Login
Deutsch
Kontakt
Impressum

Superleague News von News.ch

-> GC-Trainer Sforza gibt Ehe-Aus bekannt
-> Kalu zurück zu Chiasso
-> Schweizer Fussballklubs müssen Fanarbeit regeln
-> Franzose neuer Xamax-Trainer
-> SVP will dem FC St. Gallen nicht unter die Arme greifen
-> Pech für GC: Smiljanic fällt nach OP aus
-> Nach Stefan Niedermaier geht auch Fritz Bösch
-> Bernasconi will im Juni 2011 zurücktreten
-> Transfer-Hammer: YB verpflichtet Alain Nef
-> YBs nächste Pleite - Remis in Luzern und Bellinzona
-> Remis: Bellinzona ärgert auch die Hoppers

Eine eindrückliche Demonstration

Für den FC Sitten geht es tabellenmässig nach oben: Das Spiel gegen ein mehrheitlich überfordertes YB war eine eindrückliche Demonstration der eigenen Stärke.

Die leidige Geschichte schien sich zu wiederholen, diejenige der harten Entscheide gegen den FC Sitten. Bühler ging gegen Degen im Strafraum zum Ball, beide fielen – und Ref Claudio Circhetta zeigte auf den Punkt. Für einmal ohne Auswirkungen. Denn Vanins parierte mit dem Elfmeter von Bienvenu den einzigen Ball, der in der ersten Halbzeit auf sein Tor flog. Der gehaltene Penalty als letzte Aktion der ersten Hälfte bildete den umstrittenen Schlusspunkt einer Sittener Domination, die dem Gegner kaum Luft liess. YB wird sich in der Super League selten an eine derartige Phase zurückerinnern, in der es überhaupt nie in die Gefahrenzone gelangte und dem Ball eigentlich nur hinterherlief.

Dass sich Bernard Challandes erst in der 39. Minute kurz von seinem Sitz erhob, hatte seine guten Gründe: Sein Team agierte so, wie er sich das vorstellte. Kompakt, mit konstruktivem Kurzpassspiel, viel Laufarbeit und in sich greifenden Linien. Die Aussenbacks Vanczak und Bühler erschienen ebenso oft nahe der gegnerischen Grundlinie wie die offensiven Aussenläufer Sio und Dominguez nach hinten arbeiteten. Einzig das 1:0 war lange Zeit ein zu geringer Lohn für viel Aufwand. Neuzuzug Mrdja hatte sich rechts durchgesetzt, seine getimte Hereingabe köpfelte Obradovic unbedrängt aus kurzer Distanz zum 1:0 ein. Sio hatte kurz vorher den Ball neben den Pfosten gesetzt oder Mrdja, der mit dem Ball am Fuss Affolter einfach stehen gelassen hatte, ging im Strafraum ohne Konsequenzen zu Boden (36.). YBs Hilflosigkeit blieb gross. Es gab die Situation, dass Stürmer Regazzoni in Ballbesitz als zweithinterster YB-Spieler ohne mögliche Anspielstation die Hände verwarf (43.), und Trainer Petkovic hatte schon vor der abgelaufenen Stunde alle seine drei Wechsel getätigt. Der Vizemeister vermochte jetzt zwar die Anteile in Sachen Ballbesitz in etwa auszugleichen, doch so richtig zwingend wurde es selten vor dem Walliser Tor.

Sitten war bestrebt, das Spiel zu kontrollieren, ohne die offensive Initiative vollends zu verlieren. Gefährlich wars trotzdem, die Entscheidung nicht früher zu erzwingen. Obradovic verpasste sie (70.), sein Schuss wurde
noch abgeblockt. Adailtons Kopfball flog aus sechs Metern daneben (71.). Der Bogenball von Dominguez landete an der Latte, den Nachschuss von Sio kratzte Wölfli von der Linie (73.). Und dann hatte Mrdja den
Ball vor dem YB-Keeper kontrolliert, scheiterte aber alleine an diesem (75.). So bedurfte es für die längst fällige Erlösung eines abgeprallten Schusses von Mrdja, der im Lauf von Sio landete. Der unberechenbare und stets anspielbare Franzose setzte den Ball ins weite Eck (77.). Dem 2:0 hatte das matte YB endgültig nichts mehr entgegenzusetzen. (Walliser Bote)




WB-Berichte ->


Ahoueya wechselt zu Racing Strasbourg
Der beninische Nationalspieler Jocelyn Ahoueya wechselt nach Informationen des FC Sion für eine Saison zu Racing Strasbourg.

Seit 2004 stand Jocelyn Ahoueya in den Diensten des FC Sion. In dieser Zeit absolvierte der Mittelfeldspieler 55 Spiele in Rot und Weiss und schoss dabei in der Saison 06/07 sein einziges Tor. In der laufenden Saison unter Trainer Bernard Challandes ist der 25-Jährige jedoch aus dem Stammkader gefallen und nicht mehr zum Einsatz gekommen. Neu spielt der 20-fache Internationale bei Racing Strasbourg. (1815.ch)

 


Sitten bleibt auswärts ungeschlagen

Der FC St. Gallen und der FC Sitten trennten sich im Spiel am Samstag mit einem 1:1-Unentschieden.

Zwar begannen beide Mannschaften vor knapp 10'000 Zuschauern mit viel Spielelan. Nach nur 3 Minuten erzielte Sio den 1:0-Führungstreffer für die Gäste. Nur 6 Minuten später konnte der FC St. Gallen durch Abegglen zum 1:1 ausgleichen. Nach einer halben Stunde wurde wieder einmal ein Tor der Walliser zu Unrecht annulliert! Danach erhöhten die Ostschweizer den Druck. Beide Teams kamen zu weiteren Chancen, doch es blieb beim 1:1-Unentschieden. Somit ist der FC Sitten auswärts weiterhin ungeschlagen.


                                  
 


Cup-Auslosung - 1. Hauptrunde

Am Freitag um 11.30 werden die Partien der 1. Hauptrunde im Schweizer Cup 2010/2011 ausgelost.

Auf football.ch lässt sich per Live-Stream mitverfolgen, welche Gegner der Ex-Internationale und heutige TV-Fussball-Experte Alain Sutter dem FC Sion und den anderen Klubs der Axpo Super League zulosen wird. Die Partien der 1. Hauptrunde werden am 18. und 19. September 2010 ausgetragen.

Dem FC Sion wurde als erster Gegner beim diesjährigen Schweizer Cup der AC Taverne zugelost.


Den Totalschaden abgewendet

In drei Auswärtsspielen noch ungeschlagen, bewegte sich der FC Sitten gegen Thun nahe an der zweiten Heimniederlage. Nur Vanins mit dem gehaltenen Elfmeter verhinderte den Totalschaden und ermöglichte die Steigerung zum Ausgleich.

Spätestens dann, als sich Challandes gestenreich mit dem vierten Offiziellen Luca Gut anlegte, weil er einen Schritt ausserhalb seiner Coachingzone Ogararu zurechtgewiesen hatte und zurückgewiesen wurde, wusste man, dass hier etwas schiefgeht. Als in seinem Rücken auch noch Constantin aufstand und laut wurde, wars endgültig vorbei mit der Gelassenheit. Sitten lief bis zur Pause dem Gegner fast nur hinterher.

Dass Aufsteiger Thun als einziges SL-Team noch ungeschlagen ist, entspricht alles andere als einem Zufall. Trainer Murat Yakin lässt selbst auswärts hoch stehen, angreifen, den Ballführenden sofort doppeln und
schaffte es damit, dass sein Team vor der Pause mehr Ballbesitz verzeichnete als der FC Sitten, der in Rückstand geratend seine Linie vorübergehend komplett verlor. In dieser Phase hätte man höher in Rückstand geraten können. Oscar Scarione, derzeit einer der torgefährlichsten Mittelfeldspieler der Liga und bester Mann auf dem Platz, hatte Bühler und Dingsdag aussteigen lassen und schob den Ball zum 0:1 (25.) ins tiefe Eck. Vorher (18.) hatte ihn erst Zambrella mit seinem Tackling gestoppt, und dann wurde Thuns Nummer 10 erneut freigespielt, um den Ball knapp neben den zweiten Pfosten zu setzen (29.).

