollegen anschoss, stand Mpenza plötzlich ganz unverhofft allein vor Lopar, doch der Sittener Stürmer brachte den Ball nicht im Tor unter (31.). Zehn Minuten waren in der zweiten Halbzeit gespielt, da preschte Alioui entschlossen bis zur Grundlinie vor, Koubsky dachte wohl, der Ball sei bereits im Out gewesen, stand relativ unmotiviert herum und lenkte den Ball unhaltbar ins eigene Tor ab beim Ausgleich war ein gehöriges Mass an fremder Unterstützung mit im Spiel.
Merenda kam postwendend zu einer guten Kopfball-Möglichkeit, in der Folge hatten die St. Galler aber Mühe, überhaupt an den Ball zu kommen. Bis zur 70. Minute lief beim Heimklub überhaupt nichts mehr. Allerdings war das Sittener Spiel allzu sehr in die Breite angelegt. Die Walliser dominierten zwar deutlich, aber ohne sich dabei auch nur eine einzige Torchance zu erarbeiten, viel brotlose Kunst also. Die Partie plätscherte mehr oder weniger ereignislos dahin. In den letzten Minuten kam dann doch noch einmal Leben in die «Bude». Für Emotionen sorgten aber vor allem Ereignisse neben dem Platz. Nwaneri blieb verletzt liegen und wurde deshalb schonungslos ausgepfiffen. Er wurde vom Platz getragen, sprang dann aber wenige Meter vor dem Spielfeldrand quietschfidel von der Bahre. Als er nach kurzer Pflege dann wieder aufs Feld wollte, musste er lange warten, was Trainer Didier Tholot dann seinerseits erzürnte. Der Ball flog dann doch endlich ins Aus und oh Wunder genau in die Hände von Didier Tholot, der das Streitobjekt kurzerhand packte und es partout nicht mehr hergeben wollte. Pa Modou wollte den Ball holen und schubste Tholot weg. Viel Aufregung um relativ wenig. Schiedsrichter Kever zeigte dem St. Galler die Gelbe Karte und schickte den Sittener Trainer auf die Tribüne und man war fast ein bisschen froh, dass wenigstens am Schluss noch etwas los war. Von 20 Partien in der AFG-Arena hatte der FC St. Gallen bisher nur eine verloren. Im Cup-Viertelfinal gegen den FC Sitten. Dabei sollte es vorderhand auch bleiben. So leicht, die St. Galler zu schlagen, wäre es wohl noch selten gewesen. (WB)
Am letzten Tag der internationalen Transferperiode wurde es auch beim FC Sion noch einmal hektisch. Gleich mehrere Personalentscheide wurden getroffen und dabei gab es auch einige Überraschungen.
Wie beinahe schon gewohnt gibt es zum Ende einer Transferperiode aus dem Wallis so einiges zu vermelden - selbst am Tag nach der Beendigung der internationalen Transferperiode im Sommer 2009 sickern stündlich weitere Neuigkeiten durch. Exklusiv vermelden kann 20 Minuten Online den Transfer von Alvaro Saborio.
Saborio in die zweite englische Division
Der costa-ricanischen Internationale, welcher eine Rückkehr zum FC Sion seit Monaten in allen Interviews kategorisch ausschloss, konnte sich mit Christian Constantin in letzter Minute doch noch auf eine Vertragsauflösung einigen. Aus Sicht des Spielers war dies zwar ein teurer Spass, doch mit einem Vertrag auf der Insel sollte der Tico dies problemlos kompensieren können. Unterschrieben hat Saborio aber nicht in der Premier League, sondern in der zweiten Division bei Bristol City.
Mijadinoski in die Champions League
Für einen grossen Paukenschlag sorgte Mirsad Mijadinoski. Der Mazedonier mit Zürcher Wunzeln und einem Walliser Vertrag wechselt zurück nach Ungarn. Dort unterschrieb der Linksfuss einen Vierjahresvertrag bei Debrecen, nachdem er letzte Saison zu einem der stärksten Innenverteidiger der Liga erkoren wurde. Debrecen konnte sich diesen und drei weitere Transfers leisten, weil sie sich für die Gruppenphase der Champions League qualifiziert haben.
Nwaneri erhält einen Kontingentsplatz
Jedes halbe Jahr ist es eigentlich das Gleiche. Nwaneri träumt von den grossen Ligen Europas und verkündet beim FC Sion seinen Abschied. So war es auch diesmal, weshalb er bislang nicht auf der Kontingentsliste des Clubs erschien und ergo auch keinen Einsatz hatte. Gegen Bellinzona war dies jedoch anders. Auf dem Heimflug aus Istanbul kam es zu einem Acht-Augen-Gespräch zwischen Christian Constantin, Didier Tholot, Sportchef Frédéric Chassot und dem nigerianischen Internationalen. Dort verständigte man sich auf eine Fortführung der Zusammenarbeit, weshalb der FC Sion seinen Innenverteidiger nun qualifizierte. In Istanbul trug Nwaneri massgeblich zur Stabilisierung der Abwehr bei.
Vanczak wieder zurück
Die Verletzung von Vilmos Vanczak, der nach einem Zusammenprall mit Fenerbahce-Torhüter Volkan mit Verdacht auf Blut in der Lunge notfallmässig ins Spital eingeliefert werden musste, konnte nicht mit der Mannschaft heimreisen. Nachdem die Ärzte am Bosporus nun aber eine generelle Entwarnung geben konnten, flog Vanczak am Sonntag zurück in die Schweiz. Dennoch wird der vielseitige Verteidiger für mindestens vier Wochen ausfallen.
Vier weitere Fälle sind weiterhin hängig
Noch keine offizielle Entscheidungen gibt es bei vier anderen Spielern auf dem Abstellgleis: Germano Vailati, der kurz vor dem Sprung in die Nationalmannschaft stand und dann auf das Abstellgleis geschoben wurde, hat weiterhin keinen Verein gefunden. Jocelyn Ahoueya, der solide Internationale aus dem Benin hat ebenfalls keinen Abnehmer gefunden. Gleiches gilt zudem auch für Mittelfeldspieler Julien Brellier und Stürmer Zbigniew Zakrzewski. Alle vier stehen nun „nur“ noch auf dem Schweizer Markt zur Verfügung, sofern sie nicht gestern noch ihre Verträge beim FC Sion einvernehmlich aufgelöst haben.
Zwei Neuverpflichtungen
Am Dienstagnachmittag haben die Walliser zudem die Neuverpflichtung von zwei Ausländern bekanntgegeben: Vom paraguayanischen Erstligisten Sportivo Luqueno stösst der 25-jährige Verteidiger Rober Antonio Servin zum FC Sion. Er wird künftig die Trikot-Nummer sechs tragen.
Ausserdem kommt mit Giovanni Sio von Real Sociedad ein ehemaliger französischer Junioren-Internationaler zum Super-Ligist. Der 20-Jährige soll in erster Linie in der U21 eingesetzt werden. (20min.ch)
Der FC Sion muss mehrere Wochen ohne Stammspieler Vilmos Vanczak auskommen.
Der ungarische Verteidiger leidet unter starken Lungenschmerzen, seit er am Donnerstag in der Europa-League-Qualifikationspartie bei Fenerbahce Istanbul (2:2) mit dem gegnerischen Goalie Volkan zusammengeprallt ist.
Er wurde während jener Partie notfallmässig in ein Spital eingeliefert und ist erst nach seinen Teamkollegen in die Schweiz zurückgekehrt. (SI)
Der FC Sion ist zum Siegen zurückgekehrt. Nach nur zwei Punkten aus den letzten drei Spielen gewannen die Walliser gegen Bellinzona 3:1 und damit erstmals wieder seit dem 1. August.
Herausragender Spieler vor 9900 Zuschauern im Tourbillon war Nicolas Marin, der zwei Treffer erzielte und das vorentscheidende 2:1 vorbereitete. Der 28-jährige Franzose war erst vor knapp drei Wochen aus der französischen Ligue 2 ins Wallis gewechselt und hat in drei Meisterschaftsspielen drei Tore erzielt. Bereits seinen fünften Saisontreffer markierte Emile Mpenza. Der Belgier verwandelte in der 39. Minute einen umstrittenen Foulpenalty, den er selbst herausgeholt hatte, zum 2:1.
Drei Tage nach dem guten Auftritt gegen Fenerbahce in Istanbul geriet Sion gegen den Tabellenvorletzten in der 12. Minute überraschend in Rückstand. Nach einem katastrophalen Rückpass von Goran Obradovic zog Mauro Lustrinelli alleine auf das Tor von Andris Vanins und traf zum 1:0 für die Gäste. Der Serbe machte
wenig später seinen Lapsus wieder gut, als er Marins 1:1 mit einem weiten Einwurf vorbereitete. Auch beim zweiten Treffer des Franzosen kurz nach der Pause hatte Obradovic seinen Fuss im Spiel.
In der Tabelle schafften die Walliser mit dem letztlich verdienten Sieg den Anschluss an die Verfolgergruppe von Leader YB. Bellinzona, das seit vier Spielen ohne Sieg ist, bleibt auf dem Barrage-Platz. (SI)
Ein Funken Hoffnung herrschte im Lager vor dem schweren Playoff-Rückspiel bei Fenerbahce Istanbul, doch nach 98 Sekunden waren alle internationalen Träume ausgeträumt. Das 2:2 war dennoch ein respektables Resultat.
Vor dem Spiel forderte Sion-Sportchef Frédéric Chassot, dass sein Team mit Stolz und Ehrgefühl in das Spiel gegen Fenerbahce Istanbul geht. Rückblickend gesehen muss man den Wallisern bescheinigen, dass sie sich über weitere Strecken wirklich gut präsentiert haben. Sie begannen damit nach zwei Minuten – allerdings beim Spielstand von 1:0 für die Gastgeber. Serey Die ging als letzter Mann in den Zweikampf, verlor dort dümmlich den Ball und Dos Santos zog los. Vanins stand zwar noch im weg, aber auch er konnte den Gegentreffer nicht verhindern.
In der Folgezeit verdauten die Walliser den Rückstand jedoch gut und waren selbst immer wieder gefährlich. Der Ausgleich von Vanczak nach einem Obradovic-Freistoss (8.) brachte ein wenig Hoffnung zurück, die durch einen berechtigen Foulelfmeter noch verstärkt wurde, denn Chihab traf nach Foul von Goalie Volkan an Dabo (30.). Der Fener-Schlussmann durfte unverständlicherweise jedoch weiterspielen. Beinahe skandalös war dann die Kompensationsentscheidung des portugiesischen Unparteiischen, der den Türken den Penalty zum 2:2- Ausgleich quasi schenkte (40.).
In der zweiten Halbzeit war Sion dann optisch beinahe ebenbürtig. Zumindest die ansonsten so löchrige Abwehr war stabil und kompakt. Chancen waren daher hüben wie drüben Mangelware. Längst war die Hoffnung auf das Erreichen der Euro-League verschwunden. Als Sion mit zwei Spitzen volles Risiko ging, hatte Fenerbahce durch Weltmeister Güiza (2x) und einen abgefälschten Schuss noch drei Möglichkeiten, das Spiel zu entscheiden, doch die Walliser zeigten den geforderten Stolz und verdienten sich das Unentschieden redlich. (20min.ch)
Positive Bilanz trotz Frust & Ärger -> Bericht 20min.ch
Sitten gewinnt in Bern nur... wenn ein Cupfinal ansteht. Innert zweier Minuten direkt nach der Pause gab man das Spiel komplett aus den Händen und blieb in der Folge gegen den Leader chancenlos.
Nach der Reduzierung der Europa-League-Chancen auf ein Minimum gerät Sitten nun auch in der Meisterschaft unter Druck. Taktisch trat Trainer Tholot ausgerechnet beim Leader YB die Flucht nach vorne an. Den Mut, den er gegen Fenerbahce noch der Taktik geopfert hatte, demonstrierte er in Bern mit einer offensiveren Ausrichtung und einem 4-4-2-System. Mit Afonso und Mpenza standen zwei echte Stürmer auf dem Platz, hinter ihnen mit Obradovic und Dominguez zwei weitere Akteure mit eher offensiver Ausrichtung. Dieses Konzept hielt indes nur eine Halbzeit lang. Bezeichnend für diese Erkenntnis ist die Tatsache, dass YB-Torhüter Wölfli neben dem Gegentor kein einziges Mal ernsthaft einzugreifen hatte.
Vor der Cupfinal-Revanche dominierte beim Gegner vorerst Seydou Doumbia die Schlagzeilen, YB lehnte während der Woche für seinen gesperrten Topskorer eine 15-Mio.-Offerte des russischen Meisters Rubin Kazan ab. Und die Ultra-YB-Fans haben mit ihren Provokationen die Cupfinal-Niederlage wohl noch nicht so richtig verdaut. Nur so ist es zu erklären, dass tosender Applaus ausbrach, als Sarni vom Ball voll ins Gesicht getroffen wurde und sich pflegen lassen musste (28.).