Was vorher mit gefälligen Kombinationen begann, mündete bei Sitten frühzeitig in Ratlosigkeit, Ungeduld und schnellen Ballverlusten. Man tat sich schwer mit Thuns aufsässigem Spiel, und dem wollte Challandes nicht untätig zusehen. Frühzeitig (40.) schickte er mit Marin einen offensiven Mittelfeldspieler für einen Verteidiger
(Adailton) aufs Feld. Bis dahin war sein Team erst zu einer gefährlichen Abschlussaktion gekommen, als Thuns Demiri für seinen Torhüter einen Kopfball Adailtons vor der Linie klärte (34.). Dominguez kam für den zu wirkungslosen Prijovic (51.) und Sio stiess ganz nach vorne: Jetzt erst wuchsen Sittens Vorteile, ohne jedoch wirklich zwingend zu werden. Vielmehr musste Vanins unkonventionell gegen Proschwitz’ Knaller (60.) abwehren, Sittens Aktionen blieben kompliziert und wenig zielstrebig. Die Mannschaft hat von der individuellen Besetzung her einen Schritt nach vorne gemacht, doch die spielerische Dominanz in den Heimspielen, die geht dem neuen FC Sitten noch ab.

Thun verteidigte seinen Vorsprung diszipliniert, wirkungsvoll und konterstark. Die Probleme im eigenen
Strafraum blieben rar. Dominguez und sein flaches Zuspiel, Keeper Da Costa war vor dem einschussbereiten
Sio am Ball (58.). Dann hatte Thun seinen Matchball. Als Lüthi durch war und von Vanins von den Beinen
geholt wurde (73.), zeigte Ref Kever zu Recht auf den Punkt. Sittens lettischer Goalie fischte jedoch den schwach getretenen Elfmeter von Proschwitz aus dem Eck.

Die Emotionen waren jetzt da, um noch was zu drehen. Die Auswirkung davon liess nur drei Minuten auf sich warten: Ein weites Bühler-Zuspiel landete via Obradovic im Lauf von Zambrella, der Da Costa aus eher spitzem Winkel überwand (76., 1:1). Mehr ging dann doch nicht. Weil Thun weder physisch noch mental einbrach. Und es Sitten auch in der turbulenten Schlussphase nicht schaffte, die eine, grosse Torchance herauszuspielen. Dingsdag und seinen Heber (89.) konnte Da Costa ebenso abwehren wie Sios Aussenristschuss kurz vorher. Und als sich Dingsdag noch mit einem Freistoss aus spitzem Winkel versuchte 90.), war Thuns Torhüter erneut zur Stelle. (Walliser Bote)


                                       


Serey Die längere Zeit out!

Schlechte Nachrichten für den FC Sion: Mittelfeldspieler Serey Die fällt nicht wie angenommen 3 bis 4 Wochen aus, sondern muss sich einer Kreuzband-Operation am rechten Knie unterziehen. Damit vepasst der Ivorer die gesamte Vorrunde.

Die Verletztung zog sich Serey Die in der 1. Runde gegen Bellinzona (2:0) zu. Damals ging man von einer Bänderdehnung und einer Meniskusverletzung aus. Mehrere medizinische Tests ergaben nun, dass sich der Ivorer am Kreuzband im rechten Knie verletzt hatte und sich einer Operation unterziehen muss. (sf.tv)


Serbischer Topskorer für Sion

Der FC Sion hat den serbischen Nationalspieler Dragan Mrdja (23.01.1984) unter Vertrag genommen.

Letzte Saison war er beim serbischen Verein Vojvodina Novi Sad unter Vertrag und wurde bester Torschütze mit 22 Toren. Er wurde auch zum besten Spieler 2010 gewählt.

Dank seiner Skorerqualitäten wurde er vom Nationaltrainer Radomir Antic in der Nationalmannschaft für die letzte Weltmeisterschaft berufen. Partizan Belgrad und andere Clubs aus der ersten Division von Frankreich, Spanien, Griechenland oder Österreich hatten Interesse am Spieler. Er hat sich für Sion entschieden und einen Dreijahres-Vertrag unterschrieben.

WB-Artikel zu Transfer ->
 


2. Auswärtssieg für Sion in Luzern

Sion hat in der 4. Runde der Super League beim FC Luzern mit 3:2 gewonnen. Mann des Spiels in den Reihen der Gäste war Goran Obradovic. Der Mittelfeldspieler wandelte mit 2 Toren nach der Pause einen 1:2-Rückstand in einen Sieg um.

Der Erfolg der Gäste geht in Ordnung. Sion hatte über die gesamte Partie gesehen die zahlreicheren und besseren Chancen. Das Team von Rolf Fringer liess zwar immer wieder seine Klasse aufblitzen, leistete sich aber zu viele Unkonzentriertheiten.
Die Zuschauer auf der Sportanlage Gersag in Emmenbrücke bekamen gleich etwas zu sehen: Nach 10 Minuten lancierte Hakan Yakin mit einem Zuckerpass den gestarteten Christian Ianu. Dieser passte von rechts in den Strafraum, wo Nelson Ferreira Sion-Keeper Kevin Fickentscher mit seiner Direktabnahme gegen die Laufrichtung erwischte. Die Partie war lanciert.
Die Gäste aus dem Wallis brauchten nicht lange, um sich vom Anfangsschock zu erholen. In der 12. Minute lag der Ball ein erstes Mal hinter David Zibung im Netz. Der Unparteiische Adrien Jaccottet genau beobachtet von Schiedsrichter-Chef Urs Meier und Sion-Präsident Christian Constantin gab den Treffer jedoch nicht. Er hatte davor ein «Aufstützen» abgepfiffen.
In der 24. Minute kamen die Sittener trotzdem zum verdienten Ausgleich. Nach einer Ecke von George Ogararu setzte sich Giovanni Sio gegen Bewacher Ferreira durch und traf zum 1:1. Sion besass noch vor der Pause zwei Top-Chancen zum 2. Treffer: Aleksandar Prijovic scheiterte jedoch zweimal in aussichtsreicher Position.
Nach dem Wechsel dasselbe Bild: Luzern startete besser und kam nach rund 40 Sekunden durch Yakin zum 2:1. Sion reagierte erneut prompt und wurde durch Goran Obradovic in der 53. Minute belohnt.
Angetrieben durch den Grossteil der 7783 Zuschauer war der FCL in der Folge spielbestimmend. Das 3:2 gelang jedoch dem FC Sion. In der 81. Minute kam Sio auf der rechten Seite mutterseelenallein zum Flanken. Obradovic traf im Strafraum ebenso ungedeckt mit dem Kopf. Wenige Sekunden zuvor hatte der Serbe mit einem wuchtigen Weitschuss nur die Lattenoberkante getroffen. (sf.tv)
WB-Zeitungsberichte ->

Mpenza wechselt nach Aserbeidschan

Der FC Sion und sein Stürmer Emile Mpenza gehen ab sofort getrennte Wege. Der 32-jährige Belgier wechselt zum FC Neftschi Baku nach Aserbaidschan. 

Zur Ablösesumme machte der Walliser Verein keine Angaben, teilte aber mit, dass ein zweites, aufgebessertes Angebot von Neftschi Baku den Vorstellungen des FC Sion entsprochen habe.

Mpenza war im Juli 2009 zu den Wallisern gestossen und markierte in 31 Spielen stolze 21 Treffer. Seine erfolgreichste Zeit verbrachte Mpenza in der Bundesliga bei Schalke 04, wo er in 79 Partien 28 Mal traf. 


Verdienter Punktgewinn gegen den FCZ

Der FC Zürich und der FC Sion haben sich im Letzigrund 1:1 getrennt. Die Rückkehr von Sion-Coach Challandes zu seinem ehemaligen Arbeitgeber war also nicht von Erfolg gekrönt. Doch die Sittener standen dem Sieg bedeutend näher als die Zürcher.