Durch die beachtliche Anzahl Akteure mit offensiven Qualitiäten liess Sitten den Ball im Mittelfeld vorerst gut laufen und geriet hier noch nicht unter Druck, doch ganz vorne lief wenig bis nichts. YB kam durch Marco Schneuwly (4., 9.) zu zwei frühen Abschluss-Situationen, dann setzte Obradovic einen abgewehrten Cornerball mit seiner Direktabnahme nur knapp über die Querlatte (19.). Als Serey Die im Strafraum gegen Regazzoni das Bein stehen liess (22.), ahndete dies Ref Studer nicht er hätte wohl auf Elfmeter entscheiden können. Dann foulte Vanins rechts ausserhalb des Strafraums Schneuwly und kam mit einer Verwarnung davon, weil er bei seiner Aktion nicht mehr hinterster Spieler seines Teams gewesen war (24.).
Die zwei heissen Szenen deuteten darauf hin, dass Sittens Defensive zusehens Probleme bekundete, wenn YB das Spiel schnell in die Tiefe ausrichtete. Vanins, der bei seinen Zuspielen nicht selten Fehler beging, rettete im tiefen Eck auf Regazzonis Knaller (43.).
Offenbarte Sitten im Verlaufe der Saison bisher gravierende mentale Schwächen in den Schlussminuten, liess man sich diesmal in den Startminuten zur zweiten Halbzeit komplett überraschen. YB reichten zwei Minuten aus, um das Spiel mit zwei Situationen zu entscheiden. Beide Male war Sittens linke Abwehrseite mit dem taktisch nicht zum ersten Mal anfälligen Paito komplett offen, zweimal war Sutter durch. Beim 1:0 (47.) bediente er Marco Schneuwly, der herrlich mit dem Absatz verwertete. Beim 2:0 gabs den kurzen Rückpass auf Christian Schneuwly, der unbedrängt (zu seinem ersten Tor für YB) einschoss das Bruderpaar hat zugeschlagen.
Tholot reagierte sofort und nahm Paito vom Platz, doch das Unheil war nicht mehr aufzuhalten. Nach Aliouis Fehler lupfte Degen den Ball an Vanins und dem Pfosten vorbei (56.), und dann taxierte Ref Studer eine wohl reguläre Intervention von Alioui an Marco Schneuwly mit einem Elfmeter, den Yapi zum 3:0 verwertete (59.).
Drei Gegentore in 12 Minuten, Sittens Defensive genügt weiterhin auch national nicht höheren Ansprüchen. Anders YB, das seinem Gegner in der eigenen Gefahrenzone kaum noch eine Abschluss-Situation zugestand (Mpenza sah gegen seinen Spezialbewacher Affolter kaum einen Ball) und mit seiner schnellen Auslösung immer wieder den nötigen Freiraum vorfand. Die Aktion bei Degens Pfostenschuss (77.) war bestes Bespiel dafür, wie einfach Sittens Abwehrreihe jetzt zu überwinden war. An der taktischen Kapitulation der zweiten Hälfte änderte auch das späte Ehrentor des eingewechselten Adeshina zum 3:1 (84.) nichts mehr. Praktisch im Gegenzug scheiterte Degen kläglich alleine vor Vanins, so richtig besser wurde es nicht mehr. Und ins mental triste Bild der zweiten Walliser Halbzeit passte Vancazks Platzverweis kurz vor Schluss (zweite Verwarnung).
Damit bewegt sich der FC Sitten nach sieben Runden wieder in einer ähnlichen Tabellenlage wie vor einem Jahr. Was nichts Gutes verheisst... (WB)
Matchzusammenfassung SF
Der FC Sion unterlag Fenerbahce Istanbul im Playoff-Hinspiel 0:2. Die Walliser benötigen nun eine herausragende Leistung in einer Woche in Istanbul, um den Einzug in die Europa-League-Gruppenphase zu schaffen.
Sion startete sehr verhalten in die Partie. Die abwartende, wenig überzeugende Haltung der Gastgeber wurde im Stade der Genève vor 9500 Zuschauern kurz vor der Pause bestraft. Nach einer herrlichen Kombination traf der Brasilianer André Santos zum 1:0. Der spanische Europameister Daniel Güiza hatte den Treffer mit einer Weitergabe mit der Brust perfekt eingeleitet.
Danach ging Fenerbahce mit seinen Torchancen fahrlässig um. Güiza traf nach einem schweren Sion-Abwehrfehler in der 70. Minute aus idealer Position lediglich die Torumrandung. Für den zweiten türkischen Treffer sorgte dann der Internationale Kazim nach Vorarbeit von Semih Sentürk. Sion, das nur selten zu Torchancen kam, vergab die beste in der 64. Minute, als Emile Mpenza nur den Pfosten traf.
Sion war nicht in der Lage, den gleichen Coup zu schaffen wie vor zwei Jahren, als Fenerbahces Stadtrivale Galatasaray 3:2 geschlagen wurde. Damals hatten die Walliser eine stürmische Startphase hingelegt und waren früh mit 3:0 in Führung gegangen. Diesmal begann Sion sein Gastspiel in Genf vor mehrheitlich türkischen Fans zögerlich. Fenerbahce bekundete lange Zeit keine Probleme, die Angriffe der Walliser schon im Keim zu ersticken.
Mit geringem Aufwand kontrollierte der 17-fache türkische Meister die Partie. Der Schweizer Vertreter spielte ungenau, konnte kaum einmal mehrere Pässe aneinanderreihen. Der in der Meisterschaft oft überzeugende Spielmacher Goran Obradovic war kein Faktor. Der einzige Sittener, der überzeugen und technisch sowie physisch mit den Gäste mithalten konnte, war Serey Die. Der Ivorer sorgte mit einem Schuss aus rund 30 Metern für die erste gefährliche Sittener Aktion (13.).
Waren in der ersten Halbzeit zumindest die Spielanteile noch gleichmässig verteilt gewesen, war ab dem Seitenwechsel vornehmlich Fenerbahce am Drücker. Der Champions-League-Viertelfinalist von 2008 kombinierte stark, zeigte sich in der Defensive aber verschiedentlich anfällig. Obwohl Trainer Christoph Daum vor Überheblichkeit gewarnt hatte, spielten die Türken im Aufbau teilweise leichtsinnig, was Sion die eine oder andere Chance ermöglichte.
Nach einer Stunde zwang Alvaro Dominguez den türkischen Keeper Volkan Demirel mit einem Weitschuss zu einer kleineren Parade. Und in der 64. Minute kam Mpenza mit dem Pfostenschuss dem Ausgleich am nächsten. Es waren dies die wenigen offensiven Highlights der mehrheitlich überforderten Walliser in der zweiten Halbzeit. Demgegenüber hatte Fenerbahce diverse Möglichkeiten, einen höheren Sieg zu erreichen. Sion wird sich massiv steigern müssen, um für den überraschenden und nach dem Hinspiel nahezu unmöglichen Einzug in die Gruppenphase zu sorgen. (20min.ch)
Matchzusammenfassung SF
Für das Europacupspiel Sion-Fenerbahçe in Genf wird von Zürich aus ein Bus organisiert.
Abfahrtszeiten: Datum: 20.8.2009
Abfahrt: ca. 15.30h ab Sihlquai / ca. 16 h ab Mägenwil, P&R / ca. 17 h ab Bern, Neufeld P&R
Route: Zürich - Bern, Halt - Geneve, Stade de Geneve - nach Match ca. 23.00h retour via Bern nach Zürich
Preis: ca. 50 Franken
Infos zum Reisebus: Fahrt im TopClass Reisebus mit Klimaanlage, Bordtoilette, Kühlschrank, Video/DVD zum Teil mit Jasstischli, etc. Der Reisebus wird streng nach Herstellervorgaben gewartet und entspricht den gültigen gesetzlichen Bestimmungen. Die Betreuung erfolgt durch einen fachkundigen und fahrzeugvertrauten Berufschauffeur.
Falls Ihr Interesse habt, meldet Euch doch spätestens bis zum 20.08.2009 12h unter folgender
Nummer: 079 359 27 91.
«Das war eine tolle Leistung des FC Sion», nickt der Lokalradio-Reporter, das Mikrofon vor den Kopf Aleksandar Mitreskis haltend. Die Worte sind halb Frage, halb Behauptung. «Das kann keine tolle Leistung sein», entgegnet Mitreski, man habe 3:1 geführt und nur 70 Minuten lang gut gespielt. Toll? Die Walliser sind wieder auf der Ziellinie zurückgeworfen worden. Es will nicht sein: Gegen den FCB kurz vor Schluss verloren, gegen den FC Aarau in letzter Sekunde den Ausgleich hingenommen – und jetzt auch gegen den FCZ.
Diesem gelang der Ausgleich zum 3:3 erst in der 88. Minute per Penalty. Das Spiel barg ausreichend Gesprächsstoff. «Haben Sie das Spiel gesehen?», fragte Vonlanthen, als sich jemand nach dem Penalty erkundigte. Er sei gestossen worden, «ganz klar». Mitreski seinerseits behauptete, er habe die Szene genau gesehen: «Kein Penalty.» Es lief das sattsam bekannte Nachspiel. Wäre die Szene im Zürcher Strafraum gewesen, hätten wahrscheinlich beide die jeweils gegenteilige Meinung vertreten. Auf jeden Fall rettete die Szene Paito/Vonlanthen dem FCZ den Match, den er in Anbetracht der Hitze und des 1:3-Rückstands schon verloren geglaubt hatte. Aber er kam doch noch an den FC Sion heran, was die Protagonisten des FCZ mit «Charakterstärke» begründeten.
Vor dem Hinspiel der Champions-League-Qualifikation am Mittwoch in Riga gegen Ventspils rannten die Zürcher im Wallis durchwegs einem Rückstand hinterher. Ihre Abwehr offenbarte teilweise eklatante Schwächen, was unweigerlich zur Frage führte, ob das dort hinten international auf Dauer überhaupt gut gehen kann. Ohne den gesperrten Rochat bekundeten Tihinen, Lampi, der 18-jährige Philippe Koch und Stahel etwelche Probleme, die auch nicht behoben waren, als Stahel und Koch für den zweiten Teil die Positionen tauschten. Als wären der Warnsignale noch immer nicht genug, kam in der zweiten Halbzeit der 19-jährige Raphael Koch, der Bruder Philippes, in der Defensive zum Début. Wollte der FCZ-Trainer Bernard Challandes, der hinterher wie immer gestenreich über die Fussballwelt referierte, auf etwas hinweisen?
Sein Team egalisierte in der 39. Minute durch Margairaz die frühe Führung Nicolas Marins (8.), des jüngsten Sittener Transfers, zum 1:1, erhielt aber schon 180 Sekunden später das 1:2. Die Abwehr hatte wieder nicht aufgepasst und Obradovic wenige Meter vor dem Tor per Kopf zum 2:1 für den FC Sion getroffen. In der 54. Minute foulte der FCZ-Torhüter Leoni im Strafraum den durchgebrochenen Mpenza – Penalty, Dominguez, 3:1. Wenige Minuten danach vereitelte Leoni regelkonform die nächste Chance Mpenzas, der so etwas wie den Matchball vergab. Erst in der 71. Minute brachte das 2:3 Tihinens die Zürcher Hoffnung zurück. Danach war erstaunlich wenig zwingend, was der FCZ offensiv zeigte. «Wenigstens nicht verloren», lautete das Zürcher Fazit.
Und der FC Sion? Fünf Tage vor dem Qualifikationsspiel zur Europa League gegen Fenerbahce in Genf haderte er abermals. Er bleibt ein Faszinosum, in dem trotz ständigen Wechseln (teure) Qualität verborgen ist, die nicht umgesetzt wird. 12 500 waren im Stadion, die «ihr» Team sehen wollten. Das waren am Samstag: Ein Lette, drei Franzosen, ein Portugiese, ein Marokkaner, ein Ungar, ein Ivoirer, ein Serbe, ein Belgier, ein Nigerianer, ein Mazedonier und zwei Schweizer dunkler Hautfarbe, Fermino und Afonso. (nzz.ch)
Matchzusammenfassung SF
Infos zum Vorverkauf
Für die Playoffs der Europa League wird der FC Sion gegen die türkische Mannschaft Fenerbahçe am 20. August 20h30 im Stade de Genève antreten.
Die Billete können ab Mittwoch, dem 12. August, 8.00 Uhr nur über die Internet-Seite (ticketcorner.com) & das Call Center (von der Schweiz aus
Ein spezieller Verkauf wird am Montag zwischen 17.00 und 20.00 Uhr im Stade de Tourbillon stattfinden. Die Kassen im Stade de Genève öffnen am Spieltag ab 16.00 Uhr. Die Preise variieren je nach Kategorie zwischen 20 CHF & 110 CHF.
Preise
Fans FC Sion: Sektoren H, I, J, K, L: CHF 40.- normal / CHF 30.- Studenten, Lehrlinge und Senioren / CHF 20.- Kinder. Sektoren P, Q: CHF 70.- normal / CHF 40.- Kinder. Sektoren C,D,E : zwischen CHF 80.- und CHF 110.- / CHF 40 Kinder. Sektoren N, M : CHF 60.- normal / CHF 40.- Kinder. Sektoren F, G : CHF 70.- normal / CHF 40.- Kinder.