Nach 94 Minuten setzte Sions Yoda einen Freistoss aus 18 Metern nur an den Pfosten. Es wäre ein grosser Sieg für Challandes gewesen, der knapp 3 Monate nach seiner Freistellung beim FCZ in den Letzigrund zurückgekehrt war. Stattdessen musste sich der Romand mit einem umstrittenen 1:1 begnügen.

Der FCZ war zwar engagierter in die Partie gestartet und hatte bald das Spieldiktat übernommen. Obwohl die Zürcher bemüht waren, Kreativität ins Spiel zu bringen, wurden sie im 1. Durchgang nur einmal durch Alphonse (2.) richtig gefährlich. Auch Chikhaoui, der erstmals in dieser Saison von Beginn an auflief, sorgte kaum für gefährliche Aktionen. Die richtig guten Chancen gehörten dem FC Sion. Bereits nach 4 Minuten lenkte FCZ-Hüter Guatelli einen Obradovic-Freistoss mirakulös ins Out, in der 26. Minute setzte Prijovic einen Kopfball völlig freistehend weit übers Tor. Nach einer halben Stunde erlaubte sich die FCZ-Abwehr innert weniger Minuten zwei grobe Schnitzer, doch Sion konnte nicht profitieren. Erst verzog Sio alleine vor Guatelli knapp, dann sah Ogararu seinen Abschluss von Rodriguez auf der Linie abgewehrt. 

Doch was sich vor dem Seitenwechsel angekündigt hatte, wurde nach der Pause zur Realität: Sion schoss den Führungstreffer. Nach einem tollen, öffnenden Pass von Sio tauchte Ogararu nach 53 Minuten alleine vor Guatelli auf. Der Rumäne liess dem Keeper keine Chance und traf scharf in die nahe Ecke. 

Die Zürcher waren geschockt, es dauerte bis zur 70. Minute, bis sie aus ihrer Lethargie erwachten. Es brauchte einen Pfosten-Knaller von Hassli aus 25 Metern, um die Zürcher Schlussoffensive zu initiieren. Das Heimteam schöpfte wieder Hoffnung.

10 Minuten vor dem Ende rückte dann WM-Ref Busacca in den Fokus des Geschehens. Der Schiedsrichter verwies Sion-Keeper Vanins nach einer Notbremse ausserhalb des Strafraums des Feldes. Ob der Lette bei seiner Intervention gegen Mehmedi jedoch der letzte Mann war, ist fraglich. Weil Sion bis zu diesem Zeitpunkt bereits dreimal gewechselt hatte, musste mit Elmer ein Feldspieler ins Tor. Elmer musste denn auch in der 87. Minute den Ausgleichs-Treffer mitverantworten. Einen Schuss von Kukuruzovic liess der Sittener nach vorne abprallen, Teixeira war zu Stelle und traf zum 1:1. Es war bereits der 3. Treffer des neuen FCZ-Verteidigers im 3. Saisonspiel.  (sf.tv)

                                                                                         Pressekonferenz

                                        


Niederlage in letzter Minute

Der FC Sion verliert gegen den mental starken FC Basel 1:2.

Sie hatten eine Problemlage, die Walliser – eine gewichtige im offensiven Bereich. Der Belgier Emile Mpenza will nach Angaben des Klubs vorläufig, wahrscheinlich aber gar nicht mehr, in den Farben des FC Sion auflaufen.
Selbst der Pressechef nannte das «eine schwierige Situation», und der Generaldirektor Massimo gestand freimütig, dass man «schnellstmöglich» eine Lösung finden müsse. Der Trainer Bernard Challandes macht ebenfalls kein Geheimnis aus der misslichen Situation und spricht von «Machtlosigkeit», aber es sei so, im offensiven Bereich habe gegen ein Basel «mit so viel Willen zum Pressing» schlicht die Qualität gefehlt.
So sah es auf dem Spielfeld tatsächlich aus. Die Einheimischen zeigten sich zwar realistischer in der Konzeption ihres Spieles und behandelten den Ball weit sorgfältiger als auch schon, ja sie scheuten phasenweise fast mutlos das Risiko. Aber dem Team des Trainers Challandes fehlte im offensiven Zentrum aus den erwähnten Gründen die Durchschlagskraft, der 20-jährige Prijovic hatte vorne – oft allein auf sich gestellt – nicht die Fähigkeiten, um die Defensive des Meisters aus dem Gleichgewicht zu kippen.
Am bitteren Ende, in den Minuten der Nachspielzeit, war gar keine Kraft mehr in den Walliser Muskelzellen verblieben. Der Basler Stürmer Frei trat einen letzten Eckball, und der Verteidiger Abraham gewann ein letztes Mal in luftiger Höhe ein Kopfballduell und erzielte den 2:1-Siegestreffer. Der Trainer Thorsten Fink freute sich darüber, dass «einer der Standards, die wir in jüngster Vergangenheit intensiv eingeübt hatten», am Ausgangspunkt der Entscheidung stand.
Der Basler Trainer hatte für den Gang ins Wallis entschieden, eine erste Rotation in der Aufstellung vorzunehmen und die WM-Fahrer Huggel und Inkoom auf die Ersatzbank, den Australier Chipperfield gar nicht erst auf die Spielerliste zu setzen. Der Favorit auf den erneuten Gewinn der Meisterschaft hat die Bewährung also quasi im zweiten Anzug bestanden, ein Outfit, das für nationale Auftritte aber allemal eine valable Variante darstellt.
Allerdings wäre es den Baslern nach dem frühen Kopfballtreffer von Frei zum 1:0 (14.) fast zum Verhängnis geworden, dass sie ihr Spiel gar nonchalant fortsetzten, denn nur sechs Minuten nach der Führung lancierte der Brasilianer Sio den Regisseur Obradovic mit einem gut getimten Steilpass, und der Serbe legte im Duell mit dem Basler Goalie Costanzo seine ganze Erfahrung in Dribbling und Sturz und erhielt, was er (auch) suchte: den Foulpenalty.
Der Holländer Dingsdag, eine wertvolle defensive Kraft in der Zentrale, traf sicher zum 1:1. Vielleicht hätte es den Wallisern geholfen, wenn der Schiedsrichter den von Obradovic geschossenen und von Goalie Costanzo ungenügend abgewehrten Ball kurz nach der Pause im ganzen Umfang über der Linie gesehen hätte – vielleicht.
Vier Tage vor dem Champions-League-Qualifikationsspiel gegen die Ungarn aus Debrecen zeigten die Basler die Qualität der Effizienz im Strafraum, aber auch «einige Stellungsfehler in der Defensive», wie Fink zugab. Darüber müssten sie noch reden, gegen den FC Sion fielen sie nicht ins Gewicht. Wer weiss, was Mpenza aus den Basler Fehlern gemacht hätte?  (NZZ)

Sion siegt bei Challandes-Einstand

Bernard Challandes ist der Einstand als Trainer beim FC Sion nach Wunsch geglückt. Die Walliser siegten zum Saisonauftakt beim schwachen Bellinzona mit 2:0. Die Tore für die Gäste fielen in einer mässigen Partie erst in der Schlussphase.

In Bellinzona zu gewinnen, ist im Normalfall nicht einfach. In den letzten 5 Heimspielen der vergangenen Saison blieben die Tessiner ohne Niederlage. Nur scheint Bellinzona seine Heimstärke nicht in die neue Saison mitgenommen zu haben: Beim Auftakt gegen Sion enttäuschte die ACB auf der ganzen Linie.

Die erste Halbzeit bot Fussball zum Vergessen. Die beiden Teams neutralisierten sich im Mittelfeld, Torchancen blieben während 45 Minuten aus. Bellinzona wirkte im Angriff trotz Rückkehrer Mauro Lustrinelli bedenklich harmlos, bei Sion war immerhin eine gewisse Zielstrebigkeit auszumachen.

Der Lohn dafür sollte sich indes erst spät einstellen. Zwar vergab Sturmtalent Aleksandar Prijovic nach einer Stunde die sichere Walliser Führung, nach 77 Minuten durften die Walliser aber doch noch jubeln: Bellenz-Keeper Matteo Gritti konnte einen Freistoss von Goran Obradovic nicht festhalten, Arnaud Bühler staubte zur Führung ab.