Fans Fenerbahçe: Sektoren T,V,W,X : CHF 40.- normal / CHF 30.- Studenten, Lehrlinge und Senioren/ CHF 20 .- Kinder. Sektoren S,R : CHF 60.- normal / CHF 40.- Kinder. Sektoren A.B: CHF 70.- normal / CHF 40.- Kinder. Sektoren Q : CHF 70.- normal / CHF 40.- Kinder.
Der FC Sion kam gegen den FC Aarau nur zu einem 1:1. Martin Stoll erzielte in der 93. Minute den mehr als schmeichelhaften Ausgleich.
Im Stade de Tourbillon scheint die Sonne, als Schiedsrichter Bruno Grossen die Partie anpfeift. Der FC Sion ist in einer äusserst schwachen ersten Halbzeit die spielbestimmende Mannschaft. Topskorer Emile Mpenza kommt immer wieder zum Abschluss, doch Aarau-Goalie Ivan Benito gerät nur selten in Gefahr. Noch harmloser sind nur die Gäste – Sion-Goalie Vanins hätte auch zu Hause bleiben können. Denn das Team von Jeff Saibene bringt überhaupt nichts zustande. Die Gäste scheinen mit einem 0:0 zufrieden zu sein.
In der 55. Minute sehen die Zuschauer den besten Angriff des Spiels und das einzige Tor. Vanczak flankt von der rechten Seite vor das Tor, wo Fermino goldrichtig steht und zur Sion-Führung einschiebt. Kurz vor Schluss verpasst Sion den K.o-Schlag: Benito kann einen Dabo-Schuss mit dem Fuss abwehren, Dominguez schiesst danach über das Tor.
Symbolisch die letzte Szene der Partie: Goalie Benito rennt in den Sittener Strafraum, kommt sogar zum Abschluss, doch Ref Grossen unterbindet den Angriff.
Sekunden später die gleiche Situation: Eckball Aarau, Benito irrt durch den Strafraum, doch Verteidiger Martin Stoll erzielt in der 93. Minute (!) per Kopf den mehr als glücklichen Ausgleich. (blick.ch)
Matchzusammenfassung SF
Die Franzosen Olivier Monterrubio und Virgile Reset gingen zurück in die Heimat. Von dort kommt nun auch ein Nachfolger.
In den letzten Jahren bediente sich der FC Sion immer wieder auf dem französischen Markt. Neben den bereits genannten Monterrubio und Reset waren dies auch Jamal Alioui, Guilherme Afonso und Mobulu M'Futi, welche aus Frankreich ins Wallis wechselten. Jetzt kann auf dieser Liste noch ein weiterer Name hinzugefügt werden.
Nicolas Marin soll auf dem rechten Flügel wirbeln
Der FC Sion wollte noch nichts dazu sagen, doch Recherchen ergaben, dass sich der Super-Ligist aus dem Tourbillon mit Nicolas Marin auf einen Zweijahresvertrag verständigt hat. Der 28-jährige Flügelspieler trug zuletzt das Trikot vom FC Lorient. Seine Juniorenzeit verbrachte der schnelle, trickreiche aber kleingewachsene Marin bei der AJ Auxerre, ehe er unter anderem auch bei der AS St. Etienne an der rechten Seitelinie entlang spurtete.
Termin der Präsentation noch offen
Wann Marin den Fans und den Medien offiziell vorgestellt werden soll, ist noch offen, doch hat der FC Sion bereits eine Spielberechtigung beantragt, so dass einem Einsatz im Heimspiel gegen den FC Zürich am kommenden Wochenende nichts mehr im Weg stehen sollte. Marin ist jedenfalls am Freitagabend bereits aus Lorient abgereist und wird am Abend im Mannschaftshotel in Martigny erwartet. (20min.ch, Lars Gansäuer)
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Hammerlos für den FC Sion: Die Walliser treffen in den Playoffs der Europa League auf Fenerbahce Istanbul.
Der FC Sitten empfängt am 20. August zuhause Fenerbahce Istanbul. Da viele Anhänger des türkischen Teams erwartet werden und das heimische Tourbillon bei europäischen Spielen nur rund 4000 Plätze bieten kann, wird das Spiel in Genf ausgetragen. Fenerbahce wird seit Beginn der Saison von Christoph Daum trainiert und verfügt über Spieler wie Robert Carlos, Emre oder Daniel Güiza. Das Rückspiel findet am 27. August im 52'000 Zuschauer fassenden Sükrü-Saracoglu-Stadion statt.
Infos zum Gegner
Gründungsjahr: 1907
Klubfarben: gelb-dunkelblau
Stadion: Sükrü Saracoglu Stadium (Kapazität: 50'530 Zuschauer)
Präsident: Aziz Yildirim, ehemaliger Fussballer & in der Baubranche tätig.
Trainer: Christoph Daum
Platzierung im letzten Jahr: 4.
Erfolge
Meisterschaften (17): 1959, 1961, 1964, 1965, 1968, 1970, 1974, 1975, 1978, 1983, 1985, 1989, 1996, 2001, 2004, 2005, 2007
Cupsiege (4): 1968, 1974, 1979, 1983
Europacup: Viertelfinalist Champions League 2008
Kader
Stars: Roberto Carlos (BRA), Güiza (ESP), Alex (BRA), Volkan, Emre, Semih, Kazim Kazim
Das sind unsere möglichen Gegner für die Playoffspiele im Europacup 2009/2010 :
Hamburger SV
6 mal Deutscher Meister: 1923, 1928, 1960, 1979, 1982, 1983
3 mal Deutscher Pokalsieger: 1963, 1976, 1987
Fenerbahçe SK
17 mal Türkischer Meister: 1959, 1961, 1964, 1965, 1968, 1970, 1974, 1975, 1978, 1983, 1985, 1989, 1996, 2001, 2004, 2005, 2007
4 mal Türkischer Pokalsieger: 1968, 1974, 1979, 1983
Dinamo Bukarest
18 mal Rumänischer Meister: 1955, 1962, 1963, 1964, 1965, 1971, 1973, 1975, 1977, 1982, 1983, 1984, 1990, 1992, 2000, 2002, 2004, 2007
12 mal Rumänischer Pokalsieger: 1959, 1964, 1968, 1982, 1984, 1986, 1990, 2000, 2001, 2003, 2004, 2005
FC Metalist Kharkiv
1 mal Pokalsieger: 1988
Der definitive Gegner wird am 13.30 ausgelost. Die Auslosung wird live auf Eurosport übertragen.
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Der FC Sion hat heute das neue Shirt, welches speziell von Kappa für sein hundertster Geburtstag entworfen wurde, präsentiert.
Er wird erstmals im Spiel Sion-Aarau (17h45), diesen Samstag 8 August, getragen. Der Preis des Leibchen beträgt 119.- CHF und wird am Spieltag in der Boutique verkauft (Öffnung eine Stunde vor dem Spiel bis eine Stunde nach dem Spiel). Das Shirt wurde speziell für das Jubiläum entworfen und heisst “Century“.
(fc-sion-live.ch)
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Das Rätselraten im Wallis ist gross: Wie kann man das Tourbillon auf UEFA-Norm bringen? Denn für die Europa-League-Playoffs sind Genf, Lausanne und Bern keine Optionen. Die Walliser Fans haben eine ungewöhnliche Idee.
Sion ist auf der Suche nach einem tauglichen Europa-League-Stadion. Im Stade de Genève ist ein Gastspiel nicht möglich, weil dort über Wochen hinweg eine grosse Bühne für Konzertproben stehen wird. Das Stadion in Lausanne fiel bei einer UEFA-Inspektion ebenfalls durch und weil dann nur noch Bern halbwegs in der Nähe läge, dort aber Kunstrasen liegt, steht der FC Sion plötzlich ohne Stadion da. Guter Rat scheint teuer – und die Lösung wird es auch, denn es bleibt nur das Tourbillon, bei dem jedoch nur die Haupttribüne mit Zuschauern besetzt werden darf. Rechnet man ein, dass quer über die Tribüne noch ein Zaun für den Gästesektor gezogen werden muss, bleibt ein Fassungsvermögen von 4000 Zuschauern wohl die Obergrenze.
Fans organisieren sich
Schnell wurde bei den Fans die Idee geboren, sich zu organisieren, und eigenhändig im Sittener Stadion die notwendigen Schalensitze zu montieren. Eine Idee, welche hohe Wellen schlägt. In Foren und auf Facebook bieten sich immer mehr Anhänger an, um den Verein zu unterstützen. Einige wollen gar bereit sein, am Arbeitsplatz frei zu nehmen, um die Schalensitze einzubauen.
«Wir machen es wie Klagenfurt bei der EM»
In der Schaltzentrale des FC Sitten hat man jedoch eine andere Lösung im Sinn: «Wir stehen im Moment in Kontakt mit den Organisatoren der EM in Österreich. Die haben in Klagenfurt auf den Stehplätzen einfach ein Stahlrohr-Konstrukt mit Sitzen montiert», weiss Dominicangelo Massimo, Sions-Generaldirektor. Dieses Gerüst würde quasi wie die Schublade eines Schranks in die jeweiligen Tribünen hineingeschoben. «Über die Kosten haben wir aber noch keine Informationen und auch die Machbarkeit ist noch nicht endgültig geklärt. Aber momentan scheint dies die einzige Lösung, um überhaupt vor einem vollen Stadion antreten zu dürfen.»
Gruppenspiele auf jeden Fall in Genf
Diese Schalensitz-Konstruktion erfüllt auf jeden Fall die UEFA-Normvorgaben, doch beim FC Sion geht es grundsätzlich nur um das eine Spiel der Euro-Liga- Playoffs, «denn anschliessend», hält Massimo fest, «müssen wir sowieso in Genf spielen». Grund sind die zahlreichen Kriterien, die das Tourbillon nicht mehr erfülle, so der Sitten-Generaldirektor. (20min.ch)
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Sions Star Emile Mpenza über seine sportlichen Ziele und die mögliche Rückkehr in Belgiens Nationalmannschaft.
In Sion kickt ein Weltstar, und BLICK bekommt das zu spüren. Der Interview-Termin mit Eka Basunga Lokonda Emile Mpenza, wie der Belgier mit vollem Namen heisst, ist auf 16 Uhr vereinbart. Doch um diese Zeit trainiert der Mann, der in seinen ersten drei Partien für Sion viermal getroffen hat. Seine Rasta-Frisur versteckt er unter einem coolen Piraten-Tuch. Während das Team am Ende Dehnübungen macht, ist für Mpenza frühzeitig Schluss. Kann das Interview endlich beginnen? Nein. Erst lässt sich der Star massieren, ehe er um 17:48 Uhr lächelnd antrabt.
Blick: Emile Mpenza, wundern Sie sich, wie leicht man in der Schweiz zum Torerfolg kommt?
Emile Mpenza: Nein, das liegt an mir. Ich bin stärker geworden, mache meinen Job vor dem gegnerischen Goalie gut.
In England sind Sie gescheitert. Wollen Sie in Sion Ihre Karriere neu lancieren?
Ja, normalerweise sagt man ja, die besten Fussballerjahre seien jene von achtundzwanzig bis dreissig, aber ich glaube, das trifft bei mir nicht zu. Zudem bin ich nach Sion gekommen, um eine gute Meisterschaft zu spielen und mit dem Team die Gruppenphase der Europa League zu erreichen.
Denken Sie, Sie könnten noch einmal in einer Top-Liga wie der Bundesliga oder der Premier League durchstarten?
Ja.
Was sagt Ihnen der 12. August 2009?
Hmmm … nichts.
Belgien gegen Tschechien …
Ah ja! Ja, das wäre schön, aufgeboten zu werden. Aber eigentlich möchte ich erst fit werden und mich in Sion einleben. Das ist nur ein Testspiel.
Belgiens Nati-Trainer Frank Vercauteren liess Mpenza, der seit 2007 nicht mehr für die Nationalmannschaft aufgeboten wurde, am Samstag von seinem Assistenten beobachten. Mpenza traf zweimal.
Würden Sie das Aufgebot ablehnen?
Mal schauen. Sions Spiele sind sehr wichtig.
Letzte Woche sagten Sie, Sie könnten in dieser Saison dreissig Tore schiessen. Damit setzen Sie sich selber unter Druck.
Nein, niemand erwartet dreissig Tore von mir. Wichtig ist, dass es mit dem Team läuft. Wie viele Tore es dann sind, sehen wir am Schluss.
Kennen Sie die Namen Ihrer Konkurrenten um die Torjägerkrone?
Nein. Doch, Alex Frei. Aber sonst?
Seydou Doumbia?
Nein.
Sion ist Ihr neunter Klub. Wo hatten Sie am meisten Spass?
Bei Standard Lüttich. Die Atmosphäre war dort sehr familiär, wie in Sion.
Ein Weltstar, der das Familiäre sucht. Wo bleibt der Glamour?
Es muss nicht dort am tollsten sein, wo am meisten los ist.
Das haben Sie vor ein paar Jahren noch anders gesehen.
Ich bin älter, reifer geworden. Ich mag die Gegend hier. Zum Shoppen kann ich ja nach Genf gehen.
Sie galten früher als schnellster Spieler der Bundesliga. Wie weit sind Sie heute davon entfernt?
Zwanzig Prozent. Aber da komme ich wieder hin.
Haben Sie noch Ziele?
Ich möchte endlich einen Pokal gewinnen. Das Gefühl muss ich mal erleben.
Mit Sion sind die Chancen gross, den Cup zu gewinnen.
Ja, diese Geschichte kenne ich.
Sie sind 31 Jahre alt. Was tun Sie nach Ihrer Karriere?
Da denke ich nicht drüber nach. Ich kann mir gut vorstellen, noch sechs Jahre weiterzuspielen.
Der FC Sion wird sein erstes Europacup-Heimspiel am 20. oder 27. August doch im heimischen Tourbillon statt wie angekündigt auf der Lausanner Pontaise austragen.
Gemäss Sions Präsident Christian Constantin habe das Lausanner Stadion die gleichen Probleme wie das Tourbillon. Deshalb hätte Sion kein Interesse, das Spiel nach Lausanne zu verlegen.
Ursprünglich wollten die Walliser wie schon 2006 und 2007 für die Ausscheidungspartie um den Eintritt in die Gruppenphase der Europa League nach Genf ausweichen. Das Stade de la Praille ist jedoch an den möglichen Spielterminen für Konzerte der französischen Sängerin Mylène Farmer besetzt. Sions Playoff-Gegner sowie der genaue Austragungsdatum wird am 7. August ausgelost. (20min.ch)
Sektor D im Tourbillon ab sofort rauchfrei
Der FC Sion setzt sich gegen Passiv-Rauchen während den Heimspielen ein. In Zusammenarbeit mit dem Projekt "cool and clean" von Swiss Olympic, ist der Sektor D für Familien und Kinder künftig rauchfrei. Das Rauchverbot wird am Samstag beim Spiel gegen den FC Aarau eingeführt. Damit schliesst sich der FC Sitten den Vereinen St. Gallen, Vaduz und Winterthur an, welche das Rauchverbot in der vergangenen Saison teilweise eingeführt haben. Bisher machen vier Vereine in der Super League und acht Vereine der Challenge League beim Projekt mit.
Freundschaftsspiel gegen Al Ain
Der FC Sion wird am 04. August 2009 18h00 in Lens im Stade du Christ Roi ein Freundschafsspiel gegen Al Ain, emiratischer Fussball Club von Abu Dhabi empfangen. Al Ain ist neunfacher Meister seiner Meisterschaft. Der Eintrittspreis beträgt 5.- mit einem Raclette, die Kinder haben freien Eintritt.
Der FC Sion siegt in feuriger Ambiance. Mpenza lanciert das Romandie-Derby per Doublette, Niasse sieht vor der Pause Rot.
Fehlpass, Fehlpass, Langeweile. Während 20 Minuten war die Partie zwischen Xamax und dem FC Sion fehlerhaft und bieder, bis ein Brandstifter kam und Feuer, Gift und Galle brachte. Erster Moment des Zorns war ein diskutabler Penaltyentscheid pro Sitten, weil Ismaeel in den Augen des Schiedsrichters Studer ein Foul an Dominguez begangen hatte. Die Xamaxiens verstanden die Welt nicht, was dem Elfmeterschützen Mpenza einerlei war – 1:0 (23.). In Rückstand liegend, verstanden die Xamaxiens die Welt erst recht nicht mehr, was Mpenza einerlei blieb – von Alioui auf eine weite Konter-Reise geschickt, traf der Belgier zwei Minuten nach dem ersten Tor zum 2:0.
Bis zur Pause wurden Nickligkeiten, Fouls und Verwarnungen zum Programm, was in der 45. Minute in eine Tätlichkeit des Neuenburgers Niasse gegen Mitreski mündete; ein Linienrichter registrierte sie, der Schiedsrichter zeigte Rot. Die Gemüter sollten sich nicht beruhigen. Das lag etwa am Anschlusstor durch Ideye Brown (49.), der dem Spiel Spannung, den Neuenburgern Hoffnung brachte; das Blut erhitzten aber auch Routiniers, die Freund und Feind in Wallung brachten – wie etwa Varela, der auch bei Xamax ein Leitwolf sein will, aber eher ein schlauer, frecher und immer wieder falscher Fuchs ist.
Unter Sturm blieb die Atmosphäre gar nach dem Abpfiff. Ein Spiegelbild dafür gab der Xamax-Coach Schürmann, der enerviert war, weil sich eine Journalisten-Traube vor der Pressekonferenz der Trainer für Statements des Sitten-Präsidenten Constantin interessierte. Unglücklicherweise übertrug sich die aufgeheizte Stimmung auf das Publikum. So wurde ein Linienrichter von einem Gegenstand getroffen, der aus der Xamax-Ecke aufs Feld geworfen wurde. Der Klub entschuldigte sich dafür, was ihn nicht vor einer Strafe bewahren dürfte. YB war jüngst für einen ähnlichen Vorfall mit der Sperrung der Fankurve sanktioniert worden.
Die zitternden Nerven raubten Xamax die Zuversicht, nach dem 3:0 gegen den Meister FC Zürich auch den Cup-Sieger zu fällen. Die Walliser trugen mit dem 3:1 durch Serey Die (56.) das Ihre zur Desillusionierung des Gegners bei und korrigierten den enttäuschenden Saisonstart. Drei Punkte nach drei Runden – «genau das wollten wir verhindern», hatte der Präsident Christian Constantin vor dem Xamax-Spiel im «Walliser Boten» gesagt.
Die Zeitung spekulierte, vermutlich kämen neue Spieler. Xamax wiederum scheint sich noch immer in einer Transferoffensive zu befinden und verpflichtete mit dem Kameruner Gilles Augustin Binya den zehnten Spieler innert kurzer Zeit. Bleibt zu hoffen, dass die Xamax-Chefs das Auge für eigene Juwelen nicht verlieren, wie Wüthrich, den Teenager im Mittelfeld, der ruhig blieb, als registriere er nicht, dass Mitspieler wiederholt die Contenance verloren. (nzz.ch)
So schlecht ist der FC Sitten noch nie in eine neue Saison gestartet, seit er wieder in der Super League spielt. Christian Constantin redet schon schlecht. Im Test ist neu ein Ex-Internationaler, Verteidiger Remo Meyer.
Die Bilanz.
Der FC Sitten ist seit 2006 wieder in der obersten Spielklasse. Die Bilanz mit drei Punkten nach drei Runden war seither nie derart dürftig. Im ersten Jahr holten die Walliser sieben Punkte, in der Saison darauf deren neun und waren damit Leader. Im letzten Jahr gabs ebenfalls drei Punkte, das reichte für Platz sieben. Heute steht Sitten auf Platz acht. Klubboss Christian Constantin: «Genau das wollten wir verhindern. Jetzt sind wir wieder gleich weit.»
Christian Constantin
Die Niederlage gegen Basel hat CC an den Nerven gefressen. Es ist, als hole ihn die Vergangenheit ein. «Wenn sich nichts ändert, dann sind Bellinzona, Aarau oder Sitten Abstiegskandidat Nummer eins.»
Nun, nach gerade mal drei Runden sind derartige Worte verfehlt. Etwas näher der Wahrheit ist die Tatsache, dass das aktuelle Kader unausgereift zu sein scheint. Die Seiten sind ungenügend besetzt und im Angriff droht alles an Mpenza zu liegen. «Um in den beiden Strafräumen effizient zu sein», so Constantin, «muss man eine andere Mentalität haben.» Das Spiel gegen Basel hat tatsächlich nichts anderes als die Grinta (Tapferkeit, Unbeugsamkeit, unbedingter Wille) von Streller und Frei entschieden sowie die Nicht-Grinta der Walliser Abwehr.
Das Kader
Die Zuzüge des FC Sitten sind gut. Der solide Goalie Vanins etwa bringt der Mannschaft mehr als der eitle El-Hadary. Aber ein Monterrubio und ein Reset sind noch nicht ersetzt worden. Deshalb sind die Aussenbahnen, die im modernen Fussball bedeutend sind, nicht stark genug belegt.
Eine Idee könnte sein, Serey Die aussen spielen zu lassen. Zumindest ein Versuch ist das wert. Denn Serey Die bringt das mit, was anderen abgeht: Aggressivität, Athletik, Durchsetzungsvermögen. Chihab käme dadurch in der Mitte noch mehr Bedeutung zu. Trainer Didier Tholot sagte unlängst: «Die jungen Spieler haben das Volumen noch nicht für neunzig Minuten. Ich bin ungeduldig, was Verstärkungsspieler betrifft.»
Neue Spieler
Seit wenigen Tagen ist beispielsweise Remo Meyer im Test. Der 29-jährige Langenthaler spielte nach Luzern und Lausanne bei 1860 München in der Bundesliga und zuletzt bei Red Bull Salzburg, wo man ihm keinen Vertrag mehr anbot. Meyer ist als Abwehrspieler und als defensiver Midfielder einsetzbar. Zudem sollen Constantin auch Patrick Müller und Johan Vogel angeboten worden sein. Doch das sind bloss Spekulationen.
Das Derby
Heute reist Sitten zum welschen Derby zu Xamax. CC halb belustigend, halb beunruhigt: «Die Neuenburger haben einen guten Präsidenten, einen guten Sportdirektor, einen guten Trainer und eine sehr gute Mannschaft.» Sitten fehlt in diesem wegweisenden Spiel der verletzte Regisseur Obradovic, Xamax fehlen Geiger (ex-Sitten) und Rossi. Seit 1973 gab es 82 Romand-Derbys, dabei gab es 25 Sitten-Siege und 27 Xamax-Erfolge, dazu 30 Unentschieden. (Walliser Bote)
Der FC Sion muss zumindest am Samstag gegen Xamax auf seinen Mittelfeldspieler Goran Obradovic verzichten.
Obradovic hat am Sonntag in der Partie gegen Basel eine Verstauchung des rechten Knöchels erlitten und wurde zur Pause ausgewechselt. Der 33-jährige wird zumindest das kommende Spiel gegen Xamax am Samstag verpassen. (sf.tv)
Der FC Sitten verliert sein Heimspiel gegen den FC Basel. Der Qualitätsunterschied zwischen den beiden Mannschaften war ausschlaggebend.
Manchmal lässt sich Alex Frei zweimal bitten. Aber dreimal nein, das tut er nur selten. Mit dem Verwerten seiner dritten Torchance liess der Rekordtorschütze der Schweizer Nationalmannschaft in der 90. Minute die Träume des FC Sitten platzen, die nach 30 guten Spielminuten im zweiten Durchgang aufgekommen waren.
Die Fans des FC Basel waren nach ihrer 13-stündigen Heimfahrt vom andorranischen La Vella, wo der FC Basel während dieser Woche gegen Santa Coloma die erste Europa-Hürde überstanden hatte, nicht zu müde, Feuerwerkskörper und Knallpetarden zu zünden in Sitten.
Die Partie im Tourbillon hingegen verlief vorab im ersten Durchgang nicht mit der Intensität, mit der sie die Supporter eingeläutet hatten. Der durchschnittliche Unterhaltungswert war niedrig. Erst nach Mpenzas Einwechslung in der zweiten Halbzeit bekam Sitten Auftrieb. Die Walliser wurden dann forscher und in der Offensive ideenreicher. Es sollte nicht reichen am Schluss.
Auch weil Basel noch immer die potenteste Adresse im Schweizer Fussball ist. Man erhebt auch nach einem Jahr ohne Titelgewinn in jedem Spiel den Anspruch, gewinnen zu müssen. Und Sitten? Da sorgt die oberste und oft einzige Instanz im Verein für genügend Druck. Die Atmosphäre im Tourbillon war infolgedessen aufgeheizt, was sich spätestens durch den Ellbogenschlag von Sarni an Frei zeigte dies. Der junge Stocker revanchierte sich dafür postwendend mit einem rüden Foul an Obradovic.
Der FC Basel zeigte in Sitten das Gesicht, welches Ex-Trainer Christian Gross in zehn Jahren mit chirurgischer Sorgfalt geformt hatte: Defensiv solide und zweikampfstark; offensiv mit viel durchsetzungsvermögen, aber wenig Ästhetik. Der neue Mann an der Seite, der Deutsche Thorsten Fink, wird noch feilen müssen, wenn er dieses ändern will. Es reichte jedoch, um in Führung zu gehen.
Streller lancierte in der 21. Minute Frei, der seine zweite Option an diesem Nachmittag nicht nutzen konnte und aus kurzer Distanz an Vanins scheiterte. Doch Stocker traf per sattem Nachschuss. Sitten war während der gesamten Partie nur im Ansatz gefährlich. Exemplarisch dann, wie der flinke Yoda die Basler Hintermannschaft mit Dribblings narrte oder Mitreski einen Distanzschuss wagte (61.). Zählbares resultierte aus diesen Versuchen allerdings nicht.