Und nur 4 Minuten später war die Partie entschieden: Prijovic traf nach vergebener Grosschance doch noch. Der 20-Jährige schlenzte aus 14 Metern herrlich an Gritti vorbei ins entfernte hohe Toreck. Bellinzona konnte auf diesen Rückstand nicht mehr reagieren. Die Tessiner hatten ihre beste Torchance erst in der Nachspielzeit, Sion-Keeper Andris Vanins parierte aber einen Kopfball sicher.


                                


3 Spieler an Stade Nyon ausgeliehen

Der FC Sion hat den Leihvertrag mit Stade Nyonnais von der Challenge League und den jungen Walliser Gilles Levrand (06.05.1988) und Damien Germanier (30.03.1988) verlängert. Zudem stösst noch Michele Morganella (25.04.1986) dazu. Die drei Spieler werden bis Ende Saison ausgeliehen. (fc-sion.ch)

Link: http://www.stadenyonnais.ch/


Neue Spieler für FC Sion qualifiziert

Die Olympique des Alpes SA (sportlicher Name FC Sion) hat in den letzten Wochen verschiedene Gesuche zur Qualifizierung von neuen Spielern bei der Swiss Football League (SFL) eingereicht. Die Gesuche mussten von der Qualifikationskommission der SFL (QK) beurteilt werden. Diese hat die Qualifikation der Spieler nun genehmigt.

Die Kammer zur Beilegung von Streitigkeiten der FIFA hatte gegen den Klub aus dem Wallis eine Transfersperre für zwei volle Transferperioden verhängt. Dieser hatte den Entscheid vorerst beim TAS (Tribunal Arbitral du Sport) in Lausanne angefochten. Das TAS bestätigte die Transfersperre, der Entscheid wurde dem FC Sion aus Sicht der QK allerdings erst nach Beginn der aktuellen Transferperiode rechtskräftig zugestellt. Somit hätte die Sperre nicht für die volle Transferperiode vollzogen werden können, weshalb die QK folgende Spieler qualifiziert hat:

Nationale Transfers – die Spieler sind sofort für die Olympique des Alpes SA (FC Sion) qualifiziert:

* Lucien Gross (nationaler Transfer vom Servette FC)
* Steven Deana (vom FC Vaduz)
* Jonas Elmer (vom FC Aarau)
* Evan Melo (vom Neuchâtel Xamax FC)
* Mylord Kasai (vom Neuchâtel Xamax FC)

Internationale Transfers – die Spieler sind qualifiziert, sobald die jeweilige internationale Freigabe vorliegt:

* Jean-Marie Schembri (vom FC Nîmes Olympique/F)
* Michael Dingsdag (vom FC Heerenveen/NL)
* George Ogararu (vom FC Ajax Amsterdam/NL)
* Rodrigo Lacerda Ramos (vom Racing Club Strasbourg/F)


Alioui geht, Dingsdag kommt

Der marokkanische Internationale Jamal Alioui (28) wechselt nach dreieinhalb Saisons beim FC Sion in die türkische "Süper Lig".

Der Verteidiger hat mit dem Aufsteiger Kardemir Karabükspor einen Zweijahres-Vertrag unterschrieben. Ersatz haben die Walliser für die am Samstag beginnende Axpo Super League bereits verpflichtet. Aus Holland kommt von Heerenveen Michael Dingsdag.

Ob der 27-Jährige allerdings eine Lizenz erhält, ist noch offen. Der internationale Sportgerichtshof Cas hat die von der Fifa verhängte Transfersperre gegen Sion bestätigt. Der Schweizerische Fussballverband weigert sich nun, Spiellizenzen auszustellen.

Sion-Präsident Christian Constantin lässt das Transferverbot allerdings kalt und er zieht den Fall ans Bundesgericht weiter. Erteilt dieses aufschiebende Wirkung, können Transfers getätigt werden. (SI)

Bericht - Holland ist auch im Wallis Trumpf


Sion schlägt Benefica Lissabon

Der FC Sion gewinnt das Gala-Spiel gegen Benfica Lissabon.

Nach nur 4 Minuten konnte Emile Mpenza nach einem Fehler vom portugiesischen Torwart das erste Tor für die Walliser erzielen. Benfica hatte danach mehrere Möglichkeiten ins Spiel zurückzukommen, aber ein glänzender Vanins verhinderte den Ausgleich. Nach einer Unaufmerksamkeit in der Verteidigung konnten die Portugiesen aber trotzdem ausgleichen. Kurz vor Schluss konnte Alexsandar Prijovic den Siegtreffer für die Walliser erzielen.

Das nächste Spiel im Stade de Tourbillon findet am 24. Juli um 17.45 gegen den FC Basel statt. Es wird das erste Heimspiel der neue Saison sein. Aber vorher müssen die Sittener am Sonntag 17. Juli auswärts in Bellinzona antreten. (fc-sion-live.ch)

FC Sitten - Benefica Lissabon 2:1 (1:0)
Tourbillon. Tore: 4. Mpenza 1:0, 64. Aimar 1:1, 81. Prijovic 2:1


Sion verliert Testspiel gegen Saprissa

Vor der Meisterschafts-Hauptprobe vom Sonntag gegen Benfica Lissabon liess Trainer Bernard Challandes gegen Costa Ricas Meister Deportivo Saprissa die B-Elf auflaufen. Trotzdem interessierten zwei Namen, die eine Halbzeit lang auf dem Feld standen.

Mit dem Brasilianer Lacerda Rodrigo und dem Rumänen George Ogararu steht man vor der Verpflichtung zweier 30-jähriger Routiniers mit Referenzen. «Das ist praktisch gemacht», so Assistenztrainer Blaise Piffaretti, «auch wenn wir noch das weitere Vorgehen betreffend die Transfersperre abwarten müssen.»
Apropos Neuverpflichtungen: Kann der FC Sitten nun, oder kann er nicht? Gestern kursierte das Gerücht, wonach das Bundesgericht auf den Fall «FC Sitten» eingehe, was aufschiebende Wirkung und damit grünes Licht für die Lizenzierung der neu verpflichteten Spieler bedeuten würde. FCS-Advokat Alexandre Zen-Ruffinen dazu: «Uns wurde noch kein Entscheid mitgeteilt, doch wir gehen davon aus, dass er so eintreten wird.» Auch Christian Constantin konnte am Rande des Testspiels noch nichts bestätigen. «Noch kein Entscheid, vielleicht morgen.»

Was ihn nicht daran hinderte, zwei neue Spieler zu verpflichten. Und zwar nicht zwei Perspektivspieler, sondern zwei 30-jährige Routiniers, die gegen Costa Ricas Meister gestern erstmals eine Halbzeit im Einsatz standen. Rechtsverteidiger George Ogararu ist ein ehemaliger Nationalspieler Rumäniens, der zuletzt bei Ajax Amsterdam unter Vertrag stand. Und der brasilianische Mittelfeldspieler Lacerda Rodrigo stand einst in der U20 seines Heimatlandes, spielte bei Strasbourg und Japans Iwata. «Beide sind physisch noch nicht bereit», so Trainer Bernard Challandes. «Doch von ihrer Erfahrung werden wir noch profitieren können.» Ansonsten zeigte sich Sittens Trainer nach Spielschluss ziemlich verärgert. «Die Nachwuchsspieler haben ihre Chance nicht genutzt. Direkt nach der Pause beim 0:1 und nach dem Ausgleich, wo wir direkt nach dem Anspiel das 1:2 kassierten, haben wir gravierend nicht aufgepasst.»

Costa Ricas Meister Deportivo Saprissa befindet sich derzeit in Riddes in einem Trainingslager, im Team stehen vier Nationalspieler. El Aroui verpasste vor der Pause eine erstklassige Möglichkeit, und der zu oft verspielte Yoda verpasste kurz vor dem Ausgleich das 1:1. Für das war schliesslich Prijovic verantwortlich, im Gegenzug erzielte Saprissa das entscheidende 1:2. Ogararu und Rodrigo sollen die Mannschaft weiter stabilisieren, doch haben sie betreffend Integration und Physis wohl noch einiges aufzuholen. Und für Zambrella und Elmer dürfte es eher bedenklich gewesen sein, in der B-Elf spielen zu können. Was die Chancen von Bühler und Sio erhöht, zum Saisonauftakt in der Startelf zu stehen. (Walliser Bote)

FC Sitten - Deportivo Saprissa 1:2 (0:0)
Massongex. Tore: 47. Mena 0:1. 64. Prijovic 1:1. 65. Alonso 1:2.

Sitten: Fickentscher (46.Deana); Sauthier, Micic, Ogararu (46. Rochat), Elmer; Rodrigo (46. Fermino), Yoda (67. Neurohr), Meite, Zambrella (67. Adao), El Aroui; Adeshina (46. Prijovic).
Bemerkungen: Sitten ohne Vanins, Dingsdag, Adailton, Bühler, Serey Die, Obradovic, Sio, Mpenza, Marin und Vanczak (alle geschont).


Bundesgericht als letzte Chance

In dieser Woche soll das Bundesgericht entscheiden, ob dem FIFA- und CAS-Entscheid betreffend eine Transfersperre gegen den FC Sitten (oder eben der Olympique des Alpes SA) stattgegeben oder eine aufschiebende Wirkung zugestanden wird. Nur im zweiten Fall könnten die neuen Spieler Dingsdag, Elmer und El Aroui lizenziert werden.

Da es sich um ein Verfahren handelt, das nach wie vor in der Schwebe ist und die Konsequenzen daraus nicht endgültig gezogen sind, gibt man sich beim Schweizerischen Fussballverband noch etwas bedeckt. SFV-Jurist Claudius Schäfer: «Die Qualifikations-Anträge seitens der Swiss Football League, welche die neuen Spieler des FC Sitten betreffen, liegen bei uns auf dem Tisch. Unsere juristische Abteilung wird demnächst entscheiden, ob den Begehren stattgegeben wird oder nicht.»

Zur Vorgeschichte: Die Walliser waren nach einem illegalen Wechsel des ägyptischen Torhüters Essam El-Hadary bereits im April 2008 von der FIFA mit einem Transferverbot für zwei Perioden belegt worden. Auf Intervention von Präsident Christian Constantin hatte der Internationale Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne diese Sanktion aber im vergangenen Sommer vorübergehend ausser Kraft gesetzt. Im Juni dieses Jahres, nach einem Jahr «Bedenkzeit», bestätigte der CAS das FIFA-Urteil einer Transfersperre. Der Schweizerische Fussballverband hat in einer ersten Reaktion angekündigt, das Urteil zu übernehmen und sich zu weigern, dem FC Sitten eine Spielberechtigung für Neuverpflichtungen auszustellen. Wobei man darauf hinwies, der «Verurteilte» könnte den Fall weiterziehen. An das Bundesgericht.

Das hat der FC Sitten am letzten Donnerstag getan. Vereins-Advokat Alexandre Zen-Ruffinen: «Das Bundesgericht hat nun zu entscheiden, ob es auf den Fall eintritt und damit der Entscheid eine aufschiebende Wirkung erhält. In dem Fall könnten wir die neuen Spieler lizenzieren, ich rechne mit einem Entscheid noch in dieser Woche.» Was ihn vorsichtig macht: Das Bundesgericht hat in den letzten Jahren nur zwei CAS-Fälle anderweitig beurteilt. Dass der Internationale Sportgerichtshof (CAS) das FIFA-Urteil bestätigt hat, überraschte ihn nicht unbedingt. «Sagen wir es so: Vor sechs Jahren hatte der CAS pro Jahr rund 70 Fälle zu behandeln. Seitdem die FIFA die Fussball-Gerichtsfälle an das Sportgericht in Lausanne abgegeben hat, sind es deren 240 jährlich. Schwer vorstellbar somit, dass der CAS ein FIFA-Urteil infrage stellt oder anders beurteilt . . .»
Man berufe sich immer noch auf dasselbe, so Zen-Ruffinen. «Das FIFA-Urteil hat als Beschuldigten den FC Sitten benannt, illegal einen Spieler verpflichtet zu haben. Dabei hat El-Hadary mit der Olympique des Alpes SA einen Vertrag unterschrieben. Vor einem Zivilgericht wäre der Fall einfach gewesen: Wegen des formellen Fehlers, den Beschuldigten falsch bezeichnet zu haben, wäre das Verfahren eingestellt worden. El-Hadarys damaliger Klub Al Ahly hätte ein neues Urteil gegen die Olympique des Alpes anstrengen müssen. Schon der CAS hätte diesen Irrtum einsehen müssen.» Doch die FIFA hat in ihrem Urteil wohl die Olympique des Alpes SA gemeint, aber den Klub benannt. «Das ist doch entscheidend,» so Zen-Ruffinen. «Sie können nicht den Hans verurteilen und den Köbi gemeint haben . . .»

Was Sittens Advokat zudem festhält: «Wir haben den offiziellen Entscheid des CAS erst am 15. Juli erhalten. Unsere Transferpapiere für die neuen Spieler haben wir vorher abgeschickt und gehen davon aus, dass zu diesem Zeitpunkt das Transferfenster für uns so oder so noch offen war.» Zen-Ruffinen zu den zwei möglichen Szenarien: «Wenn es ein juristischer Entscheid wird, können wir die neuen Spieler qualifizieren. Wird ein politischer Entscheid gefällt, droht uns die Transfersperre.» Durchaus eine wichtige Rolle komme da dem Schweizerischen Fussballverband zu. Der SFV sei sich seiner Sache keineswegs sicher, so Zen-Ruffinen, «denn sie haben sich bei allen Parteien über die Sachlage selber informiert. Wäre diese betreffend eine Transfersperre derart klar gewesen, hätte man diesen Aufwand nicht betrieben.» Was, wenn der Verband die Lizenzierung verweigert? «Dann werden wir den SFV auf Entschädigung verklagen . . .»  (Walliser Bote)


Nur noch zwei Fragezeichen

                              2:0-Testsieg des FC Sitten gegen Servette im Rahmen des 100-Jahr-Jubiläums des FC Monthey, doch zufrieden war Trainer Bernard Challandes mit dem Gebotenen keineswegs. Trotzdem hat er seine Stammformation gefunden, hier gibt es nur noch zwei Fragezeichen.

Sitten unter Challandes, das bedeutet viel Laufarbeit, Pressing, Kurzpassspiel und Kompaktheit. Stimmt eine dieser Komponenten nicht, dann kann der Trainer an der Linie schon mal laut werden. Das war in der ersten Halbzeit gegen Servette einige Male der Fall. «Der Geist war nicht gut, wir haben teils sogar arrogant agiert.» Challandes wird damit vorab die beiden Elfmeter gemeint haben, die leichtfertig vergeben wurden. Ausgerechnet gegen Servette-Keeper David Gonzalez, notabene eine Leihgabe des FC Sitten an die Genfer. Beim ersten Penalty (5.) zielte Dominguez zu wenig platziert, beim zweiten Elfmeter (24.) versuchte es Marin aufreizend lässig mit einem Lupfer im Stile des Uruguayers Abreu, doch traf er den Ball nicht wunschgemäss. Und der landete in den Händen von Gonzalez, der bereits im Eck lag.