Es brauchte mehr, um der gefestigten Basler Equipe Paroli zu bieten. Sitten jedoch blieb über lange Zeit inaktiv. Spielmacher Obradovic, bereits am Mittwoch gegen Luzern zurückhaltend, trat kaum in Erscheinung und wurde vom Basler Huggel praktisch abgemeldet. Nach der Pause betrat der Serbe das Spielfeld aufgrund einer Verletzung nicht mehr.
Für ihn kam überraschenderweise Afonso in die Partie, der auch an diesem Sonntag gleichermassen bemüht wie limitiert war. Ein Ruck durch die Sittener Mannschaft ging erst, als Mpenza und der eigentliche Obradovic-Ersatz Dominguez auf dem Feld standen. Dann kam die Situation, die dem FC Basel das Genick zu brechen drohte. Serey Die wagte in der 78. Minute einen seiner seltenen Wege auf den Flügel, düpierte Rechtsverteidiger Sahin und spielte den Ball flach in die Mitte, wo Mpenza stand und zum Ausgleich traf. Der Belgier, noch immer mit sehr viel Antizipationsvermögen ausgestattet, erzielte auch in seinem zweiten Spiel für den FC Sitten ein Tor. Es war der Moment, als das Tourbillon wieder zu singen begann.
Doch Alex Frei, beim FC Basel vor Jahren als zu wenig durchschlagskräftig bezeichnet, hatte eine Antwort parat auf den Treffer von Mpenza und sorgte in der 90. Minute für die Entscheidung. Für die eigentliche Pace war aber Marco Streller verantwortlich. Der Stürmer wurde auf seinem Sololauf über 35 Meter nicht angegriffen und lancierte Frei exakt. Das Tourbillon zuckte in diesem Moment zusammen. Schliesslich siegte der FC Basel, weil er über mehr Qualität verfügt als Sitten. Den Unterschied der beiden Teams versinnbildlichten die Namen der beiden Sturmspitzen: Sittens Dabo sass in der letzten Saison beim Challenge-Ligist St. Gallen meist auf der Ersatzbank; Basels Alex Frei traf in der vergangenen Bundesliga-Saison für Borussia Dortmund insgesamt zwölf Mal. (Walliser Bote)
Sions Reaktion auf das 1:3 im Startspiel gegen die Grasshoppers blieb nicht aus: Die Walliser stürmten gegen die weitgehend chancenlosen Luzerner zum verdienten 3:1-Erfolg.
Didier Tholots Personalmassnahmen zahlten sich aus. Vier Positionen der Startformation besetzte der Coach nach dem missratenen Auftakt neu. Luzern kam mit den Umstellungen nie zurecht. Die Innerschweizer gerieten früh in eine dauerhafte Umklammerung. Nur bis zur 45. Minute widerstand der FCL dem Sommer(an)sturm. Dann verlor Gerardo Seoane gegen Moustapha Dabo einen weiteren Zweikampf. Der Senegalese markierte Sekunden vor der Pause das wegweisende 1:0. Mit beeindruckender Vehemenz strebte Sion vor über 11'000 Anhängern den nächsten Vorteil an. Innerhalb von fünf Minuten wurden die Walliser für ihre mutige Spielweise doppelt entlöhnt.
Emile Mpenza erhöhte in der 79. Minute auf 2:0. Der ehemalige Millionen-Mann aus der Bundesliga (ex Schalke und Hamburg) benötigte für seine Torpremiere in der Super League einen bemerkenswert kurzen Anlauf -- 360 Sekunden genügten dem früheren belgischen Internationalen zum ersten erfolgreichen Abschluss.
Mehr als einen Foulpenaltytreffer hatte die Equipe von Coach Rolf Fringer nicht zu bieten. Sie beanspruchte sogar mehrfach das Glück, dass Sion (insbesondere Obradovic) weitere hochprozentige Chancen verpasste. Ihr Auswärtssieg in Bellinzona ist unter Umständen nicht allzu hoch zu bewerten. (news.ch)
Der ägyptische Torhüter des FC Sion, Essam El-Hadary, hat seine Zukunft geklärt. Vor allem die Sion-Fans freuen sich über den Transfer weg aus dem Wallis zurück in seine Heimat.
Aufatmen bei den Fans des FC Sion war die erste Reaktion auf die Meldung aus Ägypten, dass ihr früherer Torhüter Essam El-Hadary einen Vertrag bei Ismaily unterschrieben hat. Die durch den Cupsieg versöhnten Fans sind jedoch erfreut über dessen Weggang, doch für den Nati-Goalie mit den grossen Händen nahmen die Verhandlungen einen ebenfalls überraschend positiven Verlauf: Ein Wochenlohn (!) von 20 000 Franken streicht El-Hadary bei seinem neuen Club ein. Natürlich war auch in nur gebrochenem Englisch seine Freude am Telefon nicht zu überhören.
Akte noch längst nicht geschlossen
Für den FC Sion ist die Akte El-Hadary damit aber nur teilweise geschlossen. Einerseits erhielten die Walliser nun rund 650 000 Franken an Ablöse für den 36-Jährigen, andererseits steht aber weiterhin die Klage von Al-Ahly Kairo im Raum, denn El-Hadarys Ex-Club hat nun natürlich kein Interesse daran, die Klage zurückzunehmen. Schliesschlich spielt El-Hadary nun bei einem ernstzunehmenden Konkurrenten.
Wie es der FC Sion sieht
Im Lager der Walliser steht ja neben einem Transferverbot auch das Urteil gegen den Spieler selbst im Raum. El-Hadary wurde zu einer viermonatigen Sperre verurteilt - und zur Zahlung von 900 000 Euro. Doch hierfür steht der FC Sion in der Haftung. Die Ablösesumme deckt jedoch nur knapp die Hälfte dieses Betrages ab. Im Lager des Walliser Super Ligisten sieht man das jedoch gelassen, denn wenn der Spieler zu dieser Strafe verurteilt werde, würde man diese Strafe auch an den Spieler weitergeben, falls man hierfür in Haftung genommen würde. Eine Affaire, die durch den Transfer nach Ägypten also eher noch komplizierter geworden ist. (20min.ch)
Die Zukunft von Virgile Reset findet nicht mehr beim FC Sion statt. Der französische Mittelfeldspieler informierte 20 Minuten Online am späten Montag Abend über seinen Abgang im Wallis.
«Es waren drei tolle Jahre mit Höhen und Tiefen - und vor allem der Cupsieg, das wird immer eine Erinnerung bleiben, die ich nie vergessen werde», sagte Reset am Telefon. Der Spieler selbst war es, der anrief, um über seinen Abgang zu informieren - nachdem er die Anrufe und SMS seit seinem überraschenden Fehlen am Sonntag im Letzigrund unbeantwortet gelassen hatte.
«Ich habe beim französischen Zweitligisten Vannes unterschrieben. Sie wurden letztes Jahr zwar nur Zehnter, doch hier sehe ich klar die besseren Perspektiven für mich», so der Franzose weiter. «Ich werde kein Spieler sein, der eine grosse internationale Karriere machen wird. Daher ist für mich die Ligue 1 das Ziel - und mich in Frankreich auch in der zweiten Division zu zeigen ist eher förderlich, um mein Ziel zu erreichen.»
Der Abschied aus dem Wallis fällt dem Franzosen trotzdem schwer. «Auch wenn das mit meinem Abschied nun sehr schnell ging, möchte ich gerne, dass du unbedingt schreibst, dass ich mich bei allen Zuschauern, vor allem den treuen Fans, herzlich bedanken möchte», sagt der wirblige Rechtsfuss. «Ich werde mich immer positiv an das Wallis, die unglaubliche Landschaft und die vielen tollen Menschen erinnern.» Was Reset nicht erwähnte: Im Wallis fand er auch sein privates Glück - er heiratete letzte Saison eine Walliserin.
Bereits am Samstag war Virgile Reset nach Vannes gereist um zu verhandeln. Am Montagvormittag bestand Reset den medizinischen Test und gleichzeitig einigte sich der Verein mit dem FC Sion auf eine Ablösesumme. Der Transfer ist daher bereits vollständig über die Bühne. (20min.ch)
Der FC Sitten führte im Letzigrund früh, versuchte vieles, stand aber am Schluss gleichwohl mit leeren Händen da. Ein erster Dämpfer.
«Ich will Spieler mit Hunger, nicht solche, die sich schnell mit dem Erreichten begnügen», hatte Sittens Trainer zu Protokoll gegeben. «Wir müssen die Mentalität herbringen, jedes Spiel gewinnen zu wollen, auch auswärts. Uns nirgends mit einem Punkt zufriedengeben», forderte der neue Captain Goran Obradovic. Schöne Sprüche, schliesslich muss man mit neuem Mut und hehren Absichten in eine neue Saison starten.
Aber wie sah das auf dem Platz aus?
Nun, nach vorne läuft nach wie vor zu wenig. Mpenza holt noch seinen physischen Rückstand auf, Reset war nicht im Aufgebot und weil Crettenand eher überraschend auf der Ersatzbank Platz nehmen musste, kamen auf den Seiten mit Yoda und Dabo gleich zwei «Neue» zum Einsatz. Während man beim 20-jährigen Yoda stets das Gefühl hat, jetzt komme dann gleich etwas Verrücktes, Unerwartetes, blieb Dabo mit wenig Wirkung. Er mühte sich redlich, aber er ist auf diesem Niveau wohl doch überfordert. Kommt hinzu, dass Obradovic sehr weit vorgezogen agiert, beim Spielaufbau half man sich deshalb sehr oft mit langen Pässen aus ein Unterfangen, das nicht eben sehr vielversprechend war.
Der Führungstreffer in der 12. Minute fiel denn auch aus heiterem Himmel und entsprang eher dem Zufall als einem geplanten Angriff. Obradovic lief mit dem Ball am Fuss in Richtung gegnerisches Tor, wurde nicht angegriffen, seinem Abschlussversuch aus etwa 20 Metern lag durchaus auch eine gewisse Ratlosigkeit zugrunde, aber der neue Captain traf genau ins Eck zum 0:1. Damit hatten die Sittener den Spielverlauf durchaus ein bisschen auf den Kopf gestellt, denn zu Beginn hatten sie bös unten durch müssen. Callà scheiterte in der dritten Minute aus kurzer Distanz am gut reagierenden Vanins, wenig später traf Lulic mit einem Kopfball nur den Aussenpfosten.
Keine Frage: Der FC Sitten ist stabiler geworden, lässt sich nicht mehr so schnell aus dem Konzept bringen wie noch in der letzten Saison. Die Mannschaft ist eingespielt, das System funktioniert, auch wenn es auf einzelnen Positionen Wechsel absetzt. In der Verteidigung war Tholots Team durchaus gut organisiert, sie störten früh und erkämpften sich so manchen Ball, immer wieder aber schlichen sich Fehler ein. Das Problem lag auf den Aussenpositionen. Bühler liess Callà sehr oft zu viel Platz und Vanczak machte gegen den trickreichen Lulic einen etwas gar behäbigen Eindruck. So etwa beim Ausgleichstreffer nach einer halben Stunde.
Die Grasshoppers waren in einer sehr durchschnittlichen Partie die etwas initiativere Mannschaft, mit recht langen Pausen allerdings zwischendurch. Sie wollten nach der Auftaktniederlage reagieren, «wir haben das umgesetzt, was wir uns während der Woche vorgenommen haben», konnte Trainer Ciriaco Sforza zufrieden festhalten. Vor allem hatte der Heimklub aber schlicht mehr Spieler in seinen Reihen, die in offensiver Hinsicht etwas bewegen konnten, für Unruhe sorgen konnten. Nicht etwa ständig, aber halt immer mal wieder. In der 58. Minute dann die entscheidende Szene. Callà setzte sich wieder auf der Seite (diesmal gegen Bühler) durch, seine Hereingabe übernahm Zarate, Vanins lenkte mirakulös an die Latte, doch Dos Santos war zur Stelle und brachte den Heimklub in Führung.
Die Sittener nun mit dem Rücken zur Wand, dabei hatten sie durchaus vereinzelt ihre Chancen gehabt. Die beste kurz vor Ablauf der ersten Halbzeit Vanczak. Nach idealer Steilvorlage von Obradovic konnte der Verteidiger plötzlich allein in Richtung GC-Goalie Sommer ziehen, scheiterte aber. Nach dem Rückstand reagierten die Sittener zunächst etwas gar hektisch. In der 65. Minute konnten bei einem schnellen Gegenstoss plötzlich vier GC-Angreifer gegen nur zwei Verteidiger ziehen, doch Callà war zu eigensinnig, der Ball flog klar übers Tor. Die Einwechslungen von Crettenand und MFuti brachten durchaus noch einmal etwas frischen Schwung. Die beste Chance verpasste Obradovic. Nach Vorarbeit von Crettenand fälschte Obradovic gefährlich ab, doch der Ball strich knapp am Tor vorbei. In der 87. Minute konnte Obradovic aus gut 20 Metern Distanz noch einen Freistoss treten, scheiterte aber. Für den Schlusspunkt in einer bis zum Schluss offenen Partie sorgte dann Ben Khalifa, der in der Nachspielzeit einen schnellen Gegenstoss erfolgreich abschliessen konnte. (Walliser Bote)
Goran Obradovic, Spielmacher und weiser Regisseur des FC Sitten, besitzt Zuversicht wie nie. Am Sonntag steigt auch der FC Sitten ins Fussballgeschehen ein. Der Regisseur der Mannschaft, der Serbe Goran Obradovic, über Chancen und Aussichten, über Qualität und seinen grossen Traum.