Zu dem Zeitpunkt lag Sitten durch ein frühes Tor trotzdem schon in Führung: Sio hatte Marin freigespielt, dessen Abschluss aus spitzem Winkel musste Gonzalez abprallen lassen. Mpenza erbte zum 1:0 (4.). «Dieses frühe Tor hat uns mental wohl nicht gut getan», so Challandes, «vorab in der Defensive leisteten wir uns einige Fehler.» Rüfli mit seinem Pfostenknaller (22.) war nahe an Servettes Ausgleich. Wie schon zuletzt gegen den FCZ liess Challandes seine Startformation eine Stunde lang durchspielen. Mit Ausnahme von Dingsdag der Holländer machte zur Pause leicht angeschlagen Rochat Platz. «Nichts Schlimmes, nur eine Vorsichtsmassnahme», so der Trainer. Challandes hat seine Wunschelf im Kopf, und diese ist laut den beiden letzten Testspielen leicht abzulesen. Eigentlich gibt es für ihn betreffend dem Saisonstart nur noch zwei offene Fragen: Verteidigt hinten links Bühler oder Elmer, und kurbelt im offensiven Zentrum Zambrella oder der 20-jährige Sio das Spiel nach vorne an? Sio (er wurde gegen Servette bei beiden Elfmeter-Situationen gefoult) erwies sich in der letzten Saison laut Nach-wuchstrainer «Boubou» Richard als wichtigster Offensivspieler der U21. «Er wird in dieser Saison den Sprung in die Super League schaffen», prophezeit Richard. Der U21-Nationalspieler der Elfenbeinküste, vor zwei Jahren am internationalen Turnier in Monthey von Sitten getestet und unter Vertrag genommen, verfügt über viel Potenzial. «Er muss auf dem Platz nur noch vermehrt die richtigen Entscheidungen treffen», so Challandes. Jedenfalls scheint er von den Nachwuchsspielern am nächsten an der Startelf zu sein. «Er hat die gleichen Chancen wie Zambrella, unter den ersten Elf zu stehen», so Challandes. Ebenso ausgeglichen scheint das Duell von Bühler und Elmer zu sein, was die linke Position in der Viererabwehr betrifft. Beide schalten sich auch in die Offensive ein, Elmer erwischte mit einem weiten Bogenball (64.) beinahe Servette-Hüter Gonzalez, der in extremis retten konnte. Das 2:0 (76.) fiel nach einem Ballverlust der Servette-Abwehr: Zambrella spielte Yoda frei, der sicher traf. Der junge Franzose verpasste seinen zweiten Treffer im Duell alleine gegen Servettes Keeper (89.), und als Zambrella (87.) regelwidrig von den Beinen geholt wurde, verweigerte der Ref Sitten einen dritten Elfmeter.

«Ich bin nicht zufrieden mit der mentalen Einstellung», so Challandes, «die eingewechselten Nachwuchsspieler waren kämpferisch klar besser.» Trotzdem will er nichts von einer Doppelbesetzung auf jeder Position wissen. «Ich werde meiner Stammformation vertrauen und dafür sorgen, dass dahinter junge Spieler nachrücken.» Dass die neu verpflichteten Dingsdag, Elmer und El Aroui wegen der Transfersperre zur neuen Saison nicht spielberechtigt sein dürften, darob macht sich Sportchef Fredy Chassot anscheinend keine Sorgen. «Wir ziehen den Fall weiter, alle drei werden zum Start in Bellinzona lizenziert sein.» (Walliser Bote)

Sitten - Servette 2:0 (1:0)

Monthey. 400 Zuschauer. Tore: 4. Mpenza 1:0. 76. Yoda 2:0.

Sitten: Vanins; Vanczak (80. Imhoff), Adailton, Dingsdag (46. Rochat), Bühler (57. Elmer); Serey Die (57. Sauthier); Obradovic (57. Meite), Dominguez (57. El Aroui), Marin (57. Yoda), Sio (57. Zambrella); Mpenza (57. Prijovic). Bemerkungen: 5. Dominguez scheitert mit Elfmeter an Gonzalez. 22. Pfostenschuss Rüfli. 24. Marin scheitert mit Elfmeter an Gonzalez. 


Es stimmt bereits vieles

Zweieinhalb Wochen vor dem Saisonstart in Bellinzona stimmt beim FC Sitten unter Trainer Bernard Challandes bereits vieles. Nicht nur das Resultat, sondern vorab die Art und Weise, wie der 2:0-Testsieg über den FC Zürich zustande kam, lässt diese Erkenntnis zu.

Auf der neuen Sportanlage in Saanen-Gstaad hatte sich bereits die Elfenbeinküste auf die WM vorbereitet, jetzt absolviert der FC Zürich hier sein Trainingscamp. Am Tag seiner Verpflichtung als neuer FCS-Trainer hatte Bernard Challandes seinem ehemaligen Vorgesetzten und FCZ-Sportchef Fredy Bickel bereits mitgeteilt, dass es nun vorbei sei mit der anhaltenden Sieglosigkeit der Walliser gegen die Stadtzürcher. Gestern gab es das erste «Müsterchen» dieses Vorhabens. «Doch dieses Resultat ist nicht so wichtig», beschwichtigte Challandes nach dem Schlusspfiff.

Trotzdem war vieles positiv, was er gesehen hatte. Er zog Obradovic etwas nach vorne und agierte mit nur einem defensiven Zentrumsspieler (Serey Die), was durchaus Wirkung zeigte. Die Ballsicherheit, die Kreativität im Spiel nach vorne war beachtlich. Die Elf der ersten Halbzeit (mit Ausnahme von Torhüter Fickentscher, der Vanins vertrat) könnte durchaus jene sein, die in Bellinzona aufläuft. Wenn denn die Transfers von Elmer und Dingsdag wirklich getätigt werden können, trotz der verhängten Transfersperre. «Ich rechne mit beiden», so Challandes, der indes noch nicht mit Bestimmtheit weiss, ob sie auch lizenziert werden können.

Vorab der Holländer Michael Dingsdag, von SV Heerenveen geholt und hier zuletzt Captain, stellt für Sittens Zentrumsabwehr eine Verstärkung dar. Mitglied der holländischen Olympiaauswahl 2004 und Pokalsieger vor einem Jahr in seinem Heimatland, tritt der 27-Jährige ballsicher auf, verfügt über ein gutes Stellungsspiel und kann zudem hinten herausspielen. Mit gebrochenem Englisch dirigierte der Neue bereits die Abwehr. «Wir haben nicht nur einen starken Spieler, sondern auch einen Leader geholt», so Challandes. Zu den entscheidenden Situationen: Obradovics Knaller landete am Pfosten, Dominguez nahm den Abpraller direkt und traf zum 0:1 (35.). Beim 0:2 (72.) verlängerte Vanczak einen Dominguez-Freistoss mit dem Kopf.
Auch der «zweite Anzug» passte: Die Einwechslungen von Bühler, Sauthier, Yoda, Sio und Adeshina nach einer Stunde brachten keineswegs einen Bruch im eigenen Spiel. Vielmehr versuchte jeder von ihnen, sich einzubringen und aufzudrängen.

«Solche Spiele sind wichtig für unser Selbstvertrauen», so Challandes. «In der ersten Halbzeit waren wir kompakt, taktisch reif und ballsicher, dann waren vermehrt Wille und Solidarität gefragt.» Auch durch die wenigen Mutationen und die somit bereits vorhandenen Automatismen scheint der FC Sitten weiter zu sein als noch vor einem Jahr. Die personelle Konstanz tut dem Team gut. Das musste sich wohl auch Christian Constantin eingestehen, der nach dem Testsieg im Berner Oberland einen durchaus zufriedenen Eindruck machte. Trotz der Transfer-Ungewissheit. (Walliser Bote)

FC Zürich - FC Sitten 0:2 (0:1)

Schützenboden Saanen. 300 Zuschauer. Sr. Nicolay Hänni.
Tore: 35. Dominguez 0:1. 72. Vanczak 0:2.

Sitten: Fickentscher; Vanczak, Adailton, Dingsdag, Elmer (60. Bühler); Serey Die (60. Sauthier); Obradovic (70. Meite), Marin (60. Yoda), Zambrella (60. Sio), Dominguez (80. El Aroui); Mpenza (60. Adeshina).


Challandes ohne Sorgenfalten

Der FC Sitten überzeugte im Testspiel in Saas-Fee gegen Bellinzona phasenweise 3:2

Bis zur Spielmitte bot der FC Sitten im Rencontre gegen die AC Bellinzona phasenweise Vortreffliches. Der Zentrumsverteidiger und Testspieler Michael Dingsdag lieferte einen eindrücklichen Leistungsnachweis ab.

Testspiele liefern höchst selten viele Erkenntnisse. Der Trainer im FC Sitten, Bernard Challandes, fand jedoch im Anschluss an den Match gegen Bellinzona ohne Verzögerung Worte. Es waren Worte, die viel versprachen, die angehaucht waren mit einer Dosis Euphorie, die aber der Wahrheit entsprachen. «Ich bin sehr zufrieden», sagte er. Und wer den spontan reagierenden Challandes kennt, wer seine Emotionsausbrüche in der Zeit beim FC Zürich zu Gesicht bekam, dem war klar: Challandes war überzeugt von dem Gesehenen.

Er sah schon früh im Spiel viele Ballzirkulationen mit hoher Geschwindigkeit, er sah um gutes Passspiel bemühte Einzelspieler sowie eine Equipe, die aufopfernd auftrat und sich in homogener Verfassung präsentierte. Er sagte: «So stelle ich mir Fussball vor.» Dass Sio, Marin und Yoda je ein Goal schossen, erachtete Challandes als «absolut notwendig», denn die Mannschaft habe gewinnen wollen; unbedingt.
Der FC Sitten spielte tatsächlich aufstrebend. Vorab im ersten Durchgang. Es gab zwei, vielleicht drei Kombinationen, die erinnerten an die Spielformen des Trainers Lucien Favre, als dieser noch Trainer des FC Zürich war. Die Assoziation zu Challandes ist offensichtlich. Auch der Neuenburger will Offensive; Aktion statt Reaktion, vorwärts statt rückwärts. Und das alles auf ästhetische Art und Weise. Wahrlich alle Goals der Walliser erfüllten diese Voraussetzungen.

Dass der FC Sitten zwei Gegentore eingeschenkt bekam und in der zweiten Halbzeit an Widerstandskraft einbüsste, erklärt sich in der nachlassenden Konzentration, die gemäss Challandes in Vorbereitungsspielen ohnehin selten auf Höchstniveau ist. Gleichwohl: Wie sich Verteidiger Imhof beim Gegentor durch Wahab anstellte, das ist kein Zustand. Challandes sind weitere defensive Unreinheiten aufgefallen; er will sich dieser in den dreieinhalb verbleibenden Wochen bis zum Start des Championats annehmen. Eine eindrückliche Performance lieferte der holländische Testspieler Michael Dingsdag ab. Er organisierte die Defensiv-Aufstellung so lautstark, dass sein Pendant Vanczak sich manchmal fast die Ohren zuhalten musste. Dingsdag spielte resolut, hart, konsequent. Er kann die Verteidigung nicht nur verstärken, er kann ihr ein Gesicht geben. Er ist ein Leadspieler mit ansprechendem Auge im Spielaufbau und viel Antizipationsvermögen.

Auch der zweite Testspieler, Arai, der eine Halbzeit im Mittelfeld spielte, rang zäh nach Aufmerksamkeit; er setzte sich mehrere Male im Zweikampf durch. Die Qualität des Kaders bessert er jedoch nicht zwingend auf. Empfehlungen indes lieferten die Jungen Meite und Sio ab; sie überzeugten durch Engagement.
Und so verliess Challandes, der sich bei Einzelkritik in Zurückhaltung übte, den Sportplatz in Saas-Fee. Er hatte keine Sorgenfalten im Gesicht. Und wenn man eine gefunden hätte, dann wäre das Ressort Angriff dafür verantwortlich gewesen. Hinter dem ersten Stürmer Mpenza liegt der Nebel. Den Forwards Prijovic und Adeshina fehlen auf diesem Niveau jegliche Attribute der Gefährlichkeit. (Walliser Bote)

FC Sitten - AC Bellinzona 3:2 (2:1)
Sportplatz Kalbermatten, Saas-Fee. 300 Zuschauer. Tore: 3. Sio 1:0. 24. Marin 2:0. 36. Lustrinelli 2:1. 60. Yoda 3:1. 62. Wahab 3:2.

1. Halbzeit: Fickentscher; Sauthier, Vanczak, Dingsdag, Elmer; Obradovic, Serey Die; Marin, Sio, Dominguez; Mpenza.
2. Halbzeit: Fickentscher; Rochat, Adailton, Imhof, Bühler; Yoda, Zambrella, Meite, El Arai; Adeshina, Prijovic.


Serey Die verlängert bis 2014

Geoffroy Serey Die hat seinen Vertrag beim FC Sion bis Ende Juni 2014 verlängert.

Der 25-jährige Mittelfeldspieler von der Elfenbeinküste, der in der abgelaufenen Saison der Axpo Super League in 30 Spielen zwei Tore erzielte, wurde im Frühjahr von Sions Präsident Christian Constantin wegen eines Platzverweises der Manipulation des Meisterschaftsspiels bei den Grasshoppers (0:2) verdächtigt.
Beweise fanden sich - entgegen der Ankündigung Constantins - keine. Serey Die wurde intern bloss abgemahnt und zu einer "gemeinnützigen Arbeit" verdonnert. (SI)


Trainingsstart in Evolène

Weit weg von der WM. In den Bergen bei Evolène lanciert der FC Sitten seine neue Saison. Die Bergstrasse zieht sich hin. Fast unendlich. Bis zum idyllischen Walliser Dörfchen Evolène. Nach den letzten Häusern präsentiert er sich, der knapp bemessene Sportplatz.«Saint-Jean» nennt er sich, doch so richtig Heiliges hat er nichts an sich. Vielmehr übersäen unübersehbare Löcher die Rasenfläche, die angrenzt an den Dorffriedhof.

Doch die Hoffnungen auf einen sportlichen Höhenflug des FC Sitten, die sollen hier keineswegs begraben werden. Vielmehr geht es in der Provinz darum, den ersten Schritt in eine neue Saison zu vollziehen, die, so Bernard Challandes, «Titel bringen soll». Der neue Mann setzt die Ziele hoch. Er ist gekommen, um sie umzusetzen. Vorerst überlässt er das Zepter einem andern. Auf dem holprigen Rasen, wo noch kürzlich der FC Evolène in den Niederungen der 5. Liga auf Torjagd ging und dessen 39 Punkte hier für Platz sechs gut genug waren, quält der zweite Neue seine Spieler. Simon Colinet heisst er, Franzose, in der Funktion eines Physistrainers. Constantin ist Ende der letzten Saison zur Erkenntnis gekommen, dem Team gehe zu früh der Schnauf aus. Deshalb musste ein neuer Konditionsverantwortlicher her.

Colinet erscheint auf den ersten Blick kollegial, doch er ist in seinen Forderungen unerbittlich. Er bat gestern auf dem Rasen zum Krafttraining, ein schweisstreibender Parcours. Dazu gabs Koordinations- und Gleichgewichtsübungen. Damit die Mannschaft diesmal in den entscheidenden Phasen nicht umfällt . . . «Ich weiss, ihr seid müde. Doch haltet den Kopf oben, und behaltet den Rhythmus.» Eigentlich hatte Challandes das erste Trainingscamp unter das Motto gestellt, «einander kennenzulernen.» Deshalb ist das gesamte Team auch in einem grossen Chalet hier gemeinsam untergebracht.

Challandes selber steht bei der Trainingslektion etwas abseits, kontrolliert, parliert mit Sportchef Chassot und greift schon mal zum Handy. Serey Die spielt vorerst den Clown. Doch ihm fehlt bald einmal der Schnauf, um diese Rolle durchzuziehen. Zu sehr fordert Monsieur Colinet. Assistenztrainer Blaise Piffaretti, von der U18 gekommen, macht einige Übungen mit. Mit ihm hat der FC Sitten ein Stück erfolgreiche Klubgeschichte in den Trainerstab geholt. Der Konditionsarbeit gelte das Augenmerk der ersten drei Wochen, so Challandes. «Mein bevorzugter Fussball beinhaltet viel Bewegung, deshalb ist die Physis dazu absolute Voraussetzung.»

23 Spieler sind in Evolène dabei. Vanins stiess gestern zum Team, Mpenza, Vanczak, Dominguez und Marin kommen noch. «Abgespeckt» wurde das Kader trotzdem: Paito wechselte zu Xamax, Alioui, Chihab, Beney und Sarni erhielten keinen neuen Vertrag mehr. Mit Jonas Elmer (Aarau) und Torhüter Steven Deana (Vaduz) sind zwei Neue dabei. Ansonsten setzt der Trainerstab ein Zeichen: Von der U21 wurden Sio, Meite, Neurohr, Adao, Lacroix, Rochat und Micic ins Kader aufgenommen. Wer von ihnen schafft den Durchbruch? «Wir werden nach den ersten Testspielen entscheiden, wer welche Möglichkeiten hat», so Challandes. «Einige werden dabeibleiben, andere ausgeliehen. Denn junge Spieler müssen auf dem Platz stehen und nicht auf der Bank sitzen.»