WB: Goran Obradovic, sind Sie abergläubisch?
«Nein, so was kenne ich nicht.»
Ich habe Sie einmal gesehen, wie Sie Ihre Fussballschuhe geküsst haben.
«Ich küsse meine Schuhe immer vor dem Spiel. Schliesslich verdiene ich damit mein Geld. Das ist nicht abergläubisch, es ist ein Tick. Spielen wir schlecht, ändere ich nichts.»
Wir sitzen hier auf der Terrasse Ihrer Wohnung. Ich habe gedacht, gute Fussballer rauchen nicht.
«Ich rauche seit 17 Jahren. Seit sechs Monaten mehr als sonst, so eine Packung am Tag.»
Sind Sie nervöser als sonst?
«Möglich. Erst der Kampf gegen den Abstieg, dann der Cupfinal, dann lief mein Vertrag aus, vielleicht hat mich das angespannter gemacht.»
Die Mannschaft hinterlässt einen ganz guten Eindruck. Eigentlich könnten Sie relaxter sein.
«Ich bin jetzt im fünften Jahr hier im Wallis, und ich sage Ihnen, ich war noch nie so guten Mutes. Klasse hatten wir immer, doch Sitten war immer so eine Art beliebig zusammengestellte Ansammlung von durchaus guten Individuen. Dieses Mal habe ich das Gefühl, dass Didier Tholot (Red. der Trainer) es fertigbringt, eine Einheit zu formen, ein Kollektiv, das den Namen verdient. Ich sehe uns stärker als zu Nestor Clausens Zeiten.»
Was macht Tholot denn anders als frühere Trainer?
«Bei ihm sind alle gleich. Das sagen alle Trainer, aber viele haben ihre Lieblinge. Bei Tholot gelten Regeln, die man einhalten muss. Es gibt disziplinarische Regeln und auch Auswahlkriterien, die die mentale Stärke berücksichtigen. Eine klare Linie sozusagen.»
Kann der FC Sitten die Überraschung der Saison werden?
«Es ist keine Überraschung, kommen wir unter die ersten drei. Tholot lässt einen Fussball spielen, der uns gleichzeitig zu offensiven wie defensiven Spielern macht. Wir müssen also lernen, alles der Mannschaft unterzuordnen. Vergleiche ich jede unserer Positionen mit denjenigen des FC Basel, dann stelle ich fest, die sind nicht besser. Vielleicht haben wir in der Breite sogar die besten Spieler überhaupt.»
Sie hatten diverse Angebote für die neue Saison. Und trotzdem sind Sie immer noch im Wallis.
«Constantin hat mir einen Einjahresvertrag angeboten. Das war mir zu wenig. Ich dachte nach meinen Leistungen auch im Cupfinal, ob es denn für einen Spieler wie mich nicht wenigstens auf der Ersatzbank Platz hat? Dann einigten wir uns auf zwei Jahre. Mir sind zwei Jahre in Sitten lieber als drei Jahre in Aarau. St. Gallen wollte mich auch haben.»
Haben Sie vor dieser Saison auch ans Aufhören gedacht?
«Mein Weg ist klar, ich werde Spieleragent. Ich arbeite zusammen mit einem Kollegen schon jetzt daran, junge serbische Spieler etwa vertreten wir. Doch ich habe noch keine Lizenz. Die zwei Jahre in Sitten sind wohl die letzten.»
Kann Sitten schon um den Titel spielen?
«Das muss unser Ziel sein. Wir sollten so weit kommen, jedes Spiel gewinnen zu wollen. Wer einen Punkt als Ziel hat, der verliert. Ich habe dreimal den Cup gewonnen, ich will endlich einmal Meister werden. Das ist mein Traum. Viel Zeit bleibt mir nicht mehr. Deshalb wäre es immer mein Wunsch gewesen, nach Basel zu gehen. Deshalb bin ich jetzt auch gerne im Wallis geblieben. Das ist hier möglich. Der Schlüssel dazu sind die Heimspiele. Da haben wir in der letzten Saison zu viele Punkte verloren.»
Sitten kann nicht nur Cupfinals gewinnen?
«2006 nach dem Sieg über YB standen wir vor 30 000 Fans auf der Planta. Ich drückte meinen Sohn fest an die Brust, es war ein intensives Gefühl wie nie zuvor. Nicht zu erklären. Danach war ich zwei Monate nur noch müde. Ich stelle mir das Gefühl bei einer Meisterfeier ähnlich vor.»
Emile Mpenza, der neue Offensivspieler im FC Sion, verkörperte noch vor ein paar Jahren europäische Spitzenklasse. Nach mageren Saisons in Manchester City FC und Portsmouth Argyle FC will der Belgier im FC Sion neu starten. Mit NZZ Online sprach er über sich und seine Ziele.
NZZ Online: Herr Mpenza, wie geht es Ihnen?
Emile Mpenza: Gut, danke. Ich freue mich, in Sitten zu sein. Ich habe mich in der schönen Landschaft gut akklimatisiert, auch in der Mannschaft und mit den Leuten hier.
Warum haben Sie sich für den Schweizer Cupsieger FC Sion entschieden?
Ich habe vor vier, fünf Jahren mit dem Walliser Raphael Wicky im Hamburger Sportverein gespielt. Raphael hat mir nun die Umstände in Sitten erläutert und von der guten jungen Mannschaft gesprochen. Wir kamen zum Schluss: Zum Ende der Karriere hin zwei, drei Saisons in einer Schweizer Mannschaft zu spielen, das ist in meinem Interesse.
Haben Sie Bedingungen für den Transfer formuliert?
Ich möchte nicht lange warten müssen, bis ich auf den Rasen zurückkehren darf. Ich möchte sofort ins Team kommen. Das war meine Bedingung, um nach Sitten zu wechseln.
Wollen Sie wirklich bereits im Auftaktspiel des Klubs am Sonntag gegen GC zum Einsatz kommen?
Ja. Mit Trainer Didier Tholot habe ich ausgemacht, dass ich von Anfang an mit der 1. Mannschaft auftrete, wenn auch nur im Teileinsatz.
Warum haben Sie es so eilig?
Zuletzt, in Plymouth, habe ich kaum gespielt. Als ich von Manchester City dorthin wechselte, hatte ich mit einem grossen Trainingsrückstand zu kämpfen. Ich musste mich im neuen Klub allein in Form bringen, ohne Team. Auch deshalb, weil ich zu spät dazugestossen war. Das soll mir in Sitten nicht widerfahren.
Wollen Sie wirklich bereits im Auftaktspiel des Klubs am Sonntag gegen GC zum Einsatz kommen?
Ja. Mit Trainer Didier Tholot habe ich ausgemacht, dass ich von Anfang an mit der 1. Mannschaft auftrete, wenn auch nur im Teileinsatz.
Warum haben Sie es so eilig?
Zuletzt, in Plymouth, habe ich kaum gespielt. Als ich von Manchester City dorthin wechselte, hatte ich mit einem grossen Trainingsrückstand zu kämpfen. Ich musste mich im neuen Klub allein in Form bringen, ohne Team. Auch deshalb, weil ich zu spät dazugestossen war. Das soll mir in Sitten nicht widerfahren.
Zum ganzen Interview --> hier klicken
Seit Didier Tholot beim FC Sitten das Zepter übernommen hat, ist wieder einigermassen Ruhe eingekehrt. Von den letzten fünf Spielen der vergangenen Saison konnte Tholot mit seiner Mannschaft vier für sich entscheiden. Unvergessen natürlich auch der Cupsieg. Im RZ-Interview gibt sich der Franzose jedoch wortkarg. Didier Tholot, wie lange sind Sie noch Trainer beim FC Sitten?
Das weiss ich nicht, ich bin hier zum Arbeiten. Beim FC Sitten ist es so, dass die Trainer halt freigestellt werden, sobald sie nicht die nötigen Resultate liefern.
Was machen Sie besser als Ihre Vorgänger?
Ich weiss es nicht. Ich will einfach eine gute Mannschaft kreieren. Es soll keiner unersetzbar sein und jeder eine Chance erhalten. Ich weiss nicht, was die Trainer vor mir falsch gemacht haben, es interessiert mich auch nicht. Aber ich habe klare Ziele. Und alles, was in erster Linie zählt, ist die Mannschaft.
Die FIFA hat den FC Sitten mit einer Transfersperre abgestraft, die der Internationale Sportgerichtshof für vier Monate aufgehoben hat. Was halten Sie davon?
Es ist genau, wie Sie es gesagt haben. Das Urteil ist für den Moment ungültig.
Und falls es in vier Monaten heisst, die Transfers seien ungültig?
Dann reden wir in vier Monaten weiter.
Machen Sie sich da wirklich keine Gedanken?
Ich sagte schon. Im Moment gibt es keine Transfersperre für den FC Sitten. Also berührt mich das überhaupt nicht. Ich bin als Trainer hier und immer noch der Meinung, dass die Strafe total aufgehoben wird.
Was sind Ihre konkreten Ziele für die kommende Saison?
Ich will vermeiden, dass wir in den Abstiegskampf verwickelt werden. Oberste Priorität ist es, überhaupt nicht in die Nähe der gefährdeten Mannschaften zu geraten. Und natürlich wollen wir diese Saison besser werden, als wir die letzte waren.
Wie bereiten Sie sich vor? Haben Sie eine spezielle Trainingsmethode?
Nein. Wir bereiten uns ganz normal vor. Wir haben in den letzten Tagen aber vor allem am Kampfgeist und der Moral der Truppe gearbeitet. Der Zusammenhalt in der Gruppe muss grösser werden.
Wie wollen Sie das bewerkstelligen?
Es gibt Regeln, die respektiert werden müssen. Wer die Regeln missachtet, fliegt raus. So einfach ist das. Es kommt auch darauf an, wie die Spieler miteinander umgehen. Es soll niemand aus der Reihe tanzen. Ausserdem behandle ich alle Spieler gleich fair. Ich will niemanden benachteiligen.
Zum ganzen Interview --> hier klicken
Cupsieger Sion wird sein erstes Europacup-Heimspiel am 20. oder 27. August nicht in Genf, sondern auf der Lausanner Pontaise austragen.
Die Bewilligungen der Behörden und Verbände liegen vor, allerdings muss die Pontaise noch eine Inspektion der UEFA bestehen. Ursprünglich wollten die Walliser wie schon 2006 und 2007 für die Ausscheidungspartie um den Eintritt in die Gruppenphase der Europa League nach Genf ausweichen. Das Stade de Genève ist an diesen Daten jedoch wegen der Vorbereitungen für ein Konzert bereits besetzt. Sions Gegner in den Playoffs wird am 7. August ausgelost. (20min.ch)
Das stimmungsvolle Testspiel gegen Benfica Lissabon hat eines bestätigt: Trainer Didier Tholot ist mit «seinem» FC Sitten auf dem richtigen Weg. Es offenbarten sich aber auch längst bekannte Schwachpunkte.
Keine Frage: Es war ein Testspiel der besonderen Art: das Stade de Tourbillon ganz ins Rot von Benfica getaucht, Trainer Jorge Jesus, der an der Seite kaum zu halten war und Spieler, die bei jedem halbwegs fraglichen Entscheid wild gestikulierten, als gehe es um die Weltmeisterschaft. Und Benfica hatte neben Emotionen durchaus auch einige klingende Namen zu bieten. Javier Saviola etwa. Der Argentinier, vor Jahren noch als neuer Maradona gepriesen, zuletzt bei Real Madrid nur mehr Reservist, versucht nun beim portugiesischen Traditionsklub seine Karriere neu zu lancieren. Am Ball kann er alles, er verfügt über ein gutes Auge und die Gabe, das Spiel im richtigen Moment schnell zu machen.
Wenn die Portugiesen zum Direktspiel ansetzten, dann wurde es gefährlich und dann wurden auch gewisse Limiten in der Sittener Verteidigung aufgedeckt. Die 2:0-Pausenführung war dennoch keineswegs zwingend. Vor allem beim zweiten Gegentor war auch viel Pech im Spiel. Zunächst glitt Serey Die im dümmsten Moment aus, dann spielte Mitreski im Zweikampf gegen Pablo Aimar klar den Ball, Schiedsrichter Bruno Grossen entschied dennoch auf Penalty, den Saviola problemlos verwandelte.
Sitten machte einen eingespielten Eindruck. Das erstaunt wenig. Trainer und System sind gleich geblieben, und aufseiten der Spieler waren in der Startformation nur Chihab und Mitreski neu und das sind taktisch gut geschulte Spieler, die sich schnell einfügen können. Und mit Vanins stand ein neuer Goalie zwischen den Pfosten, der einen sicheren Eindruck machte.
Nach vorne allerdings ging relativ wenig, doch konnte das freilich auch nicht sonderlich überraschen. Mpenza, die neue grosse Hoffnung für den Sturm, wurde noch nicht eingesetzt, Reset und Crettenand bemühten sich auf den Seiten redlich, für Druck zu sorgen, aber die Sittener fanden den Weg in den gegnerischen Strafraum nur selten.
Dass es dann doch für zwei Tore reichte, war wie auf der Gegenseite auch etwas dem Zufall zuzuschreiben. Zunächst profitierte Serey Die vom Ausrutscher von Miguel, dann zirkelte Abdoul Yoda einen Freistoss aus weiter Distanz genau ins Lattenkreuz. Der 20-Jährige, der auf diese Saison hin von Servette verpflichtet wurde, ist ohnehin ein Versprechen, trickreich und rotzfrech.
Tholot machte sechs Wechsel, ohne dass das Niveau irgendwie abgefallen wäre: Von der Breite her ist das Kader wirklich beeindruckend zusammengesetzt. Der letzte Test machte Appetit auf mehr, doch sollte das nicht überbewertet werden. Vor einem Jahr hatte Sitten im letzten Test Everton an die Wand gespielt. Die Fortsetzung ist bekannt. (Walliser Bote)
Sitten - Benfica 2:2 (0:2) --> Spielzusammenfassung
Tourbillon. 12 450 Zuschauer. Sr. Bruno Grossen. Tore: 26. Patric 0:1. 35. Saviola (Penalty) 0:2. 66. Serey Die 1:2. 78. Yoda 2:2.
Sitten: Vanins; Vancak, Mitreski (70. Dominguez), Alioui, Paito (90. Bühler); Chihab (60. Sarni), Serey Die; Reset (60. Dabo), Obradovic, Crettenand (60. Yoda); Afonso (68. Adeshina).
Benfica: Moreira (46. Quim); Maxi Pereira, Roderick, Miguel, Sepsi; Yebda (81. Mantorras); Carlos Martins (40. Urreta), Pablo Aimar (60. Filippe Bastos), Di Maria (62. Fabio Coentrao); Saviola (60. Nelson Oliveira), Patric (60. Nuno Gomes).
Bemerkungen: Sitten ohne Saborio, Mpenza, Rochat und Fickentscher (alle abwesend). Ankick durch João Pinto, früherer Spieler von Sitten und Benfica. Verwarnungen: 23. Alioui (Foul). 86. Dominguez. 89. Maxi Perreira.
Tore von Sion
1-2 von Serey Die --> hier klicken
2-2 von Yoda --> hier klicken
Mit dem 31-jährigen Emile Mpenza, dem einstigen belgischen Internationalen kongolesischer Abstammung, verpflichtete der Verein von Präsident Christian Constantin einen Stürmer mit grossem Namen.
Mpenza wechselt mit einem Vertrag für zwei Jahre (und einer Option für eine zusätzliche Saison) ins Wallis. Zuletzt wirkte der Angreifer bei Plymouth Argyle in Englands zweithöchster Spielklasse, der Championship. Dort allerdings kam er vergangene Saison nicht zuletzt verletzungsbedingt nur zu neun Einsätzen und zwei Toren. (nzz.ch)
Emile Mpenza: Der 13-Mio-Bomber - Bericht vom Blick über unseren neuen Stürmer
Emile Mpenza --> weitere Informationen
Der schweizerische Klub FC Sion und der ägyptische Spieler Essam El Hadary haben gegen das Urteil der FIFA-Kammer zur Beilegung von Streitigkeiten im Fall "El Hadary", das den Parteien am 29. Mai 2009 mitgeteilt worden war, beim Sportschiedsgericht (CAS) Berufung eingelegt. Gleichzeitig haben der Klub und der Spieler betreffend den ihnen auferlegten sportlichen Sanktionen aufschiebende Wirkung beantragt. Mit provisorischem Entscheid vom 7. Juli 2009 hat das CAS die beantragte aufschiebende Wirkung erteilt, wie dies in solchen Fällen üblich ist und der Rechtsprechung des CAS entspricht. (FIFA.com)
Constantin vs. FIFA 1-0 - zum Bericht -->
Bericht 20min. : Etappensieg für Christian Constantin
Im Rahmen des hundertjährigen Jubiläums spielt der FC Sion einen Galamatch gegen SL Benfica Lissabon im Stade de Tourbillon am Sonntag, 12.07.2009 um 18.30 Uhr. Die Tickets sind von nun an über Ticketcorner und über das "Casa do Benfica" in der "l'avenue Grand Champsec 12" in Sion verfügbar. Ab dem 7. Juli gibt es Tickets auch im "Centre sportif du Sport Lausanne Benfica", "chemin de la Colline 9", 1007 Lausanne (Informationen unter
Der FC Sion hat den Zuzug von Torhüter Andris Vanins perfekt gemacht.
Der lettische Nationalgoalie wechselt mit einem Dreijahresvertrag von FK Ventspils zu den Wallisern in die Axpo Super League.
Der 29-Jährige soll den Ägypter Essam El Hadary ersetzen, gegen den ein FIFA-Verfahren hängig ist und der in seine Heimat zurückkehren soll. Auch der Transfer von Vanins könnte aber noch ein Nachspiel haben, wurde der FC Sion doch kürzlich von der FIFA mit einem Transfer-Verbot für ein Jahr belegt, das nach Ansicht von Präsident Christian Constantin aber nur für den Amateur-Bereich gelte. (nzz.ch)
Sion verpflichtet U21-Nationaltorhüter
U21-Nationaltorhüter Kevin Fickentscher unterzeichnete beim FC Sion einen Vierjahresvertrag. Bereits im letzten Sommer und in der Winterpause stand der Ex-Goalie von Werder Bremen mit den Wallisern vor dem Abschluss. (20min.ch)
Vorheriger Verein : FC La Chaux-de-Fonds
Kevin Fickentscher --> weitere Informationen

Der FC Sion hat trotz der von der FIFA verhängten, ein Jahr gültigen Transfersperre einen weiteren Spieler verpflichtet. Der mazedonische Internationale Aleksandar Mitreski (28), zuletzt in Diensten von Bundesliga-Aufsteiger Nürnberg, wechselt mit einem Zweijahresvertrag ins Wallis.
Für Mitreski ist Sion die dritte Station in der Schweiz; zuvor war er schon bei den Young Boys und den Grasshoppers tätig gewesen. Der Abwehrspieler hatte 2006 mit einem Dreijahresvertrag zusammen mit Trainer Hanspeter Latour zum 1. FC Köln gewechselt. Im letzten Sommer folgte das Engagement bei Nürnberg. Bei den Franken war Mitreski aber mehrheitlich verletzt und war nur zu zwei Einsätzen gekommen. (nzz.ch)
-> news.ch
-> frankenburger Zeitung
Aleksandar Mitreski --> weitere Informationen
Der FC Sion verliert gegen Neuenburg Xamax mit 2-0. 1200 Zuschauer sahen den Freundschaftsmatch, der im Rahmen des 75. Geburtstag des FC Attelens organisiert wurde. Das Resultat spiegelt nicht den Spielverlauf. Die Walliser dominierten das Spiel über weite Strecken. Reset und Paito konnten mit ihren Chancen in der ersten Halbzeit das Score nicht eröffnen. Xamax konnte die Begegnung durch die Tore von Nuzzolo (39.) und Niasse (41.) für sich entscheiden. Didier Tholot liess die Mannschaft folgendermassen auflaufen: 1. Halbzeit: Vanins; Paito, Alioui, Mitreski, Yussuf; Yoda, Serey Die, Chihab, Obradovic, Reset; Afonso. 2. Halbzeit: Vanins; Bühler, Alioui, Sarni, Vanczak; M'futi, Serey Die, Fermino, Dominguez, Crettenand; Dabo (www.fc-sion.ch)
Noch ist nicht alles in trockenen Tüchern, doch Christian Constantin lässt keine Zweifel mehr aufkommen: «Wir verpflichten Lettlands Nationaltorhüter Andrejs Vanins.» Als neue Nummer 1.
Die Torhüter-Hierarchie legt der FCS-Präsident zwar (noch) nicht so fest, aber «immerhin ist Vanins der National-Torhüter Lettlands.» Und der gab beim mühsamen Schweizer 2:1-Heimsieg in der WM-Qualifikation im letzten Oktober eine starke Visitenkarte seines Könnens ab.
17 Länderspiele, am Mittwoch da
Der 29-jährige Vanins (1,85 m) absolvierte bisher 17 Länderspiele für sein Heimatland. Er spielte zuletzt bei seinem Stammklub FK Ventspils und hat durch sein Engagement beim FK Moskau auch schon Auslanderfahrungen gesammelt. Vanins wird morgen Mittwoch im Wallis erwartet. An dem Tag testet Sitten in Leytron (19.00 Uhr) gegen den Challenge-Ligue-Verein FC Thun.
Mit der Neuverpflichtung stellt Constantin indirekt erneut klar, dass Germano Vailati kaum ein Comeback als Stamm-Torhüter des FC Sitten geben wird. Obwohl der im Frühjahr bei Frankreichs Ligue-2-Klub Metz gute Kritiken erhielt. «Vanins, Vailati und Beney können sich in der Vorbereitung bewähren», so CC, «und der Beste wird spielen.» Gonzalez wird erneut Servette ausgeliehen, Couchepin wurde bereits bei CL-Neuling Le Mont parkiert. Kaum anzunehmen, dass Lettlands National-Keeper für die Bank verpflichtet wurde.
Obwohl Sitten noch kein offizielles Angebot erhalten hat, ist Al Ahly an einer Rückkehr von Essam El-Hadary interessiert. Ägyptens National-Torhüter, der am Confederations Cup gegen Italien glänzte, wird trotz weiterlaufendem Vertrag nicht mehr ins Wallis zurückkehren. Pikant: Sollte sein Ex-Klub Al Ahly ihn tatsächlich wieder verpflichten, müssten die Ägypter bei der FIFA wohl den Rückzug ihrer Klage anfordern, weil ja El-Hadary anhand der eigenen Intervention beim Welt-Fussballverband ab dem Herbst für vier Monate gesperrt wurde...
«Noch zwei Neue kommen»
Obwohl das FIFA-Urteil mit dem Transfer-Bann gegen den FC Sitten noch nicht aufgehoben wurde, tätigt der Walliser SL-Verein weiterhin Neuzuzüge. Bedenken hat CC deshalb keine. «Warum auch? Die FIFA bestrafte den FC Sitten und nicht die Profi-Abteilung mit der Olympique des Alpes SA.»
Abgeschlossen ist die Transfer-Tätigkeit für die neue Saison noch keineswegs. Der gerüchtehalber mit dem FC Sitten in Verbindung gebrachte japanische Nationalverteidiger Tulio ist kein Thema. Constantin: «Wir werden noch einen Stürmer und einen Mittelfeldspieler verpflichten.» (walliserbote.ch)
Vanins Andrej --> Weitere Informationen
Der Franzose Olivier Monterrubio (33) verlässt trotz Vertrag bis Sommer 2010 den FC Sion Richtung Heimat. Der Mittelfeldspieler unterschrieb beim letztjährigen Ligue-1-Zehnten Lorient für ein Jahr.
Monterrubio, der dreimal bester Assistgeber in der höchsten Liga Frankreichs war, hatte vor einem Jahr vom damaligen Ligue-1- Absteiger Lens zu den Walliser gewechselt. Der kreative Linksfüsser schoss in der letzten ASL-Saison elf Tore und gab den letzten Pass zu sieben Treffern.
Monterrubio hatte seit dem Gewinn des Cupfinals seine Wechselabsichten nicht verhehlt. Nun gab Sions Präsident Christian Constantin nach und er erlaubte seinem Starspieler die Rückkehr nach Frankreich. (20min.ch)
Bericht 20min.ch --> Monterrubios Abrechnung mit CC
Tariq Chihab lässt sich wieder im Wallis nieder.
Chihab, der von Xamax zu den Sittenern stösst, lief schon in der Spielzeit 2006/07 für Sion auf. Insgesamt bestritt er in der höchsten Schweizer Spielklasse über 220 Spiele für Zürich, GC, Sion und Xamax und erzielte dabei 20 Tore. Der ehemalige marokkanische Internationale kann sowohl in der Verteidigung als auch im Mittelfeld eingesetzt werden.
Vorheriger Club: Neuchâtel Xamax
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Der FC Sion und Challenge-League-Aufsteiger Le Mont haben einen Partnerschaftsvertrag unterschrieben.
Im Zuge dieses Abkommens haben die Walliser fünf Spieler für eine Saison an die Waadtländer ausgeliehen. Es handelt sich um den Torhüter Basile Couchepin (20), den Verteidiger Gilles Levrand (21), die Mittelfeldspieler Damien Germanier (21) und Dorian Zambaz (22) sowie den Stürmer Michele Morganella (23). (20min.ch)
Zum ersten Testspiel der Profispieler des FC Sitten traf man in Morges auf Lausanne-Sports. In einem nur zeitweilig ansehnlichen Spiel siegten die Walliser dann aber sicher mit 3:2-Toren.