Trotzdem soll es das noch nicht gewesen sein. Ein Zentrumsverteidiger und ein Mann fürs rechte Mittelfeld werden noch gesucht. Betreffend der Defensive hat man Steve von Bergen kontaktiert, der bei Hertha Berlin nicht in der 2. Bundesliga spielen wird. Und Chassot hat sich in den letzten Tagen telefonisch auch schon mal bei Stéphane Grichting gemeldet. Doch es scheint unwahrscheinlich, dass einer der beiden Nationalverteidiger seine Karriere ausgerechnet beim eher labilen FC Sitten fortsetzen will. Ein zusätzlicher Stürmer soll auch noch kommen. «Wenn Mpenza ausfällt, haben wir zu wenig Alternativen», mutmasst Challandes.

Dann hat der neue Trainer doch noch ein Einsehen. Nach der Physislektion lässt er doch noch Spielen. Auf dem holprigen Platz. Er unterbricht viel, korrigiert die Positionen, und lässt trotzdem den Ball laufen. «Ich bringe meine Ideen, wie ich spielen lassen will, sofort ein.» Die Spieler freuts, trotz schweren Beinen.
Ein Camp, allein nur zum Kennenlernen, ist es eben doch nicht. Dabei gabs am ersten Tag nach der Anreise erst einmal eine gemeinsame Bergwanderung. Und nach dem Abpfiff des gestrigen Trainings, da mischten sich die Spieler unter die Zuschauer. 300 Schaulustige mögen es schlussendlich gewesen sein, meist Jugendliche, die den Stars nahe sein wollten. Sie brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen. Nach der Trainingslektion gabs Autogramme, und erst noch etwas zu Essen. Die gestrige Trainingslektion war nicht nur für die Spieler nahrhaft . . .(Walliser Bote)


FC Sion vor Sportgericht abgeblitzt

Der Internationale Sportgerichtshof ist auf den Rekurs des FC Sitten gegen das Fifa-Urteil nicht eingetreten.

Die Fifa hatte im Juni 2009 gegen den FC Sitten nach dem Transfer des ägyptischen Goalies Essam El Hadary ein einjähriges Transferverbot verhängt und Torhüter Essam El Hadary für 4 Monate gesperrt. Gegen dieses Verdikt rekurrierte der FC Sitten beim Internationalen Sportgerichtshof.

Das Gericht trat auf den Rekurs nun aber nicht ein. Einzig die Geldstrafe wurde von 900'000 auf 760'000 Euro reduziert. Der FC Sitten will Rekurs gegen das Urteil beim Bundesgericht hinterlegen. (rro.ch)


Blaise Piffaretti neuer Assistenztrainer
Der ehemalige FC Sitten-Spieler Blaise Piffaretti wird neuer Assistenztrainer beim FC Sitten. 

Blaise Piffaretti wird zusammen mit dem neuen Trainer Bernard Challendes die erste Mannschaft des FC Sitten betreuen. Piffaretti holte mit dem FC Sitten 1986 wie auch 1991 den Cupsieg und gewann 1992 mit den Wallisern den Schweizer Meistertitel.

In den letzten Jahren war Blaise Piffaretti beim FC Sitten in der Nachwuchsabteilung tätig und war zuletzt für die U18-Mannschaft verantwortlich.

Challandes ist neuer Sion-Trainer!

Der neue Mann auf der Trainerbank des FC Sion heisst Bernard Challendes. Er ersetzt Didier Tholot, von dem sich die Walliser vor einer Woche getrennt hatten. Gemäss einem Communiqué des Vereins wird der letztjährige FCZ-Meistermacher am 7. Juni das erste Mal das Training leiten.

Über die Vertragsdauer wurden keine Angben gemacht. Der Westschweizer Challandes kehrt damit nach fast 15 Jahren als Trainer in die Romandie zurück. Sein letztes Engagement im französischsprachigen Raum endete mit der Entlassung bei Servette. Anschliessend arbeitete Challandes mit grossem Erfolg für den Schweizerischen Fussballverband, ab 2001 war er U-21-Nationaltrainer. Sein grösster Erfolg mit dieser Auswahl war 2002 das Erreichen des EM-Halbfinals im eigenen Land.

Im Sommer 2007 übernahm Challandes als Nachfolger von Lucien Favre das Traineramt beim FC Zürich, den er in der Saison 2008/2009 zum Meistertitel und zur anschliessenden Champions League-Teilnahme führte. Nach der 0:1-Heimniederlage gegen Aarau endete sein Engagement in Zürich am 19. April 2010 vorzeitig. (football.ch)

Bericht im NZZ
Interview mit WB


Tholot nicht mehr Trainer des FC Sion

Didier Tholot hat sein Traineramt beim FC Sion aufgegeben. Er einigte sich mit Präsident Christian Constantin auf eine vorzeitige Vertragsauflösung. Tholot will künftig in Frankreich arbeiten.

Präsident Christian Constantin muss sich nun auf die Suche nach seinem 22. Trainer innert 6 Jahren machen. Als Kandidaten gelten Bernard Challandes und Pierre-Andre Schürmann. Tholot hatte Sion 2009 übernommen und führte den Verein innerhalb weniger Tage zum 11. Cuptitel und zum Ligaerhalt. In der abgelaufenen Saison verpasste er mit dem FC Sion als ASL-5. die Europa League.


Steven Deana kommt zum FC Sion

Der junge Schweizer Torhüter Steven Deana (04.03.1990, 1m90, 83kg) hat einen Vertrag bis Juni 2015 beim FC Sion unterschrieben.

Er spielte letztes Jahr in der Challenge League beim FC Vaduz. Der Torhüter hat seinen ersten Vertrag bei den Grasshoppers im Jahre 2007 unterschrieben (32 Spiele mit der Reservemannschaft der Zürcher). Im Jahre 2009 wurde als bester Torhüter der 71. Auflage des Blue Stars/FIFA Youth Cup erkoren. An diesem Turnier für junge Talente nehmen grosse Clubs wie Real Madrid oder Manchester United teil.

Seit 2007 ist er mehrmals für eine Junioren-Nationalmannschaft aufgeboten worden. Er hat insbesondere mehrere Spiele für die U19-Nationalmannschaft bestritten. Im Jahre 2009 war er Teil der U20-Nationalmannschaft.


Jonas Elmer unterschreibt beim FC Sion

Der junge Verteidiger Jonas Elmer (28.02.1988) hat einen Vertrag bis Juni 2013 beim FC Sion unterschrieben.

Der Linksverteidiger hat seine Karriere bei den Grasshopper Zürich begonnen, um 2005 nach Chelsea zu wechseln. Dort spielte er regelmässig mit der Reserve-Mannschaft ehe er sein erstes Spiel für die erste Mannschaft in einem Freundschaftsspiel gegen die AC Milan bestritt.

Sicher von seinem Talent, hat ihm der englische Verein einen Zwei-Jahres-Vertrag angeboten. Zurück in die Super League, hat der U21-Nationalspieler (11 Spiele) die letzten drei Jahre beim FC Aarau gespielt (81 Spiele). Er wird zum Saisonauftakt am 7. Juni dazustossen. (fcsion-live.ch)


07. Runde
Basel : Xamax
(4:1)
Zürich : St. Gallen
(3:1)
Bellinzona : GC
(1:1)
Luzern : Thun
(1:1)
Sion : YB
(2:0)



Tabelle
1.FC Luzern
(14)
2.FC Basel 1893
(13)
3.FC Sion
(12)
4.FC Thun
(11)
5.FC Zürich
(11)
6.AC Bellinzona
(11)
7.BSC Young Boys
(8)
8.GC Zürich
(6)
9.Neuchâtel Xamax
(4)
10.FC St. Gallen
(4)