Nach einer ersten Trainingswoche war das Testspiel gegen Lausanne die erhoffte Abwechslung. Viel hatte sich aufseiten des FC Sitten aber nicht verändert. Im bekannten 4-2-3-1-System war einzig die Aufstellung von Neuzugang Branislav Micic bemerkenswert.
Sitten hatte Gegner im Griff
Gegner Lausanne war trotz einer engagierten und ausgeglichenen Startphase deutlich schwächer als Yverdon vor einer Woche und einzig Testspielerm David Thibault konnte in der 5. Minute Beney prüfen.
Nach einer Viertelstunde hatte Sitten dann aber Spiel und Gegner im Griff und ging nach einigen vergebenen Chancen in der 19. Minute durch Adeshina in Führung. Mit dem 1:0 im Rücken entwickelten die Walliser dann gar eine beachtliche Dominanz. Lausanne war kaum mehr offensiv zu bemerken und folgerichtig erhöhte Vanczak nach einem Corner auf 2:0 und zwei Minuten später scheiterte Adeshina am Pfosten. Alles sprach für einen klaren Sieg, hätte Bilibani für Lausanne mit quasi dem einzigen Torschuss nicht noch auf 1:2 verkürzt. In der Halbzeit wechselte Coach Didier Tholot beinahe die gesamte Mannschaft aus und agierte nun im 4-4-2 mit Afonso und Rückkehrer Dabo als Doppelspitze. Unterstützt von Reset auf rechts und Zugang Yoda über links hatte Sitten nun vier schnelle Angreifer auf dem Feld. Folgerichtig gab es immer wieder lange Bälle, die Lausanne vor zu grosse Probleme stellte: Wie sich die Sitten-Angreifer jedoch gegenseitig im Auslassen der Torchancen überboten, spottet jeder Beschreibung; trotz des 1:3 durch Afonso (56.). Lausanne spielte stärker, doch erst als Goalie Couchepin mithalf, scorte Helin zum 2:3-Endstand (76.).
Chassot verspricht Verstärkungen
Frédéric Chassot versprach nach dem Spiel noch ein bis zwei Verteidiger, einen Mittelfeldspieler und einen Stürmer als Verstärkungen, doch im gleichen Atemzug lobte er Micic und Yoda: «Branislav Micic steht nahe an einem Platz im 18er-Kader und auch Yoda ist ein Spieler, über den sich das Publikum im Tourbillon freuen kann.» Der ehemalige Servettien fiel zunächst auf durch seine dünnen Beine, doch diese Beine laufen schnell. Und auch wenn bei Eckbällen noch Schnee auf dem Ball liegt, bewies Yoda seine starken technischen Fähigkeiten. Zwei junge Spieler also, die auf sich aufmerksam machen konnten. Weiterhin fehlten in Morges aber noch El-Hadary (beim Confed Cup) und Vailati (bis 30. 6. in Metz unter Vertrag) sowie Nwaneri, Yusuf, Saborio und Ahoueya (mit der Nationalmannschaft). Alvaro Dominguez, der bei seinem kranken Sohn in Kolumbien blieb, landet heute Abend und dürfte am Montag wieder mit dem Team trainieren. (Walliser Bote)
Der FC Sion kann einen neuen Spieler begrüssen. Es handelt sich um den jungen Branislav Micic (17.04.1990, 187 cm, 83 kg), der vom FC Basel ausgebildet wurde und zuletzt bei Union Royale Namur in der zweiten belgischen Liga spielte. Micic durchlief mit der U-16, der U-17 und der U-18 diverse Jugendnationalmannschaften. Wie der kürzlich engagierte Abdoul Karim Yoda hat auch Micic beim FC Sion einen Vertrag bis Juni 2014 unterzeichnet. Eine weitere Neuigkeit: Didier Tholot wird auf diese Saison hin von Franck Vallade assistiert, der bereits in Reims und Libourne an seiner Seite stand. José Sinval bleibt aber im Umfeld der Mannschaft. (fc-sion-live.ch)
Branislav Micic --> Weitere Informationen
Der FC Sion, der gemäss Fifa-Urteil in diesem Jahr eigentlich keine Tranfsers tätigen darf, hat zwei Spieler von Servette verpflichtet : Angriffsjuwel Abdoul Yoda (20, Frankreich) und Mittelfeldspieler Anthony Sauthier (18). Beide Spieler erhielten einen Fünfjahresvertrag. "Die Verträge sind unterschrieben. Yoda soll auf der linken Seite hinter Olivier Monterrubio heranreifen", verkündet Präsident Christian Constantin.
Anthony Sauthier --> weitere Informationen
Abdoul Yoda --> weitere Informationen
Hier eine kurze Übersicht zur Vorbereitung des FC Sion auf die kommende Saison
2009/2010:
Samstag, 13. Juni 2009, 18.00 in St. Maurice : Sion-Yverdon
Montag, 15. Juni 2009, 08.30 in Martigny -> Trainingsstart
Freitag, 19. Juni 2009, 19.00 in Morges : Sion-Lausanne
Montag, 22. Juni 2009, Trainingslager in Lourtier (bis 26. Juni 2009)
Freitag, 26. Juni 2009, 19.00 in Portalban : Sion-NK Travnik
Mittwoch, 01. Juli 2009, 19.00 in Leytron : Sion-Thun
Samstag, 04. Juli 2009, 17.00 in Attalens : Sion-Xamax
Gemäss Mitteilung auf der offizielen Homepage des FC Sitten, wurde heute der Vertrag mit Goran Obradovic um 2 Jahre bis zum Juni 2011 verlängert. Mehere Super League Clubs verkündeten in den letzten Wochen Interesse an Obradovic.
Obradovic, welcher seit dem 24. August 2005 dem Kader des FC Sitten angehört, hat sich durch gute Leistungen in den vergangenen Jahren, in welchen er massgeblich an den 2 Cuperfolgen beteiligt war, zum Walliser Publikumsliebling entwickelt.
Videos von Goran Obradovic
Legenderäs Freistosstor beim Cupfinal 2006 -->
Penaltytor beim Cuphalbfinal 2009 in Luzern -->
Der Schweizer Cupsieger Sion darf gemäss einem FIFA-Urteil die nächsten zwei Transferperioden (diesen Sommer und im Winter) weder national noch international einen Spieler verpflichten.
Sion-Goalie Essam El Hadary wurde wegen der fast eineinhalb Jahre zurückliegenden Transfer-Affäre um seine Person für vier Monate für sämtliche Wettbewerbe gesperrt.
Zudem müssen der Sion-Goalie aus Ägypten und der Walliser Klub dem Klub Al Ahly Sporting (Ägy) innert 30 Tagen insgesamt 1,36 Millionen Franken Transfer-Entschädigung leisten. Der Torhüter war nämlich ohne Einwilligung des Vereins aus einem laufenden Vertrag ausgestiegen. Die Sanktionen sprach der Weltverband FIFA per 29. Mai aus.
Die Walliser hatten Ende Februar 2008 die FIFA eingeschaltet, weil sie mit Al Ahly keine Einigung über den Wechsel und die Höhe der Transfersumme erzielen konnten. Nach wochenlangem Wirren um die Spielberechtigung hatte El Hadary im April 2008 die entsprechende Bewilligung für Sion erhalten. Doch das Thema war für die FIFA noch nicht erledigt.
In Ägypten hatte es damals auch unter den Fans grossen Widerstand gegen einen Wegzug des zweifachen Afrika-Cup-Siegers gegeben, der in seiner Heimat auch als «afrikanischer Buffon» bezeichnet wird. Sions Homepage war damals mit E-Mails aus dem nordafrikanischen Land bombardiert worden. (blick.ch)
Weitere Artikel
Im 20min.ch vom 05.03.2009: Constantin akzeptiert Transferverbot nicht --> zum Bericht
--> Bericht sport.ch
Im 20min.ch: Die FIFA gerät in immer grösseres Zwieliecht --> zum Bericht
Es ist kein verspäteter Aprilscherz: Der FC Sion verhandelte in der vergangenen Woche mit Grégory Coupet. Ein Transfer in die Schweiz erscheint durchaus möglich.
Der FC Sion und seine Torhüter, das ist wahrlich ein Buch mit vielen Kapiteln. Da wird im vergangenen Jahr mal eben die ägyptische Torhüter-Ikone Essam El-Hadary in einer Nacht- und Nebel-Aktion verpflichtet und in diesem Winter Nationalgoalie Germano Vailati nach Frankreich verliehen – und schon droht die nächste Bombe zu platzen.
--> mehr (Quelle 20min.ch)
Didier Tholot bleibt Coach beim FC Sion
Dies sagte Klubpräsident Christian Constantin im Westschweizer Fernsehen TSR. Tholot war im April nach der Entlassung des Duos Umberto Barberis/Christian Zermatten eingesprungen. Unter seiner Führung wurde Sion am letzten Mittwoch zum elften Mal Cupsieger (3:2 nach 0:2 gegen YB), wenige Tage später schafften die Walliser auch den Ligaerhalt in der Super League.
Tholot, der zwischen 1997 und 1999 schon als Spieler das Sittener Trikot getragen hatte, hatte während der Saison 2003/04 bereits als Trainer im Wallis gearbeitet. Zu dieser Zeit vegetierte Sion in der Challenge League vor sich hin, Tholot war damals Spielertrainer. In seiner Karriere spielte der 45-jährige Franzose in der höchsten Liga für Basel und YB. (bluewin.ch)
Blick --> CC verlängert den Vertrag mit Tholot um zwei Jahre
Bericht im WB
Didier Tholot bleibt Trainer des FC Sitten. Der Franzose und FCS-Präsident Christian Constantin einigten sich gestern Abend auf einen Zweijahresvertrag. Für den Verein ist es nach dem Cupsieg und dem Ligaerhalt so etwas wie das dritte Erfolgserlebnis innert Wochenfrist.
CC hatte bereits nach dem Cupsieg angedeutet, dass Tholot sein Wunschkandidat sei, was die Trainerzukunft beim FC Sitten betrifft. Der Franzose hat mit seinen klaren Vorstellungen der Mannschaft ein Gesicht verliehen und sie, wenn auch mit Schwankungen, durch eine schwierige Phase geführt. Diese wurde am Sonntag mit dem Ligaerhalt dank eines klaren Sieges in Vaduz gekrönt, mit dem emotionalen Moment des Cupsieges wurde auch noch die Teilnahme am internationalen Geschäft gesichert.
Zwei Angebote aus Frankreich
Dem Franzosen ist es somit innert Monatsfrist gelungen, eine bis dahin enttäuschende Saison des FC Sitten noch zu retten. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern setzte er mehrheitlich, trotz zahlreicher Varianten, auf denselben Stamm und sorgte damit auch innerhalb der Mannschaft für eine nötige Hierarchie. Taktisch gabs unter Tholot mehr Risiko (was beim 1:4 gegen GC auch mal Schiffbruch bedeutete), spielerisch konnte sich die Mannschaft unter ihm eher an dem Limit bewegen, das ihr ohnehin zugetraut wurde. Tholot, der bereits in der Saison 1997/98 hier als Spieler engagiert war und 2003/04 bei der am grünen Tisch erzwungenen Reintegration in die Challenge League als Spielertrainer des FC Sitten fungierte, totalisierte in dieser Saison als «Retter» in 8 Spielen 10 Punkte. Ihm lagen auch zwei Angebote aus Frankreichs 1. Ligue vor, und zwar von den beiden abstiegsbedrohten Le Mans und Caen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen mit Constantin entschloss sich der Franzose gestern, seine Unterschrift unter einen Zweijahresvertrag zu setzen. Auch, weil er mit dem FC Sitten in der nächsten Saison international spielen kann.
Tholot: «Ich sehe Perspektiven»
«Wenn ein Trainer die Mannschaft vor dem Abstieg rettet und Cupsieger wird, also zwei klare Ziele umsetzt,» so Constantin, «dann ist es klar, dass wir ihn unbedingt halten wollen.» Was gibts für Ziele mit Tholot in der nächsten Saison? Constantin: «Wir wollen schneller hinten wegkommen als dieses Jahr…» Das allein wird es kaum sein, doch CC gab sich gestern noch zurückhaltend. «Nach der Saison geht es erst mal darum, gemeinsam das Kader zu bereinigen und festzuhalten, was für Spieler wir für die Zukunft benötigen.» Tholot selber zu seinem Entscheid, beim FC Sitten zu bleiben: «Als ich hier einstieg, war es ein Abenteuer. Jetzt sehe ich Perspektiven, mit dieser Mannschaft in der nächsten Saison etwas zu erreichen.» Wie hoch sind die Ambitionen? «Zuerst einmal wollen wir besser sein als diesmal, wir werden dabei Schritt für Schritt vorgehen.» Und das Kader, gibts hier zahlreiche Mutationen? «Das werde ich bald einmal entscheiden. Ich bin schon dabei, mir darüber Gedanken zu machen.»